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Dienstag, 7. Juli 2009

Am Himmel spazieren gehen ...


6. 7. – 13. 7. 2009
in der Matrix des Tierkreises
und der Königskonjunktionen
der vier Elemente
Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
(anklicken vergrößert)




Einem ehrlichen und unerschrockenen Astrologen ist nicht mehr zugemutet, als einem Ingenieur: auf gedachten Bahnen über den Himmel zu spazieren.
Zu der Zeit als die Meister begannen, die Wege zu erkunden, gab es noch keine Tabellen und keine prüfenden Bürokratien, der Schneider von Ulm konnte sich noch zu Tode fallen lassen.
Den kommenden Tabellen für die Weltwetter der Archetypen müssen unablässige Beobachtungen zugrundeliegen, zusammen getragen von Schülern, gedeutet von Meistern. Ehe der Schlußstein der Pyramide der Ehre der Astrologie gesetzt werden kann, nach Jahrhunderten …, müssen ihre Fundamente gelegt werden Tag für Tag in den ewig gleichen Bausteinen.
So sei denn heute fortgefahren damit.
Die persische Frage beschäftigt uns weiterhin. Neue Nachrichten bringen die Medien über den Iran.
Die Mundan-Astrologische Tabelle wäre seit oder vor den Wahlen gefragt: In welcher Verfassung befindet sich die kollektive Seele im Iran derzeit?
Inzwischen kennen wir, soweit der Augenschein reicht, die Antwort auf diese Frage. Zu Hunderttausenden hat die Bevölkerung sich zur „grünen“ Hoffnung bekannt.

Das Blau des Himmels, das Grün des Wassers, das Rot des Zorns, die dunkle Erde – mittelalterliche Anschauung, Vierheit der Elemente, die mit den Mitteln der Astrologie so leicht greifbar ist. In den verschiedenen „Aggregatzuständen“ der neuzeitlichen physikalischen Betrachtung, taucht diese „primitive“ Vierheit wieder auf.
Wir haben schon einmal das von der Königskonjunktion abgeleitete aktuelle Jahrsiebt-Horoskop („Septar“) des Erdelements für Teheran betrachtet:
Dabei wurden die derzeitigen Aspekte der drei Erdzeichen, also Stier/Jungfrau/Steinbock sichtbar, also die Aspekte hinsichtlich der Bereiche Sättigung/Verwertung/Verfassung sichtbar.
Im Folgenden sollen die Aspekte der drei Wasserzeichen, also Krebs/Skorpion/Fische, sichtbar machen, was hinsichtlich der Bereiche Volksstimmung/Opferbereitschaft/Gottvertrauen derzeit veranlagt ist.
Mir ist bewusst, dass solche Schlagworte immer den etwas gewaltsamen Versuch darstellen, die wolkige Beschaffenheit der im Tierkreis angeordneten zwölf Archetypen in den Griff zu nehmen, um zu Urteilen kommen zu können.

Königskonjunktion im Wasserelement von 1305 101. Jahrsiebt vom 24.12.1405, UTC 19:03 auf Teheran
für 2005 - 2012

Hier haben wir das umfassendste Wandlungsbild, das überhaupt denkbar ist: Neptun, Herrscher der Fische, Archetypus/Gott von Auflösung und Neubeginn, erfasst mit seiner Resonanz Merkur und Jupiter. Dadurch sind mit den Herrschern über die Zeichen Jungfrau/Schütze/Fische/Zwillinge die vier Eckhäuser in der „grünen“, auflösenden und bereinigenden Resonanz des Neptuns.
Gesteigert in größtmöglicher Grundsätzlichkeit ist das Neptun-Motiv von Auflösung und Neubeginn dadurch, dass Neptun die Himmelsmitte, den MC (medium coeli) besetzt. Er ist dadurch der Bestimmer des Sinns dieses Jahrsiebts, indem der MC als das „Tor in die Zeit“ (Döbereiner) anzusehen ist. Neptun, die Bereinigung kommt in die Zeit.
Dazu kommt, als würde das nicht schon reichen, die Konjunktion von Sonne/Uranus. Das bedeutet, dass das kollektive Ich im Zeichen der Sonne darauf eingestellt ist, den Staat/die Verfassung aus dem Noch-Nicht-Dagewesenen, Unbewussten, der Fische zu schöpfen, denn Uranus stellt die Dynamis des Wassermannes dar, der, als Himmels-/Luftzeichen, aus den Meeren der Fische alle Wolken als Spender kommenden Lebens schöpft. Ein ewiger Vorgang in der äußeren Natur und Gleichnis des entsprechenden Geschehens in der inneren Natur bzw. der Psyche.
Aufgrund des bislang unbewussten Charakters der von Uranus ans Licht gehobenen Inhalte, treten diese immer unerwartet und überraschend ins Bewusstsein.

