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Freitag, 6. April 2012

INET-Konferenz in Berlin - Öffnung zur Wahrheit ?

wie kann ich anders durch den privaten und politischen Alltag gleiten - Aszendent und Sonne im Wasserelement eben - als dass ich im Brennpunkt - dessen und dort wo ich bin - aus dem Abstand von einem etwas längerem Leben - erkenne, dass uns nur zu nehmen erlaubt ist, wenn uns gegeben wird ... gegeben, dass Etwas zusammen geht, etwas,  das nackt ist, nackt wie  nackter Kapitalismus etwa in Gestalt täglich vorgestellt und diskutiert  von Susann Webber, die sich Yves Smith nennt und täglich als - Große Amme - den Blog nakedcapitalism nährt - die also,  und so weltberühmte, wie  vom mainstream ignorierte Ökonomen, wie etwa Steve Keen aus Sydney und  Richard Koo aus Tokyo, oder solche, wie Jörg Asmussen aus Berlin (Ex-?)Berater der
Sophia Angela ... und viele, viele,  auch Joschka und andere ... sie alle treffen sich am 12. April in Berlin zum jährlichen Treff der INET ... Daniel Cohn-Bendit und  dessen  menschlichen Geist , wenn er nicht dort ist, dann sicher mit Millionen nahe der Original-Übertragung durch Internet ...)
Das Treffen in diesem Jahr verspricht den lange fälligen Austausch mit Ökonomen, wie  Koo der die Japanische Katastrophe der geplatzten Immobilienblase analysierte und den Begriff der "Bilanzrezession" prägte, sowie Keen, der die Finanz-Katastrophe von 2008 modellmäßig drei Jahre vor 2008 vorausgesagt hat,  mit führenden europäischen Finanzpolitikern, wie  z.B. Jörg Asmussen, welche seinerzeit blind in die Falle der zynischen amerikanischen Tiefzinspolitiker und Goldmacher gegangen sind s. hier  und hier.                                                                      

12.4.2012 -  dieses Treffen, nach meinem Gefühl das erste deutliche Wunder  dieses Jahr, nach dem Libyen-Wundern im letzten ... ab er ich mag mich irren.

Nun, als astrologisch Neugieriger, frage ich mich gleich:

Ist es nicht ein Luft-Element-Ereignis? Ist es nicht ein Geist-Ereignis, das Eingang findet in die Annalen der Königskonjunktion von 1980? Wenn nicht dieses, wann und welches denn?
Im bekannten Bild: hat dieses Wochenende im April 2012 etwas pfingstliches?

 Und wäre, als echtes Wunder - also ewig schon da -  aus dem Alltag des Jahres unsichtbar hervoragend  ...  unsichtbar,  bis wieder einmal es genügend Menschen gegeben ist,  das Geschenk annehmen zu können, zu müssen ...  es sichtbar machen zu dürfen ... in der Bereitschaft zu Leben oder zum Kreuz ...
wie ... in der  Schlacht von Bürgern gegen Armeetruppen um Misurata 2011?

Tun wir den  Elemente-Filter hinein, den Mittleren Ring, den es bisher nur im Mundanen Tagebuch gibt und schauen den Moment der Konferenz-Eröffnung im Wochenraster an:





12.4.2012, 10:00 MEZ/ 8: 00 UTC Berlin
INET Konferenz Eröffnung
(anklicken)

Hier zum Vergleich der Luft Äon von 1980: Die blauen Lichter und Planeten im Mittleren Ring sind diejenigen, welche die Konstellation im Moment der Königskonjunktion im Luft Element  anzeigen.
Die blaue Sprenkelung zeigt Resonanz des Tages/Moments  zur "Gottheit des blauen Elements" an.

Mond,  Pluto -  zwei Herrscher auf Erden am aktuellen Himmel bei der blauen virtuellen Sonne, und dem blauen virtuellen Merkur der heiligen Königskonjunktion im Wasserelement. Als Empfängen der Resonanzen also  Mond = die Lebenden und Pluto= die Toten, elementare - und Seelen -Welten, Verzehrende und Schenkende ... Schoß und Glauben ... Fühlen und Vertrauen ... kurz: Mond- und Pluto-Besuch bei Sonne  Geistwärme und Merkur Geistlist.

