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Dienstag, 8. Juni 2010

Halleluja - Uranus, willkommen in der realen Welt 2.0

 2.0


28.5.2010, 1:24, Bayer. Oberland
Eintritt des Uranus in den Widder

Diesen Frühling erlebt die Menschheit nur ca. alle 84 Jahre einmal: den Eintritt des Uranus in den Widder. Der letzte Himmelsfrühling fiel auf den 1. April 1927.
Himmel und Erde liegen einander als zweiter der sechs Spiegel im Tierkreis mit dem Luftzeichen Wassermann und dem Erdzeichen Stier gegenüber.
Da wir – fast nur noch im Angesicht drohender Vernichtung - beten: „Vater unser, der DU bist im Himmel …“, ist dieser Eintritt des astrologischen „Herrn des Himmels“ in die untere Hälfte des Tierkreises, in die – christlich mittelalterlich gesprochen - „feurige Welt der Verdammnis“,  ein Datum, das für unsere, von Natur aus religiöse, unbewusste Psyche  voller Sinn ist.
Rein formalastrologisch bedeutet der Eintritt eines Lichtes/Planeten aus den Fischen in den Widder stets den Übertritt aus der Latenz in die Sichtbarkeit der Erscheinung, mit anderen Worten: die Geburt. Menschengott Uranus in den Fischen heißt: der Himmel ist schwanger mit dem Menschen – Uranus Eintritt in Widder bedeutet für den irdischen Menschen: die Flügel sind angekommen.
Von Astrologen abgesehen ist das ein Geschehen, dass sich tief in unser aller archetypischem Unbewussten vollzieht. Wenn allerdings am 6. Juni Jupiter, der Herr der erkennenden Einsicht, dem Uranus in den Widder folgt und sich zwei Tage später punktgenau mit ihm vereinigt, dann mag etwas davon, an die Oberfläche der Erscheinung (=Widder) tretend, im Sinne einer Fügung anschaulich werden.
Die Geschöpfe des Wassermanns sind die geflügelten, Vögel, wie Gedanken.
Wenn man die beiden Hälften des Tierkreises in ihrer komplementären Vollständigkeit summarisch unterscheidet, so kann man sagen: oben ist die Hälfte des Sinns und unten die Hälfte des Nutzens.
Was damit gemeint ist? Nehmen wir eine Kathedrale: „oben“ das (innere) Bild und die Pläne, „unten“ der Haufen Holz, Steine, Glas, usw. oder der Mensch: oben die Psyche (=die Anordnung), unten das Fleisch.
Daraus ergibt sich auch: der Mann denkt den Sinn und lebt den Nutzen, die Frau aber,  sein komplementäres Gegenstück, ist der  Sinn und sie denkt den Nutzen.
Diese Art der Unterscheidung folgt der Gegensatzstruktur im Universum. Alle Einheiten sind aus Gegensätzen aufgebaut.
Allein, um der astrologischen Ordnung zu folgen:  allein im Aszendenten erscheint der Gegensatz Himmel/Erde, oder Sinn/Nutzen,  noch ungeteilt. Dem entspricht, dass das Kind der ersten sieben Lebensjahre, wie C.G.JUNG sagt, „noch alles weiß“, es weiß es nur nicht. Damit ist „das Kind“ psychologisch ein Gottessymbol, ein Symbol der ungeteilten Ganzheit des Archetyps.
In den zweiten 7 Lebensjahren, beim Durchgang durch die Himmelshäuser des Wassermanns und des Stiers (im individuellen Horoskop: Haus 11 und Haus 2), kommt es zur Spaltung des Archetyps, das nennt die Sprache den Ursprung. Der Ursprung ist der erste Schritt, ist „Schöpfung“ aus der Vollständigkeit und Dunkelheit des „Meeres“ des Unbewussten heraus in Richtung Helle des Bewusstseins.
Diese also, die Spaltung des Archetyps der Ganzheit und Einheit, welcher in der Psychologie als „Selbst“ bezeichnet wird, diese ist es, die, als erster Schritt in Richtung Bewusstseinshelle, mit Uranus im Widder zur Erscheinung wird. Diese Spaltung bedeutet, dass wir nicht mehr verdrängen können, dass, um es einmal aktuell auszudrücken, der unregulierte homo oeconomicus nicht nur ein zivilisierter Bürger, sondern zugleich ein spekulierender Teufel ist.
Dem ging ein Äon früher, nämlich im „Fische-Zeitalter“ voraus, dass die Kirche diese Gegensätzlichkeit (den Teufel) abspaltete und verdrängte und damit sich selber zum Ort  des Heils erklärte aber zugleich zum Ort der Hölle wurde, wo Ketzer und Hexen gebraten, und mehr oder weniger große Teile von  Bevölkerungen in Glaubenskriegen geschlachtet wurden.
Im neuen Äon des „Platonischen Jahres“, dem „Wassermann-Zeitalter“ ist diese Unbewusstheit der universalen, also göttlichen und also menschlichen Gegensatzstruktur nicht länger haltbar. Darüber hat 1950 C.G.JUNG „Aion“,  ein grundlegendes Werk geschrieben, aus dem folgendes Zitat stammt:
„Wenn wir in der traditionellen Gestalt Christi eine Parallele zur psychischen Erscheinung des Selbst erkennen, so entspricht der Antichrist dem Schatten des Selbst, nämlich der dunklen Hälfte der menschlichen Totalität, welche man nicht zu optimistisch beurteilen darf. Soweit unsere Erfahrung reicht,  scheinen Licht und Schatten in der menschlichen Natur so gleichmäßig verteilt zu sein, dass die psychische Ganzheit zum mindesten in einem eher gedämpften Licht erscheint.“
C.G.JUNG, Aion, Ges. Werke 9/II, S. 52

