Montag, 14. Mai 2012

Merkur trifft Feuervogel und Erdstachel

14. - 21. 5. 2012
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
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Himmlische Wasserstände über der Murnauer Boje
(fast alle)

Meditation von Zeichen und Zeiten
Neueste Meldung über himmlische - irdische Spiegelbilder

Anfangs, Montag, Dienstag … noch zusammen mit Jupiter in der Einsicht ins Ganze: Sonne Herz und Spiel der Welt noch eine Woche im Stier, das bedeutet, noch eine Woche neuer Spiele, neuer Verschwendungen  zur Sicherung der Reserven und  zur Stärkung der Wurzeln.

Merkur in der zweiten von drei  Stier-Wochen. Weitere Berichte von Wurzeln und Reserven. Zum  Ende der Woche und hinein in die nächste: die Neugier der Sinne besucht Jupiter, das helle Licht der Einsicht ins Ganze,
ein Besuch, der jedes Jahr stattfindet – aber nur einmal in 12 Jahren -  also zuletzt im Mai 2000 - im Stier.

Venus auf den Wegen und Weiten der Zwillinge, am Mittwoch macht sie Rast und lässt den Marsch in die Verästelungen nicht weiterwachsen.
Wohl manche werden nicht mehr dabei sein, wenn Venus Ende Juli – nach ihrer langen Zwischen-Rück-(seiten)-Reise – hinter der Sonne - wieder die 23° Zwillinge erreicht hat, in denen sie jetzt rastet und die Vereinigungen mit ihr.

Mars in der Jungfrau, wie lange schon? Schmerz und Reiz seit November und noch bis Juli-Anfang … Anfänge, Neugeburten … aller Klugheit, aller Bewusstheit aus dem Erleben, aller Skepsis, aller kritischer Begleitung des Helden.
Saturn, der höchste Vater, in der Rückschau, in und an der Waage des Abends
„… wie seltsam sich die Rettungsaktion Gottes ausnimmt. Er tut ja in der Tat nichts anderes, als dass er selber in der Gestalt seines Sohnes die Menschheit vor sich selber errettet. Dieser Gedanke ist so skurril wie die alte rabbinische Anschauung von Jahwe, der die Gerechten vor seinem Zorn unter seinem Thron verbirgt, wo er sie nämlich nicht sieht. Es ist geradezu so, als ob Gottvater ein anderer Gott wäre, als der Sohn, was aber keineswegs die Meinung ist. Es besteht auch keine psychologische Notwendigkeit, zu einer derartigen Annahme, denn die unzweifelhafte Unreflektiertheit des göttlichen Bewusstseins genügt zur Erklärung seines merkwürdigen Verhaltens. Mit Recht gilt darum die Gottesfurcht als der Anfang aller Weisheit. Auf der anderen Seite darf man auf die Hochgepriesene Güte, Liebe und Gerechtigkeit Gottes nicht als bloße Propitiirung auffassen, sondern man muss sie als genuine Erfahrung anerkennen, denn Gott ist eine coincidentia oppositorum. Beides ist berechtig: die Furcht vor und die Liebe zu Gott. C.G. JUNG, G.W. 11, S. 422.


Neptun scheint  nicht dazusein - wie die Seelen der Kinder in der Welt der Erwachsenen - dabei läuft er durch die Gassen, fährt durch die Fußgängerzonen in eleganten Karren und füllt die Eimer und Formen mit Sand in der Sandkiste. Ein Labsal für Merkende.

Pluto und Uranus schwingen sich weiter ein um den Eckstein der gemeinsamen Mauern um den neuen Sitz des Vaters  der Menschen in der Welt, gestiftet für die Unsterblichen.

Und in die „Bücher der Äonen“ trägt Merkur am Donnerstag und Freitag ein. Am Donnerstag ins Buch des Feuerelements, am Freitag des Elements der Erde.
Denn auf 14,1° Stier wartet der Uranus des Feuers, der Feuervogel, um mit Merkur dem Schreiber aufzufliegen, wie ein Phoenix der den sammelnden und grasenden Wesen die Höhe und Weite des Himmels und der Erde  zeigt.
Auf 16,9° aber wartet auf Merkur den Schreiber der Mars des Erdelements, der mit diesem Standort im so allzu brennbaren Stier Teil des menschlichen Bewusstseins sein sollte …





Gepostet: 14.5.2012, UTC 16:29

Kommentare:

  1. Göttliche Aussicht! Jetzt hast Du Dich - mal wieder- selbst übertroffen. Nicht, daß ich´s "verstehen" würde, aber ich mußte herzlich lachen über die Schönheit dieser Beschreibung des Götterspieles - und über den Text vom Herrn Jung bzw. die darin genannte "unzweifelhafte Unreflektiertheit des göttlichen Bewusstseins".
    Danke auch für die Botschaft, daß Mars dann doch noch irgendwann wieder aus der Bremse der Jungfrau herauskommt.
    Was Neptun und die Kinder betrifft: Die Erwachsenen merkens halt nicht, daß sie selbst kindisch sind. Also kindisch - nicht etwa ehrlich kindlich. Gerade heute morgen stand ich mit der Limousine vor einem Hotel, in dem ein "Erfahrungs-Austausch-Meeting" von VersicherungsvertreterI
    nen stattfand - und beobachtete die eintreffenden TeilnehmerInnen in ihrem albernen, für ihr Empfinden aber ernst dargebotenes Rollenspiel. Eine etwas dickere Dame brach sich im Hotel fast die Knöchel auf 20 cm hohen Absätzen. Die Herren hielten sich an den Aktentaschen fest. Es war - einfach zum Piepen. Für mich - hübsch gefüllte Amüsier-Förmchen.
    Einen ganz lieben Gruß und danke für Deine unermüdlichen und genialen Götterbildbotschaften, Sati

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  2. Herzlichen Dank für diese schöne Resonanz und die treffende Schilderung der armen kindischen Versicherungsmenschen. Mein Vater war auch ein kleiner braver Angestellter in der Branche ...
    Das Zitat von Jung, das Du würdigst, stammt aus "Antwort auf Hiob", den schönsten und ergreifendsten Text, den ich überhaupt von ihm kenne, unbedingt empfohlen.
    Ich freue mich immer, wenn ich mir etwas aus Deiner "Feder" ins Gemüt führen kann, es ist so unglaublich frisch und anrührend vor lauterer Menschenliebe, man mag es öfter lesen ...
    Ein Freund und ehemaliger Schüler von mir hier am Ort ist auch seit einiger Zeit von der sanften Sati-Sucht befallen.
    Sei umarmt ...

    MM

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  3. Oh, danke ... die Freude ist sicher ebenso die meine, von Dir zu lesen, geschätzter Götterbote.
    "Anrührend vor lauterer Menschenliebe" - erstaunlich, daß Du es so wahrnimmst. Denke mal drüber nach. Grundsätzlich mag ich nicht wiedersprechen, doch weiß ich wohl auch, warum ich das Alleinesein als Ausgleich ebenso schätze, wie manche Begegnung. Es mag wohl mehr das Wunder des Lebens selbst sein, welches uns geschenkt ist, welchem manchmal, in wachen Momenten, meine Liebe gilt. So - kann ich mich hier über den göttlichen Anblick von etwa sechs sehr glücklichen, freilaufenden Kühen auf der satten Wiese, umgeben von prachtvollen Bäumen, aus meinem Fenster heraus, mindestens ebenso freuen, wie über manche Begegnung mit Artgenossen.
    In manchen Phasen hatte ich auch schon recht die Schnauze voll von den ArtgenossInnen .... oder sagen wir - von der Dummheit unserer Spezies.
    Danke auch noch für die NRW-Mutterwahl-Sternenschau, die sah ich erst, nachdem ich Deine von mir ersehnten Götterbotschaften für die Woche las. Ein - für mich - neuer Blickwinkel im ungeniessbaren Geschmodder des nicht mehr aufzuwärmenden Alt-Parteien- und Lobbyisten-Breies.
    A guade Zeit, Bruder, Sati

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  4. Recht hast Du natürlich, Sati, dass das Alleinsein mit den Kühen wie das Alleinsein mit unbefangenen, liebevollen Menschen einen in die Nähe des göttlichen Behagens an der Schöpfung bringt... (dazu zählt für meinen Freund hier und für mich schon seit Monaten die Lesung Deiner Erzählungen und Betrachtungen) ...
    Ja, die Dummheit der ArtgenossInnen ... da setzt mein Mentor ein mit dem Angebot, der unbewussten Wege, die wir zu gehen haben, vielleicht, bewusst zu werden ... was eine menschlichere Weise in Aussicht stellt, den unumgänglichen Wegen des Mensch-Seins gerecht zu werden. (Auf so etwas laufen natürlich auch meine Bundes-Landtags -Wahl -Betrachtungen hinaus.

    So ist das, was ich Dir verdanke und - geben kann

    Mundanomaniac

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