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Samstag, 19. März 2022

Der 3. Weltkrieg, ist er es schon oder kommt er noch?

 

Nach tagelangen Grübeleien und Ansätzen war es ein entscheidender Moment für mich, als ich den Gedanken von Nasser Quandil las:

"After Syria, Ukraine is part two of World War III’ " 

"Nach Syrien ist Ukraine der zweite Teil des III. Weltkriegs"

Unwillkürlich erhebt sich darauf die Frage: Wie wird Teil 3 sein? Der 3. Teil von Weltkrieg II. war eine
unfassbare Katastrophe.

Die ersten zwei Teile von Weltkrieg III. sahen die Luftherrschaft von Russland. Wahrend die USA in allen seinen Kriegen seit 1945 die Luftherrschaft hatte und in Korea, Vietnam, Irak usw. alles zusammen gebombt haben in ihren 'Teppich'-Bombardements.

Was also wird sein in Weltkrieg III Teil 3? Nur Gott weiß es, aber, Verzeihung, mir erscheinen die Russen als die wirklich christlichen 'Professionals' .
Und die Antwort des göttlichen 'Selbst', das den Tierkreis regiert über Anthropos und Sophia ist verborgen und offen in Ordnung und Rhythmus. Und "wie oben - so unten" - der Astrologe betrachtet
das Tierkreis-Paradox, dass das Feuer/Widder das Wasser/Fische spiegelt und Erde hat Luft zu spiegeln und die 12 Komponenten des Selbst sind zu einen und auszudrücken von einem Herz.


11. Woche 2022

Der 3. Weltkrieg ist also fortgesetzt auf dem Weg und die Katastrophe des Bösen ist das Opfer der
(relativ) Reinen, denn es geht um die mittlere Lage, die die seelische ist, zwischen den Extremen.

Es folgen jetzt eine Reihe von Horoskopen zur Betrachtung und Einschätzung:

Zum Technischen: die folgenden Horoskope zeigen Rhythmen auf der Ebene der 4 Elemente , die eine Etage tiefer liegt im Unbewussten als die symbolische der Tierkreiszeichen. Mit letzteren sind wir auf der Ebene über der Mitte der 12 Symbole, während auf der elementaren Ebene wir es mit 4 zu Tun haben. Die 4 Elemente bergreife ich quasi als elementare 'Sockel' unter den 12 Zeichen.
Mit den Geschlechtern sind wir auf der noch tieferen  Ebene der 2, und auf der Ebene 1 sind wir wieder bei den dunklen und hellen 12 aus denen jeder Einzelne besteht.

Und das halte ich für gewiss: das Unbewusste arbeitet von selbst mit deinem Horoskop, ob du es weißt oder nicht indem es Wirkungen empfängt und aussendet.

Im Falle des Krieges also haben wir es immer zu tun mit der kollektiven Entladung von psychischer Wirkung, genannt Hass,  auf kinetischer Ebene, genannt Krieg. Das sollte Grund genug sein dafür, dass der zivilisierte Mensch sich selbst ein Rätsel wird, eines ernsthaften Studiums würdig.
Die Hass-'Welle' Hitze-Welle gegen Russland, seit 70 Jahren geschürt, hat all den verborgenen europäischen Hass gegen Russland jetzt sichtbar an die Oberfläche gebracht. Keine auch nur in Ansätzen vergleichbare Ablehnung haben weder die edlen USA bei ihren Kriegen, zB. in Serbien in Libyen, Irak usw. erfahren noch die 'heldenhaften' Ukrainer bei ihren 8 Jahre andauernden Beschießungen der Bevölkerung von Donetzk und Lugansk die über 8 Jahre von den Medien höflich und konsequent totgeschwiegen worden sind.

Im physischen Krieg sind wir im Reich von Feuer und Erde. Daher war mein Augenmerk gerichtet auf die Horoskope der Jahre 1935 - 1945, um zu sehen wie die unfassbare Katastrophe auf der Erde am Himmel begleitet war.

Hier die Synchronizitäten:


1942 - 1949
Feuer- Element 49. Septar
Hiroshima



1942 - 1949
Feuer- Element 49 Septar
Hamburg 
(Operation 'Gomorrha'  24. 7. - 3. 8. 1943)



1942 - 1949
Erd -Element 
Nördliche  Hemisphäre


1942 - 1949
Erd - Element 21. Septar
Hamburg


1942 - 1949
Erd - Element 21. Septar
Hiroshima


1942 - 1949 
Erd - Element 21. Septar
Nördliche Hemisphäre

in diesen sieben Jahren sehen wir nicht nur die Quadrate/Opposition der vier 'Schicksalsplaneten' zu einem Komplex verbunden

Opfer/Pluto

Aufhebung/Uranus

Auflösung/Neptun

Aggression/Mars


hinzu kommt verschärfend, dass der Opfer-Planet, der Gier Lust und Unverbindlichkeit aufwiegt



Pluto 
in 0° Widder
die blutige Geburt
einmal in 248 Jahren eines 
neuen blutigen Opferers
anzeigt gleichzeitig mit
dem Abschied
eine Epoche


und nun die Gegenwart:


60. Septar 2016 - 2023
Feuer-Element
Washington

Seit dem 17.3.2022 erfahren  die USA die Reise ins Gericht durch den Opferer Skorpion
Stier
Zwillinge
Jungfrau
Waage
Schütze 
Steinbock
sind diese sieben Monate  beherrscht durch Skorpion, dessen Herrscher Pluto in aggressiven Widder steht





 2019 - 2026
32. Septar. Erde
Washington

Hier zeigt sich dass die Kraft und Leidenschaft von Sonne und Mond, in Haus 12 aufgelöst ist, dazu noch von Neptun aus der Opposition ebenfalls auflösender weise  infrage gestellt und aufgelöst wird.

Earth-element
32. Septar, 
2019 - 2026
Moskau

Derzeit seit 11/2021 Fische und Zwillinge, Neptun und Merkur : "Sagt die Wahrheit zu Gier und Grenzen."
Neptun zu Sonne/Mond: baut das Gute um die Kinder herum.
Die gemeinsame Kraft von Herz und Seele, Sonne und Mond im neunten Haus, fügen die Balance im Zeichen des Aszendenten Waage in die Zeit.  Es ist die Zeit  der Auflösung (Neptun)  egozentrischer  Absichten  und Interessen. Neptun in Steinbock löst die schuldbeladenen alten Staatlichkeiten, England, Europa, USA auf, während die bereinigten neuen Staaten, Russland, China, Iran usw. blühen.
Fazit:
Reif gewordene Bewertungen solcher Reihen von Elementar-Septaren, hier Feuer und Erde sind letztlich von einer Person nicht zu leisten, so ist das Vorliegende nur Vorspiel nach meinem besten Vermögen. Die sicherere Wahrheit gehört den kommenden Generationen.
Die Frage war: was ist mit dem III. Weltkrieg Teil 3, (dem letzten Krieg?) Gibt es Parallelen zu der weltweiten Katastrophe von 1942 - 1949)

Mein Schluß: die Feuer-Konstellation dieser sieben Monate im US-Horoskop ist in ihrer Komplexität schon verdächtig. Aber die Erd-Konstellation entbehrt in meinem Verständnis der Explosivität, wie sie die Konstellation 1942 - 1949 aufwies.

Meines Wissens liegt keine vergleichbare Einschätzung vor, ich wäre froh, es wäre anders. Aber sicher ist für mich, dass in näherer oder fernerer Zukunft eine Zeit erreicht sein wird, wo viele solcher Arbeiten unternommen werden, geeignet, der Menschheit über die himmlischen Synchronizitäten einen helleren und einsichtigeren  Blick auf die menschlichen Bedingtheiten zu erlauben.

Einsicht ist der Hebel zum Verständnis. Meine Einsichten sind nach vorne begrenzt, wie sollten sie auch anders ,,,

Murnau, 19. 3. 2022, UTC: UTV: 15:19.

Dokumentation








Freitag, 20. Juli 2012

Septarwechsel - Skizzen zur Vergangenheit und zur nächsten Zukunft der Erde als Element





"Wir wissen zwar, wie oft das Bewusstsein an seinen zentralsten
und höchsten Vorstellungen im Laufe der Geschichte
eingreifende Korrekturen anbrachte, wir wissen aber
wenig oder nichts über sekuläre Veränderungen
des Unbewussten oder rhythmische Abläufe archetypischer Natur,
welche man vielleicht ahnt und über welche man schon
viel spekuliert hat, allerdings ohne verlässliche Grundlagen.
Immerhin muss man die Möglichkeit offen lassen,
dass das Unbewusste jederzeit den Weg unerwarteter
Selbstoffenbarung beschreiten kann."