Spannend ist die zeitliche Zuordnung: Die Wahlen im Iran erfolgten am 12. Juni und damit in der Siebenmonatsspanne vom 24. November bis zum 24. Juni. Damit fiel die Wahl im „roten“ Rhythmus der realen Erscheinung in die Herrschaft des Wassermanns/Uranus; und im „grünen“ Rhythmus der Entwicklung des Sinns herrschte mit Widder/Mars der Sinn von Frühling, Ausbruch und Neuanfang.
Seit dem 24. Juni nun herrschen die Fische, herrscht in beiden Richtungen Neptun. Das legt den Akzent auf die jetzt völlige Undurchschaubarkeit der jetzt sich neu formierenden Konstellationen in den Hintergründen der iranischen Gesellschaft. Ab dem 24. Januar 2010 wird dann der grüne Rhythmus in die Phase Wassermann eintreten und erneut für Überraschungen sorgen. Der rote Rhythmus wird im Widder mit Mars im achten Haus die kollektive Stimmung mit Zorn und Opferbereitschaft erfüllen.

Das himmlische Szenario dieses laufenden Jahrsiebts vom Dezember 2005 bis 2012 stellt sicherlich für unsere Generation den extremsten und unerwartetsten Aufbruch dar, der denkbar und als solcher nur vergleichbar ist mit dem Aufbruch in der Sowjetunion vor 20 und mehr Jahren. Daher bietet sich hier an, die damalige „grüne“, also Wasserkonstellation, zum Vergleich heranzuziehen. Und hier gleich die, wie man sagt faustdicke, Überraschung:

Königskonjunktion im Wasserelement von 1305 97. Jahrsiebt vom 24. 12. 1401, UTC 19:16 auf Moskau für 1984 - 1991

Tatsächlich stand damals Moskaus Neptun gerade so am MC, wie jetzt für Teheran. Wie schon an anderer Stelle gesagt: die Mächtigen dieser Welt hätten, wenn es möglich wäre, diesen Planeten schon längst gesprengt, denn in seiner physisch wie psychisch unterspülenden und auflösenden Resonanz - „Erderschütterer“ nannten die Griechen der Antike ihren Meergott Poseidon - kann keine Macht und kein Fanatismus bestehen bleiben.
Die Verbindung Neptuns mit Pluto wies daraufhin, dass im damaligen Jahrsiebt ein Denkstil, ein Dogma untergehen würde. Das Fehlen dieser Komponente im Iran verweist darauf, dass die geistliche Orientierung dort zwar durch den Herrscher der Zwillinge Merkur, dem Pluto sich „fügen“ muss und der eben neptunisch gestimmt ist, einer Reinigung unterzogen, aber nicht grundsätzlich aufgelöst wird.
Und das Deutschland in den Jahren 1984 – 1991, dem letzten Jahrsiebt der DDR? Womit keiner gerechnet hat?
Königskonjunktion im Wasserelement von 1305
97. Jahrsiebt vom 24. 12. 1401, UTC 19:16 auf Berlin für 1984 - 1991

Der Mond am ASC, im Löwen. Löwe = die Lebenskraft. ASC = Erscheinung. Mond seit alters her: das Volk …

Gespeichert: 7.7.2009, UTC: 17:12, gepostet:17:39.












Dienstag, 16. Juni 2009

Teheran - Sturm im Spätfrühling



Die Wahlen im Iran am vergangenen Freitag fanden im Vorfeld einer Konstellation statt, welche das Land in das Wirkungsfeld völlig unerwarteter Eruptionen gestellt hat.

1.4.1979, UTC 10:30 Teheran, „Islamische Republik“ Transit 12.6.2009 Präsidentschaftswahlen

Die Wahl erfolgte an einem Tag mit einem Sonnenstand von 21,2 – 22,2°Zwillinge, womit eine nahezu perfekte Opposition Sonne/Neptun zustande kam, deren Wirkung unberechenbar zu sein pflegt. Warum? Neptun konstelliert die Fische, das Unbewußte, im Sinne eines Endes und zugleich Neuanfangs von etwas. Diese Deutung ergibt sich allein aus der Tatsache, dass in der Folge der Tierkreiszeichen Fische den letzten und im „Gegenspin“ den ersten Zustand alles Da-Seienden/Lebenden markiert. Daher sind in meiner Betrachtung Symbol der Fische: das Kind/der Greis und mit ihnen zusammen die neue Iranische Revolution: „Pflegefälle“.

Also. Nach einer Wahl im Zeichen von Sonne/Neptun gibt es kein Weiter- wie- bisher.
Was in diesem Spätfrühling nun hinzukommt, das ist das Eintreffen des Umwerfers und Schöpfers Uranus mitten in der Konjunktion Mars/Merkur im achten Haus der Islamischen Republik. Dadurch ergibt sich die Verbindung:

Mars = Zorn der Fesseln sprengt
Merkur = Intellekt und Vernunft
Uranus = Umsturz des bisher Gültigen, Ursprung aus dem Unbewussten

