Sonntag, 11. Oktober 2015

Brief an Edda über mundane Rhythmen




11.10.2015

Liebe Edda,

es ist nicht leicht zu Deiner Frage den Ansatz zu finden
ich hatte erste Kontaktaufnahmen mit Deiner Seite.
Im Garten der Rhythmen denen wir Sternkundigen auf der Spur sind seit den Tagen der alten Babylonier Ägypter Inder Perser Griechen Araber Lateiner mit ihren Königsbüchern ... empfiehlst Du mir

„meine Interpretation, (…der) Sekundär Progressionen des US Horoskopes lesen. Bin gespannt, wass Sie, mit Ihrem Wissen, das meines wohl um Weiten übertrifft, davon halten.“
Ich hoffe dass mein Wissen Deines übertrifft ich bin 73.
Was ich davon halte? Wenn Du es erträgst gleich in Kürze ...:
aber vorher noch mag ich Dich kurz mal brüderlich drücken und mich freuen über Deinen Besuch bei mir  am mundanen Küchentisch
also was ich davon halte:
zu schwer für mich auf den ersten Blick  und zu lang  der Faden der Worte
für mich der ich das Leichteste und Kürzeste suche
Deshalb bin ich ja in der Astrologie weil die auf Worte verzichtet.

Als Krebsaszendent bevorzuge ich die trockenste eingedampfteste Version des astrologischen Gedankens
wie sie etwa der Mythopoet unnachahmlich in seiner Poesie zitatentanzt
das ist Altersstil
so äußerst eingedampft, abstrahiert, das Ganze im Saatkorn quasi des Kommentars

natürlich vermisse ich bei sonst vielen Astrologen - außer der warm gewagten Julia aus Oberösterreich die nicht mehr bloggt – die gewagte göttlich bescheidene tiefe Dorf- Poesie - - -
was mich überfordert ist das langfädige unbewusste astropolitische Feuilletonieren herum um einige astrologische Konstellationen  das, ich übertreibe jetzt, letztlich astrologisch gedankenarm ist  …
Edda, Dein schöner Besuch bei meiner
„Einsicht, die ich so erst mal nach-denken muss“ –
und dieses "muss" Deiner protestantisch "nordischen" Hälfte ist bei mir Hamburger, der ich ihm ins  Bayerische entkommen zur
"Einsicht, die ich so erst mal nach-denken mag"
...ausgewandert bin sehr freundlich willkommen als (für Dich mit) gefundener Bernstein.

Ich lese jetzt nochmal Deine
 „Interpretation, nicht der Rede,
sondern … (der) Sekundär Progressionen des US Horoskopes“
 (verlinkte Seite:)

von Dir gewonnen aus der alten rhythmischen für mich eher primitiven daher nie angewandten Technik der „Sekundär-„Progression“

Und lese dann bei Dir und lese  und lese und … lasse es  ...  und überfliege es ...  und dampfe es ein wenig ein und...

und schau mir den Tatbestand dann  in meinem Bild an und sehe:


4.7.1776 Philadelphia in der Sekundärprogression auf 2003
USA nach 211 Jahren

Schlicht prosaisch sagt mir das Werkzeug:

...  dass es wesentlich über die Sonne etwas sagt, denn die Übersetzung 1:12, oder  ein Grad = 1 Jahr ist der Doppelstunden Rhythmus des Tages angelehnt an den Sonnenweg des Jahres. ( 365 Tage des Jahre ähnlich 12 irdische Doppelstunden des Tages.)
Dem Placidus wie den Alchemisten ging es um die Wahrheit des simile, des Ähnlichen und wenn dieser Rhythmus erfahrbar ist dann muß er astrologisch eine Aussage enthalten – über die Sonne (obwohl man nicht weiß, wie ein Rhythmus das zustande bringt) .
Und tatsächlich sehen wir eine Aussage über die Sonne und zwar bezogen auf den Mond der USA – und alle, die C.G.Jung folgen, wie ich, wissen, dass damit der "Schatten" der Ganzheit Mensch, also die ganze Nachthälfte der Ganzheit angesprochen ist und die Aussage ist: der Schatten der USA legt sich über die Sonne desLandes...
Diese Aussage gilt allerdings ganz genau genommen nicht für das Jahr 2003 sondern  für das Jahr 2002, denn da ist die „progressive Sonne“, also die, die vom Geburtsmoment an durch die Stunden marschiert, als wären es Jahre, die ist 2002 exakt auf dem Mond der USA.
Was aber begann da? Ich kann nichts finden unter den äußeren Weltereignissen. Sicher ist aber im Inneren etwas zu finden. Sicher ist im Land gebrütet worden. Typisch Mond. Viertes Haus im Tierkreis, „die Empfängnis“, „der Schoß“

