Donnerstag, 10. Juni 2010

Die dunkle Quelle im Meer

Wie gut wir es verdrängen können, und sei es, um psychisch (vermeintlich) zu überleben,  dieses Nagen in unserer Psyche können wir in einem unfassbaren Ausmaß verdrängen das ist bekannt. „Davon geht die Welt nicht unter „ sang eine 1944.
2001 riet Bush Junior seinen entsetzten Landsleuten nach dem Zusammensturz des World Trade Centers: „Gehen sie Einkaufen“.
Und wir haben Lena und die Fußball-Weltmeisterschaft.
Und das Öl quillt seit 50 Tagen, 24 Stunden am Tag  nagt  alle  Mitfühlenden die Depression an. Das Öl läuft und läuft. Es wird in den Golfstrom einfließen. Weltrettung ist gefragt.
Über die faktische Lage der Dinge können wir uns leicht ins Bild setzen – zum ersten Mal sind wir www bei den Weltkatastrophen in Echtzeit dabei, - über das Ökonomische ebenfalls. Dem Titan BP  scheint es mit Öl ähnlich wie König Midas zu gehen, dem wunschgemäß alles, was er berührte, zu Gold ward -  auch Essen und Trinken. Damit können wir uns auch über die mythische Dimension ins Bild setzen.
Wie aber ist es mit der göttlichen Dimension? Über diese lassen sich die Götter unserer Heimat, der Erde,  durch das Horoskop am Himmel der Erde unterrichten. Die rotierenden Kinder der Sonne, projiziert auf die Horizonte der Erde,  unterrichten die Ungeborenen,  die Lebenden und die Toten über Zeichen und Zeiten.
„Ihr seid Götter“, diese Mahnung aus dem Alten und Neuen Testament der Juden setzte Mundanomaniac ans Ende seiner ersten Betrachtung "Briefe aus dem Weltzusammensturz" vom 19.9.2001. Dort heißt es zum Schluß:
Doch erwartet uns nicht nur das Bittere. Auch das heilige „Werkzeug“  frommer Astrologie mag sich in die Front der Helfer und Tröster einreihen, bei der Menschheitswanderung in die „Wassermannzeit“, die ich als die Bühne der Vergeistigung des Menschen deute. Sie mag uns dem näher bringen, was JUNG im Sinne MEISTER ECKHARDs deutet als das Bestreben des Göttlichen, aus dem Zustand der Gottheit in den Gottes zu gelangen, den ER nur in der Seele des Menschen erlangen könne. Ich teile diese Sicht. Bleibend gültig, wie er mir erscheint, will ich Euch mit dem 82. Psalm grüßen,  an den unser Gottesbruder JESUS in Joh.10.34 erinnerte: „Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ihr seid Götter?“

Der 82.Psalm
1.  Ein Psalm Asaphs.
Gott steht in der Gemeinde Gottes
und ist Richter unter den Göttern.
2.  Wie lange wollt ihr unrecht richten
und die Person der Gottlosen vorziehen?
3.  Schaffet Recht dem Armen und
dem Waisen und helfet dem Elenden
und Dürftigen zum Recht.
4. Errettet den Geringen und Armen
und erlöset ihn aus der Gottlosen
Gewalt.
5. Aber sie lassen sich nicht sagen und
achten’s nicht; sie gehen immer hin im
Finstern; darum müssen alle Grundfesten
des Landes wanken.
6. Ich habe wohl gesagt: Ihr seid Götter
und allzumal Kinder des Höchsten;
7. Aber ihr werdet sterben wie Menschen
und wie ein Tyrann zugrunde gehen.
8.  Gott, mache dich auf und richte den
Erdboden; denn du bist Erbherr über
alle Heiden.

Diese ständig nagende Angst,  dass  ohne Gotteshilfe zunehmend Entsetzliches passiert…  Gotteshilfe wie ich sie ersehne heißt:  helfen wir Gott, der das Weltenkind so voller Schmerzen liebt - helfen wir die Gottesschmerzen – was? Ja, zu teilen.


 Treten wir noch im Leben auf die Seite der Gestorbenen und Noch- Nicht –Geborenen, auf dass noch Rettung sei vor der titanischen Raserei der Weltgewaltigen.
„Der Titanismus des Menschen tritt dort hervor, wo das Leben als Arbeitsleben, die Welt als Arbeitswelt begriffen wird; er wird sichtbar in riesenhaften Plänen und Anstrengungen, die alles Maß überschreiten und kläglich scheitern an der Erschöpfung aller Kräfte…“

Der Mensch, der kein Maß hat, behält etwas Unfertiges. Es haftet ihm an, weil das Wollen den ihm zugeordneten Bereich des Erreichbaren überschreitet. Solche Menschen scheinen, wenn sie ihren Anlauf nehmen, am stärksten und ganz unüberwindlich zu sein. Dann aber verfehlen sie das Ziel und stürzen ins Leere; sie fallen in die unterirdischen Räume hinab.

