Dienstag, 6. November 2007

Skorpionfrage: Macht oder Erlösung ?

















5. – 12. 11. 2007 in der Matrix des Tierkreises und der Königskonjunktionen der vier Elemente

(zur Vergrößerung anklicken)

Binnen einer Woche haben mich zwei „ungläubige“ Hamburger, Freund und Bruder, auf das Buch des „Atheisten“ angesprochen, sie meinten den Bestseller eines englischen Evolutionsbiologen namens Dawkins. Gelesen hatten sie es nicht, aber, Freunde, Fernsehen, oder Feuilleton, Religion beschäftigt uns jetzt alle. Mir war das automatisch vor Augen seit dem Einsturz der Twin -Towers in New York. Nach der Prestige-Psychologie unserer Mc. Donald –Zivilisation, war die Aktion nicht zu toppen.

Automatisch war seitdem klar, Bin Laden ist der Meister-Trainer. Und glauben ist siegreich.

Jetzt sind seitdem hier alle in einer Verlegenheit. Woher nehmen, den Glauben?

Und jetzt Dawkins: Wir haben ihn doch längst, den Glauben – Atheismus!

Aber an diesem „Bestseller“ erweist sich die Ohnmacht - wer wäre bereit, sich für diesen „Glauben“ (sinngemäß) in die Twin – Towers zu stürzen – darum aber geht’ s.

Die aus der „normalen“ Welt, die mich Verrückten auf Religion ansprechen – sie haben alle eins gemeinsam: sie haben keine Zeit – sind mehr oder weniger ausgelutscht, ausgebrannt, gehetzt – auch und gerade die, die tun, was sie gern tun.

Es ist die Gesamtumdrehungszahl, in die alle einbezogen sind, – bei großer Ratlosigkeit - die allen das Mark aussaugt.

Und die Muslime? Wahnsinn, selbst die aktivsten und fleißigsten – fünfmal unterbrechen sie alles am Tag – und sprechen mit ihrem Gott – seit 1385 Jahren.

Nur – wenn dem Muslim die Zukunft gehört, die einzig unverbrauchte Hoffnung, wie ich glaube – und, was ich begrüße, denn als Astrologe darf ich in ihr mich etwas mehr zu Hause fühlen – trotzdem – was bedeutet das für mich als Einzelnen, der ich aus allen Kirchen ausgetreten bin, indem ich aus der evangelischen austrat?

Nun gibt es bei den Muslimen keine Kirche. – Kann man sagen, es gibt Gemeinden? - Zu einer solchen jedenfalls gehöre ich in einem gewissen Sinn, aber diese Gemeinde ist der Freundeskreis der aus dem Herzen entstanden ist; meine Moschee ist die Wohnung in der ich mit der Frau, die ich liebe, wohne, wo unser Altar steht, lässt sich danken.

Und neben dem Koran sehe ich die Thora, sehe ich das Neue Testament, das Tao te King, die Veden und Upanischaden und die Erzählungen der Buschmänner von der Mantis, sehe ich Hesiods Erzählungen, Homers Gesänge und Äschylos Dramen von Titanen, Göttern und Helden, sehe ich Platons Texte über den göttlichen Wahnsinn und die Tänze der Hopi mit den heiligen Mächten der Jahreszeiten, und das Gericht der Göttin Nut im Totenbuch der Ägypter und - was aus dem Strom lebendiger Gottheit je Menschen angefasst und zu Wort und Namen gefunden hat – es hat keinen Anfang und kein Ende. Und sucht doch Heimat im Diesseits unserer Herzen jeden Tag, und allem vorangehend und, alles umfassend, sehe ich die göttlichen Uhren und den Tierkreis.

Mohamed wurde von Gott angefasst, als er auf dem Berg war, H.P. Kerkeling, so wird mir gesagt, geschah es kürzlich auf dem Jakobsweg und ich, zum Beispiel, lief durch die Mönckebergstraße vor einem Vierteljahrhundert. [1]

Rat kann ich keinen geben.

Es ist wie mit dem Brahman:

„Was immer die Mühen zwischen Himmel und Erde sein mögen, deren höchste Stufe ist das Studium; das Ziel dessen, der so wissend sein Studium betreibt. Darum soll einer sein Studium betreiben.“ (Shatapatha-Brâhmana XI 5,7)

Der Tierkreis rät. Aber, was nützt der Tierkreis dem, der ihn nicht studiert?

