Montag, 11. Januar 2010

Humane Astrologie oder galaktische Astrologie?


11. - 18. 1. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
(Anklicken vergrößert)


Zur Nord-Süd – Frage aus der Verbannung.

In Oberlandlers heimischen Stall kaut mundanomaniac seine  braungrünen Rüben und spricht zu Oberlandler rauf,
wer ihm einige Zeit schon  durchs Herz zieht …
die, endlich doch geschätzten, Bestreiter dessen, dass Widder den Frühling bringt… und keiner sonst.
„Doch“, sagen sie, „gegenüber im Süden  bringt die Waage den Frühling“.
Und begreifen nicht, können (konnten?) offenbar nicht begreifen, dass sie das gar nicht dürfen. Einen Archetypus umkehren im Sinn – das lächerlichste Unterfangen das denkbar ist.
Als ob wir gefragt wären.
Aber gut – am Äquator wird Widder zu Waage. Fragt sich nur wann?
Dass ihnen eine Umkehr im Archetypen - Sinn - als Erdenbewohner - nicht zusteht, das müssen meine Bestreiter,  „übersehen“, solange sie die Paradoxie nicht bewältigen können im Denken. Paradoxie am Äquator ist keine Sinn-Umkehrung, sondern der Übergang in den  komplementären Kalender.
Niemand außer Gott, der unbekannte himmlische Urmacher hat es gefügt, dass der Frühling die Lämmer bringt, den Reichtum der Menschensippen, so, sagt Mundanomaniac, würden die Tiere sprechen, wenn sie Menschen wären.
Und dass dem Frühling der Sommer folgt, diesem aber der Herbst und nicht der Winter …
Oder, - ohne „Gott“ : das haben Sonne und Erde so unter sich ausgemacht, da sind wir Erdlinge gar nicht gefragt – mit Verlaub.
Tierkreis bleibt Tierkreis, Zeichen bleibt Zeichen in komplementärer
Voll Ständig Keit
Niemals  kann Sinn sich ändern
Wandeln kann der Strom kreisend – von Sinn zu Sinn

Folglich muss unser Denken mit einer Spaltung der Astrologie fertig werden.
Man kann diese Spaltung vor sich herschieben, wie die Zentralbank die Schulden eines Landes,  aber irgendwann muss und wird sie geschehen müssen, die Spaltung: und mit dieser Spaltung zwischen passend und nicht-passend,  ist es, wie mit der Liebe: wer sie im Leben nicht zustande gebracht hat, dem wird sie auch im Tode nicht geschenkt, sondern fehlen im Jenseits.
Es ist der Kalenderbetrug am Äquator der Kalenderbetrug der Nordwestlichen Welt am Süden , und es ist die Charakterlosigkeit des Südens, leider, der seinen eigenen Kalender nicht reklamiert.
Folge: die lückenlose Lüge mit der Sprache.  George Orwell, „New  Speak“: Schlecht ist gut, Frühling ist Herbst, Sommer ist Winter, das Südhalbkugel-Jahr beginnt am 1. Januar.
Behalten die heiligen Tierkreis-Zeichen  ihren Sinn unbeschadet, so beginnt der 20./21. März auf der Südhalbkugel am 22./23. September.
des Nordkalenders. Das hat Gott geschaffen: jeder Hälfte ihren Kalender. Das kann auch eine Astrologenkonferenz in Kapstadt nicht ändern. Sie kann sich nur zum Narren machen, der die Weisheit des Königs herausfordert –.
Nur auf diese Weise,  nur abwechselnd, kann der Widder den Frühling auf der ganzen Erdkugel regieren.
Nun gab es zuerst nur die  von der menschlichen Seele gefundenen Stern-Bilder des Himmelsjahres unter den strahlen klaren Nächten des nichttropischen Südens …
In diesen Bildern „erkannte“ der Mensch der subtropischen nördlichen Breiten mit ihren strahlend klaren Wüstennächten. Er „erkannte“ ohne zu wissen, er registrierte und notierte am Himmel das Spiegelbild der Welt …