Denn  Pluto ist zur blauen Sonne auf weniger als 1° herangerückt und umarmt ihr Licht gemeinsam mit Mond ... Abstand um 10:00 MEZ zum Merkur 1,1° ... und Mond rauscht  an diesem Tag über beide; und nicht nur zur Blauen Sonne und blauem Mond die Identitäts- Resonanz, sondern ... sie geraten dabei auch  in intensivste Quadrats-Resonanz zur blauen Königskonjunktion von Vater und Sohn, die sich auf 9,5° in der Waage trafen und daher treffen ... Identitätsresonanz und Quadratresonanz zugleich, letztere als Resonanz zweier Zeichen ... Aphrodite und Kronos ... der Demiurg und die Hure, Gott und Sophia (griech. Weisheit, weibl.) ... Resonanz zweier Elemente: Erde und Luft, der Stein und die Liebesschaukel - nur im Raum der göttlichen Paradoxe im Menschen vereinbar: Leichtsinn und Unverrückbarkeit.

Welch ein Zustrom in Berlin ...
Und Berlin selber?

 Äquinoctium, 20.3.2012, UTC 5:14 Berlin


Vom Aszendenten her stürmt der Widder-Impuls nach Art des Türöffners im Haushalt der Jungfrau,  des  aktuell aber rückläufigen= reflektierenden  (!) Mars durch das 1. und 12. Haus. Und die ersten beiden Häuser die das Jahr 2012 rhythmisch durchstürmt,  sind sehr groß. Mit 1,6° am Tag eilt das Jahr oben und unten voran und  um die Mitte herum in Richtung 11. oben und 2. Haus unten.

Und also ist der Impuls, unterwegs als Fische- und Widder-Rhythmen,  (incl. Sonne, Merkur und Uranus) zur obigen Eröffnung bei 25° Wassermann oben und gleichzeitig  bei 5° Stier unten - bei Eröffnung und knapp bei 21° Wassermann und 9° Stier bei  Schluß der Konferenz s.u. am 14.4. um 22:15 MEZ/Berlin ...

14.4.2012, UTC 20:15/MEZ 22:15 Berlin Schluß des allgemeinen Programms


... also bis zum Schluß der Konferenz am 14.4.nähern sich die raschen Götter den oben markierten Standorten an ...

und Mond  hat - nicht eingezeichnet - zum Schluss 12,5° Wassermann erreicht, hat also einen weiteren Blauen, den blauen Mars, den äußerlich männlichen , innerlich weiblichen "Button" für  "Geistfrühling" vom Schoß her - also weiblich äußerlich und männlich innerlich - - gedrückt.

Und diese weiteren,  bedeutsamen Einträge in die Äonenbücher zweier Elemente  hat die Konferenz zu verzeichnen:

Sonne beim Pluto des Feuers. Das Sich -Verschwenden des Lebens im brennenden Verzicht, wie er in der indischen Sati-Mystik einen Aspekt der  weibliche Liebe feiert.

Jupiter beim Mars der Erde auf 16,8° Stier. Es geht um die Anschauung und  die Verbrennung, oder um Menscheneinsicht das erdweite Feueranzünden  im unbewussten stierischen Dunkel der brennbaren Erde.

Die obengenannten anwesenden Professoren Keen und Koo   zum Beispiel haben Modelle entwickelt die Gott und uns anschaulich machen, was die menschliche Ökonomie über sich wissen sollte, welche die gegebenen Interessen aber, abgesehen von Ausnahmen,  sträflich ignorieren.

Aber - wenn JUNG Recht behält, dann ist das Wunder der Bewusstwerdung von Gott gewollt,
denn:

Der Mensch ist der Spiegel, den Gott sich vorhält, oder das Sinnesorgan, mit dem Er Sein  Sein erfasst.
C.G. JUNG, Briefe 2., S. 328.

