Dienstag, 8. Juni 2010

Halleluja - Uranus, willkommen in der realen Welt 2.0

 2.0


28.5.2010, 1:24, Bayer. Oberland
Eintritt des Uranus in den Widder

Diesen Frühling erlebt die Menschheit nur ca. alle 84 Jahre einmal: den Eintritt des Uranus in den Widder. Der letzte Himmelsfrühling fiel auf den 1. April 1927.
Himmel und Erde liegen einander als zweiter der sechs Spiegel im Tierkreis mit dem Luftzeichen Wassermann und dem Erdzeichen Stier gegenüber.
Da wir – fast nur noch im Angesicht drohender Vernichtung - beten: „Vater unser, der DU bist im Himmel …“, ist dieser Eintritt des astrologischen „Herrn des Himmels“ in die untere Hälfte des Tierkreises, in die – christlich mittelalterlich gesprochen - „feurige Welt der Verdammnis“,  ein Datum, das für unsere, von Natur aus religiöse, unbewusste Psyche  voller Sinn ist.
Rein formalastrologisch bedeutet der Eintritt eines Lichtes/Planeten aus den Fischen in den Widder stets den Übertritt aus der Latenz in die Sichtbarkeit der Erscheinung, mit anderen Worten: die Geburt. Menschengott Uranus in den Fischen heißt: der Himmel ist schwanger mit dem Menschen – Uranus Eintritt in Widder bedeutet für den irdischen Menschen: die Flügel sind angekommen.
Von Astrologen abgesehen ist das ein Geschehen, dass sich tief in unser aller archetypischem Unbewussten vollzieht. Wenn allerdings am 6. Juni Jupiter, der Herr der erkennenden Einsicht, dem Uranus in den Widder folgt und sich zwei Tage später punktgenau mit ihm vereinigt, dann mag etwas davon, an die Oberfläche der Erscheinung (=Widder) tretend, im Sinne einer Fügung anschaulich werden.
Die Geschöpfe des Wassermanns sind die geflügelten, Vögel, wie Gedanken.
Wenn man die beiden Hälften des Tierkreises in ihrer komplementären Vollständigkeit summarisch unterscheidet, so kann man sagen: oben ist die Hälfte des Sinns und unten die Hälfte des Nutzens.
Was damit gemeint ist? Nehmen wir eine Kathedrale: „oben“ das (innere) Bild und die Pläne, „unten“ der Haufen Holz, Steine, Glas, usw. oder der Mensch: oben die Psyche (=die Anordnung), unten das Fleisch.
Daraus ergibt sich auch: der Mann denkt den Sinn und lebt den Nutzen, die Frau aber,  sein komplementäres Gegenstück, ist der  Sinn und sie denkt den Nutzen.
Diese Art der Unterscheidung folgt der Gegensatzstruktur im Universum. Alle Einheiten sind aus Gegensätzen aufgebaut.
Allein, um der astrologischen Ordnung zu folgen:  allein im Aszendenten erscheint der Gegensatz Himmel/Erde, oder Sinn/Nutzen,  noch ungeteilt. Dem entspricht, dass das Kind der ersten sieben Lebensjahre, wie C.G.JUNG sagt, „noch alles weiß“, es weiß es nur nicht. Damit ist „das Kind“ psychologisch ein Gottessymbol, ein Symbol der ungeteilten Ganzheit des Archetyps.
In den zweiten 7 Lebensjahren, beim Durchgang durch die Himmelshäuser des Wassermanns und des Stiers (im individuellen Horoskop: Haus 11 und Haus 2), kommt es zur Spaltung des Archetyps, das nennt die Sprache den Ursprung. Der Ursprung ist der erste Schritt, ist „Schöpfung“ aus der Vollständigkeit und Dunkelheit des „Meeres“ des Unbewussten heraus in Richtung Helle des Bewusstseins.
Diese also, die Spaltung des Archetyps der Ganzheit und Einheit, welcher in der Psychologie als „Selbst“ bezeichnet wird, diese ist es, die, als erster Schritt in Richtung Bewusstseinshelle, mit Uranus im Widder zur Erscheinung wird. Diese Spaltung bedeutet, dass wir nicht mehr verdrängen können, dass, um es einmal aktuell auszudrücken, der unregulierte homo oeconomicus nicht nur ein zivilisierter Bürger, sondern zugleich ein spekulierender Teufel ist.
Dem ging ein Äon früher, nämlich im „Fische-Zeitalter“ voraus, dass die Kirche diese Gegensätzlichkeit (den Teufel) abspaltete und verdrängte und damit sich selber zum Ort  des Heils erklärte aber zugleich zum Ort der Hölle wurde, wo Ketzer und Hexen gebraten, und mehr oder weniger große Teile von  Bevölkerungen in Glaubenskriegen geschlachtet wurden.
Im neuen Äon des „Platonischen Jahres“, dem „Wassermann-Zeitalter“ ist diese Unbewusstheit der universalen, also göttlichen und also menschlichen Gegensatzstruktur nicht länger haltbar. Darüber hat 1950 C.G.JUNG „Aion“,  ein grundlegendes Werk geschrieben, aus dem folgendes Zitat stammt:
„Wenn wir in der traditionellen Gestalt Christi eine Parallele zur psychischen Erscheinung des Selbst erkennen, so entspricht der Antichrist dem Schatten des Selbst, nämlich der dunklen Hälfte der menschlichen Totalität, welche man nicht zu optimistisch beurteilen darf. Soweit unsere Erfahrung reicht,  scheinen Licht und Schatten in der menschlichen Natur so gleichmäßig verteilt zu sein, dass die psychische Ganzheit zum mindesten in einem eher gedämpften Licht erscheint.“
C.G.JUNG, Aion, Ges. Werke 9/II, S. 52