C.G.Jung, Mysterium Coniunctionis 2.0, 1984,  S. 124


Beginnen wir den zweiten Teil unserer Untersuchung mit einer kleinen Rückschau in vergangene Septare der Königskonjunktion (KK) im Erdelement. Es haben also auf der Nordhalbkugel jetzt seit 1802 30 Septare die Angelegenheit der Erde regiert. Wieso Nordhalbkugel?
Nach meiner Auffassung hat die Südhalbkugel einen alternierenden Kalender. Dort haben sie vor einem knappen Monat die Wintersonnenwende begangen. Und ebenso versetzt hat die Südhalbkugel am 17.(Nord-)Juli 1802 einen Sonnenstand von 24,5° Steinbock gehabt. Weitere Ausführungen dazu hier und hier.
Und die Angelegenheiten der Erde? Es bleibt der Betrachtung keine Wahl. Sie muss davon ausgehen, dass es die Angelegenheiten von Stier, Jungfrau und Steinbock sind, auf welche sich die Konstellationen der KK im Erdelement als Radix  und ihre Septare beziehen.
So sind, summarisch gesprochen, alle Vorgänge der Sammlung, Anreicherung und Speicherung im Zeichen Stier angesprochen, die Jungfrau lässt die Vorgänge der Ernte, der Verwertung, des Tausches aufscheinen und im Steinbock erscheinen die kollektiven Maßstäbe und Grenzsetzungen der Natur und des Menschen, wie sie im Gerüst der Natur und des Menschen, also im Staat, seiner Verfassung  und seinen Organen greifbar sind.
Es sind nun, das darf nie vergessen werden, mit den Zeichen der Erde zugleich ihre Gegensätze gesetzt: mit  Stier  ist Skorpion gesetzt, mit Jungfrau sind es die Fische und mit Steinbock, dem Rückgrat der Kontinente, sind zugleich die Quellen gesetzt, die im Zeichen des Krebses zu ihren Füßen sprudeln. Mit einem Wort: mit Erde ist Wasser gesetzt.
Und was Astrologen als „Opposition“ bezeichnen, trägt dem Rechnung. In diesem Punkt  ist die Astrologie mit Nils Bohr einig: es ist eine Gegensatznatur in der wir uns bewegen.
Und so hat es natürlich Zeiten, wo vom Wasserelement oder vom Feuerelement übergegriffen wird auf die Bereiche des Erd-Elements. Oder, wo umgekehrt ein massives Blockieren seitens der Betten und Schlote der Erde die Bewegungen im Feuer- oder im Wasser-Element massiv beeinträchtigen.
Mit welchen Konsequenzen dieses geschehen kann, darüber können wir letztlich keine Vorstellungen haben, höchstens Phantasien in denen wir aber immer den Begrenzungen unseres eigenen Spiegelbildes begegnen.
Die großen Bühnen der Elemente - das sind die Königskonjunktionenen – die wie die Viertel - Elemente - Schlangen des Universums die belebten und unbelebten Kreise umfassen.
Aber immer sollte das im Gedächtnis bleiben: die drei Elemente: Feuer, Luft und Wasser müssen sich auf und mit dem vierten Element, der Erde, vereinen, um auf ihm das Wunder des höheren Lebens entstehen lassen zu können.
Daher gilt dem Radix und den Septaren der Königskonjunktionen im Erdelement immer  unsere besondere Beachtung.
Wir zeigen jetzt eine Serie von Erd -Septaren, die in den letzten hundert Jahren maßgeblich waren. Schlüsse sind dem Leser anheimgestellt:
Zur Erklärung: Es sind von allen möglichen eingebildeten und wirksamen Konstellationen nur die Oppositionen und Quadrate farblich markiert. Zum einen: Nur diese Konstellationen schwingen so, dass Elemente, die einander gegenüberstehen oder rechtwinklig aneinander grenzen, einander Probleme stellen, die auf der elementaren, der Titanenstufe, „gelöst“ werden, indem man einander verdrängt, erschlägt, forträumt.
Auf einer höheren Stufe, der mittleren im Tierkreis, gibt es Bündnisse zwischen den Elementen, allerdings ist auf dieser Ebene, der seelischen, der leidenschaftlichen, diese noch zu heiß, als dass sich „König“ und „Königin“ hier  anders als in der Hass-Liebe begegnen könnten.
Erst auf der höchsten, der geistigen Stufe, wo Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun  regieren, dort ist die Temperatur gemäßigt genug, dass König und Königin bei „kleinem Feuer“ die Hochzeit von Himmel und Erde begehen können.
Soweit in wenigen Symbolen die Quintessenz, die in der Alchemie der mittelalterlichen Naturphilosophen, als Erkenntnis „des Wegs“ zur Einheit des Mannigfaltigen, zum unus mundus, vorliegt.
Der oder die Betrachter(in) wird sogleich erkennen, dass meine Markierungen folgende Beteiligte kennzeichnen:
Saturn: blau, Uranus orange, Neptun grün, Pluto türkis.


1914 – 1921
17. Septar KK Erdelement, 17.7.1818, UTC 21:31n




Dieses Septar zeigt, wie die folgenden eine extrem seltene, im 800 Jahren einmalige Konstellation: die Herren des 4. Quadranten, die so sehr langsam wandern, alle in einer großen Quadrat-Resonanz. Saturn in den Fischen: Auflösung des Staates, soweit er Lösungen behindert.
Das große Fragezeichen: Pluto, als Herrscher des Skorpions zum mittleren, seelischen, leidenschaftlichen Drittel des Tierkreises gehörig, mischt in den großen Weltenwandel Leidenschaft und Projektion hinein, Feinde des kühlen sachlichen, daher lösungsträchtigen Denkens.


1928 - 35
19. Septar KK Erdelement, 17.7.1820, UTC 6:46


 

Hier hat sich seit 1914 nicht viel geändert. Auf der Ebene der Leidenschaften kommt nun noch eine Schärfe durch Mars hinzu mit einer schwachen aber spürbaren Opposition zu Jupiter. Überhaupt Jupiter: Wo im 17. Septar mit Saturn die  staatlichen Rahmen sich auflösen, da sind es jetzt, im Zeichen Jupiters, ererbte Positionen in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft.

1935 – 1942
20. Septar KK Erdelement, UTC: 12:53




Hier beginnt der lange Durchgang von Uranus und der doppelt so lange Durchgang von Neptun durch den Steinbock. Hier ist Auflösung und Neubeginn auf der Ebene des Staatlichen, des Verfassungsmäßigen angezeigt, einschließlich der Vereinten Nationen des Planeten Erde.


1942 – 1949
21. Septar KK Erdelement, UTC 18:32


Hier die Fortsetzung  einschließlich der Gründung der UNO 1945, drei Jahre nach der Vereinbarung der „Atlantik-Charta im August 1941. Aber quälend zwischen Widder und Waage die Opposition des hungrigen Pluto im primitiven Widder (Planeten im Widder sind immer hungrig) mit dem wütenden Mars im  seelischen Hunger nach der Gerechtigkeit, sprich Waage. Welch ein Bild der Weltkatastrophe.


1984 – 1991
27. Septar KK Erdelement, 17.7.1828, UTC 5:14

Eine große Uranus-Saturn-Jupiter-Sonne-Merkur-Venus-Konstellation, wo die Mächte des Geistes alle Mächte der Seele,  außer Pluto,  einbinden in ein großes „Eckenmauern“ für ein neues gemeinsames Haus.
Pluto allerdings, die hungrige Besessenheit durch den Geist der Väter baut zusammen mit der elementaren Wut des Mars, der im Steinbock damit beginnt, staatliche Aggression für niedere Triebe zu  mobilisieren.

1991 – 1998
28. Septar KK Erdelement, 17.7.1829, UTC 11:10

Hier die Jahre des offenen Wahnsinns auf dem Balkan. Der neutrale Merkur wird von Pluto in das Quadrat von Gewalt und Gefühl eingebaut. Das Volk im Zeichen von Mond-Uranus im Wassermann im Durst nach Unabhängigkeit wird aus der Opposition privatisierter Aggresion von Partei- und Kampfverbänden und Staatsmarionetten heraus gequält.
Der Löwe ist kein Ort der Lösung für kollektive Angelegenheiten, genauso wenig, wie es die Familie ist.


2005 – 2012
30. Septar KK Erdelement, 17.7.1831 UTC 22:37
 Wir sind in der Gegenwart. Was sich schon im 28. Septar andeutete, gelangt nun auf den Höhepunkt: Neptun im Steinbock zeigt weiterhin die Schwangerschaft des Steinbocks mit dem Weltenkind. Anders gesagt: Steinbock ist auch in diese Jahren Ort von Maßstäbe und Regeln, die noch in den Kinderschuhen laufen. Damit ist gesagt, dass das Regeln und maßregeln, das Regulieren und Begrenzen, mit anderen Worten, die gärtnerischen Tugenden, in der Welt sein müssen, um dem üppigen Wuchern des privaten (lat. privare= berauben) Verfügens aus den Familien, aus dem Krebs heraus, Ziel und Grenze zu setzen. Das private Kapital bedient sich des Staates, um seine vergaloppierte Sache zu retten.
Die Schwäche des Steinbocks in seiner Schwangerschaft  mit künftigem Sinn,  lässt nun bei der Sonne gegenüber, im Krebs, beim privaten Verfügen über die Welt, dem Eigennutz unbegrenzt die Zügel schießen.