Im Lichte dieser Einsicht erscheint das schrankenlose Riskieren der  Schöpfung zugunsten der finanziellen „performance“ spekulativer Optionen des reichsten Tausendstel der Gesellschaft als derselbe Wahnsinn, wie das ebenso motivierte Riskieren der Wohlfahrt des Planeten zugunsten der militärischen „performance“ vor 70 Jahren. Das amerikanische Volk lernt diese Lektion gerade voller Entsetzen, nämlich die, dass eine moderne Kirche des Profits wie die BP genauso ein Ort der Wohltat, wie ein Ort des Satans ist, wie es vor tausend Jahren Rom sich anschickte, einer zu werden.
Dieses also, meint Mundanomaniac, ist es, was lebendige Gottheit, ausgedrückt als „Himmel“, im Begriff ist, seinen Geschöpfen in Erinnerung zu rufen: misstraut Euch, sichert Euch gegen euren satanischen Drang, trennt euch von der Lüge der ausschließlichen Güte Gottes und des Menschen.
****************************************************************************
Aber auch dieses gehört heute ins Mundane Tagebuch: In das Schweigen, das Mundanomaniac umgibt (Kommentare), traf zum ersten vollen Tag des Uranus im Widder folgender Brief ein:

Hallo …

vorab:
Es vergeht keine Woche ohne die Lektüre deines Blogs! Vielen Dank für diese tolle Möglichkeit!

Ich wünschte zwar, ich hätte ein besseres mathematisches Verständnis, denn Dein großartiges, ja heiliges Handwerkszeug erschließt sich mir verdammt schwer.
Aber ich genieße die Seelenbilder, die radikale Wahrheit, aufgeteilt in 12, sich verbunden wiederfindend in 1. Ja, eins ist klar: wir können nicht aus der Welt fallen. Das Leben lebt sich selbst, wir brauchen nur nach oben schauen und ganz ohne Angst mitspielen. Dann muss ich in letzter Konsequenz nichts wissen.
Zu diesem Nichtwissen kann die Wissenschaft der Astrologie auch beitragen.
Paradox, nicht wahr?

Warum ich das alles schreibe?
Es gibt noch etwas was ich regelmäßig lese:
Dort schreiben viele interessante Leute. Es geht um Wirtschaft, Elliot Wellen und mehr...
User "throne" verlinkte kürzlich einen Astrologie-Beitrag. Er schrieb:
 "Man lese zeitig bei jenen, die schon zu allen Zeiten aus den Sternen die Zeiten lasen."
http://astrologieklassisch.wordpress.com/2010/05/16/kommt-wahrungsreform-falls-ja-wann/

Da hab ich zum allerersten mal eine Leserzuschrift geschrieben, nur ein Satz:
"Ein exzellenter Astrologie-Blog befindet sich hier" - und dann Dein Link.

Er hat sich bedankt, er kannte Dich noch nicht, und heute gleich nochmal:
Originalzitat:

"Hallo Ursula,
wollte nach eingehender Zurbrustnahme Ihrer Empfehlung nochmals rechtherzlich für den Tip danken. Besagte Seite ist hervorragend!
Gefällt mir ausgesprochen gut. Wortgewandter kluger Mensch der Herr. Ganz nach meinem Geschmack.
Grüße! throne"

Mensch, hat mich das gefreut!
Ich hoffe es geht Dir auch runter wie Öl.

LG Ursula


Dieser Brief hat nach zwei Wochen zunehmender Seelen-Verdüsterung dem Chronisten die Seele wieder hell gemacht. Und der elende Nackenschmerz ist von dieser Medizin wunderbarerweise auch weggeblasen worden, wie als hätte ein Christophorus  am anderen Ufer seine Last abgesetzt.
Daher: Halleluja! "Kommt ins Offene, Freunde ..." (Hölderlin)

Gespeichert: 30.5.2010, UTC: 16:52, gepostet: 17:12.