Im Lichte dieser Einsicht erscheint das schrankenlose Riskieren der  Schöpfung zugunsten der finanziellen „performance“ spekulativer Optionen des reichsten Tausendstel der Gesellschaft als derselbe Wahnsinn, wie das ebenso motivierte Riskieren der Wohlfahrt des Planeten zugunsten der militärischen „performance“ vor 70 Jahren. Das amerikanische Volk lernt diese Lektion gerade voller Entsetzen, nämlich die, dass eine moderne Kirche des Profits wie die BP genauso ein Ort der Wohltat, wie ein Ort des Satans ist, wie es vor tausend Jahren Rom sich anschickte, einer zu werden.
Dieses also, meint Mundanomaniac, ist es, was lebendige Gottheit, ausgedrückt als „Himmel“, im Begriff ist, seinen Geschöpfen in Erinnerung zu rufen: misstraut Euch, sichert Euch gegen euren satanischen Drang, trennt euch von der Lüge der ausschließlichen Güte Gottes und des Menschen.
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Aber auch dieses gehört heute ins Mundane Tagebuch: In das Schweigen, das Mundanomaniac umgibt (Kommentare), traf zum ersten vollen Tag des Uranus im Widder folgender Brief ein:

Hallo …

vorab:
Es vergeht keine Woche ohne die Lektüre deines Blogs! Vielen Dank für diese tolle Möglichkeit!

Ich wünschte zwar, ich hätte ein besseres mathematisches Verständnis, denn Dein großartiges, ja heiliges Handwerkszeug erschließt sich mir verdammt schwer.
Aber ich genieße die Seelenbilder, die radikale Wahrheit, aufgeteilt in 12, sich verbunden wiederfindend in 1. Ja, eins ist klar: wir können nicht aus der Welt fallen. Das Leben lebt sich selbst, wir brauchen nur nach oben schauen und ganz ohne Angst mitspielen. Dann muss ich in letzter Konsequenz nichts wissen.
Zu diesem Nichtwissen kann die Wissenschaft der Astrologie auch beitragen.
Paradox, nicht wahr?

Warum ich das alles schreibe?
Es gibt noch etwas was ich regelmäßig lese:
Dort schreiben viele interessante Leute. Es geht um Wirtschaft, Elliot Wellen und mehr...
User "throne" verlinkte kürzlich einen Astrologie-Beitrag. Er schrieb:
 "Man lese zeitig bei jenen, die schon zu allen Zeiten aus den Sternen die Zeiten lasen."
http://astrologieklassisch.wordpress.com/2010/05/16/kommt-wahrungsreform-falls-ja-wann/

Da hab ich zum allerersten mal eine Leserzuschrift geschrieben, nur ein Satz:
"Ein exzellenter Astrologie-Blog befindet sich hier" - und dann Dein Link.

Er hat sich bedankt, er kannte Dich noch nicht, und heute gleich nochmal:
Originalzitat:

"Hallo Ursula,
wollte nach eingehender Zurbrustnahme Ihrer Empfehlung nochmals rechtherzlich für den Tip danken. Besagte Seite ist hervorragend!
Gefällt mir ausgesprochen gut. Wortgewandter kluger Mensch der Herr. Ganz nach meinem Geschmack.
Grüße! throne"

Mensch, hat mich das gefreut!
Ich hoffe es geht Dir auch runter wie Öl.