Und 2003 kam es raus – leichte Unschärfe in der Zeit, wie die 5 Tage im Jahr -  365 Tage bei 360 Grad - passt, und wir sind bei der Ähnlichkeit und sind wir beieinander Edda.
Also die Verfinsterung der Krebs- Sonne der USA durch die Geburt =  "progressive" Sonne ihres Schattens = Mond und die Welt lernt die ganze  innere Wahrheit der Tage der USA 2003 am eignen Leib kennen.
Das ist eine gewaltige Aussage des Rhythmus' des Herrn Placidus für die ich Gott danke und meinen Hut ziehe.
 Und das doch bezogen auf das Quadrat  der USA-Sonne auf Saturn - dieses ewige väterlich- saturnische Stellvertretertum im Guten wie im Schlimmen ...

das hat 2. Aussage:
im Jahr 2003 diesen Quadrat-Besuch des Herren der 12 in der 30 namens Jupiter, dessen Rhythmen das mundane Tagebuch in Königskonjunktionen in den vier Elementen und ihren Septaren in der Äonenastrologie nachspürt. Dieser Jupiter stellt dem allväterlicher Geist der Ostküste der USA des Jahres 2003 die Reisen der  Siebenmeilenstiefel der Phantasie an die Seite mit all der  Ergriffenheit höheren Ortes.
Und damit wären wir auch schon bei den moderneren Rhythmen, bzw. den ältesten Rhythmen: denen der vier Elenmente denen die Indo-Iraner nachspürten in einer frühen Mundanastrologie die in Bagdad im 8. Jahrhunndert im Werk von Abu-Mashar ihre erste Krönung fand.
Und diese rhythmische Betrachtungsweise die in Spanien aus dem Arabischen ins Lateinische übersetzt wurde, erfuhr nach dem 2. Weltkrieg ihre Verjüngung in der „Münchner Rhythmenlehre“  Wolfgang Döbereiner's, in der die rhythmische Dynamisierung der „Solare“ in „Septaren“ und „Decaren“ seit 1972 in Kursen gelehrt wurde.
Also Gewinn rhythmischer Werkzeuge aus den Solaren (Jährliche Geburtstagswiederkehr) von Horoskopen seien es Geburten, seien  es Ereignissen, seien es Königskonjunktionen.

Im Mundanen Tagebuch werden einstweilen nur die Septare mit dem was gemusst wird (Siebener-Wiederkehr) behandelt; die Decare mit dem was gekonnt (Zehner-wiederkehr) wird ... dabei ist mundanomaniac noch gar nicht.
Darum  können sich einstweilen schon mal andere Generationen kümmern.

Hier das Beispiel in der rhythmischen Betrachtung des 33. Septars auf die Gründung der USA

USA 5.7. 1808, UTC 15:27 Philadelphia 33. Septar 2000 – 2007

Da haben wir ein Jahrsiebt mit seinen Schwingungen, wo … in den  fraglichen sieben Monaten die den Kriegsbeginn umspannen 

im 5. Spiegel
oben dem  Geist der Vereinnahmung
(Stier)Venus im „stellvertretenden“ 10. Haus = Staat
 unten im Spiegel das bestimmend einschränkende
 Eingreifen eines fünften Hauses = Willkür  
in ein Revier (=zweites Haus)   
einer  Jungfrau eines Anderen 
als irdisches Vermögen gegenübertritt ...

Außerdem, weil wir grade mal dabei sind, zeigt das mundane Tagebuch seit 2007 neben diesen rhythmischen Schickungen auch Proben aus der Werkstatt der Äonenastrologie in der das Bewusstsein der goldenen Ringe geschmiedet werden die uns geistig verbinden mit den Ahnen und den noch ungeborenen Nachgeborenen. Es sind die Septare der Königskonjunktionen in den vier Elementen -   in moderner Sprache etwa: Fest, Flüssig, Fluid, Strahlend - auf die einzelnen Orte der Welt die uns in Siebenjahresschritten durch die Zeit begleiten.