Wer aber ihn studiert, dem melden die Zeichen, zum Beispiel was es bedeutet, wenn die Sonne und ihre Planetenkinder durch den Skorpion wandern:

Tierkreis-

zeichen

Königskonstellationen


Feuer

Erde

Luft

Wasser

Summe

Widder

1




1

Stier

1

1


1

3

Zwillinge

1




1

Krebs


2



2

Löwe


1



1

Jungfrau

1

2



3

Waage

1

1

3


5

Skorpion


1

2

5

8

Schütze

5


2


7

Steinbock



2

2

4

Wassermann



1

1

2

Fische


2


1

3


10

10

10

10

40

Also verzeichnet der Tierkreis die Resonanzquellen der vier Elemente und wir können studieren, wie sie sich in Resonanz mit den „täglichen“ Lichtern und Planeten „äußern“ – und die grünen äußern sich ja eben nicht, sondern „innern“, weshalb wir das schöne Wort „erinnern“ haben. Welches ist also der Monat, wann ist besonders Zeit zurErinnerung?

Nur auf das selbst Erfahrene kommt es an in der Religion.

Zeit brauch man dafür und Muße und wenn man sie nicht hat, hilft nur eins: beten im Herzen für ein Wunder.

Gespeichert UTC 12:54, gepostet:15:14.


[1] s. Stadtplan Hamburg.

Freitag, 2. November 2007

Inneres Gemurmel an der Ache

oh trinke Morgenluft bis




dass du offen bist

(Hölderlin – Germanien)



Menschenbeifall


Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll,

seit ich liebe? warum achtetet ihr mich mehr,

da ich stolzer und wilder

Wortreicher und leerer war?

Ach! der Menge gefällt, was auf dem Marktplaz taugt,

Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen;

An das Göttliche glauben

Die allein, die es selber sind.

(Hölderlin)



26.7.1875

papa fou








C.G.JUNG




Mensch


die

schöpfende

Hand

ist

die

offene

Hand




das Kreuz










hat

die

Sinntür

hinab






hat die

Seintür

hinauf












dir begegnet

die amour fou

die du vordem

erschaffen hast

bonus oder malus

links oder rechts

in tausend Begegnungen


























gepostet 14:08 UTC

















































Donnerstag, 1. November 2007

Drei Raster des "Undenkbaren" (Nördlich von Mossul, Fortsetzung)

An Allerheiligen, Fortsetzung vom Reformationstag.


Ein Grund dafür, dass nur ein Bruchteil von der Konstellation her wahrscheinlicher Katastrophen sich tatsächlich realisiert, liegt darin, dass die Fortsetzung des normalen Verlaufes gewissermaßen mit mehreren Riegeln gesichert ist. Und welche Gefahr manchmal über unseren Köpfen schwebt weiß ohnehin nur der Astrologe.

Zu den „Riegeln“ gehört die Tages-Konstellation. So geht bei der Katastrophe von Longarone und seiner Nachbargemeinden 1963 aus dem Vergleich beider Horoskope hervor, dass sowohl das Äquinoctium als auch die Tageskonstellation vom 9.10.1963 die verhängnisvolle Signatur einer Saturn/Neptun – Konstellation tragen (siehe blog von gestern).

Im Falle des Mossul-Staudamms und seiner Risiko-Konstellation zwischen Januar und März gemäß Äquinoctium kommen nun die für eine Katastrophe erforderlichen Tageskonstellationen in der fraglichen Zeit nicht zustande.



Planetenpositionen zwischen dem 21.1. und 20.3.2008


Unter Auslassung der Lichter (Sonne,Mond) und der inneren Planeten (Merkur, Venus), die jeweils Betroffenheiten anzeigen durch das, was die äußeren, - nennen wir sie hier Schicksalsplaneten – zusammenbrauen, zeigen letztere, dass kein Neptun-Geschehen mit Saturn oder Mars verknüpft sein wird. Das einzige, was in dieser Zeit problematisch erscheint, ist die Mars/Pluto-Opposition, die wir schon einmal hatten im Frühherbst

Ignoranz und Feuer

die die Vorstellungsbesessenheit Plutos mit der Direktheit und Brutalität des Tür öffnenden Mars verbindet. Nun könnte man gedanklich konstruieren, dass ein Staudamm-Bruch immer die Zerstörung eines Plans bedeutet, des Plans der Ingenieure hinsichtlich des ordnungsgemäßen Ablaufs aller Funktionen. Aber die Verbindung zum Neptun auf ca. 21° Wassermann sehe ich einfach nicht gegeben und sie kommt auch nicht zustande durch eine theoretisch mögliche Zusammenballung von Sonne, Mond, Merkur und Venus beim Neptun unserer Tage.