LG Ursula


Dieser Brief hat nach zwei Wochen zunehmender Seelen-Verdüsterung dem Chronisten die Seele wieder hell gemacht. Und der elende Nackenschmerz ist von dieser Medizin wunderbarerweise auch weggeblasen worden, wie als hätte ein Christophorus  am anderen Ufer seine Last abgesetzt.
Daher: Halleluja! "Kommt ins Offene, Freunde ..." (Hölderlin)

Gespeichert: 30.5.2010, UTC: 16:52, gepostet: 17:12.


Kommentare:

  1. Ich möchte mich auch bedanken.

    Ich war heute im Park spazieren
    und habe mich versucht zu sortieren.

    Während ich so durch die Sonne schritt, musste ich an dich und deinen Blog denken, und ich dachte, dass muss ein lieber Mensch sein :-)

    Ja, da war ich selbst verwundert (kenne ich deinen Blog nur flüchtig) ...

    Dann las ich des Nachts,
    dass das Himmlische sich zu uns neigt, und Uranus uns seine Flügel leiht ...

    Ich mache mich bereit :-)

    Mein Blut
    Sonnensprache in mir
    Vogelflug durch alle Zeiten
    Flügelschlag zu dir.

    Amen.

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  2. Lieber Anonymus,


    gelungen ist Ihnen,
    was nicht immer von
    allzu leichter Hand
    zu schreiben ist:

    ein Kommentar,
    würdig und angemessen
    der Betrachtung von
    Verfasser Mundanomaniac.


    Respektvoll grüßt
    Mythopoet

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  3. Lieber Dieter,

    „Wenn wir in der traditionellen Gestalt Christi eine Parallele zur psychischen Erscheinung des Selbst erkennen, so entspricht der Antichrist dem Schatten des Selbst, nämlich der dunklen Hälfte der menschlichen Totalität, welche man nicht zu optimistisch beurteilen darf. Soweit unsere Erfahrung reicht, scheinen Licht und Schatten in der menschlichen Natur so gleichmäßig verteilt zu sein, dass die psychische Ganzheit zum mindesten in einem eher gedämpften Licht erscheint.“
    C.G.JUNG, Aion, Ges. Werke 9/II, S. 52

    Christus ist keine Parallele zur psychischen Erscheinung des Selbst!! Hier irrt Jung gewaltig!!

    Als vergänglicher Mensch mag er der Dualität ausgeliefert gewesen sein, aber doch nicht als Gott -
    wie sollte es sonst eine Auferstehung, ein ewiges Leben und eine Erlösung geben?

    In dieser Welt, aber nicht von dieser Welt...

    Gruß Sieglinde

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  4. Liebe Sieglinde,

    "wie sollte es sonst eine Auferstehung, ein ewiges Leben und eine Erlösung geben?"

    Du argumentierst aus der dogmatischen Gewissheit
    Deines Glaubens. ("Ich bin so katholisch erzogen worden")

    Für mich als ungläubigen Protestanten, der ich von Gott nur weiß, was "Er" mir in den Jahren nach der Mitte des Lebens offenbart hat, bleibt nur, an dieser Stelle zu passen. Für mich ist der ungläubige Protestant C.G.Jung mit seiner Auffassung, dass man von Gott nichts weiß, abgesehen von den Gottesbildern, die die Menschheit teilt, daher tröstlich. Und seine Feststellung, dass das "Selbst" (der "Funken") von Gott nicht zu unterscheiden ist, genügt mir.

    Lieben Gruß
    Dieter oder MM

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  5. Lieber Dieter,

    Du argumentierst aus der dogmatischen Gewissheit
    Deines Glaubens. ("Ich bin so katholisch erzogen worden")

    Nein, das muß ich so zurückweisen. Ich bin doch kein programmierter Idiot.

    Es geht hier nicht um irgendein Gottesbild, sondern um die innere Gewissheit MEINES Empfindens, daß es so ist.

    Jung reduziert Gott auf die Psyche, zumindest verstehe ich seine Worte in diesem Sinne.

    Gruß Sieglinde

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  6. Lieber Dieter,

    Mensch: oben die Psyche (=die Anordnung), unten das Fleisch.