„Die Wissenschaft fing bekanntlich bei den Sternen an, in welchen die Menschheit ihre Dominanten des Unbewussten, die sogenannten „Götter“, entdeckte; ebenso die seltsamen psychologischen Qualitäten des Zodiakus: eine ganze projizierte Charakterlehre. Astrologie ist ein ähnliches Urerlebnis wie Alchemie. Solche Projektionen wiederholen sich überall dort, wo der Mensch ein leeres Dunkel zu erforschen versucht und unwillkürlich mit lebendiger Gestalt erfüllt.“
C.G.JUNG, Psychologie und Alchemie, GW XII, S. 286



Es ist nun ein Irrtum, zu glauben, daß die Alten am Himmel tatsächlich Bären und Schlangen erblickt hätten; das ist Mythologie, die uns allen innewohnt und die darum ein jeder von uns wieder an den Himmel projizieren kann. So hat auch unsere Wissenschaft bei den Sternen angefangen. Dort entstand unser Weltbewusstsein und von dort haben wir die Wissenschaft geholt. In den Sternen liegt zugleich das Allertiefste unseres Inneren verborgen.
C.G.JUNG, Kinderträume, S. 379.



Die Astrologie hat nämlich in Wirklichkeit mit den Sternen nichts zu tun, sondern ist die 5000 Jahre alte Psychologie des Altertums und des Mittelalters…
Sie haben ganz recht mit ihrer Auffassung, dass die Menschen, die sich einer dieser Richtungen mit Haut und Haar verschreiben, die eigentliche Erfahrung ausschließen zugunsten geglaubter Annahmen, von denen sie aber nicht wissen, dass es bloße Annahmen sind, sondern von denen sie glauben, dass es Erkenntnisse seien.
Aber auf allen diesen fragwürdigen Gebieten gibt es wenigstens Etwas, das wissenswert ist, und das unser heutiger Rationalismus etwas zu rasch verworfen hat. Dieses Etwas ist projizierte Psychologie.“
C.G.JUNG, Briefe I, S. 81f.




Die Astrologie hat nur insofern mit den Sternen zu tun, als an den Sternen der Geschehensablauf gemessen wird ...
C.G.JUNG
... hat sie aber gemessen, so muss sie Psychologie sein, denn sie sortiert nach den allgemeinen, kollektiven, universellen uns innewohnenden Bildern.
Mundanomaniac



Orientalisches Messen vereinte sich mit griechischem Geist …
Gesehene Sternbilder wurden zu gedachten Zeichen wurden zum Tierkreis des menschlichen Denkens,
 der beständig, ein kreiselndes göttliches Urwerk, durch die Jahrtausende rückwärts durch den Kreis der Sternbilder wandert – in 26 000 …  Jahren einmal im Kreis.

Der Tierkreis ist die vom Menschen gedanklich übernommene Zeitschlange,   
  eine gedachte Schlange im Rund der gleichnamigen Sternbilder langsam rückwärts
kreisend mit ihrer gespaltener Zunge züngelnd aus
 0° Widder:  
den zuckenden Flammen des Widders.

Erstaunlich, einen Esel so reden zu hören:

Vergesst was war – im Herzen - nicht im Hirn.
Es ist alles neu – wo Gott ein Menschenherz (wieder) findet.
Es wird alles Heil - Jahrweise.

Und noch etwas, brummt es aus dem Stall,
es waren unzählige Male das Maul der Sternbilder und das Maul des Tierkreises, an derselben Stelle, alle 26 000 Jahre wieder ... Frühling des Erd Halb Jahres mit Sonne im Tierkreiszeichen Widder  und im Sternbild des Widders
Bemerkenswert: diese Zeit wird „Zeitenwende“ genannt.
Der „Frühling“  der „siderischen“, (ich nenne sie die abergläubischen) Astrologen, kommt, wie  sie sagen, auf der Erde mal im Widder und mal in der Waage.
Aber ihr Frühling beginnt in Wahrheit mit der Sonne anfangs des Sternbilds des Wassermanns, des  Hochwinters (andere Siderische sagen: 6° Fische, beginnender Spätwinter). Wenn wir neuntausend Jahre warten, ist bei „den Siderischen“ in der Tat Frühling, wenn die Sonne ins Herbstbild am Himmel, ins Sternbild der Waage eintritt.   
Das nennt  sich also siderische Astrologie, muss alle zweitausend (...) Jahre umgestellt werden und die Inder sollen brillant darin sein …
Nochmal zurück von den sidera, den Sternen,  zum irdischen Himmel: Frühling ist, wenn die Sonne zur Tag- und-Nachgleichen in die Himmelshälfte über der Nord(Süd)halbkugel wechselt,  das heißt, sie ist dann auf
0° im Zeichen Widder im gedachten Tierkreis …
oder
anfangs des erblickten  Sternbilds Wassermann