Montag, 16. Januar 2012

Sonne, Held und Vater vormTanz

16. - 23. 1. 2012
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
( Anklicken vergrößert)



 Himmlische Wasserstände über der Murnauer Boje


Saturn und Jupiter im Wechselgesang der Opposition
Vatergott  und Sohngott
noch bis in den Februar hinein

Der Mythos belehrt uns, dass der Sohn - Archetypus oder Gott als Sohn die Neigung hat, sich in Zwei aufzuteilen: Kain und Abel, Jakob und Esau … auch, wenn wir sagen: „das ist nur eine Weise des Erzählens“, so ist es eben doch diese Variante, die im Mythos immer wiederkehrt…
Im Märchen sind es typischerweise Drei Söhne in deren Charakter die Spaltung greifbar wird …
Der griechische Mythos nun kennt die Zwillinge, Bruderpaar, das einander lieb hat, von dem der eine sterblich und der andere unsterblich war. Diese Zwillinge, Götter der Bruderliebe, teilen ihr Los durch zwei.
Jeder reicht dem anderen ein halbes Los herüber
Zwillinge ist ein Luftzeichen daher Geistzeichen


Mundanomaniac versteht diesen Montag:


Saturn in der Waage
ernste Bilanz
Urteil
Liebe
Leichtigkeit

Jupiter im Stier
In der Herde des Vaters bleibender
und
in die Herde des Vaters zurückkommender
verlorener Sohn



Diese Opposition schaut uns bis in den Februar an ... wohl denen, die diesem Zwiegespräch beiwohnen und wohl denen die solche kennen

Held über den Parteien,
Jupiter im Stier

Weiteres dazu unten.




Hier weiter in die Woche hinein

mit Merkur, der in der Außenwelt  die Urteile des höchstväterlichen  Rats des Steinbocks ausmisst  und protokolliert
sowie in selbiger Gestalt  Merkuria mit ihren Steinbock-Protokollen von den Urteilen über die inneren Werte und Waren

Venus
Wurzel und Bilanz in den Tiefen der Psyche
wo sie schwebend über den Tiefen
die Fische das Grasen lehrt

Mars in der Jungfrau der Strom im Stau der Scheiße
in den Gedärmen des Lebens
Uranus im Widder,  daher die aufsteigende Idee im Stau des Mars
der seiner Natur nach
dringend der fälligen Reflexion auf dem Rückzug bedarf

Pluto vielleicht erholen sich die Ahnen mal jetzt von dem herbst-winterlichen Vorbeimarsch der lebendigen Götter. Pluto ist nicht angefunkt.

Bliebe noch zu bemerken, da Venus zum Wochenende bei Neptun zu Gast war: sie winken einander noch einmal zu …

Und Sonne? Sonst die erste, diese Woche am Schluß, vor der Mondin:
Sonne im Steinbock heißt: Urteil des Herzens
so wie
Sonne im Wassermann: Idee des Herzens heißt
und
Sonne in den Fischen: Philosophie des Herzens


Und  zur Fortsetzung von oben:
Saturn und Jupiter:

Sonne wandert auf den Tanzplatz
in der Mitte der Welt zu
wo Saturn und Jupiter in Herzensfreude
die Rückkehr des verlorenen Sohns
feiern …

und, um gleich mit Sonne weiterzumachen bei den
Transiten auf die
Königskonjunktionen der Elemente

Sonne ab Samstag im himmelblauen LUFTelement
Denklust des Wassermanns
und auf den Tag genau am Samstag
beim virtuellen Frühlingsgott des LUFTelements
bei auf der wilden Schar des blauen Mars und ihrer Suche nach freier Wildnis des Geists
Zeit für Einträge ins Äonenbuch der LUFT

Und hier mehr von den Elementen

ERDE
Venus besucht Pluto des Elements ERDE
seit 1802  anzeigend die seelischen Bereitschaften der ERDE ...
im Zeichen von Stier – Jungfrau – Steinbock
- Gesellschaft – Privathaushalt - Gewissenh
... hinsichtlich der Treue zu den Ahnen und den Nachkommen

WASSER

Jetzt  und heute Merkur
himmlischer Bote und Schreiber der Urteile
in der jahrhundertealten Lust an den Höhen in den Tiefen der Zeit
seit 1305,  als Sonne und Merkur der Königskonjunktion im Wasserelement an dieser Stelle lagerten
„väterliche Urteile des Herzens und der Vernunft“
der Königskonjunktion im Wasserelement von 1305
im ewigen Jenseits
des hellen Mittags
genannt Steinbock


Und schließlich die himmlische Schleimspur  der eiligen  Schneckin Mond in dieser Woche

Resonanz im Inneren
aus den Weiten der Anschauung
Waage - Skorpion - Schütze
  und zuletzt
aus den Gefielden der lebendigen Ewigkeit
erste Dimension:
Mitte
Steinbock



Passend zum Tanz in der Mitte

http://blogs.aljazeera.net/africa/2012/01/13/libyan-art-heart

und zu den zwei hohen Tänzern

Natur und Kunst
oder Saturn und Jupiter

Du waltest hoch am Tag' und es blühet dein
Gesetz, du hältst die  Waage, Saturnus Sohn!
Und theilst die Loos' und ruhest froh im
Ruhm der unsterblichen Herrscherkünste

Doch in den Abgrund, sagen die Sänger sich,
Habst du den alten Vater, den eignen, einst
Verwiesen und es jammre drunten,
Da, wo die Wilden vor Dir mit Recht sind,

Schuldlos der Gott der goldenen Zeit schon längst:
Einst mühelos und größer, wie du, wenn schon
Er kein Gebot aussprach und ihn der
Sterblichen keiner mit Namen nannte.