Was geschieht dort, wo die Götter sich vom Menschen zurückziehen, wo sie ihn sich selbst überlassen? Wo immer sie sich ihm unwahrnehmbar machen, wo ihre Anteilnahme an ihm schwindet, so daß sein Geschick ohne sie anfängt und Endet, dort geschieht immer dasselbe. Das Titanische kehrt wieder und macht seinen Herrschaftsanspruch geltend. Wo keine Götter sind, dort sind Titanen. Das ist ein Gesetz, dem der Mensch sich nicht entziehen kann, er möge sich wenden, wohin er wolle…

Titanisch ist der Mensch, der sich ganz auf sich selbst verläßt und ein schrankenloses Zutrauen in seine eigenen Kräfte setzt; dieses Zutrauen löst ihn ab und isoliert ihn auf prometheische Weise. Das Streben des Menschen nach schrankenloser Freiheit und Unabhängigkeit ist titanisch, und wo es durchdringt, dort erscheint auch sein Regulativ, die mechanisch arbeitende Notwendigkeit, die als Korrektur eines solchen Strebens hervortreten muß.“

FRIEDRICH GEORG JÜNGER hat ein Buch geschrieben (s. oben S. 116f.), „Griechische Mythen“ das entweder in keiner Bibliothek fehlen sollte, oder  das Hartz IV – und Grundsicherungsbezieher sofort in der Fernleihe bestellen sollten. Es hilft auf psychische Weise, durch Bewusstwerdung des Unbewussten, die „Quelle des schrankenlosen Reichtums“, von welchem Bild wir, allen voran Amerika, besessen sind, zu stopfen. „Die Quelle? Was ist die Quelle, fragt der Allwissende in seiner heiligen Unwissenheit? Als was habe ich die Quelle geschaffen, unter welchem Zeichen?“ Fragt sich Gott im Menschen.
Und unter den Zeichen und Zeiten hat die wiedererkennende Seele der Gestorbenen  in den Träumen der Lebenden den „Krebs“ entdeckt, und dass er die Quellen, die Fontänen und Brunnen anzeige.
Und nun der Blick auf die Küste von Louisiana und auf den angenäherten Standort der vormals stolzen Ölbohrplattform die nun auf den Grund des Ozeans gestürzt ist; und auf Mond, der und die als Herr und Herrin der Quellen in diesem Jahr und in diesem Jahrsiebt so unheilvoll aufgesprungen ist.
Äquinoctium 20.3.2010, UTC 17:33, vor Louisiana

Königskonjunktion Erdelement von 1802, 30. Septar
17.7.1831, UTC 22:37, Louisiana, 28,5°N/90° W
für 2005 – 2012


An dieser Stelle breche ich ab für heute. Meinen Lesern und Leserinnen soll  für heute und für diesen Blog freigestellt sein, zunächst einmal selbst den beiden obigen Horoskopen zu folgen. Denn eine Wahrheit gilt nur für den, der sie selber erkannt hat – das ist die Paradoxie aller astrologischer Deutung.
Von allen möglichen Beziehungen, welche Zeichen und Zeiten als Stellvertreter realer Dinge und Anordnungen miteinander unterhalten  mögen, beschränkt sich die "harte" Betrachtung auf die schicksalsmächtigen Resonanzen der vier ständigen Hauptresonanzen. Man kann sie sich vorstellen als  die vier Himmelsrichtungen, welche von jedem Grad im Tierkreis aus zu ermessen sind wie vier einander in Winkeln von 90 Grad verbundene Fenster. Diese Fenster öffnen nach dem consensus omnium der Astrologen einen Blickwinkel von 14  Grad im Kreis, jeweils 7 Grad vor und nach dem Mittelkkreuz. Und wenn immer Lichter/Planeten in der Fensteröffnung auftauchen haben wir die Hauptkonstellationen: Konjunktion, Opposition und die zwei Quadrate.