Zurück noch einmal zum Äquinoctium von Berlin: wenn das Programm der INET-Konferenz erfüllt ist, und Yves Smith weiterreist nach London, dann gehen die meisten der Teilnehmer ebenfalls am 14. oder 15. April auseinander und nehmen den  pfingstlichen Identitäts- Impuls des Jupiter auf 10,8° Stier im ersten Haus des des Berliner Äquinoctiums in alle Welt mit, wie es sich für die nie fehlgehenden Pfeile des sohnhaften Jupiters gehört.

Die Terminierung dieses Kongress- Ereignisses durch hingegebene Menschen, gehört, wie sich anschaulich zeigt, selbst schon zum gemeinsamen Pfingstwunder von Gott und Mensch. Amen, Wunder ...

Gespeichert : Karfreitag im Jahr 2012 UTC 12: 20, oder kurz danach, gepostet: UTC 13:19.

12.4.2012:  Hier Echtzeit-Übertragung: http://ineteconomics.org/conference/berlin/live

17.4.2012: Islands Präsident zum Thema


Montag, 17. Januar 2011

Schulden und Konstellation

17. - 24.  1. 2011
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

( Anklicken vergrößert)


Septar


Königskonjunktion im Erdelement
30. Septar, 17.7.1831, UTC 22:37
Für Tunis 2005 - 2012


Es ist schon bemerkenswert, dass die Tunesische Revolution sowohl im Erdseptar in einem
Siebenmonat
wie im Äquinoctium in einem Monat


stattfindet, in welchem synchron  Steinbock regiert im Saturn
und  Krebs im Mond

der Häuptling und seine Frau

 Steinbock, Weg nach oben,   das höchst gelegene Lager hat Saturn als des Vaters im Tierkreis inne, dessen Scheitel er mit  Schütze,
dem Weg von oben,  zur Mittagsstunde teilt. Folgerichtig teilen sich ihre Herrscher, Saturn und Jupiter auch – als Vater und als Sohn - symbolisch den höchsten Standort in der Welt: den Thron, den erhabenen Gipfel, das „hohe Haus“. Bei den Naturvölkern spricht man vom Häuptling und seinem Sohn.
In der persischen Mundanastrologie teilt Abu Ma’shar, der große Meister,  dem Steinbock und seinem Herrscher Saturn und Jupiter die Zuständigkeit für das Schicksal der Dynastien zu, Saturn als Begründer und Jupiter als der, in dessen Zeichen die Dynastie ihren Höhepunkt erreicht:
„Bezogen auf den höchsten/obersten Planeten in der größten Entfernung zur Welt der Auf- und Untergänge, d.h. auf Saturn sind die Hinweise auf die Gegenstände des Anfangs, wie Religionen und Dynastien und was sonst noch lange Zeiten überdauert, ist er doch wie ein Anfang für die anderen Himmelskörper in Begriffen der Höhe. Bezogen auf den nächstfolgenden Planeten in der Ordnung, den Jupiter, sind die Hinweise für Gesetze und dergleichen, die wiederum die Höhepunkte der Vollendung sind für die anderen Gegenstände, welche vorbereitende und einleitende sind.“

(Abu Ma’shar (787 – 886) Kitab al-milal wa-d-duwal, The Book of Religions and Dynasties. (Übers.: Burnet, Yamamoto) Leiden 2000.)
  
Dieses also vorausgesetzt ist es einfach,  abzulesen, was sich zwischen dem 17.10. 2010 und dem 17.5.2011 als  Schicksal des „Häuptlings“ oder „Throns“ irgendwo erfüllt, nämlich in der Weise, die Neptun im Steinbock anzeigt:

Auflösung und Erneuerung
"von Dynastie"  und ihrer Religion 

Einen Vorläufer des aktuellen Aufstandes gab es 2008 in der südtunesischen Stadt Gafsa, als, von November 2007 an,  durch Sonne und Merkur – die Opposition zu Neptun im Steinbock mit ausgelöst war.

