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Donnerstag, 3. Februar 2011

Aggression gegen das Leben - aber kurzatmig. 2.0

Das Fenster zur Freiheit … in der von einer der brutalsten Unterdrückungen der Welt beherrschten ägyptischen Gesellschaft ist innerhalb einer Woche geöffnet worden. Seit gestern früh 2:15 Ortszeit aber hat sie sich gemeldet, die Konterrevolution. Es war die Stunde der Schläger, Folterer des Abschaums ,  mit einem Wort, all derer die um ihre perversen Privilegien zittern und der armen Hunde, die bereit sind um ein kleines Handgeld Drecksarbeit zu tun . Dieses verhasste und gefürchtete System, man erfährt es jetzt nach und nach, ist unter Mubarak auf eine Million vergleichsweise gut bezahlter Köpfe hoch gezüchtet worden.
Sollte die verbrecherische Rechnung des Regimes aufgehen, indem das Militär sich schließlich auf die Seite der alten verfaulten Macht ziehen ließe, dann wäre der Beweis geliefert, dass wirklich nur Revolutionen nach dem iranischem Muster von 1979, nämlich in der Einheit von  Volkszorn + Glaube, neue Zeiten für die unterdrückten Bevölkerungen herbeiführen können.
Eine Alternative, die wir zu fürchten gelernt haben.
Allein die entschlossene Sperrung aller Konten im europäischen und amerikanischen Ausland, auf denen die ägyptische Kleptokratie das geraubte Volksvermögen in Sicherheit zu bringen pflegt, würde die Spaltung in der gesellschaftlichen „Elite“ in Richtung einer gesellschaftlichen Öffnung vorantreiben.
Der Angriff der Mubarak-Kräfte am Mittwoch früh,  scheint konzertiert um 2:15 Ortszeit begonnen zu haben. 
Aus naked capitalism vom 3.2.
attempter says:
February 3, 2011 at 5:37 am
Citizens on the scene said the mob switched abruptly from orchestrated chanting to coordinated violence at every point at precisely 2:15. It was a premeditated assault, organized by the police.
How marvellous that the democracy met the thugs’ assault, took all they could dish out, and repulsed them.
If we can assume the Shock and Awe goal was to confuse, dismay, and panic the citizens into fleeing the square, then the police not only failed, but their attack is likely to backfire on them.
Today the democracy knows it can give as good as it gets from this filth, that they’re not so tough.
It’s just the people doing what they’ve done since the start, facing each challenge as it comes and overcoming it. All in a day’s work.
I wrote more about this in the latest of my Egypt series.
http://attempter.wordpress.com/2011/02/03/the-people-hold-the-square/

Das folgende Horoskop zeigt die Konterrevolution der Privilegierten,  indem sie in dem  Moment zu handeln begannen, als:

  1. am Aszendenten der Schützen aufstieg, der zu seinen „Schützlingen“ immer die Privilegierten zählt;
  2. der Schütze-Herrscher Jupiter sich neuerdings wieder im Zeichen der Aggression, Widder befindet;
  3. Jupiter in Quadratresonanz zu Pluto handelt, der über das Leben hinweg zu gehen pflegt, allerdings auch über das eigene, wenn es Not tut.
Ein böser Moment an einem bösen Tag, der, wie oben gesagt, die Konjunktion von Sonne und Mars zeigt, die beide den Platz behaupten wollen. Leider scheint die Deutung von Wolfgang Döbereiner richtig zu sein,  der die Verbindung Sonne und Mars als „Aggression gegen das Leben“ wertet.
Wie sich des Weiteren zeigt, steuert Venus auf Steinbock und damit auf die Vereinigung mit Pluto zu, zum anderen aber entert Merkur innerhalb der nächsten Stunde Wassermann.
Die Besitzenden des Landes =Venus bewegen sich danach in Richtung Festhalten am Bestehenden = Steinbock, das Ausland und die Intelligenz im Land = Merkur in Richtung Öffnung = Wassermann.
Und wie deutet man die Armee? Als Streitkräfte im Sinne des Mars oder als Wehrmacht im Sinne der Venus?

Kairo, 2.2.2011, UTC 0:15, Ortszeit 2:15

Mehr als bange Erwägungen sind derzeit nicht fassbar. Und dem Mundan-Astrologen  geht es damit im Moment nicht anders, als den mitfühlenden Menschen in der Weltgemeinschaft.

4.2.

Hier eine differenzierte Darstellung der Fraktionen und Interessengruppen in der ägyptischen Gesellschaft - in englisch aber auf der Höhe des Uranus und klar wie Bergwasser, endlich eine Beschreibung eines amerikanischen Wissenschaftlers -  Uranus willkommen im Wassermann - die Intelligenz  willkommen in der bescheidenen redlichen Weisheit des Menschen.

Und eine Antwort auf liebe Worte auf facebook (mundanestagebuch.blogspot.com/2011/02/das-fenster-zur-freiheit-ist-offen.html) :

Mein lieber Dieter,
ich habe zwar (wie immer) keinen Zugang zu deinen astrologischen Herleitungen - aber die Einschätzung der Situation teile ich, was den vorderen Orient angeht. Nur, dass es auf Europa keine erkennbare Wirkung haben soll, w...eil sich ja "die demokratischen Freiheiten bereits entfaltet haben", greift möglicherweise zu kurz. Das nun für alle erkennbare Festhalten an Despoten nur aus machttaktischen Überlegungen heraus über Jahrzehnte wird (hoffentlich) noch ganz andere Wirkungen haben...
LG

Und eine (erweiterte)Antwort auf die Antwort:



Hans,

"dass "es" auf Europa keine erkennbare Wirkung haben soll ..."