2012 – 2019
31. Septar KK Erdelement, 17.7.1832, UTC 4:48

Hier nun die Zukunft bis 2019  und man sieht: das vergangene Jahrsiebt hat als Fieberkrise die engste Opposition zwischen Neptun und Sonne gesehen. Nach alter Anschauung besteht für den Patienten, der die Krise überlebt, Hoffnung auf Genesung. Die Venus bei der Sonne zeigt an, dass von der Auflösung staatlicher Regulierung das private Verfügen über die gesellschaftlichen Reserven betroffen ist. Und Mars im Stier, in Resonanz zu Neptun und Sonne-Venus, lässt an den unregulierten aggressiven Hunger denken, mit dem die Phantasten der Macht in die Wälder, Fluren und Lagerstätten der Restwelt hinein stoßen …
Mond und Jupiter in den Fischen verweisen auf die in der Heimlichkeit des Anonymen gewährten Schutzräume für die Geborgenheit des Intimen und für die Versöhnung der großen und kleinen Kinder dieser Welt.
Und Saturn in der Jungfrau lässt daran denken, dass auf die Märkte, wo der Herden-Ego-Wahnsinn tobt, doch schon in diesen sieben Jahren mit einer Art Verfassung ein Deckel gesetzt werden wird.                  

Hier schlage ich das Skizzenbuch erst einmal wieder zu, um es in einem kommenden dritten Anlauf erneut zu öffnen, dann  für die Vorstellung einiger Orte auf der Nordhalbkugel, wodurch das 31. Septar  mit verschiedenen Aszendenten versehen werden  wird.

Geschrieben 19/20. Juli 2012, gespeichert UTC 23:53, gepostet: UTC 0:11.















Montag, 18. September 2023

Es ist wieder die Zeit wo die neue Welt zum Ursprung kommt

18.  - 25. 9. 2023

0:00 UTC 

unter dem Tierkreis über der 

nördlichen Halbkugel 

der Erde

 (Anklicken vergrößert)




" ..., zeigt deutlich, dass anstelle des Räsonnements,
welches das Bewusstsein angewandt hätte, der 
archetypische Geist selbständig die Aufgabe
der Voraussage übernommen hat, was bedeutet, dass 
die Archetypen eigene Initiative und eigene spezifische
Energie besitzen, die sie nicht nur befähigen sinnvolle
Deutungen (auf ihre Weise) zu geben, sondern auch in
einer gegebenen Situation mit ihren eigenen Impulsen
und Gedankenformen einzugreifen."



und es sind die Zivilisationen von Mesopotamien, dem ägyptischen Nil-Schwemmland und der griechischen Küsten die uns verloren wären, hätten nicht die muslimischen Astrologen von Bagdad die Lehren der alten Welt studiert und abgeschrieben. Dann nämlich  hätten die Lateiner wiederum nichts zum Abschreiben gehabt. und der wolken-dunstige Norden hätte keine Ahnung vom klaren Himmel der Archetypen, die die Physiker Planeten nennen und die Metaphysiker Götter.

Und es ist die natürliche 'Schrift' der Archetypen, welche die Astrologen studieren - getrennt notwendig -
nach Nord- und Süd -Halbkugel der Erde. Und die Astrologie jedes Planeten beschreibt so ein  himmlisches Wetter zu zwei verschiedenen Jahreszeiten, analog zu  zwei Geschlechtern. So steht klar die Frage: welchen Geschlechts 'ist' ist die Nord- und welchen die Südhalbkugel?

Ferner erleben wir hier im Norden seit Gorbatschow den Durchmarsch der geistigen "archetypischen Energie" durch den Geist - Saturn, Uranus und  Neptun, am 9.11.1989 eine irrwitzig seltene Konstellation die sich im Steinbock = auf Staatsebene, abspielt, während als 'vierter Geist' (eigentlich erster) das Geistfeuer des Jupiter, durch Krebs = das Fühlen, = das Volk,  fährt, am 9.11. in exakter Opposition Jupiter das Volk zu Saturn/Neptun = die Pleite der Staats- Lüge. Nun haben wir - auf der Nordhalbkugel  - Saturn in Fische, Neptun in Fische -  dieselbe Lage wo die Wahrheit prosperieren kann, wie nie und die Lüge, die immer aufgeblasen ist, implodiert.

9. 11. 1989, Nordhalbkugel



Wer die Zeichen des Tierkreises in Jahresschritten bewusst bereist, der tut es, wie Uranus, in Siebenjahresschritten, wie Neptun in 14-Jahresschritten. Der weiß mithin auch, dass Neptun mit seinem reinigenden Triumph seit 2012  sich noch Zeit lässt bis zum April 2025,  ab dann er sich, zuletzt 1862,  wieder dem Widder zuwendet für 14 Jahre. 

Und der die Grenze zwischen Seele und Geist von der Seele her öffnet und schließt, Pluto des
Skorpions



 der bereist eine Ellipse um die Sonne in 248 Jahren und sein Eintritt von Fische in Widder war im 21. Septar der Erde die Operation "Barbarossa",  die schiefgegangen ist, was dem Westen des Nordens  offenbar noch nicht reicht.
Königskonjunktion Erdelement
21. Septar, 1942 - 1949



Nun sind wir zwischen 2019 und 2026 in einem zusammenhängenden 'Kapitel' des beständigen Schicksals: sowohl in der Septar-Welt der langen Wellen wie in der aktuellen archetypischen 'Radix-Welt'  und im Zeichen von Haben und Grenzen,  Stier, stürzt der  Archetyp des Uranus wieder die reale Welt, wie zu 'Gorbi's Zeiten,  soweit sie den Himmel ausschließt. Da ist natürlich der orthodoxe Eisberg in den langen Wellen des Schicksals  welche die arrogante westliche Welt durcheilen zu können vermeinte.
Es ist wieder die Zeit wo die neue Welt zum Ursprung kommt = Wassermann,  = noch als Knospe - vor der Frucht- in der Zeit: der kommende, archetypische, ewige, bescheidene, kollektive Vater -  Saturn - in uns, der väterlicher 'Richter.' Und da stehen einander gegenüber auf dem Waagebalken: Herr Biden und Herr Putin. wie zu alten Zeiten der Drache Babylon und das Kind der Jungfrau in der Wüste. Offenbarung 12.

Ein realer Archetypus, den die menschliche Zivilisation in den heißen Ländern der klaren Nächte unnennbar lange kannte und seit 5.000 Jahren aufzeichnete. Diese Aufzeichnungen in den 'Königsbüchern' waren die Grundlage der persisch/arabischen Astrologie, die die Kunst der rhythmischen Astrologie der Elemente entdeckten und beschrieben.

Es ist der Tierkreis der 12 himmlisch/irdischen Monate, der sich um die 12  Doppelstunden des Tages, genannt Häuser, dreht.

Jedes Horoskop ist ein vollständiges Abbild  der Rhythmen aller Planetengeschwister um uns und um Vater/(Mutter) Sonne, wobei Erde und Mond Sonne als Gespann umreisen, was in Hinblick auf Sonne als Verstärker/in der planetarischen 'Sendungen' interessant ist.

Also für die Erde ein rhythmisches Sonnengleichnis jederzeit.

Folglich gilt es zu fragen, welche Bedeutung Sonne für das praktische Seelenleben hat.  Sonne ist Löwe,  souveräne Lust, Wärme, Hitze, Liebe kurz - das körperliche Fest der Seele. Und im nächsten Zeichen, Jungfrau,  fragt der weibliche Verstand nach den Kosten für das Fest, nicht abgeneigt sie zu begleichen, solange es 'sich rechnet'.

Im Kollektivhoroskop der Nordhalbkugel in dem die jüngste Königskonjunktion Erdelement  seit 1802 gültig ist, steht die Venus auf 26,1° Löwe für ~800 Jahre. Nun ist Venus als Stier-Macht auch die Göttin des Vorrats, des Sparens, sie hat infolgedessen viel. Löwe aber ist die Verausgabung. Der Expressionismus von Kraft und Mitteln.  Auf 26,1° Löwe  - steht  Venus nahe dem Ende der endgültigen Verausgabung im Konkurs.


Königskonjunktion Erdelement
17.7.1802

Dieser Venus des Erdelements nähert sich die  aktuelle Venus unserer Woche, soviel schon einmal im Voraus zum Klimax nächste Woche.
Sonne aber, in deren Gefilden Venus wandelt, ist selber  über die Gefühlswelle hinaus und fragt nun 'im Sekretariat' der Jungfrau nach den Kosten und was noch möglich ist.