 *

Und jetzt der Schritt vom Siebenmonats-Monat des Septars zum Einmonats-Monat des Äquinoctiums:
Er erfordert natürlich und notwendig Neptuns Hilfe: Vergessen, des grade eben Angeschauten,
bewusstes Vergessen, hilfreich zur Öffnung für das Neue
(das im Kreis immer das älteste ist)
dass man das Eine stehenlassen kann und sich dem  Anderen
zuwenden kann ohne  Hirnkrampf.
Äquinoctium 2010/2011
20.3.2010, UTC 17:33, Tunis

 
Des Frühling versorgt die astrologische Anschauung des Menschen auf seiner Halbkugel mit einem

Horoskop des Äquinoctiums für seinen Ort.

Der Frühling beginnt darin im Spiegel des heranrollenden Jahres in den zwölf Bildern der mit Pflanzen und Tieren  träumenden Vorfahren , Bilder des himmlische Schicksal  der gemeinsamen großen und kleinen Verwandten im ewigen Tierkreis.


Und was sehen wir?
Im Äquinoctium 2010/2011 ist  es in synchroner Gegendrehung
gleichzeitig
 ebenfalls Steinbock /Saturn, und Krebs/Mond deren Schicksal sich zwischen dem 20. Dezember und dem 20. Januar erfüllt.
 Septar und  Äquinoctium sind also diesen Monat synchron.

Hier weilt, wie man sieht, Saturn selber, zur Tagundnachtgleichen auf dem Aszendenten von Tunis; er der, förmlich Belagerte, belagert von der Resonanz aus Uranus, dem Aufheber und Käfigöffner, dazu die Kraft von der widder-frühlings-aufständischen Sonne Lebenslust und von Merkur Lebensvernunft im aufständischen Widder und von Pluto, der im vierten Haus die Opferbereitschaft daheim im Volk Volkes anzeigt.


In Deutschland war und ist es, wie erinnerlich, Stuttgart, dem sein Frühling auf  0,4° Waage stattfindet wo Saturn auf 1,4° Waage den Standort aller „Häuptlings“-Nöte bis zum nächsten Frühlingsbeginn verkörpert. Noch näher an den gemeinsamen Aszendenten mit Tunis heran ist das bayerische Oberland von Mundanomaniac, aber wenn  dort grad keiner den „Gessler“ aufführt, dann hat die Konstellation auch nichts wegzuräumen … also, es muß immer beides zusammenkommen

Schulden und Konstellation

 Wutbürger in  Stuttgart wittern
 große Verschuldungsprojekte im Stil der ersten blöden Jahre des 21. Jahrhunderts nach dem Dotcom Crash der Internetblase und, vor dem Lehman-Crash der Hypotheken- und Rohstoffblase.
Die Bundesbahn, ist deutlich und leider noch immer vor der Kurve, das kotzt den Stuttgarter in uns an:

 Großkotz mit anderer Leute Geld 

unser Tunis?
Welchen Häuptling verjagen wir?
Sie für uns?


Aber, was macht das ich mit dem Wir? Wo es doch keine
Schlaglöcher geben kann im Schöngeordneten
Wie es immerhin die Bilder unserer Väter aus unseren Müttern namenlos in die Welt
uns setzt im Strom der Gebärenden
Uns Kinder in den ewigen Märchen unter dem Himmel
In schöner Folge dem ewigen  Strom der Bilder folgend und zugleich im Spiegel der Leidenschaft unter dem Himmel getragen von lebender Kraft
Und hineingesetzt in eine Welt voller Schlaglöcher
Für Gott und die Väter gerettet
Lebenskräftiges Ruhen
Von Rad im Rad
Gespiegelt in schöner Musik


Wurzelerde
Und kiffende Väter
Traf ich an
Rat im Rat

Gespeichert
Ebendaselbst, Dienstags
Am 18.1.2011 UTC 12:25

und gepostet

UTC 13:33 bis 13:50









Dienstag, 19. Januar 2010

Schulden und Träume



18. 1. - 25.1. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

(Anklicken vergrößert)

