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Freitag, 24. Juni 2011

22.6.1941 - vor 70 Jahren Weltuntergang am Sonntag 2.0



Mundanomaniac, inzwischen  Großvater, generationsmäßig zumindest, 
war vor siebzig Jahren zu diesem Datum ein Fötus. 
Mutter war im ersten Monat; aber den Schock des 22. Juni 1941 
dürfte er im Blut haben.


Um 3:15 Berliner Zeit begann an der 2000 Km langen russisch-deutschen Demarkationslinie das Artilleriefeuer des deutschen Überfalls über die Sowjetunion Kennwort „Barbarossa“





Geheimer Bericht des Sicherheitsdienstes der SS zur innenpolitischen Lage Nr. 196 (Auszug)

I. Allgemeines: Nach den bisher vorliegenden Meldungen aus allen Teilen des Reiches hat die Nachricht über einen Ausbruch des Krieges mit Rußland unter der Bevölkerung größte Überraschung hervorgerufen, vor allem der jetzige Zeitpunkt der Offensive im Osten … Die Bevölkerung ist sich der Schwere und Tragweite dieses Kampfes bewußt, vorherrschend ist aber eine ruhige, gefaßte Zuversicht. Ängstliche Gemüter äußern zwar, es werde große Schwierigkeiten haben, diese riesigen Räume zu erobern. Letzten Endes kommt aber doch immer wieder das große Vertrauen zu der Unüberwindlichkeit deutschen Soldatentums zu Ausdruck …

Tagesparole des Reichspressechefs

Wie der Kampf ausgeht ist für uns klar. Er kann nur mit einem Sieg der deutschen Waffen enden. Die Presse hat jetzt die entscheidende Aufgabe, Herz und Gefühl der Heimat so zu lenken, daß die Front sich auch jetzt wieder auf die Heimat verlassen kann.
Der Minister führte wörtlich aus: „ Der Führer sagt, es dauert vier Monate. Ich aber sage Ihnen, es dauert nur acht Wochen. Denn so wahr der Nationalsozialismus dem Kommunismus an innerem Gehalt haushoch überragt, so wahr muß sich auch auf dem Schlachtfelde seine ungeheure Überlegenheit in kürzester Frist erweisen …

Piekalkiewicz, Die Schlacht um Moskau, 1997, S. 40f.

Passanten in Moskau am 22.6.1941 bei der Bekanntgabe des deutschen Überfalls


Aus den vier Monaten des „Führers“ wurden, wie bekannt,  dann vier Jahre und der letzte Schuß dieses Feldzuges fiel am 8. Mai in Berlin, nachdem unter anderen  23 Millionen Sowjetbürger und 6 Millionen  deutsche Soldaten und 6 Millionen jüdische Zivilisten ihr Leben hatten lassen müssen.


Wie hat nun ein Geschehen dieser Tragweite eine Konstellation finden können, die  eine derartige   Bewegung zuließ?

Die Antwort gibt das Horoskop des Tages, zwar nicht die ganze, aber ohne Zweifel den ganzen Einstieg.

 22.6.1941, UTC 1:30

Die Lichter und Planeten am Himmel korrespondieren, so die Erfahrung von Jahrtausenden, mit den „Göttern“, in moderner Sprache: den Archetypen. Die Tiefenpsychologie konstatiert, die Archetypen konstellieren sowohl das Höchste wie das Niederste in der Psyche des Menschen.

Am 22.6.1941 konstelliert Mars auf 23,9° Fische das Niedere in Form der Aggression aus der Heimlichkeit heraus unter Vorspiegelung  friedlicher Absichten. Mars wirkt nicht nur aus der Heimlichkeit der Fische sondern – Verdoppelung -  in Oppositionsresonanz zu Neptun, der im Zweckbewusstsein der Jungfrau die niederen Absichten verschleiert.
Und beide in Quadrat-Resonanz zum Zentrum der Aktion: Sonne im Krebs. Krebs besagt: in der Ausschließlichkeit des Eigenbezugs, welcher die ausschließliche Hingabe an die eigenen Gefühlswelten entspricht. In der überfallenen Nation ist genau diese Gefühlslage verständlicherweise ebenfalls konstelliert.