Dabei erfährt Sonne in Jungfrau diese Woche aus dem 'Konto' der zur Balance notwendigen   Gegenseite, Fische, dass es sich bei Neptun um die  Auflösung der Gegenwart handelt, die den Sinn der kommenden Zeit 'heraufholt' aus den archetypischen Tiefen der unbewussten Güte im Kosmos, oder dem Geist Gottes, oder ganz einfach aus der heilsamen Pleite.

Dies alles nun ist gesegnet durch Jupiter in diesem/nächsten Jahr, von Mai bis Mai.  Indem   Jupiter, als Geistfeuer der Weitsicht,  in Stier dem Luftgeist des Uranus - göttlich/ menschliche Gedanken - zur Seite tritt auf dem Boden der realen Nachbarschaften - das macht den koreanisch-russischen Freundschaftsbesuch zu einem Glanzstück des realisierten Venus/Jupiter Symbols mit dem kosmischen 'Schub'  konstellierender Archetypen.

Das ist das offene Geheimnis: die Konstellationen sind wie der Wind auf den Weltmeeren - wird ihnen, 
wie es der Fahrensmann tut,  mit Respekt und Achtung begegnet, spenden sie fast allezeit.

Zum Wochenende dann ist die Zeit der Sonne im 'Sekretariat',  Jungfrau,  erschöpft und das Luftreich der Begegnung mit dem Schönen, Waage, empfängt mit Sonne Lust und Initiative in den ästhetischen Dimensionen von Balance, Ausgleich und Ergänzung in der Begegnung.

Entwurf 17. 9. 2023, UTC: 15:00.

Murnau, 18. 9.2023, UTC: 16:34.

Dokumentation:











 

 


 

Samstag, 26. Januar 2008

Vor 75 Jahren: die „Deutsche Revolution“







30.1.1933, 11:15 MEZ, Berlin

„Eine tiefe Unruhe war schon lange in der Stadt, und jetzt, da Hitler Reichskanzler wurde, war sie Wochen und Monate von einer nicht endenden Bewegung erfüllt; es war, als ob die Häuser leer ständen und ihre Bewohner sich auf den Straßen einrichteten. Aufmärsche und Umzüge uniformierter Kolonnen, Massenversammlungen, rote Fahnen überfüllten die Stadt, Redner tauchten auf allen Plätzen auf, und die Straßen waren so verstopft, dass ich lange Umwege machen musste, um in meine Wohnung zu kommen. Die Umzüge hatten nichts Festliches; sie blieben Demonstrationen und gehörten zu dem beständigen Plebiszit, zu dem die Massen aufgefordert wurden. Das alles erinnerte mich an die Novembertage 1918, an die ruhelosen Umzüge und Aufmärsche, die ich in Oldenburg, Hannover und anderen Städten gesehen hatte. Auch ist zwischen beiden Ereignissen ein genauer Zusammenhang; eines ist ohne das andere nicht zu denken. Temperatur und Temperament beider Vorgänge war freilich verschieden. der düstere, feuchte November des Jahres 1918, in dem der Krieg verloren war, das Volk seine Waffen niederlegte und die Straße sich mit erschöpften, ärmlich gekleideten und unterernährten Menschen füllten, bot keine Hoffnung. damals schränkte die Not alles ein, und die Bewegung war in sich uneinig, während jetzt eine schrankenlos scheinende Zustimmung jeden Widerspruch verstummen ließ. Die Frage, wodurch so große Kräfte frei gemacht wurden, war nicht schwer zu beantworten; es war der Zusammenfluss zweier Ideologien, durch den sie ausgelöst wurden. Alles, was in deren Fronten seit langem eingebaut war, alle Mittel und Mannschaften, die an diesen Fronten bisher gebunden waren und sich bekämpften, wurden jetzt frei. Darin lag für viele, für viele Gegner auch, eine gute Verheißung, die auf inneren Frieden und gute Zeiten hindeutete. Und die Anfänge schienen dem recht zu gebe.
Doch war in mir kein gutes Gefühl des Kommenden …“
(Friedrich Georg Jünger, Spiegel der Jahre, 1980, S. 180)


Bevor ich mich dem historischen Tag selbst zuwende, soll das Äquinoctium 1932/33 des historischen Jahres betrachtet werden. 
Doch davor ist als mächtiger Hintergrund zu begreifen, was da von lange her auf den Wellen der Siebenjahresrhythmen, der Septare/Solare der Königskonjunktion im Erdelement, unterwegs war. Und es soll nicht einmal Berlin oder sonst ein Ort auf der Nordhalbkugel betrachtet werden, sondern das Geschick für die ganze Nordhalbkugel:
























19. Septar Königskonjunktion Erde
17.7. 1820,  UTC 8:35
gültig für 1928 – 1935

Das 19. Septar, in dessen Zeitraum der 30. Januar 1933 fällt, zeigt eine Seltenheit, die sich einmal in 172 Jahren am Himmel ereignet: die Konjunktion Uranus/Neptun. Und sie ist – Seltenheit der Seltenheiten - in Quadratresonanz verbunden mit der Konjunktion Pluto/Jupiter.
Und die Resonanz von Pluto, Neptun und Uranus zog sich über einen Zeitraum von fünf Jahren von 1818 -1822 hin, das bedeutet  in der Vergrößerung der Siebener-Schwingung 5x7= 35 potentiell furchtbare Jahre : 1914 -1949.

Mit Neptun ist die „Nullpunkt-Situation“, das Ende einer alten und der Anfang, das Kinderstadium einer neuen Zeitgestalt, eines neuen Sinns, angezeigt.


Uranus weist daraufhin, dass aus dem Chaos des Endes/Anfangs (= der Fische) der Umriss einer neuen Gestalt geschöpft (Uranus = Symbol Schöpfrad) wird. Uranus bedeutet „Ursprung“ im Unterschied zu Neptun/Fische, die auf den psychischen Zustand völliger Unbewusstheit, und damit ungeteilter Vollständigkeit hinweisen. 

Das heißt psychologisch: nach dem anfänglichen Beieinandersein aller Gegensätze noch vor jeglicher Teilung, Trennung, Polarisierung,  hat im Zustand Uranus/Wassermann die Ganzheit eine erste Trennung erfahren, so wie am zweiten Schöpfungstag die Wasser über dem Himmel von den Wassern unter dem Himmel getrennt wurden.

Diese zwei nun, Neptun und Uranus stehen im Schützen. Somit zielt ihr Hinweis,  Auflösung und Ursprung, auf den Bereich, wo Schütze-Herrscher Jupiter steht. Jupiter aber steht in den Fischen, somit heißt das abermals: Chaos, Auflösung, Kindwerdung, neue Zeit, neuer Sinn, neue geahnte Erlösergestalt. 

Die Deutung von Fische/ Neptun auf „Kind“ ergibt sich daraus, dass der Tierkreis, als archetypischer Maßkreis im Urzeigersinn aufsteigend mit den Fischen beginnt. In unseren ersten sieben Jahren sind wir alle "Fische". Nie ist der Mensch Gott näher.

Der im  Tierkreis mit dem Sonnenlauf durch die Zeichen rechts-drehende Rhythmus des „Sinns“ bringt die unbekannte Gestalt hervor - theologisch gesprochen - den  „Geist Gottes“, der „über den Wassern schwebt“, psychologisch gesprochen aus dem  „Kollektiven Unbewussten“, den neuen Sinn, der aufsteigt - noch namenlos - wie Dunst.

Die gleichzeitige Folge der Tierkreiszeichen, von Osten gesehen absteigend in der Jahresfolge der Monate, gegen den Uhrzeiger, zeigt den materiellen Aufbau. Bei ihr beginnt der "Anfang" mit dem Schafszeichen Widder, dem „Schafland“, dessen Symbol C.G.JUNG als „Kinderland“ deutet.