Schulden
Auch Schulden auf Jahrhunderte sind kein Problem, sagt mundanomaniac, wenn das "Erwachsenwerden" den Menschen zu väterlich charakterlicher Haltung und ethischer Klarheit  geführt hat.
Nicht die Höhe der Schulden entscheidet, sondern das charakterfeste Ausschließen, sie illegitim loszuwerden.
Charakter bedeutet das der allfälligen Verführung Gewachsen - Sein.
Bedeutet so entschieden gefestigt Sein, wie im Ausschließen dessen, Menschen zu essen.
Da, bezogen auf das Erwachsenwerden, „das Material“, wir sind und  im Kern, soviel wir wissen, nicht eigentlich zu „verbessern“ sind, hilft, wenn etwas, nur Bewusstheit,  nämlich, dass wir anders werden, wenn wir wissen.
„Tsunami“ …, „Haiti“ … Menschen, von denen wir nichts wussten, sind auf dem Weg unseres allgemeinen TV-Glotzens  zu Nachbarn geworden, letzten Endes.
Das Alte Testament hält für immer die Unentschuldbarkeit des Menschen aus eigener Kraft fest, und kennt daher alle 50 Jahre das „Jubeljahr“, die allgemeinen Schuldenvergebung.
 Daher: „und vergib uns unsere Schulden …“ – und, jetzt kommts - „wie wir unsern Schuldigern vergeben “ (Luther Matth. 6, 9-13)
Der Mensch muss viel lernen, um Mensch zu werden. Alles Wesentliche hat er urlange geahnt und in religiöser Klarheit begangen in Fest und Ritual über Jahrtausende und -  seit ein paar Jahrhunderten aufgeklärt - vergessen.
Nun aber, nach diesen Jahrhunderten der Korruption und des Vergessens der christlichen „Ahnung“,  kann nur noch erfahrenes Wissen helfen.
In die Nähe aber erfahrenen Wissens bringt das Studium beider Naturen: der Physik und der Psyche, Körper und Seele, im Leben, verstanden als Studium und Experiment …
Denn,  weil es erfahrenes Wissen nicht aus dem Buch gibt sondern nur auf den Reisewegen des eignen Herzens, darum das Herz das vergebende, wie der Vergebung bedürftige,  Organ ist, darum hat der alchemistische Meisterspruch gelautet:
“Rumpite libros ne corda vestra rumpantur”.
Jung sagt dazu:
Nicht vergebens bezeichnet sich die Alchemie als „Kunst“, im richtigen Gefühl, dass es sich um Gestaltungsvorgänge handelt, die nur im Erleben wirklich erfasst, intellektuell  aber nur bezeichnet werden können. Die Alchemisten selber sagten:  „ Rumpite …[„zerreißt die Bücher, damit eure Herzen nicht zerbrochen werden“]“ obschon sie andrerseits grade auf dem Studium der Bücher insistierten. Es ist wohl eher das Erlebnis, welches in die Nähe des Verstehens führt.“
JUNG, Psychologie und Alchemie, GW. 12, S. 549f.