Beispiel

29. Septar vom 17.7.1830 für New York 1998 - 2005

hier können wir für den fraglichen Zeitabschnitt ebenfalls einen fünften Spiegel betrachten in dem oben Merkur als Opfer im Zwang plutonischer Streit-Vorstellungen des sechsten Hauses
und unten das Erleiden der Ungeborgenheit daheim im vierten Haus ...

und dann sind da natürlich noch die Felder des Aktuellen, der Transite der Ereignisse auf die
Zentren wie hier zum Beispiel wo die USA in ihrem Mars/Neptun/Quadrat in blinder Aktion gemäß dem plutonischen Zwang stellvertretender Vorstellungen



4.7.1776 USA, Transit 20.3.2003, Irak-Krieg

4.7.1776, USA, Transit 28.9.2015 Putins UNO-Rede

und dann sind da auch noch die Betrachtungen der jählichen Äquinoctien für gewünschte Orte, soweit reicht mein Horizont ... und Du, Edda hast ihn heute bereichert um Placidu's Progressionen.

Aber, kann man sagen, wenn man das alles unter die Lupe nimmt, dann muss man eins gut können: man muss gut vergessen könne, vergessen, was man gesehen hat, sonst schnappt man über.
Aber grade das soll gelernt werden; die bewusste Betrachtung tatsächlicher Vielheiten und das Wieder-Vergessen dieser Betrachtungen der gesehenen, manchmal an- begriffenen Vielheiten auf dem Weg zur spontanen Einheit des Auftauchens der Einsicht ins Enthaltensein auf "freier Wildbahn".
Liebe Edda, soweit zum „halten von“ bezogen auf Deine Seite.
Ich fasse mich kurz jetzt; gern sehe ich Deine Seite wieder, mal seh’n was passiert.
Nein, es ist schon etwas passiert: als ich letztlich vorhin begann, Deine Seite von hinten zu lesen, hat mir die Geschmeidigkeit und Stringenz der Gedankenführung Lust auf mehr gemacht.
Gespeichert: Murnau den 11.10.2015, UTC15:06, gepostet: UTC 18:08.


Kommentare:

  1. Danke für Deinen Brief, den ich gerade erst entdeckt habe, lieber Mundanomaniac.
    Du hast Du mich ziemlich geplättet mit Deinen Ausführungen - ausgeführt hast Du mich immer schön am Rand des bisher bekannten Universums entlang und ein paar mal sogar darüber hinaus.
    Jetzt fang ich auch von hinten an in meiner Antwort. Als Rosinenpickerin :) frag ich Dich: Versteh ich Dich richtig, dass Du den ersten eingestellten Artikel auf meiner Seite, also den von der Notwendigkeit, gelesen hast?
    Oh je, jetzt kommt mein Freund nachhause und möchte was zum Essen.
    Gar nicht einfach für mich im Moment mich auf etwas zu konzentrieren - Neptun turnt seit geraumer Zeit ziemlich penetrant auf einer meiner Schwachstellen herum.
    25.5.1941 23:15 Gräfelfing
    Hoffentlich überleb ich das, wenn nicht "muss" ( oh je - schon wieder...danke für den Vermerk) ichs halt aufs nächste Leben verschieben, das, was ich noch alles vorhabe. Also erst mal ab in die Küche - bis später :)
    Liebe Gedanken
    Edda

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    1. "Du hast Du mich ziemlich geplättet mit Deinen Ausführungen"

      ja - das ist nun die Frage, ob das beabsichtigt war - wahrscheinlich war es - unbewusst - 12. Haus, mein Jupiter, meine versteckte Eitelkeit ...
      natürlich genauso mein kindlicher Wunsch, Scheite anzuzünden ...
      lass Dich nicht einschüchtern, schreib weiter

      1942ger an 1941gerin

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  2. Hallo Edda,

    "am Rand des bisher bekannten Universums entlang"
    nett gesagt, Deine Bemerkung ...
    Dir ist sicher klar, dass Neptun auf meiner Sonne turnt und beide auf das Saturn-Quadrat warten. Spannende Zeiten.

    "Versteh ich Dich richtig, dass Du den ersten eingestellten Artikel auf meiner Seite, also den von der Notwendigkeit, gelesen hast?"

    Nein nicht den Artikel sondern den vom 20. August, USA ...

    Nachösterliche '41gerin bist Du, dann wären wir in dieselbe Klasse gegangen. Da hab ich doch mal was über Deinen und meinen Jahrgang geschrieben, allerdings die Herbstgeborenen 1941:
    http://mundanestagebuch.blogspot.de/2009/10/22.html

    Gemütlich klingt das, Du kochst für Deinen Freund ich bereitete mit meiner Frau heute Seelachs. Lecker mit ihrer "Schlanken Sauce".

    Also auf bald
    Mundanomaniac

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