Herab denn oder schäme des Danks dich nicht!
Und willst du bleiben, diene dem Aelteren,
Und gönn' es ihm, dass ihn vor Allen,
Göttern und Menschen, der Sänger nenne!

Und hab' ich erst am Herzen Lebendiges
Gefühlt und dämmert, was du gestaltetest
Und was in ihrer Wiege mir, in
Wonne die wandelnde Zeit entschlafen,

Dann hör' ich dich, Kronion! und kenne dich,
Den weisen Meister, welcher, wie wir, ein Sohn
Der Zeit, Gesetze giebt und, was die
Heilige Dämmerung birgt, verkündet.

Friedrich Hölderlin, 1800



Gespeichert 16.1.2012  UTC 14:21, gepostet: UTC 15:39

Montag, 20. September 2021

Erlösung für Sünder und das 'hilfreiche Gebilde'

 

20. - 27. 9. 2021. 0:00 UTC
unter dem  Tierkreis über der
 nördlichen Halbkugel
der Erde
(Anklicken vergrößert)  



""Wir dürfen uns das Unbewusste weder als Ordnung, 
noch als Unordnung vorstellen. Die Erfahrung weist
 beides nach. Es kann daher bei ungeordnetem  Bewusstsein
Ordnung aus dem Unbewussten kommen, und umgekehrt
bei zu engem Kosmos des Bewusstseins bricht aus dem
 Unbewussten Chaos herein. Bei der Bildung großer Religionen
handelt es sich zunächst um eine kollektive Desorientiertheit, 
welche ein überwältigendes Ordnungsprinzip im Unbewussten
allgemein konstelliert (kollektive Erlösungssehnsucht).
Der Prophet erkennt aus der Not der Zeit durch innere
 Schau das hilfreiche Gebilde im kollektiven Unbewussten, und
spricht es aus im Symbol ; weil er aus dem kollektiven
 Unbewussten spricht , so spricht er für Jedermann, es ist "wahr" - 
 eine temporäre Gültigkeit, da es nur für eine bestimmte Lage
gemeint ist."

(meine Hervorhebung)

C.G.JUNG, Briefe I, S86/87



Das 'hilfreiche Gebilde" 
ein anderes 
unsterbliches Wort 
für den Tier-Kreis der
Sonnen-Familie
im Erdjahr
mit seinen 10 
Rhythmen

lateinisch, englisch
zodiac
deutsch Tierkreis

aus dem alles hervorgeht
in  12 Häusern des Tages
im Zeichen des Stempels 
des Jahres

Tag


der jetzt diesen rotierenden Eintrag hat:

Jahr


die Spätsommer-/Herbstzeichen
sind die Seelen-Zeichen
in der Sprache des Tageshimmels
 der sich um die obigen
12 Häuser dreht
samt der Sonne des Tages
da es jeden Tag
360 Aszendenten gibt
in die alle Schöpfung
stets aufgeteilt
 ist
in der natürlichen Landschaft
 Gottes


Diese kreisende Landschaft ist auch dem Weisen unbewusst, nur, wenn  ein innerer Strom auf einen äußeren Strom trifft zu beider Erbauung, dann merkt der Weise auf und fragt das Horoskop, was gerade passiert ist. Auf diese Weise lernt der Weise, sich des Himmels zu versichern nämlich in ständiger, absichtsloser Bereitschaft,  zu staunen.

Die Vorschau im 'mundanen Tagebuch' jedoch erfolgt, ehe die genannten Ströme zusammen-getroffen sind. Die ungemalten Bilder der Woche  übungshalber zu beschreiben, mutet uns übungshalber die heilige Astrologie an und zu.

38. Woche 
bleiben noch 14 Wochen 2021

die Wahrheit aller Dinge ist in die Kreise 
der Sonnen-  Jahre ausgeteilt
und in die Stunden
der Tage


und die Wahrheit des Mars aus dem Reich der witternden Hunde und Widder, die das Kommende der Verborgenheit entreißen  im  schnellen blinden  Impuls zur Wahrheit, jener Entladungen von Trieb-Energie in die Stille durchschneidenden Erscheinungen,  vom Terroristen  bis zum Chirurgen. Dabei ist Mars  in den Zeichen Jungfrau und Waage - in diesen Wochen - dem Chirurgen näher als in allen anderen Positionen. Im sechsten Spiegel spiegeln sich Bewusstsein und Reife,  Sinn und Vernunft,  im Jahr wie im Tag.