In der Konstellation Saturn/Uranus/Mond im Stier aber  zeigt sich das überpersönlich Zentrale = Saturn, in der Resonanz zum überpersönlich Dezentralen unter Einbeziehung des Volkes = Uranus/Mond. In der untermenschlichen Gestalt des nationalsozialistischen Staates, repräsentiert Saturn den formerhaltender Zwang, der dazu dient, die bestehenden gesellschaftlichen Privilegien (außer für Juden und sonstige „artfremde Elemente“)  zu garantierten.  Dieser Saturn greift den Uranus an, da der die überkommene privilegierende Gesellschaftsform aufhebt zugunsten der  revolutionären, „menschheitlichen“ Form in der Tradition der amerikanischen und französischen Revolution, welche den Privilegierten ihre Vorrechte blutig genommen hatten.

Saturn ist aber am 22. 6 1941  noch in einer weiteren Hinsicht auffällig: er vereint im Streit  sein Licht mit dem virtuellen Licht des „blauen“ Uranus aus der Königskonjunktion im Luftelement vom 8.11.1186, das auf 23,2° im Stier „leuchtet“.
 Warum im Streit? Beiden, Saturn, wie Uranus, geht es um das überpersönlich Bestimmende. Saturn aber sagt: „Erhalten, wie gehabt“, während Uranus sagt: „Aufheben was einer neuen Bestimmung im Weg steht“.

Die Mühlen der Götter mahlen langsam.  Als also 1941 der virtuelle Luft-Element-Jahrtausend-Uranus, mit seinem  Standort in der Menschengemeinschaft der Stier-Herde, von den untermenschlich Bewegten des  laufenden Saturns in ein historisches Geschehen verwickelt wird, da hat es, wenn auch erst nach vier Jahren, den Protagonisten des Saturn den Kopf gekostet.

Soviel zum Tag des Einstiegs in die Konstellation von 1941.

Es läßt aber jedes Jahr Dasselbe anders reifen. Es werden auf Jahreslänge Inhalte gebündelt, es haben seltene Kombinationen , es werden Verkettungen reif, es kommt zu Zieldurchgängen. - mit anderen Worten: es kommt zum Tagesschicksal das Jahresschicksal hinzu. Es soll aber nicht sofort jetzt zur Sprache gebracht werden.

Es gibt, als weitere "Zwiebelschale, welche Tag und Jahr einhüllt, das Jahrsiebt, das Jahrzehnt, ... hinzu und es gibt den Eigensinn der 4 Elemente, die da strahlen, wehen, fließen und beharren - jedes nach seinem Kalender. Und die  Störungen der Harmonien geschieht  nach alter Alchemisten-Auffassung, indem die Elemente einander kalendarisch widersprechen.

Daher erkannte die Weisheit, in der Niederen Welt entladen sich die Disharmonien in Streit, Krieg und Katastrophe. Archetypen  sind wie das Wetter  für die Elemente.

Die Elemente sind die 4 Reaktionsbereitschaften. die sich zur "Welt" mischen und rühren.

Und das ist die Gemeinsamkeit: Außenwelt, Innenwelt  - beide sind in Resonanz zum Wetter der Archetypen.

Fahren wir also fort mit der Betrachtung des Jahrsiebt - Wetters des physisch elementaren Elements Erde, was uns sinnvoll erscheint, weil die Erde das Produkt aller vier Elemente "an den Tag" bringt.
Es  kann auch Feuerjahrsiebt, Luft-Jahrsiebt und Wasserjahrsiebt in der Betrachtung hinzugezogen werden, aber für den Einstieg empfiehlt sich immer das Erdjahrsiebt.


Das rhythmische Umfeld
Das Septar  der Königskonjunktion im Erdelement

Königskonjunktion im Erdelement von 1802
20. Septar, gültig für  1935 – 42
vom  17.7.1821,  UTC 12: 53 Berlin


Das Jahrsiebt des Erdelements von 1935 - 1942 fällt aus allen normalen Maßen heraus mit:
1.    seiner Konjunktion von Uranus und Neptun und
2.    beider  Quadratresonanz zu Pluto.