Beide Zeichen, Fische und Widder sind Kinderzeichen, beide grenzen an den Nullpunkt  im Tierkreis: das Kindmotiv. Und ihre Herrscher Neptun und Mars sind psychologisch brisant. Warum? Überlassen wir JUNG die Deutung (Psychologie und Alchemie, Ges. W. S. 79):
Der Weg beginnt im Kinderland, das heißt in jener Zeit, wo sich das rationale Gegenwartsbewusstsein noch nicht von der historischen Seele, dem kollektiven Unbewussten, getrennt hat. Die Trennung ist zwar unvermeidlich, führt aber zu einer solchen Entfernung von jener dämmerhaften Vorzeitpsyche, dass ein Instinktverlust eintritt. Die Folge davon ist Instinktlosigkeit und damit Desorientierung in allgemein menschlichen Situationen. Die Abtrennung hat aber auch zur Folge, dass das „Kinderland“ definitiv infantil bleibt und damit zu einer ständigen Quelle kindischer Neigungen und Impulse wird. Natürlich sind diese Eindringlinge dem Bewusstsein höchst unwillkommen, und es verdrängt sie deshalb Folgerichtigerweise. Die Folgerichtigkeit der Verdrängung dient aber bloß zur Herstellung einer noch größeren Entfernung vom Ursprung und vermehrt daher die Instinktlosigkeit bis zur Seelenlosigkeit. Infolgedessen wird das Bewusstsein entweder von Kindischkeit völlig überschwemmt, oder es muss sich ständig mit zynischer Greisenhaftigkeit oder mit verbitterter Resignation fruchtlos gegen sie verteidigen. Es muss daher eingesehen werden, dass die vernünftige Einstellung des Gegenwartsbewusstseins trotz ihren unleugbaren erfolgen in vielen menschlichen Hinsichten kindisch unangepasst und darum lebenswidrig geworden ist. Das Leben ist vertrocknet und gehemmt und verlangt infolgedessen nach der Auffindung der Quelle. Die Quelle aber kann nicht aufgefunden werden, wenn sich das Bewusstsein nicht dazu bequemt, ins „Kinderland“ zurückzukehren, um dort, wie früher, die Weisungen vom Unbewussten zu empfangen. Kindisch ist nicht nur, wer zu lange Kind bleibt, sondern auch, wer sich von der Kindheit trennt und meint, dass das, was er nicht sieht, nicht mehr existiere. Wer aber ins „Kinderland“ zurückkehrt, verfällt der Angst, kindisch zu werden, weil er nicht weiß, dass alles ursprünglich Seelische ein doppeltes Gesicht hat. Das eine schaut vorwärts, das andere schaut zurück. Es ist zweideutig und darum symbolisch, wie alle lebendige Wirklichkeit.
Im Bewusstsein stehen wir auf einem Gipfel und meinen Kindischerweise, der weite Weg nach größeren Höhen führe über den Gipfel hinaus. Das ist die chimärische Regenbogenbrücke. Um zum nächsten Gipfel zu gelangen, geht man zuvor hinunter in das Land, wo die Wege erst anfangen, sich zu scheiden.
Es ist, glaube ich, nirgendwo wie in den westlichen Zivilisationen, ein so problematischer Zustand, wenn im Zeichen Neptuns, der Archetypus des Kindes konstelliert ist, noch dazu in einem Sinne, wo vom Herrscher Jupiter, in dessen „Auftrag“ Neptun und Uranus wandern, ausdrücklich bestimmt ist: „zurück an den Anfang“, da er eben in den Fischen steht.

Wie macht es eine Industriegesellschaft, wenn die Archetypen, die " Sterne" einen Neuanfang, Kindwerdung, anzeigen und keiner weiß wie und wohin mit der Ergriffenheit? Der Archetyp ist konstelliert heißt, er sammelt die Faszinierten. Das Massenschicksal sucht sich den Massenführer. Wer traut sich den Massenführer zu? Nur ein Wahnsinniger. Er fährt die untergehende Zeit an die Wand. Das ist der unbewußte, der nicht -individuierte Weg, den Untergang und Neubeginn zu leben.

Also, Chaos der Auflösung, Fische als letztes Zeichen  und Widder - des Neubeginns. Was aber können all die kindfernen, alltagsvernünftigen Erwachsenen mit dieser Konstellation anfangen, die ihnen vom Wandel der Archetypen vorgezeichnet wird? Die Archetypen kommen immer zu ihrem Ziel. JUNG hat sie "Urstromtäler des Lebens" genannt - weil das Wasser, Gleichnis der Libido=Lebensenergie,  immer dem natürlichen Gefälle folgt.
Die Konstellation des 19. Septars  in den Fischen zeigt nun  Verhängnis und böse Verlockung: Jupiter Konjunktion Pluto.  Sie zeigt an, was aufgelöst und neu - besinnt werden soll. Pluto zeigt: es sind die (alten) Opferrituale, Ideologien, es sind die alten Fanatismen und Jupiter zeigt: es sind die alten Regisseure. 

Jupiter in den Fischen führt also seinen Gehalt, seine Gäste mit sich: Uranus/Neptun . Das heißt, es ist ein erneuerter, weitblickender Sohn des Volkes konstelliert = angezeigt, der das noch -nicht- Versuchte (Symbol "Kind") im Reisegepäck hat.

Das Prinzip der Astrologie ist ja ein Spiegelprinzip, das da lautet: wie oben so unten.

Das Kommando des Jupiter in den Fischen, das er Neptun/Uranus in seinem Zeichen Schütze gibt, heißt: „gehet dahin, wo ich stehe" folglich zurück vor den Ursprung. Dieser psychische Sinn (oben) spiegelt sich in realer Situation (unten),  einer ganzen Zivilisation, deren Wege nicht mehr vorwärts weisen ...

Erster Weltkrieg, Revolution, Inflation, Wirtschaftskrise. Internationale, kollektive Ausgeburten von Gier, Neid, Eitelkeit und Blindheit von Millionen einzelner in den paradoxen Situationen wachsender gegenseitiger Abhängigkeit. Wenn der Fluss des Lebens, der psychische, wie der reale, nicht mehr vorwärts führt, weil er gestaut ist, fließen die Wasser rückwärts der Quelle zu: „Regression“,  Rückschritt zu überwundenen, primitiveren Zuständen von Seele, Welt, Konflikt und Lösung.

Zeigte die gegebene Planetenkonstellation nun an der Quelle, in den Fischen, mit Jupiter den „Sohn“, der alles versteht  und den „Wächter“ der die Kette der Generationen zu erhalten weiß im Zeichen Plutos, so ist die Rettung, ein neuer Anfang,  gewiss, aber nur, wenn die Einzelnen sich auf dem Weg ihrer Individuation, das heißt allein, und zu zweit auf den Weg zurück zur Quelle begeben. - Alle  konstellierten Inhalte des Unbewussten erscheinen den Zeitgenossen  projiziert. Er erblickt seine eigenen Inhalte, er erblickt seine Gier, seine Tücke, seine Mißgunst außen am anderen, am Nachbarn.

Wenn die Kindwerdung in den Einzelnen im Unbewußten verbleibt, dann projiziert ihr Unbewusstes ihnen einen äußeren "Erlöser" ,der alles neu macht,  es macht sich nämlich auf die Suche und findet ihn, das heißt sie  begegnen dem "Heiland". Ob in Tibet oder Deutschland - das Unbewußte findet den Lama. Aber die Deutschen der dreißiger Jahre waren keine friedlichen Buddhisten ...
Es sind ja sind die Archetypen, Jung hat immer wieder darauf hingewiesen, in ihrer Richtung neutral, d.h. sie enthalten die Möglichkeit zum Guten, wie zum Schlimmen, zum Höchsten, wie zum Tiefsten. Um zu verstehen, warum unter ihrer Wirkung die Welt in eine so unabsehbare Katastrophe gewandert ist, muss der Zeitfaktor in die Betrachtung einbezogen werden. Es sind ja die von der Sonne entferntesten, „langsamsten“ Planeten, die hier zum gemeinsamen Schicksalskonzert aufspielen. Ihr Konstelliertsein in den Septaren erstreckte sich eben fatalerweise über denZeitraum von tragischen 35 Jahren, wie die folgenden Zeichnungen sichtbar machen. Gehen wir noch einmal vor den oben gezeigten Zeitraum  (19. Septar s. oben) zurück:
























17. Septar der Königskonjunktion Erdelement
vom 17.7.1818 für 1914 – 1921


18. Septar der Königskonjunktion Erdelement
vom 17.7.1819 für 1921 -1928



20. Septar der Königskonjunktion im Erdelement 
vom 17.7.1821 für 1935 – 1942


21. Septar der Königskonjunktion im Erdelement
vom 17.7.1822 für 1942 - 1949










































Es verdient zuerst festgehalten zu werden, dass ab dem 20. Septar die Neptun/Uranus-Verbindung in den Steinbock eingetreten war, die damit ihre Richtung jetzt vom Steinbockherrscher Saturn erhielt. Das bedeutet zum einen, das „Zurück an den Anfang und Neubeginn“ bezog sich von nun an auf die übergeordnetenKollektive, also vor allem den Staat. Und weil nun Saturn im Widder stand, lautete das Signal jetzt „Ausbruch“ und zwar in die Räume der Nachbarn gemäß dem Standort von Mars in diesem Septar, de Zwillingen.
Im 21. Septar erscheint die Sache dann im neuen Licht, insofernals jetzt Mars direkt in Resonanz – Quadrat und Opposition - beteiligt ist, zum anderen , weil Saturn, im Stier stehend, jetzt das Defensive des Stiers zu bestimmender Macht und Geltung bringt, wovon sich der deutsche Sturm seit Stalingrad vergewissern konnte.