Bleiben wir dabei und betrachten Sonne, wie sie am Mittwoch in die Waage wandert (d.h. die Erde in den Widder). Bis Mittwoch also ist Sonne der merkurisch-nüchternen Analyse der Lebensbedingungen zugewandt, danach ist es die Wahrnehmung von Schönem, von Balanciertem, zu  der das Herz in der Waage offensteht.

Und nicht nur Sonne, das Herz, auch Merkur selber, 'der den Preis des Schönen  kennt', ist analytisch der  Venus dienstbar in diesen Wochen.

Venus aber in Skorpion wandert durch den Verzicht in jenem, seinem Tierkreis-Zwölftel, das die Existenz aller in je einem Zwölftel  möglich macht. 

Es ist die hilfreiche Zumutung des 'hilfreichen Gebildes" an alle Geschöpfe,  sich seiner Ordnung  zu unterstellen.

Jetzt Venus in Skorpion für Stier und Waage: Seelische Erfüllung durch Verzicht auf mehr als genügend: Besitz und Liebesfreiheit.

Das beschreibt die Lage von Sonne, Mars und Merkur nächste Woche, und mithin von; Widder, Zwillinge, Löwe und Jungfrau, oder Impuls, Intellekt, Emotion und Anpassung.

Dem wiederum ist Uranus  unterworfen und diesem der Ursprungs-Geist in der Stier - Herde.

Soweit die allgemeine Lage.

Hier nun die Besonderheiten der Woche:

Resonanzen der Gegenwart:

Venus: Schönheit und Reichtum, derzeit im Skorpion-Kloster des Verzichts, empfängt in die Woche hinein noch die Resonanz von Saturn, der  auf das außerzeitlich Bleibende orientiert = was ist es, das von uns bleibt, für das zu leben ist?

Die Saturn- Stimmung  der letzten Woche nimmt nun ab und anschwillt die Stimmung durch Uranus, die sagt: 'gerade darüber, über das Bleibende ist not, sich  zu 'erheben', denn das Bleibende bedarf stets erneut des Ursprungs im Geist des noch-nicht-Dagewesenen im Stafettenlauf der Momente.

Merkur: er, sie, es,  Analyse und Artikulation,  Erforschung und Erzählung, im Bereich von Welt und Seele, dreht eine Runde in die Rückläufigkeit, (er geht in die Gegenkurve, von der Erde aus gesehen, um die Sonne) um die zentrale Resonanz mit Pluto in Steinbock, mithin  zwischen Geist und Vorstellung, IV. und III. Quadrant. Der Charakter-neutrale Merkur und der strenge Pluto sind im Sinne der Einheitsforderung des Tierkreises aufgefordert, ein Einheitsprodukt wachsen zu lassen aus Treue und Nüchternheit im Dienste der balancierenden Venus.

Soweit die kon-Stellationen auf der Ebene der 10 Götter/Archetypen.


 Konstellationen auf der Ebene der vier Elemente: und hier

diese tiefere Ebene ist weniger differenziert, gleichsam 4 elementare Sockel für die Gestalten der 12 Tierkreiszeichen. Diese Sockel aber haben, wie die Titanen,  selber Gestalt, die sie auf Zeit empfangen in Königskonjunktionen von Saturn und Jupiter.

Man könnte an die Mythen der Titanen denken, die den Olympischen Göttern als kosmische Väter und Mütter vorangehen und von ihnen nach Kampf lange in die Tiefe verbannt waren.

Es sind vier Horoskope, Zeit-'Stempel' , gültig für ca. 800 Jahre, welche die Vor-Formen anzeigen, die dann auf der höheren Ebene der 12 Zeichen ihre spezifische Prägung erhalten.

Beispiel:



Erd- Pluto
das hilfreiche Gebilde
auf 6,8° Fische
und die Fische-Sonne eines jeden 
mundanomaniacs

wie zb. des in Murnau
* 26. 2. 1942





aufgrund des Irrtums vom Meister Wolfgang Döbereiner hinsichtlich der aktuellen Königskonjunktion im Erdelement, wusste der Murnauer mundanomaniac die ersten 25 Jahre nichts von dieser Konjunktion.

Nun zu dieser Woche:



38. Woche 2021


In Stier: Uranus auf dem Uranus des Feuer-Elements. Feuer ist stets das Frühe, der Erst- = Energiezustand des Kosmos im Bild des Ur-Knalls.
Uranus, Herrscher des Himmels als Wassermann, der den Planeten bewässert. Ort des Geistes und seiner Gestalten in Wolken des Ursprungs. Alle Ursprünge, als entweder männlich oder Weiblich haben in Wassermann ihren Ort und in Uranus ihren Auslöser.

Uranus = Geist dessen, was zum ersten Mal Gestalt des Künftigen annimmt

in Stier = in geschlossenen Kreisen:

Zum Beispiel: 

17. 12. 1968

Berlin erste Spaltung
des Urans


zurück zur Woche: es sind die schnellen Übergänge, die nicht das Charakteristische so epochal festhalten, wie  Übergänge jenseits von Jupiter.