Zu 1.: Diese Konjunktion findet ca. alle 170 Jahre statt. In der rhythmischen Septar-Vergrößerung von 1 Jahr = 7 Jahre heißt das: alle 1190 Jahre. Der Abstand der letzten Königskonjunktion im Erdelement von 1802 zur folgenden,  2577,  ergibt aber „nur“ 775 Jahre.

Dieser Zeitraum,  ausgemessen in Siebenjahres-Schritten, ergibt 111 Septare = 777 Jahre. Das besagt: das letzte gültige Septar von 1802 ist das vom 17.7.1912, es ist gültig für 2572 -79,  weil in seine sieben Jahre schon die neue Königskonjunktion im Erdelement vom 12.1.2577 fällt.


Die nächste Uranus/Neptun-Konjunktion nach 1821 aber war die von 1993; ihre Vergrößerung 1=7  fällt weit außerhalb der Septare von 1802, nämlich  um 81 x 7 = 560 Jahre.

Die Uranus/Neptun – Konjunktion tritt also in den Septaren der Königskonjunktionen gleich welchen Elements immer nur einmal auf. Selbst, wenn sie im im Falle des Erdelements gleich 1802 konstelliert gewesen wäre, wäre die nächste 172 Jahre später, also 1974 eingetreten.  172 Jahre  x 7 = 1204 Jahre ragen aber eben weit über den Abstand zweier Königskonjunktionen,  ca.  800 Jahre,  hinaus.

Zu 2.: Die Bedeutung von Uranus + Neptun lautet: Aufhebung und Auflösung einer Bestimmung, denn, als Herrscher von Wassermann und Fische folgen ihre Zeichen im Tierkreis Steinbock, indem sie seine Wandlungsstufen darstellen.

Also Aufhebung und Auflösung und das Quadrat zu Pluto bedeutet: „unter Opfern“, denn  Pluto „gehört“, in meiner Deutung, immer der Zeitanteil, der den Gewesenen und den Kommenden an der Gegenwart zusteht, also  den Seelen derer, die schon einmal aus der Ewigkeit ins Zeitliche und aus diesem wieder ins Ewige zurück getreten sind, b.z.w. denen, die diese Schritte noch vor sich haben.

Für das Opfern aber ist entscheidend, ob es, wie in ferner und  näherer Vergangenheit, und in Resten noch heute, aus den Ahnungen des Herzens heraus, freiwillig und in pietas (lat. fromme, liebevolle Gesinnung)  geschieht. Wenn dies nicht geschieht, dann verbiegt der Mensch quasi in seiner Absichtlichkeit den Tierkreis und der biegt sich  irgendwann, wenn der moderne Mensch es überhaupt nicht brauchen kann (eigentlich kann er es nie gebrauchen) und gegen seinen Willen in dann katastrophaler Weise zurück.
Eben dieses zeigt das 20. Septar der Königskonjunktion von 1802 im Erdelement in prophetischer Weise.
Und wie man erkennen kann, wenn man der Zeichnung folgt, geschieht es im rechtsdrehenden Schicksalsrhythmus, wenn dieser den Steinbock durchwandert und dabei auf Uranus/Neptun = Aufhebung und Auflösung, trifft und zwar auf die Weise, wie es der Saturn anzeigt. Der steht  nämlich im sechsten Haus und folgt damit absichtsvollen, zweckgerichteten Motiven, und er tut es wie die Verbindung von Saturn und Jupiter anzeigt, indem der Bereich einer Bestimmung = Saturn, ausgedehnt werden soll. Die Ausdehnung ist durch Jupiter angezeigt, dem die Zahl 3 zugehörig ist, die entsprechend dem Prinzip des Trichters, analog zur Linksfolge im Tierkreis, den Schritt von Schütze zu Steinbock =  die Konzentration des Umfassenden auf das Bestimmende anzeigt; wie der Trichter aber umgekehrt, tierkreismäßig rechtsdrehend betrachtet, die Analogie des Bestimmenden (Steinbock) in seiner Ausdehnung ins Weite (Schütze) anzeigt.