Sand auf einer Stahlplatte, in Schwingungen gebracht, ordnet sich zu virtuell ständig vorhandenen Resonanzkreuzen, welche die vier Hauptzentren um jeden Mittelpunkt miteinander verbinden
Die in den vier "Fenstern" der Haupt-Konstellationen erscheinenden Lichter und Planeten markiert Mundanomaniac durch grüne (=Neptun), orange (=Uranus), blaue (=Saturn) und türkise (=Pluto) und manchmal durch rote (=Mars) Streifen.
Die Zeiten sind als rote und grüne Zahlen eingetragen. Sie führen, vom Azendenten ausgehend, die Entwicklung von Sinn (grün) und von Vermögen (rot) durch die Zeit.
Die Zeichen sind erkennbar als Herrinnen über Häuser und die Lichter und Planeten als Herren in Häusern.
So also sind die Horoskope als Schicksal zu betrachten, das nach homerischer Ansicht, die Mundanomaniac teilt, unsterblichen Göttern und sterblichen Menschen gemeinsam bereitet ist.
Gespeichert 10.6.2010, UTC 17:11, gepostet: 17:32.


Dienstag, 8. Juni 2010

Halleluja - Uranus, willkommen in der realen Welt 2.0

 2.0


28.5.2010, 1:24, Bayer. Oberland
Eintritt des Uranus in den Widder

Diesen Frühling erlebt die Menschheit nur ca. alle 84 Jahre einmal: den Eintritt des Uranus in den Widder. Der letzte Himmelsfrühling fiel auf den 1. April 1927.
Himmel und Erde liegen einander als zweiter der sechs Spiegel im Tierkreis mit dem Luftzeichen Wassermann und dem Erdzeichen Stier gegenüber.
Da wir – fast nur noch im Angesicht drohender Vernichtung - beten: „Vater unser, der DU bist im Himmel …“, ist dieser Eintritt des astrologischen „Herrn des Himmels“ in die untere Hälfte des Tierkreises, in die – christlich mittelalterlich gesprochen - „feurige Welt der Verdammnis“,  ein Datum, das für unsere, von Natur aus religiöse, unbewusste Psyche  voller Sinn ist.
Rein formalastrologisch bedeutet der Eintritt eines Lichtes/Planeten aus den Fischen in den Widder stets den Übertritt aus der Latenz in die Sichtbarkeit der Erscheinung, mit anderen Worten: die Geburt. Menschengott Uranus in den Fischen heißt: der Himmel ist schwanger mit dem Menschen – Uranus Eintritt in Widder bedeutet für den irdischen Menschen: die Flügel sind angekommen.
Von Astrologen abgesehen ist das ein Geschehen, dass sich tief in unser aller archetypischem Unbewussten vollzieht. Wenn allerdings am 6. Juni Jupiter, der Herr der erkennenden Einsicht, dem Uranus in den Widder folgt und sich zwei Tage später punktgenau mit ihm vereinigt, dann mag etwas davon, an die Oberfläche der Erscheinung (=Widder) tretend, im Sinne einer Fügung anschaulich werden.
Die Geschöpfe des Wassermanns sind die geflügelten, Vögel, wie Gedanken.
Wenn man die beiden Hälften des Tierkreises in ihrer komplementären Vollständigkeit summarisch unterscheidet, so kann man sagen: oben ist die Hälfte des Sinns und unten die Hälfte des Nutzens.
Was damit gemeint ist? Nehmen wir eine Kathedrale: „oben“ das (innere) Bild und die Pläne, „unten“ der Haufen Holz, Steine, Glas, usw. oder der Mensch: oben die Psyche (=die Anordnung), unten das Fleisch.
Daraus ergibt sich auch: der Mann denkt den Sinn und lebt den Nutzen, die Frau aber,  sein komplementäres Gegenstück, ist der  Sinn und sie denkt den Nutzen.
Diese Art der Unterscheidung folgt der Gegensatzstruktur im Universum. Alle Einheiten sind aus Gegensätzen aufgebaut.
Allein, um der astrologischen Ordnung zu folgen:  allein im Aszendenten erscheint der Gegensatz Himmel/Erde, oder Sinn/Nutzen,  noch ungeteilt. Dem entspricht, dass das Kind der ersten sieben Lebensjahre, wie C.G.JUNG sagt, „noch alles weiß“, es weiß es nur nicht. Damit ist „das Kind“ psychologisch ein Gottessymbol, ein Symbol der ungeteilten Ganzheit des Archetyps.
In den zweiten 7 Lebensjahren, beim Durchgang durch die Himmelshäuser des Wassermanns und des Stiers (im individuellen Horoskop: Haus 11 und Haus 2), kommt es zur Spaltung des Archetyps, das nennt die Sprache den Ursprung. Der Ursprung ist der erste Schritt, ist „Schöpfung“ aus der Vollständigkeit und Dunkelheit des „Meeres“ des Unbewussten heraus in Richtung Helle des Bewusstseins.
Diese also, die Spaltung des Archetyps der Ganzheit und Einheit, welcher in der Psychologie als „Selbst“ bezeichnet wird, diese ist es, die, als erster Schritt in Richtung Bewusstseinshelle, mit Uranus im Widder zur Erscheinung wird. Diese Spaltung bedeutet, dass wir nicht mehr verdrängen können, dass, um es einmal aktuell auszudrücken, der unregulierte homo oeconomicus nicht nur ein zivilisierter Bürger, sondern zugleich ein spekulierender Teufel ist.
Dem ging ein Äon früher, nämlich im „Fische-Zeitalter“ voraus, dass die Kirche diese Gegensätzlichkeit (den Teufel) abspaltete und verdrängte und damit sich selber zum Ort  des Heils erklärte aber zugleich zum Ort der Hölle wurde, wo Ketzer und Hexen gebraten, und mehr oder weniger große Teile von  Bevölkerungen in Glaubenskriegen geschlachtet wurden.
Im neuen Äon des „Platonischen Jahres“, dem „Wassermann-Zeitalter“ ist diese Unbewusstheit der universalen, also göttlichen und also menschlichen Gegensatzstruktur nicht länger haltbar. Darüber hat 1950 C.G.JUNG „Aion“,  ein grundlegendes Werk geschrieben, aus dem folgendes Zitat stammt:
„Wenn wir in der traditionellen Gestalt Christi eine Parallele zur psychischen Erscheinung des Selbst erkennen, so entspricht der Antichrist dem Schatten des Selbst, nämlich der dunklen Hälfte der menschlichen Totalität, welche man nicht zu optimistisch beurteilen darf. Soweit unsere Erfahrung reicht,  scheinen Licht und Schatten in der menschlichen Natur so gleichmäßig verteilt zu sein, dass die psychische Ganzheit zum mindesten in einem eher gedämpften Licht erscheint.“
C.G.JUNG, Aion, Ges. Werke 9/II, S. 52