In Waage
Momente
diese Woche
für Mars und Sonne



und Merkur's Verzicht auf das persönliche Liebesspiel
im Zeichen der Waage
durch Pluto
der Luft (= des Denkens)

(von mir noch nicht noch nicht bewusst wahrgenommen)

Anmerkung: Der 'böse' Pluto ist nur böse, wenn ' das hilfreiche Gebilde' verletzt wird durch Extreme, ansonsten ist er der hilfreiche Helfer, der das Verzichten-können fördert, dort wo es erforderlich ist.

Venus: 



Venus in Skorpion
Reich an Sammlungen
der Bilder des Opfers
in
 Vereinigung mit
Neptun des Wassers
 der amoralischen
Unschuld 
des kindlichen Fühlens

nach der Woche mit Wasser-Fühl-Uranus und Luft =-Denk-Mond--Titan des Fühlens.

Auch hier kommt vom Wasser-Element die unbewusste Spritze, zur Auflösung von Extremen der
ideellen  Abweichung vom mittleren Weg der sich zwischen den beiden Ufern des mäandrierenden Stroms Leben bewegt.

Daher, allein Sünder = 'zwischen den zwei Ufern',  sind geeignet zur Erlösung.

Murnau, 20. 9. 2021, UTC: 14:10.un 14:51.

Entwurf, 19. 9.2021, UTC 15:26

Dokumentation:


.










Dienstag, 28. November 2023

Wunder der Einsicht - Gibt es so etwas? Brief an einen einfachen Astrologen

 



Lieber Dieter, ich habe mir erlaubt, den Anfang vom sehr dichten Text, den Du mir geschrieben hast, ein wenig zu gliedern, dass ich ihn besser bedenken kann. Du schreibst:

 

 

für mich gehören das „wunder“ und das „bare“ zu „UNSERER EINEN WELT“. 

 

Der Geist setzt das Material Erde voraus. 

Wer versteht, dass das Material unserer einen Welt

unserem

Geist vorausgeht, ihn immerzu formt,

 


ich:

wenn Du für „Geist“ Gott setzt

dem das Material‘ vorausgeht

sagst du


         "Das Material“ war zuerst da


 'Gott ist Geist' sagt Jesus  

so gibt es 

vor um und hinter "unseren Geist"

immer Gottes Geist

den Geist der Schöpfung


 Er schwebt für mich von Ewigkeit zu Ewigkeit

im Kreis immer über jenem Wasser 

das die Griechen OCEANOS nannten

uns umströmend

 

Also auch unter der 12-ständigen Zeit-Tafel jeder Woche

um die das Weltall kreist

uns Seinen Söhnen bleibt, seine Spiegel zu putzen

unsere Seelen - einstweilen, 

wie es – unbegreiflich für viele gebildete -

einfach zu begreifen - für einfache Menschen ist,  wo

ein Vladimir Putin, liebevolle Russe, einfacher Mensch

an der hohen Tafel der Russischen Zivilisation, seit 20 Jahren,

es seinen Landsleuten und deren Kindern vorlebt 

und der nun im dritten Jahrzehnt seine bescheidene

Tagesform verstehenden Herzens an der hohen Tafel

unseres Planeten  Mars Sonne- Herz+ Energie - im kompetent/

versöhnlichen Schütze-Geist den Männern und Frauen der Welt vorlebt.

 

Wie an diesem ‚stillgestellt gedachten ‘ Tagesrad der Woche

die stillgestellten unsichtbaren Achsen des Häuserrades

im Zeitenfluß zu sehen sind über ihren Planeten - 

 Roulett

 der 48. Woche 

Einsatz:

 die Götter

 

                                


Wie sie zum frühen Nachmittag  in den 6 Spiegeln ‚stehen‘ und der (hier unsichtbare) Mond aus Zwillinge -  Dieter,  da komm ich - aus dem Zwillingen der sprachlichen Welterklärung,  beglaubigt durch Krebs-Fühl Anima Mond, der ich,  Mond -  Sonne Mars und Merkur in Schütze - gegenüberzutreten bewogen bin,  aufgefordert,  die Erstgeburt des Materials hinzunehmen ...

 

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde

Und die Erde war wüst und wirr

Und Finsternis lag auf der Tiefe

 …

Und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser

 

 

Das Erste Tag jedenfalls, anders als der Anfang,  ist Ruf und Licht und Feuer und setzt einen Rufer voraus der dem  Licht, aber nicht dem Dunkel gebietet.

Und der in den sechs Tagen das 'Gesicht' Gottes in den sechs Spiegeln  aus dem  Material hervor-gerufen hat, die im Material bis dato ungerufen geschlummert haben

 

 

Du weiter: damit er (mensch) für das Material unserer einen Welt durch das Mittel seines wissenschaftlichen Denkens ein begrenztes Verstehen entwickelt

 

und dadurch ein Verständnis für unsere eine Welt erschafft,

 kann (er) nicht, niemals und an keinem Ort seines Hier-Seins ein überheblicher Trottel werden

 

außer er kommt von der Seele her und ihm ist das Material wurscht vor seiner eigenen Tiefe (das ist jetzt unbedacht)

 

Aus wessen so beschriebenen Verstehen und dessen Verständnis heraus für unsere eine Welt als das Urteil einer bescheidenen und begrenzten Vernunft hervorkommt, kann eben kein dämlicher, egoistischer und privateigentümlich lebender abstrakter Rest-Mensch, ich nenne ihn Bürger-Mensch, sein. 