Nach dieser sehr gerafften  Betrachtung nun im dritten Teil die Betrachtung des Jahres, in diesem Fall bezogen auf Hamburg.
  

Das Äquinoctium vom 21.3.1941

Äquinoctium 1941/42
 21.3.1941, UTC 0:16, aus Hamburg

Das Äquinoctium brachte für ganz Mitteleuropa dieses Motiv welches auch, wie eben gezeigt,  das gleichzeitige Septar enthielt: Saturn/Jupiter, die Ausdehnung des Bestimmenden ins Weite. Der Rußlandfeldzug mit seiner Frontbreite von anfangs (!) 2.000 Km, und 1942 einer Ausdehnung auf fast 4.000 KM  macht das anschaulich. Hier im Äquinoctium für Deutschland erscheint diese Ausdehnung als Motiv des Handelns im fünften Haus.
1941/42 die Ausdehnung ins Weite ...
Bestimmend für die Handlungsmöglichkeiten im Zeichen der Sonne aber ist der langsame Durchgang des Neptun durch die Oppositions-Resonanz  zur Frühlingssonne auf 0° Widder, welche – langsamer Takt des Neptun - in den Äquinoctien  bis 1945 wiederkehrt.
Im Äquinoctium 1941/42 ist dazu die Venus in die Konstellation einbezogen. Das aber ist entscheidend für Auswirkungen, welche die Grenzen von Territorien betreffen, denn Venus ist als Herrin des Stiers die Herrin der Reviere.

Wie die Zeichnung erweist, beginnt der 22. Juni einen Tag nach dem Eintritt des Rhythmus ins neunte bzw. vierte Haus. Damit  ist sofort die Venus/Neptun-Frage konstelliert und als Erscheinung der Beginn der staatlich hoheitlichen (Steinbock) Aggression in ein zweites Haus = Revier.

Dem Vormarsch der Nazi-Armee durch Weiß- und Westrußland und die Ukraine begegnete von Anfang an ein so erbitterter Widerstand, wie ihn diese Armee noch in keinem Feldzug vorher zu spüren bekommen hatte, außer – Menetekel 1940 - im erfolglos abgebrochenen Luftkrieg mit England. Dennoch marschierte sie im Vorteil des Überraschungsmoments,  der militärtechnischen Überlegenheit und der Routine aus drei Feldzügen,  in den ersten vier Monaten im weitestgehenden Besitz der Initiative.
Lediglich an der Südwest-Front vor Kiew verteidigten sich die Einheiten der Roten Armee bis Ende August derart erfolgreich, dass sie Hitler dazu zwangen, den Vormarsch auf Moskau zu stoppen und den rechten Flügel der Heeresgruppe B (später "Mitte") nach Süden abschwenken zu lassen, um dort in der Schlacht bei Kiew die tapfere Südwestfront der Roten Armee einzuschließen und weitgehend zu vernichten. Diese taktische Notwendigkeit erzwang aber wegen des Zeitverlustes die Aufgabe des „Blitzkriegs-Konzepts“ („Vier Monate …“) und führte in den Winterkrieg in Rußland, für den Hitlers Armee in keiner Weise gerüstet war.

Es wird für die Schüler der Astrologie auf Generationen ein Muß bleiben, die Analogien der himmlischen Konstellationen zur Lage der Heeresgruppe B (später "Mitte") zu verfolgen, die den völligen Umschlag vom Blitzkrieg in die Katastrophe vor Moskau begleiteten,  welche sich ab Oktober 1941 vollzog.
Auch im Mundanen Tagebuch wird dieses Thema im kommenden Herbst wieder aufgenommen werden.