    Aus dem vorher gesagten, halte ich das für eine gewagte Operation, weil du damit das "Selbst-Verständnis" des C.G. Jung in den außersubjektiven Bereich des Horoskops hebst.

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  7. Ich weiß nicht, was Du mit ""Selbst-Verständnis" des C.G. Jung" meinst.

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  8. Und über die "innere Gewissheit" Deines "Empfindens" können wir nicht diskutieren.

    Gruß Dieter

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  9. Die Psyche gehört nach Haus 5, es ist ein innerseelischer Bereich, auch dann noch, wenn ein "göttlicher Funke" darin wohnen sollte.

    Polarität und menschengemachte Dualität wird es auf der Erde immer geben und gibt es überall auf der Welt, nicht nur im Christentum. Den Jungschen Menschen des "modernen Bewußtseins" wird es nie geben, diese Vorstellung ist genauso eine Illusion wie der Kommunismus.


    Gruß Sieglinde

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  10. Lieber Dieter,

    Das habe ich noch auf deinen Seiten gefunden im Dialog mit Sternenstaub:

    "Gewarnt werden muss allgemein vor den Schülern der Astrologie, genauer und aktuell, vor der Scholastik der Münchner Rhythmenlehre."

    Wenn du damit Anhänger einer gewissen Bruderschaft meinst: also, so katholisch bin ich nicht.

    Nach dem Stöbern auf deiner Seite möchte ich schon ein kleines Lob aussprechen. Es liegt halt in der Fischenatur nur schwer verstanden zu werden.


    Laß es dir gut gehen
    Sieglinde

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  11. Liebe Sieglinde,

    Ich 2012:

    "Mensch: oben die Psyche (=die Anordnung), unten das Fleisch."
    Du:
    "Aus dem vorher gesagten, halte ich das für eine gewagte Operation,"

    Da liebe Sieglinde, hast Du recht.

    Der Grundspiegel muß heißen :

    oben Geist
    Mensch ... Mitte Seele/Psyche
    unten Fleisch

    Das war mir nicht so klar, wie jetzt durch unsere Auseinandersetzung, dass Psyche und Geist zwar einander überlappen können, dennoch aber zwei verschiedene Medien sind sind.

    Dazu kommt - morgen wohl - noch mehr von mir.

    Für heute erst einmal danke für den schönen Streit

    Dieter

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  12. Also ich verstehe den Tierkreis so, dass: wenn Psyche = Mitte ist und Seele - bestehend aus Psyche - den je einmaligen Fall darstellt, (wie ich neulich sagte: das gemeinsame Werk Gott-Mensch-Tier und als 4. Pflanze)
    dann ist Dein Haus 5 richtig - zu einem Viertel. Für mich ergibt sich aus dem Bild der Mitte dass sie aus allen vier Elementen bestehen muß, wie "unten" und "oben"
    auch. Dass meine Seele also vom 5. bis zum 8. Haus reicht ... und u n s e r e Seele von Löwe bis Skorpion.

    Wie könnte sonst ein 5. Haus mit sich mit dem 9. verbinden? Sie haben doch keine gemeinsame Tür.

    Nein, es ist das Seelenwasser des Skorpions das Psyche in Geist schleust und umgekehrt Geist in Psyche - so wie es das Seelenfeuer des Löwen ist welches Stoff in Psyche schleust und Psyche in Stoff.

    Ist sie erkannt , ist sie einfach zu erkennen, die Wahrheit.

    Fischgrüße, und danke fürs Streiten.

    Ps:
    Den " Jungschen Menschen des "modernen Bewußtseins", gibt's den?
    Hab ich noch nie gehört. Wer hat ihn so genannt?
    Und "Jung", verzeih mir, ist keine Vorstellung, sondern sechzig Jahre ärztliche Praxis.


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  13. "Jung reduziert Gott auf die Psyche, zumindest verstehe ich seine Worte in diesem Sinne. "

    Wenn Du wirklich wissen willst, wie Jung Gott sieht, wirst Du es herausfinden.
    Wer Weinreb liest, kann auch Jung lesen.

    Dieter, hier Mundanomaniac

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  14. Soweit ich bisher mitbekommen habe, hat sich das Gottesbild von Jung im Laufe der Zeit geändert.

    Gibt es einen Unterschied zwischen Psyche und Seele?

    Das mit dem Menschen des "modernen Bewußtseins"
    hab ich in Bubers Gottesfinsternis gelesen.