Also: Von den Tageskonstellationen her Entwarnung für dieses Himmelsjahr (bis zum nächsten Frühlingseintritt).

Ein dritter „Riegel“ wäre noch in Betracht zu ziehen: er entstammt einem gröberen Raster, einer weiteren Masche. Während die Tageskonstellationen den feinsten Raster stricken, den Ein- bis Zweitagesraster, und die Äquinoctien Monatsmaschen in ein Jahresraster wirken, so zeigen die „Septare der Königskonjunktionen“ insgesamt zwölf Siebenmonatsmaschen in einem Siebenjahres - Kreis - Raster. Diese „Septare“, der Ausdruck stammt von Wolfgang Döbereiner, der sie in die astrologische Systematik eingeführt hat, werden als die bekannten „Solare“ errechnet, jeweils die fortlaufenden Geburtstage der Königskonjunktionen auf den Moment exakt gleichen Sonnenstandes. Diese Solare werden dann in einer rhythmischen Vergrößerung (x 7) für jeweils sieben Jahre gedeutet. Döbereiner geht von der Vorstellung aus, dass, wie bei einem Stein, der ins Wasser fällt, sich im Medium des Schicksals (oder in der Psyche) kreisförmige Wellen bilden, deren Abstände sich mit wachsender Entfernung vergrößern, und wo die Siebener- Entfernung, der Siebener-Ring sozusagen als Knotenrhythmus (siehe Woche), besonders aussagekräftig ist (neben dem Zehner-Rhythmus). Döbereiner weist darauf hin, dass die im Ausgangspunkt gleichzeitigen Momente als Wellen zu jeweils unterschiedlichen Zeiten an den Ufern des Sees eintreffen. (s. Döbereiner, Astrologisches Lehr- und Übungsbuch, Bde. 1-6).

Für den Zeitraum 2005 – 2012 ist das 30. Septar zuständig, das auf den 17.7.1831, UTC 22:37 fiel:



17.7.1831, UTC 22:37 nördlich Mossul, gültig für

Erdelement von 17. 7. 2005 - 2012

So ist zu entnehmen, dass der Ort und seine Umgebung das Schicksal der Zwillinge teilt, das heißt Umraum zu sein, Wege und Räume. Merkurs Standort ist im dritten Haus, unterwegs, heißt das. Das dritte Haus bedeutet aber Orientierungsfunktion für Krebs, bedeutet Krebs = Daheimsein das unterwegs ist, Krebs ohne Höhle, dem das möglicherweise unangenehme dritte Haus, das Unterwegssein, an diesem Ort verliehen ist. Das ist vielleicht unangenehm, wenn man nicht Nomade ist, es ist die nomadische Lage. Es ist das Unterwegs-Sein des Merkur und es ist Leben, Sonne des Erdelements, welche unterwegs sind in den Um - Räumen der Zentren - im Hinblick auf Sicherung, Nutzen und Beständigkeit nach Innen schauend – stets versucht, sich einzufühlen in ein Zu Hause Sein in den Symbolen der Erlösung („gefühlte“ Erlösung). Warum Erlösung? Weil Neptun aus dem Steinbock herunterfunkt, vom Berg ins Tal, vom Himmel hinunter in den Schoß der Familien, dabei die Räume unter die Resonanz seiner grünen Symbolen setzend. Wo an den Küsten und Tiefen der grünen „Wasser“ des Unbewussten die vollständigen Gestalten (die Künstler versuchen sie in unsere Bilder zu übersetzen) der göttlichen Psyche den Gottestraum „Leben“ spielen, da spiegeln sich in ihnen von „unten“ nur die segensreichen und zerstörerischen natürlichen Wasser dieser Welt.