Gespeichert: 23.6.2011, UTC 17:17, gepostet am 24.6.2011, UTC 14:43.
2.0  Gespeichert und gepostet: 25.6.2011, UTC 18:16.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Vor 20 Jahren ... Menschenehre auf den Straßen





12. - 19. 10. 2009
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

(Anklicken vergrößert)



Mich erstaunt, dass in meiner Zunft der politischen Wunder vor 20 Jahren kaum gedacht wird. 
Noch nie habe ich irgendwo irgendeinen Text gelesen, in welchem das „Wunder von Leipzig“ astrologisch betrachtet wurde.  
Als Wunder wird gemeinhin ein Ereignis bezeichnet, das den Erfahrungen dessen, was möglich ist und was nicht, widerspricht. Der Mensch pflegt sich als schwaches, überwiegend feiges Wesen zu erleben, das überwiegend einen mittleren Weg geringen Widerstands sucht. Darauf können sich die Be-Herrschenden  seit  unvordenklichen Zeiten verlassen. 
Das Wunder von Leipzig, vom 9. Oktober vor 20 Jahren, fand seine Wiederholungen in je eigener Dramaturgie in Prag, und anderen Städten der CSSR,  wo aber auch  noch Schüsse fielen.  Eine noch primitivere,  in der Brutalität gesteigerte, und so auch noch "heldenhaftere" Version folgte schließlich in Rumänien, wo die Möglichkeit, abends tot zu sein, Abend um Abend von den Freiheitswilligen freiwillig ertragen werden musste und konnte, bis schließlich ein Endkrieg zwischen Einheiten der Armee und Einheiten der rumänischen Stasi, der schrecklichen „Securitate,“ mit über 10.000 Toten die Waagschale endgültig zur Wiedergeburt als Menschen senkte.
Die neuen armen EU-Brüder  und Schwestern im Osten mögen immer ihrer Menschenehre eingedenk sein und bleiben. Sie die in unserem Beisein ... vor 20 Jahren im freiwilligen Einsatz der eigenen Haut Menschenehre erworben haben und denen gegenüber wir unerprobten Westeuropäer, (mit Ausnahme, vielleicht, der 68er),  nichts geprüftes Vergleichbares aufzuweisen haben: Wir mögen ihnen, von Leipzig bis Bukarest, Achtung  erweisen, im Herzen. Um unser selbst Willen.

C.G.Jung, eine Art „mein  Gewissen“, hat irgendwo, ich verkürze jetzt, geschrieben: Geist macht mutig.
Demgemäß, rückwärts gedacht: ließen solche Weltwellen von Mut auf gleichzeitige Weltwellen an Geist schließen. Geist, der das Herz öffnet und stark macht. 
Aber noch - 14. Oktober 2009 -  ist, was vor 20 Jahren sich zugetragen hat,  fast noch keine „Geschichte“. Als Geschichte entstehen die Tage und Nächte der Befreiung erst, wenn wir sie bewusst  erneut betrachten daraufhin, was sie uns über uns sagen, über uns und über unsere  mögliche Menschenehre … damit wir sie erahnen in den Konstellationen des Himmels.

9.10.1989, Leipzig: „Wir sind das(mutige)Volk“.
70.000 Menschen  waren zur  Montagsdemonstration erschienen trotz der Drohkulisse, mit welcher die SED, zwei Tage nach dem 40jährigen Jubiläum ihres Staates, signalisiert hatte, dass sie zur blutigen „Chinesischen Lösung“ bereit sei.
Wolf Biermann sagte Montag in dem langen Interview , das über 3Sat ausgestrahlt wurde, es seien einfach zu viele gewesen die sich getraut hatten, der „Fleischwolf“ wäre verstopft worden von der schieren Masse an Menschen, die bereit waren, ihr Leben zu riskieren.
Ob es eine Planeten-Konstellation gegeben hat, die diesen friedlichen Volksaufstand an diesem Tag als Möglichkeit „vorgemerkt“ hat, will ich weiter unten beantworten. Hier sei zunächst an den großen Konstellationsrahmen erinnern, in dem seit Mitte der achtziger Jahre das nicht vorstellbare Wunder der (weitest gehend friedlichen) Auflösung einer Weltmacht sich vollzog.
Es begann damit, dass Anfang 1984 Neptun in den Steinbock einwanderte. Das war ein Anzeichen dafür, dass irgendeine Auflösung und ein Neubeginn auf der höchsten Ebene von Staatlichkeit, entsprechend der Analogie des Steinbocks, angezeigt war. Eine Konstellation, die die Nordhalbkugel des Planeten zuletzt vor 163 Jahren gesehen hatte.
Am 11. März 1985 wurde  Gorbatschows zum Sekretär der KPdSU gewählt.