    Sieglinde


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  15. Liebe Sieglinde,

    "Gibt es einen Unterschied zwischen Psyche und Seele?"

    diesen Unterschied erkläre ich mir so, wie den zwischen
    d e m Menschen und dem einmaligen Individuum.

    Zum Gottesbild von Jung:

    In seinem Brief an die Herausgeber des MERKUR vom 22.2.1952 (heute (!) vor 62 Jahren) antwortet Jung auf einen Aufsatz von Martin Buber in der vorhergehenden Nummer derselben Zeitschrift.
    Ich greife einen Abschnitt heraus, der seine Haltung, wie ich finde, gut zusammenfasst:

    "Es ist merkwürdig, dass er an meiner Behauptung, Gott könne nicht losgelöst vom Menschen existieren, Anstoß nimmt und sie für eine transzendente Aussage hält. Ich sage doch ausdrücklich, dass alles, schlechthin alles, was von "Gott" ausgesagt wird, menschliche Aussage, das heißt psychisch sei. Das Bild, das wir von Gott haben oder uns machen, ist doch nie "losgelöst vom Menschen". Kann mir BUBER angeben, wo Gott sein eigenes Bild, losgelöst vom Menschen, gemacht hat? Wie kann etwas derartiges konstatiert werden und von wem? Ich will einmal - ausnahmsweise - transzendent spekulieren beziehungsweise "dichten": Gott hat allerdings, ohne Mithilfe des Menschen, ein unbegreiflich herrliches und zugleich unheimlich widerspruchsvolles Bild von sich selber gemacht und es dem Menschen als einen Archetypus, ein archetypon phos, ins Unbewusste gelegt, nicht damit die Theologen aller Zeiten und Zonen sich darüber in die Haare geraten, sondern, damit der nichtanmaßliche Mensch in der Stille seiner Seele auf ein ihm verwandtes, aus seiner eigenen seelischen Substanz erbautes Bild blicken mag, welches alles in sich hat, was er sich je über seine Götter oder über seinen Seelengrund ausdenken wird." (Ges. Werke 18/2, S. 714)

    Zum heutig/morgigen Tag der Geburt des "Weltenkindes" - Sonne/Neptun- sei herzlich gegrüßt

    aus der Fischküche von Dieter,
    hier Mundanomaniac


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  16. Lieber Dieter,

    .."diesen Unterschied erkläre ich mir so, wie den zwischen d e m Menschen und dem einmaligen Individuum."

    Was ist d e r Mensch?

    "Das Bild, das wir von Gott haben oder uns machen, ist doch nie "losgelöst vom Menschen"."

    Das Bild, das die Menschen sich machen (Skorpion), ist doch nicht Gott selber....du sollst dir kein Bild machen....

    Haus 8 ist schon in der Zeit (als Idee, Gedanke, Leitbild usw.) , doch außerhalb des Subjektes (2.Qu) ...
    .....der 4.Qu. (das Unbewußte) noch vor der Zeit, dieser enthält das vom Menschen verdrängte Schicksal UND die noch unbewußte Lösung aus der Verdrängung (Schicksal NICHT im Sinne von unabwendbarer Prädestination verstanden)

    in diesem Sinne: Subjekt (lat. das Unterworfene, Untergeordnete) - Zitat Wikipedia ....also astrologisch als das dem Schicksal und der mit ihr einhergehenden Zeitqualität mitsamt dem gerade vorherrschenden Zeitgeist Unterworfene

    Außerdem finde ich es wichtig zwischen Unbewußtem und U n t e r bewußtem zu unterscheiden.

    Sonntägliche Grüße
    Sieglinde



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  17. Liebe Sieglinde,

    was Du darlegst ist das 1x1 der Münchner Rhythmenlehre,
    insofern Übereinstimmung zwischen uns.
    Allerdings hat Dö. nie die Elemente und ihren dreifachen "Auftritt" in 3 "Etagen" einer näheren Betrachtung gewürdigt, es sei den nach dem Seminarband 12, mit dem ich Abschied genommen habe von der engeren geistigen Bindung zu Dö.

    Das "Unter"bewusste gehört nicht zu meinen Begriffen, ebensowenig wie das dann notwendige "Über"bewusste. Ich ziehe in Anlehnung an Jung vor, zwischen dem persönlichen Unbewussten und dem kollektiven Unbewussten zu unterscheiden.
    Entgeht mir da was?

    Lass Dir's gut gehen,

    Dieter hier MM

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