... im Gegenteil, hier in  Europa hat der Uranus, wie ich andeutete, heute freie Bahn. Hier bedarf er des "Platzes der Befreiung"  nicht mehr in der Haupststadt, sondern im  Herzen des Einzelnen.  Uranus ist  sogar und  eigentlich "massenfeindlich" ist eigentlich eines jeden Individuums Alleinsein mit seinem Gott.
  Uranus führt absolut ins Freie, ins Ungegangene, daher die Euphorie. K o l l e k t i v e  Befreiung wie jetzt in Nord -Afrika, löst aber nicht das Freiheitsproblem ein für alle Mal. Nach der kollektiven Befreiung als soziale "Herde" wartet immer noch auf jeden Einzelnen  das Problem der individuellen Befreiung zum e i n m a l i g e n Menschen aus den kollektiven Banden. Eine Gesellschaft, die das zulassen will, versammelt sich in diesen Tagen zu ersten  Mal (wieder) in einer arabischen Gesellschaft in der die verschiedenen Glaubensrichtungen einander liebevoll, respektvoll, tolerant, nachbarschaftlich  begegnen ,  gemeinsam den Gott in der Menschenseele liebend, wie es eigentlich zu Zeiten Mohammeds in Arabien der Fall war.

Aber Europa  dessen bin ich gewiss,  ist voller Wirkungen des derzeit allgegenwärtigen Uranus, davon bin ich nicht nur überzeugt, sondern das spüre ich im Freundeskreis und auf meiner Sternenwarte ...

Und wer davon bewegt ist, der brauch keine Erklärung ..., insofern hast Du sogar mit "keine erkennbare Wirkung" nicht ganz unrecht, weil, wenn die Wirkung in der Tiefe der "Zivilgesellschaft" stattfindet und kein besonderes Aufhebens macht, also "nicht erkennbar" ist für die öffentliche Beobachtung, dann ist "die Wirkung" aber sehr wohl erkennbar mit dem Instrument des Herzens, darüber sind wir ja einig.

Anders gesagt, in der "Tiefe der Zivilgesellschaft" sind es Freundschaften, intime Kreise, in denen Uranus das ihm eigene Medium findet, den kindlich kühnen neuen Gedanken und die Freude des Herzens an der Macht der Güte in der Psyche.

Danke für Deinen Kommentar, mein Lieber






Gespeichert: 3.2.2011, UTC: 22:03, gepostet: UTC 22:26
und 4.2.UTC 20:54

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Befreiung oder Zentrierung?




Der Fall ist weltweit verfolgt worden worden und hat weltweit in unseren Herzen gerührt. Ende gut alles gut. 33 Männer sind dem Leben zurückgegeben worden.
Es hat, so der Eindruck,  keine Minute Zweifel gegeben, alles einzusetzen, an Technik wie an Kapital, um diese Rettung zu ermöglichen.
Wenn so nach der Lehmann-Katastrophe verfahren worden wäre vor zwei Jahren … Da aber die von der Finanzkrise Verschütteten, und es sind Millionen, nicht so konkret vorstellbar sind, darum hat das  polit/ökonomische Management seine Propaganda verbreiten können unter dem Motto: „Es gab keinen Einsturz, es gab nur eine Panik. Wir machen weiter wie vorher."

In Chile können nun  die moralischen Früchte einer verantwortlichen Investition geerntet werden.
Astrologisch ist wieder die Frage nach der Zuständigkeit des Tierkreises für den Frühling in Chile aufgeworfen. Es wird von Einheimischen berichtet, für die auch auf der Südhalbkugel astrologisch der Herbst (= Waage) begonnen hat.
Der Aszendent des Moments, anders gesagt, der Tageslänge im Tierkeis,  wo der erste Miñero aus dem Schoß der Erde in die Weite der Welt zurückgekehrt ist, liegt auf der nördlichen Halbkugel in den Zwillingen, auf der südlichen Halbkugel hingegen im Schützen.

13.10.2010, UTC 3:10, Chile, bei 70W20, 27S22



Demnach wäre mit der Öffnung der Rettungs-„Bombe“ für den ersten befreiten Miñero im nördlichen Sinne Zwillinge = „der Weg“  im südlichen Sinne  aber Schütze = „die Ausdehnung“ zur Erscheinung geworden. Im südlichen Sinn ist durch Uranus, welcher Jupiter begleitet,  die Ausdehnung als Befreiung kenntlich. In nördlicher Manier steht Merkur in Konjunktion mit Sonne. Das würde bedeuten: Merkur = Weg + Sonne = Zentrierung.

Es ist den Schülern der Astrologie in Süd und Nord freigestellt, ihre Schlüsse zu ziehen.

 Gespeichert: 14.10.2010, UTC 18:32, gepostet: UTC 18 : 42.

Achtung: Die Nord-Süd-Debatte von 2009 auf Astrologix
hier
hier
hier
und hier

und hier Munanomaniacs "abschließende Bemerkungen" vom Januar 2010 und
Kopffüssler vom September 2007.