Gott hasst ungebundenes, sagt Hölderlin, und wer im Versuch des symbolischen Lebens nicht davon ablässt, täglich Himmel und Erde durch sein Leben zu verbinden, der entlastet die Richt- und Waagschalen des Menschengeschlechts um das „infinitesimale“ Korn (Gotteszorn) das er selber ist“, so C.G.JUNG, und er spricht vom

„Wohl und Wehe des einzelnen Menschen, jener infinitesimalen Einheit, von der eine Welt abhängt, jenes individuellen Wesens, in dem – wenn wir den Sinn der christlichen Botschaft richtig vernehmen – sogar Gott sein Ziel sucht.“ (Ges. Werke, 10, S. 336.)

So gesehen zeigt in einer Konstellation Neptun sowohl den Horizont der Erlösung, wie die mögliche Katastrophe, denn Gott hasst Unverbundenes, auseinander Gerissenes zwischen Himmel und Erde. Und darum deutet, kann man den Astrologen sagen, Göttliches die Konstellationen und nicht der Astrologe, letzterer erkennt höchstens die Stunden der Gerichte.

In diesem Sinne kann man sagen, dass in der Zeit von November 2007 bis Juni 2008 im rechtsdrehenden Fügungsrhythmus von oben Steinbock/Saturn regiert, im linksdrehenden von unten durch Jungfrau Merkur. Damit ist für Merkur und seine Karawanen in diese sieben Monaten Neptun = Gerichtszeit und – auch wenn er nicht im Bild erscheint, durch ewige Spiegelung der Fische in Widder, auch Mars – Zeit, Zerstörungszeit für das „Ungebundene“.

Das heißt zusammengefasst: in den zwei größeren Rastern sieht es für den Mossul-Staudamm nach Gericht und Gotteszorn aus, einzig, wie gesagt, die Tageskonstellationen, sprechen von Verschonung – einstweilen.

Gespeichert: UTC 15:03, gepostet:15:09.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Das "Undenkbare" nördlich von Mossul


Die Amerikanische Armee veröffentlichte Dienstagnacht einen Bericht ihres Inspektors für irakische Bauten nachdem der Mossul-Staudamm gefährdet ist. SPIEGEL-ONLINE schreibt am Mittwoch:


„Wie ein gewaltiger Riegel liegt der Mossul-Damm im Nordirak und staut den Tigris zu einem mächtigen See auf. Mit einer Höhe von bis zu 131 Metern gehört die Staumauer zu den höchsten der Welt. Sie ist rund 3,5 Kilometer lang, hält bis zu elf Billionen Liter Wasser zurück - und kann jederzeit brechen.“ […]

„Mit Blick auf die inneren Auswaschungen an den Fundamenten ist der Mossul-Damm der gefährlichste Staudamm in der Welt", schreiben die Ingenieure, die die Anlage untersucht haben. "Wenn nur ein kleines Problem an dem Staudamm auftritt, ist ein Bruch wahrscheinlich."

[…]

Rund 500.000 Menschen könnten US-Berichten zufolge durch einen Dammbruch sterben. Mossul, das rund 60 Kilometer flussabwärts des Staudamms am Tigris liegt, könnte von einer 20 Meter hohen Flutwelle überspült werden. Sogar Teile der Hauptstadt Bagdad, die weitere 350 Kilometer flussabwärts liegt, würden bis zu fünf Meter tief unter Wasser stehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mossul-Damm zusammenbricht, sei "inakzeptabel hoch".

Wie es sich trifft, jährte sich vor drei Wochen zum 44. Mal die Staudamm-Katastrophe am Vaiont-Staudamm in Nord-Italien, bei der sich ein gewaltiger – vielfach vorhergesagter – Bergrutsch in den Stausee hinein ereignete. Die SZ schrieb am letzten Wochenende:

„Es war eine der größten Naturkatastrophen, die sich je in Europa ereignet haben. Am 9. Oktober 1963 löste sich in den italienischen Alpen eine 270 Millionen Tonnen schwere Flanke von dem Berg Toc. Geröll und Steine rutschten in den Vajont-Stausee. Der Aufprall setzte eine Energie frei, die jener von drei Hiroshima-Atombomben vergleichbar ist. 25 Millionen Tonnen Wasser schwappten über den Staudamm, eine 160 Meter hohe Flutwelle vernichtete fünf Dörfer im Tal. Fast 2000 Menschen starben. (SZ 27/28.10.2007)

Durch die genaue Angabe des Ereignismoments ist die astrologische Recherche möglich geworden:



9.10.1963, :22:39 MEZ östlich von Longarone/Italien


Wie es scheint, ging eben im Moment der Katastrophe der Mond auf. Mond im Krebs, das Bild des in seinem „Nest“ geborgenen Lebens. Soweit, so gut, nur hat Mond eine Quadrat-Resonanz zur Sonne und eine zum Jupiter. Zwar nicht in dieser Gleichzeitigkeit aber ansonsten hat Mond jeden Monat zweimal Quadrat-Resonanz zu jedem Planeten, nicht besonderes. Aber eins ist zu bedenken: Quadrate, in der astrologischen Tradition übel beleumundet, sind insoweit katastrophenträchtig, als ihnen gemäß elementare Naturgewalten aufeinander treffen. In der psychischen und mehr noch in der geistigen Welt sind Quadrat-Resonanzen dagegen Herausforderungen, die, je höher das Niveau, desto sinnreichere Ergebnisse zutage fördern können.

Das Quadrat nun von Mond zu Jupiter gibt zu denken, denn Jupiter (in der Vulgär-Astrologie das große Glück) steht im Widder, stellt mithin einen Energiezustand dar. Im Gegensatz zu Saturn, welcher beschränkt und zusammenzieht, wird Jupiter astrologisch das Prinzip der Ausdehnung zugeschrieben. Also ein Energiezustand, der eine Ausdehnung erfährt, ist mit Mond verbunden.

Schaut man jetzt zum Mars, dann ist es schon klar, welche Energie sich mit ausdehnt: die des Neptun. Und nun, weitere Verkettung, ist das auf der elementaren Ebene so gefährliche Paar Mars/Neptun im Quadrat mit Saturn verbunden. Wasser und Berg. Steinbock aber ist bei Krebsaszendent Begegnung, Saturn ist als Herrscher vom 7. Haus der Herrscher des Begegnenden, er steht im achten Haus, im Mittelalter sagte man: im Haus des Todes.

So sind sie beide, die Sonne im vierten Haus, das ist das Leben in der Geborgenheit der Heimstätten, und der Mond am Aszendenten - das Lebende in der Bewusstseinsferne des Aszendenten - beide sind sie dem Jupiter mit seiner verhängnisvollen Resonanz ausgesetzt.



Äquinoctium: 21.3.1963, UTC 8:18, östlich von Longarone

Das Werkzeug des Äquinoctiums, also Sonnenstand 0° Widder zur Tag- und – Nacht - Gleichen am 21.31963, erweist sich, wie immer, als präzise. Es ist, wo benötigt, d a s Werkzeug zur astrologischen Nah – Prognose. Vielleicht sollte man statt Prognose "erhöhte Wahrscheinlichkeit" sagen.

Hier ist der Zeitpunkt der Katastrophe am 9. Oktober etwa die Mitte zwischen 9’63 und 10’63, wobei der Wechsel immer um den 21. des Monats erfolgt. Es war die Auslösung des Neptuns, der auch im Äquinoctium, wie im Ereignishoroskop, mit Saturn (und hier mit Venus) verbunden ist. Auch hier ist Jupiter maßgebend, hier als Herrscher des Ereignismonats. Und soweit die „Ausdehnung“ in Frage kommt, ist es hier eine des Wassers (Jupiter in den Fischen), wie im Ereignishoroskop eine des energetisch Strömenden (Jupiter im Widder).

Zurück zum Ausgangspunkt, dem Mossul –Staudamm.



Äquinoctium, 21.3.2007, UTC 0:07, ca. 50 Km nördlich von Mossul

Wenn ich zu warnen hätte, würde ich eine kleine Runde von Mundan - Astrologen zusammen rufen und mit ihnen den Fall beraten. Dabei würde ich den Standpunkt vertreten, dass die beiden letzten Abschnitte ab dem 21. Januar 2008 ein geeignetes Szenario anbieten für eine Mars/Neptun/Saturn – Katastrophe. Ich sehe ab Januar im Zeichen Widders das drängend Strömende und ab Februar im Zeichen Neptuns das Nachgiebige, Instabile, Rutschige die Monatsherrschaft übernehmen, beides nicht in der Welt der Gedanken, Gefühle oder Vorstellungen, sondern, das ist das Besorgnis erregende, im Realen des ersten Häuser-Quadranten

Zwar ist der Aszendent im Zeichen Steinbocks eine Aussage über etwas standhaft Beharrendes, aber gerade dieses ist ja der Ort, wo das Mars/Neptun – Ereignis sich zutragen will, um den Herrscher des Steinbocks, Saturn, mit strömenden Chaos zu konfrontieren.