Im Lichte dieser Einsicht erscheint das schrankenlose Riskieren der  Schöpfung zugunsten der finanziellen „performance“ spekulativer Optionen des reichsten Tausendstel der Gesellschaft als derselbe Wahnsinn, wie das ebenso motivierte Riskieren der Wohlfahrt des Planeten zugunsten der militärischen „performance“ vor 70 Jahren. Das amerikanische Volk lernt diese Lektion gerade voller Entsetzen, nämlich die, dass eine moderne Kirche des Profits wie die BP genauso ein Ort der Wohltat, wie ein Ort des Satans ist, wie es vor tausend Jahren Rom sich anschickte, einer zu werden.
Dieses also, meint Mundanomaniac, ist es, was lebendige Gottheit, ausgedrückt als „Himmel“, im Begriff ist, seinen Geschöpfen in Erinnerung zu rufen: misstraut Euch, sichert Euch gegen euren satanischen Drang, trennt euch von der Lüge der ausschließlichen Güte Gottes und des Menschen.
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Aber auch dieses gehört heute ins Mundane Tagebuch: In das Schweigen, das Mundanomaniac umgibt (Kommentare), traf zum ersten vollen Tag des Uranus im Widder folgender Brief ein:

Hallo …

vorab:
Es vergeht keine Woche ohne die Lektüre deines Blogs! Vielen Dank für diese tolle Möglichkeit!

Ich wünschte zwar, ich hätte ein besseres mathematisches Verständnis, denn Dein großartiges, ja heiliges Handwerkszeug erschließt sich mir verdammt schwer.
Aber ich genieße die Seelenbilder, die radikale Wahrheit, aufgeteilt in 12, sich verbunden wiederfindend in 1. Ja, eins ist klar: wir können nicht aus der Welt fallen. Das Leben lebt sich selbst, wir brauchen nur nach oben schauen und ganz ohne Angst mitspielen. Dann muss ich in letzter Konsequenz nichts wissen.
Zu diesem Nichtwissen kann die Wissenschaft der Astrologie auch beitragen.
Paradox, nicht wahr?

Warum ich das alles schreibe?
Es gibt noch etwas was ich regelmäßig lese:
Dort schreiben viele interessante Leute. Es geht um Wirtschaft, Elliot Wellen und mehr...
User "throne" verlinkte kürzlich einen Astrologie-Beitrag. Er schrieb:
 "Man lese zeitig bei jenen, die schon zu allen Zeiten aus den Sternen die Zeiten lasen."
http://astrologieklassisch.wordpress.com/2010/05/16/kommt-wahrungsreform-falls-ja-wann/

Da hab ich zum allerersten mal eine Leserzuschrift geschrieben, nur ein Satz:
"Ein exzellenter Astrologie-Blog befindet sich hier" - und dann Dein Link.

