Sonntag, 28. Februar 2016

Meinem dritten Lehrer aus gegebenem Anlass





Heute wäre Wolfgang Döbereiner – mein begnadeter Astrologie-Lehrer – 88 geworden. Er starb vorletzten April.

28.2.1028, MEZ 13:07
München
Wolfgang Döbereiner



Dreimal habe ich in meinem Leben große Lehrer als lebende Personen vom Schicksal geschenkt bekommen. Mit 12, mit 15 und mit 39. Der letzte war dieser am 28. Februar 1928 Geborene.

Was manche im Kurs bei ihm, bei aller Anbetung, bejammerten: man musste „schwimmen“ um ihm zu folgen. Für mich war sein Schwimmen Erlösung. Bei allen drei Lehrern war es für mich das gleiche – endlich jemand Bedeutsames von der oder dem man bestätigt wurde  und meine „Noten“ wurden sehr gut.


 26. 2. 1942, MESZ 13:07
Neumünster
Ich

Beide haben wir die selbe offizielle Geburtszeit, aber 1942 galt doppelte Sommerzeit und so ist meine Geburt in UTC eine Stunde früher. Aber die Synchronizitäten, von denen Jung spricht sind auffällig.

Unsere Fische-Geburtstage haben 2° Abstand.  Als sich in meinem Leben um die Lebenswende mit 38/39 aus Sackgasse, Traum, Reiselust und begnadetem  Zufall alles fügte und  ich - unterwegs mit vierjährigem Sohn - in einer Woche meine Frau und auf dem Bett eines Freundes in ihrer ehemaligen WG meinen Lehrer (Döbereiners „Fische“-TB)  fand, da war Döbereiners Laimer Haus grade zwei Ecken entfernt in der Parallelstraße. Mit Sohn und meinen Möbeln zog ich ein halbes Jahr später von  Hamburg aus  zur Jungfrau nach Laim und im Herbst meldete ich mich in der Bernauer Straße zum Kurs an.

Dazwischen lag mein sommerliches „Astrologie und Homöpathie“-Studium.

Ich blieb drei Semester im Kurs und verschlang parallel die sechs Bände Lehr- und Übungsbuch in Begeisterung über das Packpapier … und schwamm weiter daheim durch die Seminare der „Aphrodite“ bis zum „Zorn des Poseidon“.

Da hatte aber schon das siebte Septar unserem bislang noch provisorischem Leben Gemeinschaftsform gegeben indem wir in den seinerzeitigen Arbeitsplatz-Ort meiner Frau  gezogen waren: zufällig den  Sehnsuchts-Ort meiner  Studien-Jahre: Murnau.

Hier öffnete mir wenig später eine Klientin nach dem Horoskop die Tür zu C.G.Jung:

Und wenn ich im Studium bei „Meister Dö“ Hefte mit Auszügen vollschrieb so wurden es bei Jung Heft-Serien mit Auszügen.

Vorgestern fiel mir nun ein: da am MC der Anfang ist und der ASC die Erscheinung anzeigt, so ist der DC natürlich der Untergang- oder Eingang nach innen in die Bedingungen  und der IC ist dann wirklich das „Ende“, was ich öfter woanders las, ohne mir einen Reim drauf machen zu können.

Nun vorgestern fiel mir zu diesem IC= Ende mit 63 ein, dass ich mit 62 mein Buch, die Skizze (308 Seiten): „Astrologie und Welthoroskop“ fertig geschrieben hatte. Reinhols Stiehle schrieb mir später dazu: „Mundanstrologie wird sehr wenig nachgefragt“. Mein Buchtraum war zu Ende.

2006 dann, mit 64 zur Wassermann-Zeit hatte ich eine Serie von Träumen an deren Ende nach einer Luftreise von meiner bisherigen Stadt übers Meer eine, meine,  Landzunge sichtbar wurde, in dem Haus dort wurde ich geführt und es wurde  aus feuchtem Ton mir mein Orakel gebrannt : ein in weißem Ton gebrannter Tanzschuh, (in einer nächsten Nacht tanzte ein schwarzer Spitzentänzer senkrecht auf dem Fuß eines am Boden Liegenden). Danach der uralte quadratische Turm aus mächtigen im Geviert übereinander gefügten Stämmen an dessen ständiger Erhaltung, wurde mir im Traum bewusst, alle Generationen ihren Schweiß vergossen haben und -  Arm in Arm mit meiner Frau -  folgte der dämmerige Aufstieg auf breiter Treppe … und in den fogenden Tagen, dass sich im Kopf summend der Name „Al Mansur“ einstellte. Um es kurz zu machen: über Google und Fernleihe wurde der Weg gefunden zu Abu Ma’shar ,und zu seinem mundanastrologischen Hauptwerk :" Kitāb al‐milal wa‐ʾl‐duwal ("Book on religions and dynasties"). ( probably his most important work)" in englischer Übersetzung.

Ich habe  dann in diesem Umfeld die Königskonjunktion im Erdelement von 1802 bei Rüdiger Plantiko gefunden.  Damit begann meine eigene Astrologie.

Ein Jahr später, auf Anregung von Rüdiger Plantiko, eröffnete ich mein „Mundanes Tagebuch“ im April 2007 als Blog.

Zum Anlass seines Geburtstages heute bekenne ich,  bei erfolgreich gewonnenem persönlichem Abstand zu meinem großen Lehrer, bei Wolfgang Döbereiner alles gelernt zu haben, was ich werkzeugmäßig in meiner Astrologie brauche. Ich habe mir aus seinem Werkzeugkasten das herausgesucht, was zu mir passt. Mein eigener Ansatz ist der ominöse Bau der unmöglichen mundanastrologischen Brücke ( mein Saturn-Uranus) zwischen C. G. Jung, Wolfgang Döbereiner und meiner Wenigkeit. Da ist mir alle Freiheit gegeben, mich der gemeinsamen Arbeit an dem zu widmen, was noch nicht in der Zeit ist, es in Sprache zu fügen und in Bildern zu hinterlassen.

Möge es den Nachgeborenen nützlich sein und die großen Lehrer im Jenseits unterhalten.

Murnau, den 28.2.2016, UTC 20:10 gepostet.

Kommentare:

  1. Sehr geehrter Mundomaniac,

    fallweise schaue ich gerne auf Ihrer Seite vorbei, heute hinterlasse ich, auch, einen Kommentar.

    Die Ehrlichkeit Ihres Artikels war herzerfrischend.

    Ich habe die letzten Jahre in denen Herr Döbereiner gelebt hat, aufmerksam das Internet studiert und diverse Internetforen und es hat mich sehr erschreckt und traurig gemacht, wie aus den "Schülern" und "Bewunderern" zunehmend Verfolger und Beschimpfer wurden.

    Drum freut mich, daß Sie hier auch mal was nettes sagen.

    Bei all dem Geschimpfe in diversen Foren hat sich nie ein Einziger gefunden, der einmal für Herrn Döbereiner auch standhaft Stellung bezogen hätte und das scheint mir schon sehr beschämend, im nachhinein.

    Es hätte mehr Engagement von Seiten jener Bedurft, die im Internet schreiben, weil ich mir nicht vorstellen kann, daß diese Schmierereien, wie sie heute über den Herrn zu lesen sind, wirklich die herrschende Meinung im Internet sind.

    sg
    Leopold

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