Mars und Venus

Mars in der Waage ist ein Hinweis, dass 1942 – 1949 das offensive Potential im Dienst des Offenseins und der Begegnungsbereitschaft des siebten Zeichens steht. Dieses Offensein und diese Begegnungsbereitschaft sind ja paradoxerweise das unbewusste Naturell des deutschen Erlösers von 1933. Aber der Aszendent ist unbewusst, Trieb, Instinkt,





In Waage ASC haben wir die bewusstseinsferne, die unbewusste Waage, die dem Bewusstsein fehlende Waage-Venus.
20.4.1889, Braunau, der Undenkbare:


…mit dem Instinkt des Ästheten und dem Bewußtsein des hungrigen Treibers – Mars mit großer Beute - Treiber, dem die Venus fehlt - die er zerhaut bei der Zerstörung von Städten auf seinen nomadischen Wegen …


In Henry Miller haben wir exemplarisch die bewusste Waage, 26.12.1891, Yorkville NY, auf dem hohen Weg der Venus …
Nur vom Aszendenten Widder kommt die Medizin: Waagebewusstsein, Venusweg. Henry’s Venus väterlich gnostisch im zehnten Haus („Am Anfang war das Wort…") mit großer Auslieferung symbolischer Resonanzmedizin im siebten Haus des Widder: körperliche Freiheiten, juckende Schleimhäute, introvertierter Mars und Anima Luna, all die ungelebte wilde Liebe auf dem Planeten.
Henry Miller, Dezember 1934 im Brief an Anaïs Nin:
Heute Abend lief ich dem Mann in die Arme, der zu Halasz [Brassai] gesagt hatte, mein Buch (Wendekreis des Krebs) sei <Pornographie>- erinnern Sie sich? Jetzt war er der entgegengesetzten Ansicht und meinte, ich sei bis zum innersten Kern der Wahrheit vorgestoßen; sagte, er empfehle das Buch seinen Freunden in England und war der Meinung, es müsse sich dort gut verkaufen lassen. Sie können sich vorstellen, dass ich nicht wenig erfreut war. Nicht zuletzt, weil ich einmal mehr sehe, dass es Menschen gibt, die sich ohne Druck von außen zum richtigen Denken bekennen. Ich habe keinen Kampf auszufechten. (Miller, Briefe an Anais Nin, 1981, S. 186. 4.12.1934).

