Donnerstag, 15. März 2012

Plötzlich durchs West-Tor

13.3.2012, UTC 20:15 bei Sierre/CH


  Aus dem Leben herausgerissen, Kinder und Erwachsene. Unerträgliches Grauen, das uns derzeit täglich als Nachricht aus Syrien begleitet, ist plötzlich im Herzen Europas aufgerissen, wie ein Vorhang, der es bislang verhüllt hat. Diesen Vorhang vor dem, was im Unbewussten als verhülltes Schicksal aufsteigt, reißt kein anderer auf als Uranus, der daher als Nachbar des Neptun stets für die Anzeige von Schock und Rausch als „zuständig“ angesehen wird. Wo im Resonanzbereich des Uranus  der Merkur, Herr des Unterwegs-Seins, in eine Apokalypse (gr. Enthüllung, Offenbarung) eingebunden ist, da ist es auf Straßen und Wegen nicht so geheuer, wie sonst. Wenn Merkur dazu noch auf seiner Kreisbahn um die Sonne „rückläufig“ ist (alle Kreisbewegungen der Planeten erscheinen ja am irdischen Himmel zweidimensional als Vorwärts- Rückwärtsläufe) dann ist der himmlische Wanderer, es geht nicht mehr vorwärts, im Stau . Und wenn Merkur den Stau in Resonanz zu Uranus erfährt, dann möglicherweise unerwartet, plötzlich, schockartig. Wenn aber zu beiden noch die Resonanz zu Pluto hinzutritt, dann ist dem Geschehen noch dieVerzicht-Anzeige des Opferplaneten beigemengt, und dieses dort, wo Pluto steht: im 3. Haus = unterwegs im Raum.
 Das allein genügte schon, um  die Neugier nach dem „Grund“ zu befriedigen. Und es genügt auch um Unmut zu schüren auf die neunmalklugen Astrologen die ja immer hinterher alles wissen.
 Daher, liebe Leser: wir „wissen“ gar nichts. Milliarden Menschen auf der Nordhalbkugel der Erde teilen mit den flämischen Kindern, Lehrern und Eltern dieselbe Konstellation.
 Selbst wenn, was möglich wäre, eine astrologisch bewusste Menschheit Konstellationen, wie der oben genannten, ihren Respekt erweisen würde, etwa, wie es Küstenbewohner angesichts eines heraufziehenden Hurrikans tun, selbst dann … wo und wann und wie Uranus aus dem Unerwarteten Sinn schöpft, der als Schicksal schwer oder gar nicht begreiflich erscheint, selbst dann: kann Verkehr und Leben  still stehen, bis der Merkur -Stau wenigstens den Resonanzbereich des unheimlichen Schöpfers verlassen hat, das wäre etwa in der letzten März-Woche?
  Im Moment der Katastrophe steigt der 25. Grad der Waage auf. Waage, ein Moment der Harmonie und des Ausgleichs, wie ein oberflächlicher Blick auf die Bedeutung von Tierkreiszeichen auf Zuckerwürfeln erweist. Aber stieg nicht zur Geburt des unseligen Braunauers auch Waage auf?
  Daher, Aszendent = was etwas ist, und Deszendent = was ihm/ihr begegnet, und das ist bei ASC Waage immer der Widder des Mars, anders gesagt: der Venus begegnet Mars, der Sättigung begegnet der Hunger, dem Frieden die Aggression.
   Tage, wie Dienstag, wo Mond durch eine Hauptresonanz (Quadrat, Opposition, Konjunktion) zu Mars wandert, sind Tage, wo das Fühlen durch die Resonanz von Aufbruch, Einbruch und Schmerz wandern muss. Ohne diese Resonanz am Himmel, kann auf der Erde der Jammer nicht aufflammen. Es sei aber nicht vergessen, dass auch im Zeichen Widder und im ersten Haus eines Horoskops Aufbruch, Schmerz und Entzündung bereitliegen.
  Im mythischen Weltbild der Alten ist Widder das Ost-Tor der Geburt und Waage das West-Tor des Todes, welches täglich die Sonne verschlingt. So findet im ägyptischen Mythos an der Waage das Totengericht statt welches über Leben und Nichtleben nach dem Tode entscheidet.
  Das Totengericht ist ein Archetypus in den Religionen des Menschen, durch den das Leben in der inneren Sprache der Seele als Durchgang zu etwas danach, zu etwas unendlich Bedeutsamem gefasst wird. Dieses Danach kann kein Schicksal, so kurz es das Leben auch abschneidet, wegnehmen. In der Unschuld des (kleinen) Sünders gestorben, das erscheint als hoffnungsvoller Ausweis  aller Kinder, die früh in ihrem Leben durch das West-Tor treten.
  Und Venus – Konjunktion – Jupiter, „das große Glück“ (so die Zuckerwürfel)? ASC Waage als Erscheinung desselben? Schon öfter fiel mir bei Bus-Unglücken der beteiligte Jupiter ins Blickfeld. Venus=Gemeinschaft, Venus/Jupiter=die „ausgedehnte“  Gemeinschaft. Ein neuer Bus, ausgeruhte Fahrer, extra geschulte Fahrer : eine gut gefügte Gruppe …
  Was nutzt es, wenn „aller guten Dinge“, die „Drei“= Jupiter, (der dritte Bus im Konvoi), in der Verfügung eines Mars-Staus (auch Mars ist rückläufig) gefangen ist?
Und was, wenn in Resonanz mit dieser Gefangenschaft  Gefühle angezeigt sind von Mond im 2. Haus (= Gemeinschaft), welche Pluto unterworfen sind, dem unheimlichen Herren des Skorpions und dessen Maßgabe: Verzicht?

Des Pluto kann man ja nur froh werden, wenn man freiwillig und zur gegebenen Zeit immer wieder einen Teil dessen opfert, was den Lebenden scheinbar gehört, aber den Toten zusteht.

 Gespeichert 15.3.2012, UTC 13:42, gepostet: UTC 14:20.






Gespeichert 15.3.2012, UTC 13:42, gepostet:

Kommentare:

  1. Lieber Mundanomaniac,

    Deine als Schluß-Satz geschriebenen Gedanken
    scheinen mir ein Schlüssel zu sein für vieles,
    was uns in nächster Zeit not-wendigerweise
    ins Bewußtsein gelangen wird.


    Beste Grüße
    Mythopoet

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  2. Lieber Freund,
    Beim Lesen deines letzten Satzes kam mir folgendes Zitat in den Sinn:
    Wenn wir unsere Aufgabe erfuellen, dann kommt Frieden zu uns, durch diesen Frieden entsteht Liebe und diese Liebe offenbart uns die Wahrheit. Diese wiederum weist uns den Weg zu unserer Aufgabe als Menschen in dieser Zeit auf diesem Planeten.
    Gruesse aus der Ferne

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