Er hat sich bedankt, er kannte Dich noch nicht, und heute gleich nochmal:
Originalzitat:

"Hallo Ursula,
wollte nach eingehender Zurbrustnahme Ihrer Empfehlung nochmals rechtherzlich für den Tip danken. Besagte Seite ist hervorragend!
Gefällt mir ausgesprochen gut. Wortgewandter kluger Mensch der Herr. Ganz nach meinem Geschmack.
Grüße! throne"

Mensch, hat mich das gefreut!
Ich hoffe es geht Dir auch runter wie Öl.

LG Ursula


Dieser Brief hat nach zwei Wochen zunehmender Seelen-Verdüsterung dem Chronisten die Seele wieder hell gemacht. Und der elende Nackenschmerz ist von dieser Medizin wunderbarerweise auch weggeblasen worden, wie als hätte ein Christophorus  am anderen Ufer seine Last abgesetzt.
Daher: Halleluja! "Kommt ins Offene, Freunde ..." (Hölderlin)

Gespeichert: 30.5.2010, UTC: 16:52, gepostet: 17:12.


Montag, 7. Juni 2010

7. 6. - 14. 6. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

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Donnerstag, 3. Juni 2010

Menschengeist und Treue - im "Widderingress"




















3.6.2010, UTC 13:43 Bayerisches Oberland


Uranus, der Herr des Wassermanns - und daher des Himmels – ist vogelfrei. Sein Besuch bedeutet den Inbegriff von: Besuch durch den Menschengott. Der Mensch aber, weil er „nich Bayer noch Breis is“, nicht Weiblein noch Mannsbild,  darum ist Uranus – der Mensch – „der Fremde.“

Am 1.April 1927 wanderte Uranus zum letzten Mal – vor dem vergangenen Freitag – in den Widder ein.

Damals, 1927,  herrschte für  luftig freie „Fremde“ keine gute Zeit. Pluto massierte den Zeitgeist in den völkisch trauten Höhlen des Krebses, wo der Stallgeruch am seelenvollsten ist.

Uranus – der freie Himmel – gegen Pluto – die dankbaren Toten und Ungeborenen.

Heuer hat Uranus wieder die Pluto-Resonanz. Diesmal aber massiert er den Zeitgeist auf den einsamen Bergen der väterlichen Zeichen.

Diese aber, im Bild des Steinbocks, sind wohlbestallte Nachbarn des Himmels.





                   Sinn durchkreuzt von Nutzen
                          Beide ewig im All

Fronleichnam 2010, UTC: 13:43 gespeichert, gepostet: 13:47


Mittwoch, 2. Juni 2010

Die Flügel sind da ...

Ein Schnellschuß aus dem: 
www.ariva.de/Der_USA_Baeren_Thread_t283343#bottom
Economic recovery?  Where?

Heute morgen erscheint Anti - Lemmings Übersetzung ins Deutsche. Ich nehme sie dankbar entgegen und ersetze so den englischen Originaltext:

Seht es ein, Leute: Eure Stoßgebete am Keynesianischen Altar gingen ins Leere. Der Gott hat euch nicht erhört, weil er nicht existiert. Alles, was ihr in den letzten 30 Jahren gemacht habt, war, zukünftige Nachfrage in die Gegenwart vorzuverlagern und zu behaupten, dass ihr einen "Draht" zu diese Gött-ähnlichen ökonomischen Intelligenz hättet.

Kredit ist die Fähigkeit, das Brot von morgen bereits heute zu essen. Doch wenn morgen kommt, welches Brot wollt ihr dann essen? Denn dann muss das Brot von gestern und von heute gleichzeitig bezahlt werden, und noch ein drittes in Form von Zinsen obendrauf.

Man kann Leuten keine neue Steuern auferlegen, um ihnen im Gegenzug Steuergeschenke zukommen zu lassen - das ist ein närrischer Zirkelschluss. Reichtum kommt von Arbeit und Produktion. Alles andere sind pure Verteilungs-Spielchen. Wer zu verteilen versucht, was er nicht besitzt, betreibt ein Schneeballsystem. Man kann sich dann nur immer mehr leihen, während einem die Zinsen über die Ohren wachsen. Dann müssen immer mehr Dummköpfe immer mehr Staatsanleihen kaufen, um das Kartenhaus zu finanzieren.

Wacht auf, Leute!