Und in der Zeit, wo der Waage-Aszendent mit der Staatspeitsche von Blut und Boden phantasiert, schreibt Widder-Aszendent und Gegenmedizin Henry Miller 1934 über die Herrenrasse:
Meine Leute waren alle nordischer Abkunft, mit anderen Worten: Idioten. Allen Blödsinn, der je verkündet wurde, machten sie sich zu Eigen. Darunter die Lehre von der Sauberkeit, von der Rechtschaffenheit ganz zu schweigen. Sie waren peinlich sauber. Aber innen stanken sie. Kein einziges Mal fiel es ihnen ein, blindlings einen Sprung ins Dunkle zu tun. Nach Tisch wurden die Teller prompt abgespült, und in den Geschirrschrank gestellt; war die Zeitung gelesen, wurde sie sauber gefaltet und auf ein Regal gelegt; war die Wäsche gewaschen, wurde sie gebügelt, gefaltet und in die Schubladen verstaut. Immer dachte man an morgen, aber das Morgen kam nie. Die Gegenwart war nur eine Brücke, und auf dieser Brücke stöhnen sie noch, so wie die ganze Welt stöhnt, und keiner dieser Dummköpfe kommt darauf, die Brücke in die Luft zu sprengen…
Ich bin ganz aus dem Stoff der stolzen ruhmredigen nordischen Rasse, die nie den geringsten Abenteurergeist besessen, aber dennoch die ganze Erde durchwühlt, sie auf den Kopf gestellt und überall ihre Spuren und Ruinen hinterlassen hat. Ruhelose Geister, aber keine Abenteurer. Gequälte Geister, unfähig, in der Gegenwart zu leben. Elende Feiglinge alle, mich nicht ausgenommen. Denn es gibt nur ein großes Abenteuer, das innere Abenteuer der Suche nach unserem Selbst, und dabei spielen weder Zeit noch Raum, ja nicht einmal Taten eine Rolle.
Alle paar Jahre war ich dieser Entdeckung ganz nahe, aber – und das war für mich bezeichnend – es gelang mir immer, der Entscheidung auszuweichen. Wenn ich nach einer guten Entschuldigung suche, fällt mir nur meine Umgebung ein, die Straßen, die ich kannte, und die Menschen, die in ihnen wohnten. Ich wüsste in Amerika weder eine Straße noch in ihr wohnende Menschen, die einen zu dieser Entdeckung des Selbst hinführen könnten. Ich bin über die Straßen vieler Länder gewandert, aber nirgendwo habe ich mich so gedemütigt und erniedrigt gefühlt wie in Amerika. Ich denke an all die Straßen Amerikas, die zusammen eine riesige Senkgrube bilden, eine Senkgrube des Geistes, von der alles verschlungen und weggeschwemmt wird zur ewigen Scheiße. Über dieser Senkgrube schwingt der Geist der Arbeit seinen Zauberstab: Paläste und Fabriken schießen nebeneinander in die Höhe und Munitionsfabriken und chemische Werke und Stahlwerke und Sanatorien und Gefängnisse und Irrenhäuser. Der ganze Kontinent ist ein einziger Albtraum, der das größte Elend für die größte Zahl produziert. Ich war auch eine Zahl, eine Nummer mitten im größten Rummel von Reichtum und Glück (statistischem Reichtum, statistischem Glück), doch nie begegnete ich einem Menschen, der wirklich reich oder wirklich glücklich gewesen wäre.“ (Wendekreis des Steinbocks, 1964, S. 11f.)
Jeder, der durch zu große Liebe, die doch widernatürlich ist, an seinem Unglück stirbt, wird wiedergeboren, um weder Liebe zu kennen noch Hass, sondern um zu genießen. Und diese Lebensfreude ist, da sie auf unnatürliche Art erworben wurde, ein Gift, das schließlich die ganze Welt verdirbt. Alles, was jenseits der normalen Grenzen menschlichen Leidens geschaffen wird, wirkt als Bumerang und bringt Zerstörung mit sich. Nachts spiegeln die Straßen von New York die Kreuzigung und den Tod Christi wieder. Wenn Schnee liegt und äußerste Stille herrscht, dringt aus den scheußlichen Bauten New Yorks eine Musik von so dumpfer Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, dass man eine Gänsehaut kriegen kann. Kein Stein wurde mit Liebe oder Achtung auf den anderen gelegt; keine dieser Straßen für Tanz oder Freude gebaut. Eines wurde ans andere gefügt in einem wilden Drang, sich den Bauch Vollzuschlagen, und die Straßen riechen nach leeren Bäuchen und halbvollen Bäuchen. Die Straßen riechen nach einem Hunger, der nichts mit Liebe zu tun hat; sie riechen nach einem Bauch, der unersättlich ist, und nach den Schöpfungen des leeren Bauches, die null und nichtig sind. (S. 63f.)
Henry zieht, wie jeder individuierte Träumer - auch in Amerika - für eine entscheidende Zeit seiner Heimat die Fremde vor, um sich seiner eignen Menschenkontour versichern zu lernen. Mir ist er mit seinem den - Uranus –in- sich – schöpfen lassen, und zugleich ihn, „den Fremden“, in der Welt aufsuchen, wo ihm fremde Landschaften zu Seelenlandschaften werden - Henry Miller im Paris der dreißiger Jahre, Henry Miller 1939 in Griechenland … mir ist er einer meiner Troststerne, ein wirklicher Vater der der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts voranging:
Der Tag begann in tiefstem Frieden. Es war mein erster wirklicher Blick auf den Peloponnes. Es war aber nicht ein Blick, sondern eine Aussicht auf eine stille Welt, eine Welt, wie sie dem Menschen eines Tages beschieden wird, wenn er aufhört, Mord und Diebstahl zu frönen… die Landschaft weist nicht zurück, sie nistet sich ein in die offenen Kammern des Herzens, sie erfüllt sie, wächst, verdrängt alles andere. Man schreitet nicht länger durch etwas – nenne es Natur, wenn du willst -, sondern nimmt teil an einer Niederlage, an der Niederlage der Mächte wie Gier, Bosheit, Neid, Selbstsucht, Hass, Unduldsamkeit, Stolz, Anmaßung, Gerissenheit, Zweideutigkeit und so weiter.
Es ist früher Morgen, am ersten Tag des großen Friedens, des Friedens des Herzens, der durch Entsagung entsteht. Ehe ich nach Epidauros kam, wusste ich nicht, was Friede ist. Wie jeder Mensch hatte ich mein ganzes Leben lang dieses Wort gebraucht, ohne je zu erkennen, dass ich eine Fälschung beging. Friede ist ebenso wenig das Gegenteil von Krieg, wie Tod das Gegenteil von Leben ist. Die Armut der Sprache, das heißt die Armut der menschlichen Vorstellungskraft oder die Armut unseres Innenlebens hat eine Doppelsinnigkeit geschaffen, die absolut unwahr ist. Ich spreche natürlich von dem Frieden, der höher ist denn alle Vernunft. Es gibt keinen anderen. Der Friede, den die meisten von uns kennen, ist nichts als eine Einstellung der Feindseligkeiten, ein Waffenstillstand, ein Interregnum, eine Windstille, eine Atempause; all das ist negativ. Der Friede des Herzens ist positiv und unbesiegbar, er stellt keine Bedingungen, er benötigt keinen Schutz. Er ist. Wenn das ein Sieg ist, ist es ein eigenartiger Sieg, denn er beruht völlig auf einem freiwilligen Verzicht. Ich sehe nichts Geheimnisvolles in der Art der Kuren, die in diesem großen therapeutischen Zentrum der antiken Welt vollbracht wurden. Hier wurde der Arzt selbst geheilt, es war der erste und wichtigste Schritt in der Entwicklung der Kunst. die nicht medizinisch, sondern religiös ist. Und der Patient wurde geheilt, bevor er überhaupt eine Kur durchmachte. Große Ärzte haben stets die Natur als den besten Arzt bezeichnet. Das ist aber nur zum Teil wahr. Allein kann die Natur nichts tun. Die Natur vermag nur zu heilen, wenn der Mensch seinen Platz in der Welt erkennt, der nicht in der Natur ist wie beim Tier, sondern im Bereich des Menschen, dem Bindeglied zwischen der Natur und der Gottheit.
Den Untermenschen unseres glorreichen wissenschaftlichen Zeitalters wird die Verbindung des Rituellen und des Religiösen mit der Heilkunst, wie sie in Epidauros ausgeübt wurde, als reiner Humbug vorkommt. In unserer Zeit führt der Blinde den Blinden, und der Kranke geht zum Kranken, um sich heilen zu lassen. Wir machen ständig Fortschritte, doch sind es Fortschritte, die zum Operationstisch führen, zum Armenhaus, in die Irrenanstalt, in den Schützengraben. Wir haben keine Ärzte – wir haben nur Metzger, deren Wissen von Anatomie sie zu einem Diplom berechtigt, das sie wiederum dazu berechtigt, unsere Gebrechen herauszuschneiden oder abzuschneiden, so dass wir uns als eine Art Krüppel bewegen, bis wir für das Schlachthaus reif sind. Wir verkünden die Entdeckung dieser oder jener Kur, erwähnen aber nicht die neuen Krankheiten die wir dabei geschaffen haben. Die Ärzte arbeiten ähnlich wie die Kriegsministerien – ihre Siegesberichte sind Betäubungsmittel, um Tod und Katastrophen zu verschleiern. Mediziner sind hilflos wie Feldherren, sie führen von Anfang an einen hoffnungslosen Kampf.
Was der Mensch will, ist Frieden, um leben zu können. Unsern Nachbarn zu besiegen, verleiht ebenso wenig Frieden wie die Behandlung des Krebses Heilung bring. Der Mensch beginnt nicht zu leben, indem er über seinen Feind triumphiert, ebenso wenig erlangt er mit endlosen Kuren Gesundheit. Lebensfreude entsteht durch Frieden, der nicht statisch, sondern dynamisch ist. Kein Mensch kann, ehe er den Frieden erlebt hat, behaupten, er wisse wirklich, was Freude ist. Und ohne Freude gibt es kein Leben, selbst wenn man ein Dutzend Automobile, sechs Butler, ein Schloss, eine Privatkapelle und einen bombensicheren Unterstand besitzt. Wir kranken an unseren Bindungen, seien es Gewohnheiten, Ideologien, Ideale, Prinzipien, Besitztümer, Manien, Götter, Kulte, Religionen und so weiter. Hohe Löhne können ebenso schädlich sein wie niedere Löhne; Muße kann ebenso schlimm sein wie Arbeit. alles, woran wir uns klammern, selbst Hoffnung oder Glaube, kann die Krankheit sein, die uns zur Strecke bringt. Verzicht, Selbsthingabe ist etwas Absolutes: wenn man sich nur an den winzigen Krümel klammert, nährt man den Keim, der einen verschlingt. Und was das sich an Gott anklammern betrifft, so hat uns Gott schon lange verlassen, damit wir erkennen mögen, welche Freude es bedeutet, die Gottheit durch die eigenen Bemühungen zu erlangen. Was soll alles dies Winseln im Dunkeln, dieses ständige, klägliche Flehen um Frieden, das mit dem zunehmenden Jammer und Elend immer stärker wird? Friede – glauben die Menschen wirklich, dass Friede etwas sei, das man aufzustapeln vermag wie Mais und Weizen? Etwas, auf das man sich stürzt und das man verschlingen kann, wie Wölfe es tun, die sich um einen Kadaver balgen? Wenn Leute über den Frieden sprechen, erlebe ich häufig, dass sich ihre Gesichter vor Wut und Hass oder Verachtung und Geringschätzung oder Stolz und Arroganz verzerren. Andere Menschen wollen kämpfen, um den Frieden zu erringen – verblendete Geschöpfe. Es wird keinen Frieden geben, ehe nicht aus Herz und Gemüt jeder Gedanke an Mord ausgemerzt ist. Mord ist die Spitze der breiten Pyramide, deren Basis der Egoismus ist. Das was steht, muss fallen. Alles das, wofür der Mensch gekämpft hat, muss aufgegeben werden, ehe er beginnen kann, als wahrer Mensch zu leben. Bis jetzt ist er ein krankes Tier gewesen, und selbst seine Göttlichkeit stinkt. Er ist nicht der Herr vieler Welten, und in seiner eigenen ist er ein Sklave. Die Welt wird vom Herzen, nicht vom Hirn regiert. Es gibt keinen Bereich, dem unsere Eroberungen nicht den Tod bringen. Wir haben dem Reich der Freiheit den Rücken gekehrt. In Epidauros, in der Stille, in dem tiefen Frieden, der über mich kam, hörte ich das Herz der Welt schlagen. Ich weiß, wo das Heil liegt: entsagen muss man, verzichten muss man, sich aufopfern, auf dass unsere kleinen Herzen im Gleichklang mit dem großen Herzen der Welt schlagen…