Mars beherrscht über sein Zeichen Widder die Eingänge ins neunte Haus (von Acht) und ins achte Haus (von Neun.) Sein Frühlingssturm reißt im neunten Haus die Türen auf für eine neue Welt-Anschauung, und im achten Haus das Tor zur Opferbereitschaft. Merkur, Partner/in von Mars, beherrscht über Jungfrau das zweite Haus, die soziale Gemeinschaft, und über Zwillinge die „Tür“ zwischen zehnten und elften Haus. Damit ist die Aufhebung bislang gültiger Bestimmung konstelliert sowie die Setzung einer neuen Bestimmung, die in einer neuen Namensgebung kulminiert.
Nach der Regel, dass ausgelöste Planeten „erheblich transitempfänglicher“ (Döbereiner) sind, ist die Uranuswirkung auf Mars maximal. Elementar gesehen: zweimal Luft einmal Feuer und einmal (Jungfrau) Erde. Geist, Zorn und Geduld.
Uranus nun hebt bislang gültige Regeln, Maßstäbe, Namen und Normen auf und hebt die Gestalt des Neuen ins ... zu mindestens in Richtung: Bewusstsein. Bewusstsein ist eine himmlische Schlange, deren Kopf im elften Haus oder Wassermann, deren Schwanz aber sich in Höhe siebtes Haus oder Waage befindet. Und diese himmlische Schlange spiegelt sich auf Erden in der höllisch/irdischen Schlange B e w u s s t h e i t. Das heißt, dass bei einem himmlischen 11. und 8. Haus zugleich ein irdisches 2. und das 5. Haus konstelliert sind.
Hinzu kommt, dass der Rhythmus des Siebener-Archetypus, den ich gemeinsam mit vielen Tradition als Knotenrhythmus für die Vorgänge des Lebens ansehe, im Horoskop der Islamischen Republik im April den Frühlingspunkt des Tierkreises erreicht hat. Das ist für diese Nation
d e r W e c k r u f.

30° Fische = 0° Widder
Nach ihrer Erschaffung als Staat 1979 jetzt die blutige Geburt der Nation

Und dieser Rhythmus, der im achten Haus der Islamischen Republik in der Geschwindigkeit von 4° = ein Jahr voranschreitet, wird folglich im Herbst direkt die Mars/Merkur/Konjunktion erreichen. Es ist für mich damit zu erwarten, dass die stürmische Verbindung von Intellekt und Frauen das Leben im Iran das ganze Jahr über in historisch einmaligen Dimensionen prägen wird.

Gehen wir nun noch zur Betrachtung des Welthoroskops für die Zeichen des Erdelements, wie in diesem im Moment die Karten für den Iran gemischt sind:

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Königskonjunktion im Erdelement von 1802, 30. Septar vom 17.7.1831, UTC 22:37,
gültig für 2005 – 2012 für Teheran


Die Islamische Republik im Zeichen der Zwillinge – Intellektuelle, Erzähler, Prediger … Forscher und - Zwillinge ist zugleich Jungfrau - Frauen, denn es gibt nur einen Merkur in dem gleichzeitig Jungfrau und Zwillinge walten, Luft und Erde. Eine Anknüpfung an die große Tradition des iranischen Forschens, Übersetzens und Entschlüsselns der Geheimnisse Gottes und der Natur wäre die Erfüllung dessen, was dieses Zwillinge-Jahrsiebt aus dieser Nation entlassen möchte oder könnte.
So zitiert Ibn Chaldun (1332 - 1406) den Propheten im Buch der Beispiele:
"Selbst wenn die Wissenschaft sich in den Höhen des Himmels befände, würde das Volk der Perser sie noch zu fassen kriegen"

17. Januar bis 17. August Baustelle: Schütze. Bewegungsfreiheit für Uranus im 9. Haus: Bewegungsfreiheit für eine neue Weltanschauung. In Resonanz verbunden mit Mars und Mond, Zorn, Redner und Frauen mit verhüllten Haaren.
Natürlich ist „Zorn“ ein stellvertretendes Bild für Jugend, Ungeduld, Vollgas …, „Frauen“ bedeutet natürlich vielmehr, Kinder, Pflege, Basar (Frauen als einkaufende, Händler/innen dagegen im Zeichen Jungfrau) … viel Bedeutung wird haben, ob „der Basar“ sich schon von Ahmadinedschad abwenden wird, worauf allgemein die Zeichen deuten: nämlich: Merkur/Resonanz/ Neptun = Lösung und Neubeginn auf Straßen, Plätzen, Märkten und Basaren.
Ab Mitte August wechselt der Rhythmus in Steinbock und Skorpion (einschließlich Waage) hinüber. Deren Herrscher, Saturn und Pluto, bringen ernste Prüfungen. Die Revolution erlebt, dass sie gewogen wird, sie erlebt Gericht und Urteil, ob sie ans Erbe der Ahnen angeknüpft ist, so dass die Ahnen der Iraner sie „verstehen“ und ob sie das Maß findet, das es ihr erlaubt den Weg zu bereiten für die Nachgeborenen. Auch und oft grade im Scheitern bereiten die Generationen den Nachgeborenen die Welt – manchmal ist es einer vergönnt, dieses im Gelingen zu tun.

Gespeichert 16.6.2009, UTC 16:57, gepostet:UTC 17:25.