Aus diesem Sumpf gibt es keinen schmerzfreien Ausweg. Wir werden die Schmerzen, die wir so lange ignoriert haben, letztlich ertragen müssen. Es gibt keinen "kurierenden" Aufschub. Je länger wir warten, desto größer werden am Ende die Schmerzen. Wenn wir zu lange warten, wird die Fäulnis in die Grundfesten unserer ökonomischen und politischen Strukturen kriechen und diese tödlich vergiften.

Das spricht mich an, wie ein Prophet der Israeliten.

Gespeichert UTC 22:02, gepostet: UTC 22:25

Montag, 31. Mai 2010

O Captain, mein Captain …

31.5. - 7.6. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

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Wer sich ein wenig in die Astrologie, z.B.  meines Lehrers Döbereiner oder auch in die Deutungen Mundanomaniacs eingelesen hat, der weiß: Saturn ist der Kopf. Sei es eines Schiffes, eines Staates, einer militärischen Einheit (Hauptmann), eines Stammes (Häuptling).
In der landschaftlichen Übertragung ist es der Berg, in der animalischen der grasfressende Bewohner, der die höchsten Regionen mit der körperlich kleineren Gämse teilt: der Steinbock.
Allein einer ist höher als Steinbock: sei es der Adler, der Geier, die Wolke, der Engel … im astrologischen Bild: der Wasserausgießer am Himmel,  dieser allerdings wird im Sternbild ohne Flügel gezeichnet. Aber Michelangelo hat auch die Engel ohne Flügel gemalt gegen  unermesslichen Widerstand des Papstes. Damit fasste Michelangelo die Flügel des Engels als geistig = unsichtbar auf. 
Diese nun also, die leichten Geschöpfe des Uranus, bewohnen den Himmelsraum, das Element „Luft“.
Wenn nun im Wandlungsweg des Tierkreises, im Wandlungsweg der Archetypen, die mir die zwölf Gesichter Gottes sind, wenn auf diesem Weg die Nachbarn: Steinbock und Wassermann,  einander folgen, dann folgt dem Erdelement das Luftelement, dem Schweren das Leichte, dem Dauerhaften paradoxerweise die Aufhebung, dem König der Narr.
Noch für Paracelsus – im Steinbock geboren – war es klar, dass dem Steinbock der Wassermann folgt und der Gültigkeit die Ungültigkeit, der Setzung die Aufhebung:
„Also, was hat es für einen Sinn. Dass man Gebote einsetzt, von Sitte, Tugend, von Zucht und dergleichen lernen lässt? Nun kann doch keiner als Gott allein ein Gebot geben, das beständig und unverrückbar wäre. Drum müssen diese Gebote nach der Zeit gemacht werden und aufgehoben und andere an ihre Stelle gesetzt werden.“
Paracelsus, Werke (Hrg. leider nicht notiert) Bd. IV,  S. 154)

Aber Paracelsus war ein Outlaw und nur einem solchen, einem Vogelwilden , heimlich oder offen, ist es psychisch möglich, zu fassen, was der Tierkreis Sternen, Steinen, Pflanzen, Tieren und -  ja, auch Menschen - zumutet: nach dem König  Steinbockkommt noch der Narr und nach diesem noch das Kind. Das ist die Folge der drei Winterzeichen: Steinbock, Wassermann und Fische.
Nun ist der Narr und Herr des Himmels,  Uranus,  am Freitag ins reale Konkrete der Feuerwelt Erde eingewandert und befindet sich heute auf 0,1° Widder.
Und schon bewegt er die Welt mit der freiwilligen und unfreiwilligen Wandlung vom Vater zum Narren, die das Herz so frei macht (Opposition Wassermann/Löwe):
 31.5.2010, 12:04, MESZ, Berlin, Rücktritt des Präsidenten
31.5.2010, 12 : 04 MESZ, Berlin
  
Ein stiller Mensch tritt vor die Meute und erklärt, es sei für ihn Zeit, zu gehen: das Amt habe den Respekt verloren.
Welch ein feiner Mensch, der sich diese Blamage herausnimmt. Das kann ein Fische - Geborener. Der geht auch noch den nächsten Schritt – hin zum völligen Neuwerden – zur Kindwerdung.
Die intellektuelle Meute derweil heult in vielfältigster Monotonie und projiziert die aus dem eigenen Leben verdrängte Erbärmlichkeit auf diesen mutigen Zurücktretenden.
22.2.1943 (UTC 12:00) Uhrzeit unbekannt, Horst Köhler
mit Transiten 31.5.2010

·       Da ist, ununterscheidbar  gekennzeichnet mit einem roten Pfeil und zwei Doppelpfeilen,   das Bild der Archetypen, die Horst Köhler jetzt ansprechen.: sein Gefühl, die Wertfunktion, wie C.G.JUNG sagt, im Zeichen des Mondes und die kindliche Unschuld, die sich in uns als Bereinigungssehnsucht fühlbar macht, im Zeichen des Neptuns, diese feinsten und sensibelsten „Wasserantennen“ der Psyche sind bewegt von:

Saturn direkt und
Jupiter aus der Opposition und
Uranus aus der Opposition
Der Jupiter in dieser Archetypengesellschaft lässt, wie immer, etwas anschaulich werden, fügt immer einen Sinn in die Zeit. In diesem Falle welchen Sinn?
Den wirken eben sie beide, von denen Paracelsus spricht: „das Gebot“ = der Saturn, und dessen Aufhebung =  Uranus  oder: der Präsident = „Krone“ und ihre  Absetzung, die freiwillige beugt der unfreiwilligen vor.
Wieso aber der Uranus den König „köpft“? Sein Flug zeigt die schrägen Bahnen des geflügelten Leichten. Er führt immer vom Zentrum weg. Wenn dagegen der ungewandelte Saturn mit seiner Zentroversion und Erdenschwere aus dem Gleichgewicht kommt,  dann ist das kein Flug, sondern ein Sturz.


Max Beckmann, Falling Man, 1950
Ein weiser König hingegen erfasst die Zeit, und sei es ahnend und wandelt sich, indem er die Krone freiwillig absetzt, wenn es Zeit ist.
Und die Weisheit, das Spiel der Götter dergestalt mit zu spielen, die dieser Horst Köhler bewiesen hat, die macht mich genauso froh, wie die Weisheit, die Angela Merkel kürzlich gezeigt hat, als sie eine Grenze zog.
Beide werden in auffällig ähnlicher Weise von der Meute verachtet und verspottet. Dennoch zeigen sie  instinktsicher und daher unbeirrt, dass sie dem hohen Amt, das Deutschland in diesem Jahr zugefallen ist, gewachsen sind.
Ihnen von mir gewidmet ist hier ein altes Wort zur Weisheit:
Nun tut ein weiser Mann einen edlen Ausspruch:
„Der weise Mann herrscht über das Gestirn.“ Das soll so viel heißen, dass dieses göttliche Ebenbild das tierische überlebt, denn das tierische  ist nichts anderes als allein das Bildnis der Erde, das vergeht. Aber das Bildnis Gottes, das vergeht nicht, denn Gott ist ewig. Also versteht diesen Spruch in dem Sinne: „Der weise Mann, das ist der Mann, der nach göttlicher Weisheit lebt als Ebenbild Gottes, der herrscht über den vom Gestirn und den Elementen stammenden Leib.“ Aber beiden Ebenbildern soll der Mensch Genüge tun, er soll den Weg eines jeden von ihnen wandeln, damit er das Gesetz der Herren erfülle in der Natur im Willen Gottes, im göttlichen Geist und er ziehe nicht den sterbliche mit dessen Klugheit dem ewigen Bildnis vor und verstoße nicht das ewige Bildnis wegen des tierischen Leibes und achte und halte nicht den tierischen Leib mit seiner Weisheit für das ewige Heil. Dieser Spruch besagt also, dass der weise Mann dem göttlichen Bildnisse gemäß leben soll und nicht nach der Art dieser Welt. Der als Ebenbild Gottes lebt, der überwindet das Gestirn.“
Paracelsus



Gespeichert 1.6.2010, UTC 17:50, gepostet: UTC  18:34.







Dienstag, 25. Mai 2010

Fluten beim Nachbarn (plus Nachtrag)