Allenthalben führt der Psychoanalytiker einen hoffnungslosen Kampf. Für jeden Menschen, den er dem Leben geheilt wieder zuführt, „anpasst“, wie sie es nennen, gibt es ein Dutzend Ungeheilter. Es wird nie genügend Psychoanalytiker geben, Ganz gleich, wie rasch wir sie produzieren. Ein kurzer Krieg genügt, um das Werk von Jahrhunderten zu vernichten. Die Chirurgie wird natürlich weitere Fortschritte machen, aber es fällt schwer, zu erkennen, wozu das gut sein soll. Wir müssen unsere ganze Lebensart ändern. Wir brauchen keine besseren chirurgischen Instrumente, wir brauchen ein besseres Leben. Wenn alle Chirurgen, alle Psychoanalytiker, alle Ärzte von ihrer Tätigkeit weggeholt werden könnten und sich für eine Weile im Amphitheater in Epidauros versammelten, wenn sie in Ruhe und Frieden die dringenden Bedürfnisse der Menschheit eingehend erörtern könnten, würde die Antwort sehr rasch erfolgen, sie würde einstimmig lauten: REVOLUTION – eine Weltrevolution von oben bis unten, in allen Ländern, allen Klassen, in jeder Schicht des Bewusstseins. Der Kampf gilt nicht der Krankheit, Krankheit ist ein Nebenprodukt. Der Feind des Menschen sind nicht die Bazillen, sondern der Mensch selbst, seine Eitelkeit, seine Vorurteile, seine Dummheit, seine Arroganz. Keine Klasse ist immun, kein System bietet ein Allheilmittel. Jeder Einzelne müsste sich gegen eine Lebensart auflehnen, die nicht die seine ist. Diese Revolution müsste ununterbrochen und unnachgiebig geführt werden, um wirksam zu sein. Es genügt nicht, Regierungen, Herrscher, Tyrannen zu stürzen, man muß seine eigenen voreingenommenen Ideen von Recht und Unrecht, gut und böse, gerecht und ungerecht über Bord werfen. Wir müssen die hart umkämpften Schützengräben, in die wir uns eingegraben haben, verlassen und hinaus ins Freie stürmen, unsere Waffen übergeben, unsere Besitztümer, unsere Rechte als Individuen, als Klasse, als Nation, als Volk. Eine Milliarde Menschen, die Frieden anstreben, können nicht versklavt werden. Wir haben uns selbst versklavt durch unsere kleinliche, beschränkte Lebensanschauung. Es ist zwar rühmlich, sein Leben für ein Ideal hinzugeben, aber tote Menschen vermögen nichts zu vollbringen. Das Leben heischt, dass man ihm mehr darbietet – Geist, Seele, Intelligenz, guten Willen. Die Natur ist stets bereit, die durch Tod geschaffenen Lücken zu füllen, aber die Natur vermag nicht die Intelligenz, den Willen, die Phantasie zu liefern, um die Macht des Todes zu besiegen. Die Natur ersetzt und erneuert, das ist alles. Es ist die Aufgabe des Menschen, den Mordinstinkt auszurotten, der in seinen Verflechtungen und Äußerungen grenzenlos ist. Es ist nutzlos, Gott anzurufen, so wie es zwecklos ist, Gewalt mit Gewalt zu beantworten. Jede Schlacht ist ein in Blut und Qual ersonnener Bund, jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes. Der Krieg ist nichts als eine große Manifestation im dramatischen Stil der betrügerischen lächerlichen Streitigkeiten, die sich täglich und überall abspielen, sogar in den so genannten Friedenszeiten. Jeder Mensch trägt sein Teilchen dazu bei, die Metzelei im Gange zu halten, selbst jene Menschen, die abseits zu stehen scheinen. Wir alle sind hineinverwickelt, wir alle nehmen daran teil, nolens volens. Die Erde ist unsere Schöpfung, und wir müssen die Früchte unserer Schöpfung hinnehmen. Solange wir uns weigern, in Ausdrücken wie Weltgüte und Weltgüter, Weltordnung und Weltfriede zu denken, werden wir einander verraten und morden. Das kann weitergehen bis zum jüngsten Gericht, wenn wir es so wollen. Nur unser eigener Wunsch kann uns eine neuere und bessere Welt bescheren. Der Mensch tötet aus Furcht, und die Furcht ist eine Hydra. Fangen wir erst an zu morden, gibt es kein ende, eine Ewigkeit würde nicht genügen, die Dämonen zu besiegen, die uns quälen. Wer war es, der die Dämonen einführte? das ist eine Frage, die sich jeder selbst stellen muß. Jeder von uns erforsche sein Gewissen. Weder Gott noch der Teufel sind dafür verantwortlich, und bestimmt nicht so kümmerliche Ungeheuer wie Hitler, Mussolini, Stalin und Kumpane, und auch bestimmt nicht solche Schreckgespenster wie Katholizismus, Kapitalismus, Kommunismus. Wer hat die Dämonen in unser Herz versenkt um uns zu quälen? Eine treffende Frage, und wenn der einzige Weg, die Antwort zu finden, der ist, nach Epidauros zu gehen, dann fordere ich euch alle, einen wie den anderen, dringend auf, alles hinzuwerfen und dorthin zu gehen – sofort! …
Das Bild Griechenlands, so verblasst es auch sein mag, besteht noch immer als Archetypus des vom menschlichen Geist bewirkten Wunders. Ein ganzes Volk stieg, wie es die Spuren seiner Leistungen bezeugen, zu einem Gipfelpunkt empor, der weder vorher noch seither je wieder erreicht wurde. Es war ein Wunder, es ist es noch immer. Die Aufgabe des Genies (und der Mensch ist nichts, wenn er kein Genie ist) besteht darin, das Wunder lebendig zu halten, stets in dem Wunder zu leben, das Wunder immer wunderbarer zu gestalten, nichts und niemandem Treue zu geloben, sondern nur wundervoll zu leben, wundervoll zu denken, wundervoll zu sterben. es macht wenig aus, wie viel der Vernichtung anheim fällt, wenn nur der Keim des Wunderbaren bewahrt und genährt wird. In Epidauros steht man den unfassbaren Zeugnissen des wunderbaren Aufschwungs menschlichen Geistes gegenüber und wird von ihnen durchdrungen. Man wird davon benetzt, wie von den Spritzern einer mächtigen Woge, die sich schließlich am fernen Ufer bricht. Heutzutage konzentriert sich unsere Aufmerksamkeit auf die unerschöpflichen Reichtümer des physischen Weltalls; wir müssen alle unsere Gedanken auf diese unerschütterliche Tatsache richten, denn nie zuvor hat der Mensch in einem solchen Maße wie heute geplündert und verwüstet. Deshalb neigen wir dazu, zu vergessen, dass es im Reiche des Geistes ebenfalls eine Unerschöpflichkeit gibt, dass in jenem Reich niemals ein Gewinst verloren geht. In Epidauros wird diese Tatsache zur Gewissheit. Die Welt mag sich biegen und brechen vor Bosheit und Haß, doch hier, ganz gleich, was für einen Orkan wir mit unseren bösen Leidenschaften entfesseln, hier erstreckt sich ein Gebiet des Friedens und der Ruhe, die reine, geläuterte Erbschaft einer Vergangenheit, die nicht völlig verloren ist.
(Miller, Koloss von Maroussi, S, 76 – 84)
In jeder Hinsicht zeigte sich mir Griechenland als der wahre Mittelpunkt des Weltalls, als der ideale Treffpunkt von Mensch zu Mensch in Gegenwart Gottes…Griechenland hatte aus mir einen freien, einen ganzen Menschen gemacht. Ich war bereit, dem Drachen zu begegnen und ihn zu töten, denn in meinem Herzen hatte ich ihn schon getötet. Ich ging umher wie auf Samt, huldigte und dankte schweigend der kleinen Gruppe von Freunden, die ich in Griechenland gewonnen hatte. Ich liebe diese Menschen, alle und jeden, weil sie mir die wahren Dimensionen des Menschen enthüllt haben. Ich liebe den Boden, auf dem sie wuchsen, den Baum, dem sie entsproßten, das Licht, in welchem sie blühten, die Güte, die Redlichkeit, die Hilfsbereitschaft, die sie ausströmten. Sie brachten mich von Angesicht zu Angesicht mit mir selbst, sie reinigten mich von Haß und Eifersucht und Neid. Und nicht das Unwichtigste: sie zeigten mir durch ihr Beispiel, dass das Leben in jedem Maßstab, in jedem Klima, unter jeder Bedingung großartig gelebt werden kann. Allen, die glauben, das heutige Griechenland habe keine Bedeutung, möchte ich sagen, dass es keinen größeren Irrtum gibt. Heute wie ehedem ist Griechenland von größter Bedeutung für jeden Menschen, der sich selbst zu finden sucht, Meine Erfahrung ist nicht einzigartig, und ich möchte noch hinzufügen, dass kein Volk der Erde das, was Griechenland zu bieten hat, so dringend benötigt wie das amerikanische Volk. Griechenland ist nicht nur die Antithese Amerikas, sondern viel mehr, es ist die Erlösung von all den Übeln, die uns plagen. Wirtschaftlich mag es unbedeutend sein, aber geistig ist Griechenland noch immer die Mutter aller Völker, die Quelle der Weisheit und der Erleuchtung. Koloss, S. 198
Der stärkste Eindruck, den mir Griechenland hinterließ, ist wohl der, dass es eine Welt von menschlichem Format ist. Frankreich vermittelt ebenfalls diesen Eindruck, aber das ist etwas anderes; etwas tiefgehend anderes. Griechenland ist die Heimat der Götter; sie mögen gestorben sein, aber ihre Anwesenheit macht sich immer noch bemerkbar. Die Götter hatten menschliche Formen, wurden aus dem menschlichen Geist geschaffen. In Frankreich ist, wie überall im Abendland, dieses Band zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen gerissen. Die Skepsis und die Lähmung, die durch diese Spaltung in der Natur des Menschen entstand, erklären die unabwendbare Vernichtung unserer gegenwärtigen Kultur. Wenn die Menschen aufhören zu glauben, dass sie eines Tages Götter werden, bleiben sie für immer Würmer. Es ist viel über eine neue Lebensordnung geredet worden, die auf dem amerikanischen Kontinent entstehen soll. Man muß sich aber darüber im klaren sein, dass vorerst noch nicht einmal ein Anfang davon zu sehen ist. Die gegenwärtige Lebensweise Amerikas ist ebenso zum Untergang verdammt, wie die Europas. Kein Volk auf Erden vermag eine neue Lebensordnung zu schaffen, wenn diese nicht vom Gesichtspunkt des Universums aus entsteht. Wir haben durch bittere Irrtümer gelernt, dass alle Völker der Erde lebenswichtig miteinander verbunden sind, aber wir haben von dieser Erkenntnis keinen vernünftigen Gebrauch gemacht. Wir haben zwei Weltkriege erlebt, und wir werden zweifellos einen dritten und einen vierten, wahrscheinlich noch mehrere erleben. Es kann kann keine Hoffnung auf Frieden geben, wenn nicht die alte Ordnung vernichtet wird. Die Welt muß wieder klein werden, wie die alte griechische Welt – so klein, dass sie Jedermann umfasst. Wenn nicht alle Menschen bis zum letzten dazu gehören, wird es keine richtige menschliche Gesellschaft geben. Mein Verstand sagt mir, dass es lange dauern wird, bis dieser Zustand erreicht wird, aber mein Verstand sagt mir auch, daß nichts anderes den Menschen je zufrieden stellen kann. Solange der Mensch nicht voll und ganz Mensch geworden ist, solange er nicht lernt, sich wie ein Erdwesen zu benehmen, wird er weiterhin Götter schaffen, die ihn vernichten. (Miller, Koloss, S. 222)
(Fortsetzung folgt)
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