Die Siderischen dürfen sich daher im Denken und Deuten nicht auf die irdische Natur beziehen, sonst stimmen alle zweitausend Jahre ihre Bedeutungen nicht mehr. Daher produziert das menschliche Denken zur Abwehr an dieser Stelle den pro-siderischen-Einwand gegen die Tierkreis-Astrologie: „Jahreszeitendogma“. Soll sagen: die Jahreszeiten haben mit dem Himmel nichts zu tun.
Wenn sie die natürliche Wirklichkeit wie sie die Erde hat, aus der Astrologie ausklammern  - im Container der Vorstellung eine leichte Übung  – brauchen die Siderischen sich um die Übereinstimmung der Astrologie mit irdischen Maßen nicht mehr zu kümmern. Nur, sie verlassen dann  das uralte „wie oben so unten“, dafür sind sie dann galaktisch.
Galaktisch, wahrlich in der Größenordnung,  sind die Zeiträume der indischen Mythologie wo Zeitreisen in  Zeitkreisen  zwischen 1.200 und 360.000 Menschenjahre dauern. Und … es gibt noch Götterjahre.
Es gibt vielleicht keinen Grund, dass diese stehengebliebene Denktradition nicht irgendwo reif und fruchtreich sein könnte, im Zusammenhang mit Träumen und Gesichten usw. und – in Indien.
Es gibt aber allen Grund bei der Vermischung beider  Astrologien,  der Zeichenastrologie und der Bilderastrologie  kräftig zu schnauben und zu prusten. Denn sie  ist unbekömmlich.
Man sollte sich entscheiden und man sollte sich unterscheiden. Sonst kann einen Gott vielleicht nicht finden.
Zu alldem kommt, im  tropischen Indien, wie in allen tropischen Ländern, gibt es keinen Frühling, sondern Regen und Trockenzeiten. Die können nun eher auf den Tierkreis der gemäßigten und subtropischen Breiten verzichten. Aber:
Allein an der Kalenderlüge entzünden sich alle Sinnlügen
Stets gilt: der Kalender der Eroberer ist die Wurzel aller Entartungen.
Immer ist die Rettung der einsame Weg, denn allein auf ihm kann das verirrte Schaf Mensch von Gott wiedergefunden werden: auf dem  einsamen Weg des kindlichen Herzens – so, wie Gott es gemacht hat – das schuldlose Herz des einsamen Menschenkindes im Menschen.

Gespeichert: 11.1.2010, UTC 16:02, gepostet:UTC 16:35.




Kommentare:

  1. "Folge: die lückenlose Lüge mit der Sprache. George Orwell, „New Speak“: Schlecht ist gut, Frühling ist Herbst, Sommer ist Winter, das Südhalbkugel-Jahr beginnt am 1. Januar.
    "

    Volltreffer! So schauts aus!

    Der Berg greiste und gebahr eine Maus:

    http://www.astrologix.de/cgi-bin/forum/forum.cgi?az=read_count&om=2242&forum=ForumID9&omm=0&auto_sense=on

    Mit astralen Grüßen
    lunaticus

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  2. An Lunaticus:

    >Der Berg greiste und gebahr eine Maus<

    Interessante Variante, die ich nur so kannte:

    Parturient montes, nascetur ridiculus mus-
    Die Berge kreißen,
    geboren wird eine lächerliche Maus..

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    Lieber Mundanomaniac,

    für astrologix ein Glücks-Fall:

    aus Deinem heimischen Domizil
    gerade durch Dein Exil

    Deine weitere Erhöhung
    der Nord-Süd-Globussion!



    Würdigend
    grüßt
    Mythopoet

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