24.5. - 31.5. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

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Unsere Nachbarn, die Polen, erleiden in diesem schweren Jahr 2010/11 ihre zweite Katastrophe.
Nach dem Verlust von Menschen, der „konservativen Elite“ und einem Großteil der militärischen Führung, jetzt der Verlust von materiellen und seelischen Werten und Menschenleben in einer neuen „Jahrhundertflut“.
1997 im Sommer begann in Polen, Tschechien und Brandenburg die Serie von europäischen Großfluten, deren Auftakt bei uns als „Oderflut“ im Gedächtnis geblieben ist.
Dieses Mal hatte ein großes Tief am Wochenende zum 16.Mai und am Beginn der neuen Woche die feuchtwarmen Wolkenmassen des Mittelmeers über dem Balkan, Ungarn und dann Polen ausgewrungen.
Bildquelle: WetterOnline - Starker Dauerregen hat auf der Balkanhalbinsel zu Überschwemmungen geführt. Innerhalb von nur 24 Stunden fielen gebietsweise bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter.
Für das Mundane Tagebuch stellt sich die Frage, welche Konstellation herrschte, dass Polen so hart getroffen worden ist und wie sich die polnische von der deutschen Konstellation unterscheidet.
10.-17.5.: Zwei Quadratresonanzen zum Wochenende: Sonne/Neptun = von der Mittelmeersonne erzeugter Wasserdampf und Uranus/Jupiter Quadrat Venus. Da Uranus die aufsteigende Bewegung, hier Luft (in Fische = über dem Meer) und Jupiter die Ausdehnung im Raum anzeigt, ist (Stier-)Venus = Wiesen, Äcker, aber vor allem Städte, von diesem himmlischen „Segen“ aus der Quadratresonanz betroffen.
Diese Konstellation betrifft aber die gesamte Nordhalbkugel und in der komplementären Verkehrung auch die Südhalbkugel.
Woraus ergibt sich die Zuordnung zu Polen?
Hier das Horoskop, welches das physische Schicksal in diesem Jahr zuteilt, das Äquinoctium oder der Frühlingsbeginn:
Äquinoctium 20.3.2010, UTC 17:33, Krakau
Ein Blick aufs Datum zeigt: Südpolen (Regenmaximum bei Krakau), befand sich im Herrschaftsbereich des Skorpions mit dem Pluto im dritten Haus = dem Umkreis  um den Ort. Dieses dritte Haus befindet sich im Schützen und wird von Jupiter in den Fischen regiert. Dagegen war Deutschland im zweiten Frühlingsmonat  noch nicht im Skorpions- sondern noch einmal im Waage-Modus.
Es ist des Weiteren nicht zu übersehen, dass diese komplexe Konstellation des 2010ner Frühlings mit Saturn, Uranus (aufsteigende Luft über dem Meer), Sonne und Merkur vom Pluto ausgelöst ist und in der „oberen Bewegung“ (grüne Monatszahlen) durch (Jungfrauen-) Merkur.
Soweit, so verhängnisvoll. Aber,  wenn die Frage so steht: warum Polen, warum nicht Russland? Was dann? Das Äquinoctium für Moskau ist gegenüber dem von Krakau zwar verschoben, aber  in den Auslösungen übereinstimmend mit dem von Krakau.

Sicher können Astrologen der Zukunft, vielleicht die unserer Enkel, der mal einst Fragen dieser Art beantworten und, wie erklärt sich dieser Mai-Kontrast astrologisch?
Höchsttemperatur-Abweichung (°C) Mai 2010
 Nachtrag: Wir brauchen doch nicht bis zu den Enkeln zu warten: wie schon an anderer Stelle vermerkt, setzt sich ein mundanes Schicksal nach meiner Einsicht immer aus drei Hauptkonstellationen zusammen, und hier ist die dritte, das aktuelle (30.) Septar der Königskonjunktion im Erdelement von 1802:
 
Königskonjunktion im Erdelement von 1802, 
30. Septar vom 17.7.1831, 22:37 auf Warschau
Hier zeigt sich wieder: wenn das treffende Horoskop vorliegt, ist kaum etwas zu deuten, es spricht für sich selbst. Sonne = die Mitte (Hauptstadt) des Landes und  Merkur = der Umkreis,  im Griff der Neptun-Oppositions--Resonanz. Sonne Merkur am IC (immun coeli = Tiefe des Himmels) bedeutet soviel, wie Sonne und Merkur in der Haustür, denn das vierte Haus bezeichnet Nest und Wohnung. Und diese Anordnung der Mächte (grüne Rhythmen) vollzieht sich - in Bezug auf die Sonne -  nur zwischen dem 3. und dem 10. Monat, also zwischen März und Oktober 2010. Was die Frage war.
Nun noch etwas anderes: im Wochen-Bild, ganz oben, sind zwei Resonanzen auf Königskonjunktionen eingezeichnet: eine rote ausgehend von 14,1° Stier auf der Uranus  der Königskonjunktion Feuerelement von 1603 und eine olive ausgehend von 26,1° Löwe auf die Venus der Königskonjunktion Erde von 1802. Erstere erfasst zum Wochenende den Merkur, damit Wege und Märkte im Sinne einer unliebsamen Überraschung für die Banken/Reserven, weil im Stier. Zum anderen erreicht Mars die Erdvenus im Löwen, das sind die verzockten Reserven (der deutschen Landesbanken ? aber nicht nur), und der Mars tut das, was er immer tut: er bringt bislang verborgene Tatbestände an die Oberfläche.
Eine unruhige letzte Mai- und erste Juni-Woche kündigt sich an für die Märkte.
Gespeichert: 25.5.2010, UTC 10:51, gepostet:11:39, Nachtrag