11.März 1985, Michael Gorbatschow wird zum Generalsekretär der KPdSU gewählt

Dieser welthistorische Tag enttäuscht astrologische Erwartungen auf den ersten Blick: Merkur entfernt sich aus der  Quadrat-Resonanz (3,9°) zu Neptun, in welcher Artikulations- und Steuerungsvorgänge unklar, aufgelöst und in undurchschaubarer Erneuerung warten.
Ebenso entfernt sich die Sonne aus der Resonanz zu Uranus (2,8°), in der die aktiven Zentren  des Verhaltens viermal im Jahr ein Zeitfenster zu Aufhebung und neuem Ursprung finden.
Schon also zwei Konstellationen, die Aufhebung und Erneuerung anzeigen, allerdings beide, wie ersichtlich, über ihr Resonanzmaximum (0°- Abstand von 0°, 90°, und 180°) hinaus im Abflaustadium.
Das allein erscheint also nicht zwingend und weltbewegend. Nimmt man nun  aber die Transite des Tages zu den für Jahrhunderte ruhenden Königskonstellationen hinzu, dann findet man für den Tag erstaunliche Resonanzen:
·  Neptun exakt im Quadrat zur „Grandola-Konstellation“ des Uranus und Mars anfangs der Waage,
·       Uranus exakt in Konjunktion zur Venus, Herrin der neuen Königskonjunktion im Luftelement (Denken, Sehen) von 1980
·       Saturn exakt in Konjunktion zum blauen Uranus der neuen Luftkonjunktion
·       Mars im Quadrat zum Merkur der Königskonjunktion Erdelement von 1802.
Berücksichtigt man, dass Gorbatschows in seinen eigenen Schriften sein Leitmotto, das „Neue Denken“ nannte, das dann unter den Schlagworten „Perestroika“ und „Glasnost“ populär wurde, so sind es genau die „blauen“, also Luft-Resonanzen, die solch einen Wandel anzeigen,  sowie natürlich auch auch der Erd-Uranus der „Grandola-Konstellation“(Erduranus+Feuermars).
Zurück zu 1984. Neptun hatte sich nach einer Phase der Rückläufigkeit über den Sommer und Frühherbst schließlich im November des Jahres endgültig im Steinbock etabliert. Steinbock ist unter den Regionen der Erdhalbkugeln die Äquatorfernste, die polnächste Region. Diese also war der Schauplatz und unter den polnahen Ländern war das Gefälle des Stroms der Veränderung  am stärksten dort , wo der Neptun der ständigen Auflösung und Erneuerung am konsequentesten ausgeschlossen wurde. Mithin kamen die skandinavischen und die kanadische Demokratie weniger als Schauplätze dramatischen Geschehens in Frage als die verkrustete UdSSR.
In poetischer Ahnung kommender Tatsachen entstand damals sechs Wochen vor Gorbatschows Wahl diese kleine Beschwörung an einem oberbayerischen Schreibtisch:


Amerika!
Schau wie Europa taut.
Rußland!
Rußland ist Mußland.
Was mussen die Russen?
Pazifisches Rauschen,
Atlantisches Tauen,
Dem Kalten und auch
Dem Feuchten trauen.
21.1.1985