 

Deshalb: Weil aus einer menschlich vernünftigen Deutung unserer individuellen Zeitlichkeit nur die Bescheidenheit zum Begrenzt sein als einer zu befolgenden Lebensaufgabe folgen kann, sind Deine Deutungen „wunder“, weil ich mich über sie wundern und so zu einem Wunder für mich werden lassen kann, wenn ich denn ihren Einsichten folgen kann. Und das kann ich ohne Wenn und vor allem ohne ein einschränkendes überhebliches Aber. 

 

„Bar“ sind Deine Deutungen, weil sie wirklich ein „bares“ Gut sind. Du zahlst mir zu meinem Geburtstag mit etwas Barem. Das hat einen Wert. Ob Du willst oder nicht. Das besondere an Deinem baren Wert ist jedoch, dass es weder Natur, noch eine Sache, noch Geld, noch ein Recht, noch ein Rechtstitel auf etwas Bares, sondern ein Geist aus Deinem Barem, also aus Deinem individuellen Wert-Vermögen, der aus Gefühl, aus Verstand und aus Vernunft besteht, ist.

 

Und diese drei, gekoppelt mit dem Wunder der Einsicht in die eigene Bescheidenheit unseres begrenzten Geistes aus Erde, sind das Wunderbare Deiner Deutungen. Ich zitiere deshalb hier noch mal zwei Deiner Sätze, die ich als Geburtstagsgeschenke gedeutet und begriffen habe: 

 

„… von Skorpion zu Schütze

von Pluto zu Jupiter

von der Anklage zur Verteidigung

vom Verzichten zum Verstehen …“

 

und:

 

„… Aus Saturn, - 'Erde im Geist' - spricht immer das 'Maß für alle'. Bescheidenheit ist daher das oberste geistige Gebot, wenn Mensch es mit Geistesdingen bewusst zu tun hat. Andernfalls droht die psychische Inflation, sie sich gerne coach  usw. nennt. Wer, wenn nicht Gott - ist der 'coach', von ihm sind die 12 Monate des Jahres, ist die Ordnung der Natur. … „

 

Also, mehr kann ja in einem Geburtstagsgeschenk nun wirklich nicht drin sein.

Und noch ein bisschen großes Bares steckt auch noch drin.

 

Wenn Du aus den Sternen deutest, dass wir unseren menschlichen Verstand und dessen begrenzte Vernunft, unsere eine Welt, niemals mit der Omnipotenz der Allwirksamkeit einer Vorstellung Gottes werden begreifen können, liegt in Deiner Deutung auch der Hinweis darauf, dass wir uns dem Un-Sinn eines Fühlens derselben, geschweige denn selbst des Versuchs eines Denkens derselben als unserer einen Welt nicht hingeben sollten.

 

Besonders hier tritt die Bescheidenheit zum individuellen Leben erneut in ihre wichtigste Aufgabe. Die besteht einfach nur darin, dass wir uns der Zeitlichkeit unseres Hier-Seins als würdig erweisen, indem wir ahnen, dass es eine eine Welt für uns gibt, ohne dass wir in ihr rumfukkeln können oder gar sollen.

 

Deshalb sollten wir uns damit begnügen die uns als Menschen mögliche Würde zu leben.

 

Diese kann niemals in unserem egoistischen privateigentümlichen Bürger-Mensch-Sein liegen, sondern allein nur in einem uns durchaus möglichen materiellen Wir-Sein. 

 

Das hat unsere Gesellschaft des Menschen-Rechtsstaates und des ihm korrespondieren, die Würde des Menschen verachtenden Real-Existierenden- Kapitalismus weder verstanden noch wird sie das je umsetzten.

 

Vielmehr müssen diejenigen Bürger-Menschen, die Deine Deutungen an sich heran lassen, verstehen, dass die Menschenwürde als Ziel einer bürgerlichen Vergesellschaftung von ihr, aber letztendlich damit auch von ihnen selbst, auf Nimmerwiedersehen in den Arsch getreten wird. Denn, es kommt ja doch eher selten vor, dass ein armer Flüchtling als ein Mensch mit Menschenrechte wegen seiner Würde als Mensch aus dem Mittelmeer gezogen wird.

So, das war’s dann mal.

Grüße an Irma und seid umarmt von mir.

DF.