Gespeichert  19.1.UTC 15:29

Träume
Vor annähernd 14 Tagen träumte ich einen Traum, in dem die autoritative Stimme aus dem Hintergrund zu den „Knechten“ sagte:
„Und beim dritten Mal tut ihr das Todeswasser dazu“.
„Das ist ja dann ein feierlicher Moment“,
dachte ich,
„dein Todestag“,
und vernahm diese Musik im Hintergrund … und wunderte mich, über meine ruhige Gefasstheit und - wachte, zu meiner Erleichterung dann doch, auf.
Dieser Traum hat mich sehr tief  angefasst. Er hat mich durch Momente des Schauderns geführt, hat mich zwei Wochen  mit unbestimmtem Grauen erfüllt. Immer mehr drängte sich die Drei in meine Gedanken, drei Jahre, sagt Jung an einer Stelle, bedeutet die drei im Traum oft, …
Bis am Nachmittag des 12. Januar das Todeswasser die fand, die bestimmt waren …
Im Vorfeld des Bebens hatte ich mich, schließlich ein wenig von meiner eigenen Person wegdenken könnend  gefragt, welch ein Tod mir denn jetzt so quälend nahe gerückt sein mag?
Denn wiederholt hatten sich Momente eines  Grauens, wie im Garten Gethsemane, das die eigene Seele bis an den Moment führt, wo das zu Tode erschrockene  Herz sagt:
„Vater, wenn es denn möglich ist, lass diesen Kelch …“
So nahe, war mir der Tod schon lange nicht, und so intim noch nie.
Der Esel Mundanomaniac gehört zu den empfangenden und sprechenden Seelen, die von großen Katastrophen im Vorfeld „angefasst“ werden.
So 70 Tage und Nächte vor Tschernobyl:
Ich träume von Fernsehnachrichten, dass von Osten her Richtung Skandinavien, Schleswig-Holstein entlang dem 131. (!) Breitengrad[1] eine Luftströmung herrscht, die sich als viel ernster herausgestellt hat als ursprünglich angenommen … ich denke: „Gottseidank bist du im Süden“, da fällt mir ein, wir sind ja auf Besuch in Hamburg. Alle Ausfallstraßen sind verstopft, wir sind in der Falle … Wie es heißt seien schon 7 Personen gestorben, denen der Gaumen entfernt worden war …
So einige Wochen vor dem 11. September nach einigen Zusammensturz-Träumen:
Es nähert sich stampfend ein Geräusch, grunderschütternd immer näher kommend, so gewaltig dass ich nur noch denken kann: jetzt werden wir pulverisiert.
Und im Herbst 2004 zweimal:
Der Strand ist völlig leergelaufen, das Wasser hat sich weit zurückgezogen wie bei Ebbe am Wattenmeer, aber der Stand ist felsig und fällt steiler ab.  Neugierige Strandgäste sind dem Wasser weit gefolgt, um zu sehen … „Sie sind alle verloren“, denke ich.

Man kann sich seine Träume nicht aussuchen. Große Träume, wie diese,  sind vielleicht so kollektiv und allverbreitet , wie die Archetypen überhaupt und bestimmte Seelen  müssen sie träumen, und manche "übrig Gebliebene" begreifen  sie noch, wie jene Chiefs auf den Andamanen Inseln, die ihre Dörfer vor dem Tsunami geräumt haben oder folgen ihnen ins Landesinnere, wie die Leitkühe mit ihren Herden in den Naturparks an den Küsten Sri Lankas oder Indiens.

Der europäische Mensch aber , ja der Mensch überhaupt,
"ist zu erstenmal in seiner Geschichte aus der ursprünglichen Ordnung der Dinge herausgefallen und ist daran, in einer Welt aufzuwachen, welche er jeglichen Einflusses auf seine seelische Existenz beraubt hat und die nun ihn mit erdrückender Verantwortung belastet…
Dieser Situation gegenüber findet im Unbewussten natürlich eine kompensierende Reaktion  statt, deren Auswirkungen, vom Standpunkt der Unfähigkeit unseres Bewusstseins aus begriffen, gar nichts anderes sein konnten als eine Katastrophe. In Wirklichkeit aber wäre eine gewaltige Revolution des Christentums fällig gewesen, denn unsere bisherigen religiösen Anschauungen sind durch die Entwicklung überholt und bedürfen deshalb einer neuen Gestaltung. Vor 400 Jahren ist es Deutschland gewesen, das der Welt diesen Dienst geleistet hat. Das Unbewusste ist reine Natur, infolgedessen das, was hinter dem schlimmen Vordergrund steht, eine Naturtatsache jenseits von Gut und Böse ist. Es hängt immer vom menschlichen Begreifen ab, ob der archetypische Gehalt des Unbewussten eine günstige oder nefaste Wendung annimmt.  Das Unbewusste ist Zukunft in der Gestalt oder Verkleidung des Vergangenen. Es ist weniger ein Wünschen als Müssen." C.G.JUNG, Briefe II, S. 12 f.
Für mich aber persönlich, ich kann es nur abwarten, bestehe, nach mundanomaniac, nie endgültig die Garantie, dass der Kelch vorübergeht. Damit aber leben wir alle.
Gespeichert 19.1.2010, UTC 17:32, gepostet: UTC 17:56.





[1] 70 Tage später wussten wir alle von Jod 131.