Während Neptun nun über die Jahre seine lösenden bis auflösenden Wirkungen entfaltete, schob sich zum Ende der 80ger Jahre eine Extrem-Konstellation zusammen.
Zunächst trat im Februar 1988 Uranus in den Steinbock ein. Diese beiden Planeten, Neptun und Uranus waren in den letzten 3.000 Jahren nur einmal, nämlich die 7, bzw. 14 Jahre Jahre ab 1821, gemeinsam durch Steinbock gelaufen. Als nun ab März 1988, und, unterbrochen durch Rückläufigkeit, ab November 1988 endgültig zusätzlich zu Neptun und Uranus auch Saturn im Steinbock einlief, da hatten wir diese Ausreisser-Konstellation für welche es in der Geschichte der Menschheit seit den letzten 3.000 Jahren,  keinen Präzedenzfall gegeben hat. Also seit den alten Dynastien in China und Ägypten nicht, nicht im tausendjährigen Rom und nicht im Mittelalter. Saturn/Uranus/Neptun im Steinbock.
Beginnend im August 1989 ließ dann Jupiter mit seinem Geist der runden Tafel den Hunger nach Anschauung in die Seelen auf der Nordhalbkugel einzuziehen,  indem er in der Krebs einwanderte. Indem Jupiter zum Herbst hin mit der Planeten-Gruppe im Steinbock, zunächst mit Uranus, dann mit Saturn/Neptun eine Opposition bildend ins Resonanzverhältnis eintrat, zeigte er von der Volksseele (mundan: Mond/Krebs) her genau das an, was sich tatsächlich zutrug: die Reisewellen nach Ungarn, das seine Grenzbefestigungen abgebbaut hatte, das Einströmen in die Botschaft der BRD und schließlich die eignmächtige massenhafte Ausreise, auf deren Versuch im Einzelfall jahrelange Zuchthausstrafen gestanden hatten.
Am 1. Oktober fuhr der erste Sonderzug mit „Botschaftsflüchtlingen“ durch die DDR in die Bundesrepublik.



1.10.1989 (12 MESZ) Erster Sonderzug

Kommen wir nun zurück auf den Ausgangspunkt, auf die entscheidende Montagsdemonstration zwei Tage nach dem Staatsfeiertag,  die Leipzig am  9. Oktober den Titel „Heldenstadt“ eingebracht hat.
Die Einzelheiten sind weit bekannt. Es waren an diesem Montag keine Kinder und keine älteren Teilnehmer auf der Straße und es heißt, dass viele vor dem Aufbruch ins Stadtzentrum angesichts des ungewissen  Ausgangs sich förmlich von Ihren Familien verabschiedet haben.


9.10.1989, 70.000 mutige Leipziger auf der Straße
In dieser Konstellation ist die Staatszentrale (Saturn in Steinbock) in der Verwirrung des Saturn/Neptuns nicht, wie am 1. Oktober, als Handelnde (wenn auch ohnmächtig) eingebunden: Merkur, Mars, Sonne und Mond stehen für sich, die Gruppe im Steinbock inklusive Jupiter gegenüber ist isoliert von den das Aktuelle bewegenden schnellen Planeten und Lichtern.
Aber, und jetzt kommt’s: Venus der Herden- und Liebesplanet, der „zuständig“ ist für alle Ansammlungen,  auf 1° Schütze steht in genauer Resonanz zur Positionen der für Jahrhunderte ruhenden Königskonstellationen, nämlich zum Mars der Wasser- und zum Mond der Erdkonjunktion bei 0,3 und 1,4°  Fische. Also: Mond , das Volk und Mars, der Ausbruch, der Aufstand, … im milden Chaos der Fische und deren Resonanz an diesem 9.10.1989 zum Planeten Venus, der Sammlerin der Herden auf 1° Schütze.





Und nun?
Ich habe meine allgemeinen  Schlussfolgerungen oben an den Anfang gesetzt.
Astrologisch im engeren Sinne bleibt im Auge zu behalten, ob sich diese 1° Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische, so, wie sie zusammen mit Wasser-Mars und Erd-Mond mit- und zueinander  in Hauptkonstellation schwingen,  es bleibt diese Frage im Sinn zu behalten: ob sich dieser Tierkreisgrad quasi als „Leipziger Volksbefreiung“ in unserer Erfahrung bewährt und dadurch füglich in den Symbolkasten wandern kann, aus dem wir uns  alle zur Reflektion und Transformation in Gefühl und  Bewußtsein bedienen (lassen) können?
Gespeichert: 14.10.2009, UTC 12:40, gepostet: UTC 12:51.
Red.: 17.10. UTC : 17:36.