 

Hier nun am Nachmittag des 28.  Freude über  Dein Denken und  gleich nach Kaffee und Kuchen mit Irma

Noch ein paar Zeilen zu uns:


„Wenn der Mensch nun aber die Gegensätze in sich

geeint hat, so steht seiner Erkenntnis nichts mehr im

Wege, den einen Aspekt der Welt wie den anderen 

objektiv zu sehen. Die innere psychische Spaltung 

wird ersetzt durch ein gespaltenes Weltbild und

zwar unvermeidlicher Weise, denn ohne diese 

Diskrimination wäre bewusste Erkenntnis 

unmöglich. Es ist in Wirklichkeit keine gespaltene

 Welt, denn dem geeinten Menschen steht ein

‚unus mundus‘ gegenüber. Er muss diese eine Welt 

spalten, um sie erkennen zu können, ohne dabei zu 

vergessen, dass das, was er spaltet immer die eine 

Welt ist, und dass die Spaltung ein Präjudiz des

 Bewusstseins ist.“

 

Pauli-Jung, Briefwechsel 1032 – 1958, [71]

 Du hast mich durch Deine EINE WELT stark angeregt in meinen ’unus.mundus‘ Zitaten zu stöbern.  

 Ich habe in der zweiten Hälfte meines Lebens in C.G.JUNG alles gefunden, was ich nicht selber habe, eine ungemein fruchtbare Beziehung. Und, was ich auch immer bin, mit drei Planeten in Stier bin ich auch ein politisches Tier, dem es um die   Societas geht, und mit dem Herzen/Sonne ganz oben geht es nun mal um die oberste Tafel, die oberste vorgefundene kollektive Struktur, symbolisiert durch das kollektive Bild des Throns.

Was die Eine Welt angeht, so ist sie für mich als der Spiegel der sechs Schöpfungstage wöchentlich gegenwärtig, wie jetzt


der Segen im Alter ist, man darf auf unaufgeregte Weise mit Gott reden, wenn er will schickt er den Traum von der ‚obersten Tafel‘ mit ihren 12 Stationen ist Gottes Erkenntnis der Maße der Schöpfung, die allem Sein zugrunde liegen denen ich folgen darf in der
  Welt  im Geiste des Psalms 82.

Und wie ein Kind darf ich den Sinn studieren des Tages, des Moments, des Lebens, ... ihn vergessen und im Leben wiederfinden.

Zum Schluß noch ein paar Zeilen von JUNG, den ich für ungemein diszipliniert denkend erlebe, was meiner fließenden Verfassung geradezu wie das Wasserrad entspricht.Wie JUNG schöpfe ich den Sinn aus dem TAO.

 Also nochmal JUNG:

"Was die Integration von Persönlichkeitsteilen anbetrifft, so muss man sich der Tatsache bewusst bleiben, dass die Ich-Persönlichkeit als solche die Archetypen nicht enthält, sondern nur von denselben beeinflusst wird; denn die Archetypen sind universell und gehören zu einer kollektiven Psyche,  über die das Ich nicht verfügen kann. So sind Animus und Anima Bilder welche archetypischen Figuren darstellen, welche zwischen Bewusstsein und Unbewussten vermitteln. Sie können als solche zwar bewusstgemacht, aber nicht in die Ich-Persönlichkeit integriert werden, das sie als Archetypen auch autonom sind. Sie verhalten sich also wiederum wie das Gottesbild, das sich zwar in der Welt objektiviert, aber dessen unbeschadet auch an sich ist im Unus Mundus.

Bd. 2, S.177

 

JUNG:  „dass die Ich-Persönlichkeit als solche die Archetypen nicht enthält, sondern nur von denselben beeinflusst wird;“

Dazu ich: wenn die Archetypen außerhalb von uns sind aber uns beeinflussen können, so muss so etwas, wie strukturelle ‚Andockstellen‘ für die Archetypen in uns, unterhalb der Ich-Persönlichkeit existieren, wie die Kontinent-Sockel unterhalb der Kontinente, wie die Elemente unterhalb der Zeichen.

 

JUNG weiter:

Ich selber bin von der grundlegenden Analogie zwischen physikalischen und psychologischen Entdeckungen zutiefst überzeugt, Mit dem verstorbenen Prof. Pauli habe ich oft über dieses Problem diskutiert; auch er war fasziniert von dem, was er die Widerspiegelung nannte, denn sie ist die Ursache der Existenz zweier Welten, die in Wirklichkeit durch das speculum, den in der Mitte liegenden Spiegel, verbunden sind. Wie Prof. Fierz in seiner Rede bei Paulis Begräbnis sagte: Spekulation kommt von speculum. So wird die „Spekulation“, eine typische Form des Innewerdens, zum eigentlichen Zentrum der Welt, zur Grundlage des Unus Mundus.

 

Anmerkung JUNG:

‚Unus Mundus‘, Alchemistischer Begriff der <<einen Welt>> in der sich die Gegensätze einen. Im Sinne JUNGs das kollektive Unbewusste als gemeinsamer Hintergrund von Mikrokosmos (Psyche) und Makrokosmos (Physis).


Soviel mein lieber Dieter hast Du in mir angeregt

lieben Gruß


Murnau 28. 11.2023:  UTC 18:04.