Die Begegnung im Zeichen des Krebses ist auch nicht wirklich idyllisch, denn der Mond im Widder hat in diesem Jahr nur zu oft schon jene Widder-Lage angezeigt, wo Hütten und Häuser und Ansiedlungen vom Treibenden des Mars fortgetrieben wurden.

Das Vorstehende will nicht als Prognose, als Geschehens-Muß, verstanden sein. Wir haben ja noch so gut, wie keine Erfahrung mit mundanen Konstellationen. Generationen lang werden wir beobachten müssen… Sicher, wenn etwas passiert ist, „stimmen“ die Horoskope immer, aber wenn eine Schicksalswolke heraufzieht, weiß man , wo sie sich schließlich entladen wird? Ob hier etwas vergleichbar Zwingendes, wie meteorologische Kurzzeit-Voraussagen möglich werden wird, steht, ja wo? Sicher in den Sternen, aber kann man’s schon lesen?

Gespeichert: UTC 16:53, gepostet 17:38.

Montag, 29. Oktober 2007

Die Erneuerung des Vaters





29.10. – 5.11. 2007 in der Matrix von Tierkreis und
Königskonjunktionen der vier Elemente (äußere Symbole)

In dieser Woche erfährt das Alte im Zeichen Saturns die Verjüngung durch Kindwerdung, indem Saturn den Roten Neptun erreicht, der seit der Königskonjunktion im Feuerelement vom 18.12.1603 auf 6,8° Jungfrau



„sendet“.

Insoweit das gelebte Alte/der Vater (= Saturn) in sich selber den kindlichen Kern, dem es sich verdankt, hütet und hegt, insoweit wird es in dieser Woche im realen Leben der Erscheinung des Kindlichen begegnen.

Wieso das Alte/der Vater sich dem Kindlichen verdankt? Sagt der Tierkreis: „Ich beginne und ende in den Fischen (gespiegelt in Widder). Ich wandle mich aus Fische in Wassermann (gespiegelt in Stier) und aus Wassermann in Steinbock (gespiegelt in Zwillinge), und so weiter“.

Die in dieser Woche persönliche Resonanz zu der Konstellation haben, z.B. in dem sie Sonne, Mond, einen Planeten oder den Aszendenten auf ca. 7° Zwillinge, Jungfrau, Schütze oder Fische haben, für die gilt, dass sie in ihrem ganzen Leben mit dem roten Neptun verbunden sind, will sagen dass sie ihr ganzes Leben für den Geist der Unschuld die Tür öffnen, auf dass er eindringen kann – es ist der Geist der Erlösung, weihnachtlicher Geist, das Göttliche in Kindsgestalt.

Zum Kind-Symbol C.G. JUNG:

Es ist [...] nicht erstaunlich, dass die mythischen Heilsbringer so oft Kindgötter sind. Das entspricht genau den Erfahrungen der Psychologie des Einzelnen, welche zeigen, dass das <<Kind>> eine zukünftige Wandlung der Persönlichkeit vorbereitet. Es antizipiert im Individuationsprozess jene Gestalt, die aus der Synthese der bewussten und der unbewussten Persönlichkeitselemente hervorgeht. Es ist daher ein die Gegensätze vereinigendes Symbol, ein Mediator, ein Heilbringer, das heißt Ganzmacher. Ges. Werke 9/I, S. 178.

Ordnung und Zufall haben gefügt, dass, als am 17. Juli 1802 Saturn und Jupiter sich zur Königskonjunktion im Erdelement trafen, exakt gegenüber dem roten Neptun der erdfarbene Pluto der Erdkonjunktion auf 6,8° Fische verhielt.

So ist der Satz von eben zu erweitern: wer sein Lebtag aufgerufen ist, dem roten Neptun, eindringender Güte und Unschuld, die Tür zu öffnen, der empfing zugleich von Pluto aus den Fischen ein Form- und Struktur-Gen, dessen „Botschaft“ ihn, wenn es an die Oberfläche des Bewusstseins tritt, veranlasst, noch nie da Gewesenes (=„Kind“) zu kanonisieren, gewissermaßen in sich selbst einen Privatorden eine Art stille Priesterschaft zu entdecken und zu nähren. Diese kindliche Priesterschaft nun – wir sind ja in der Jungfrau– Fische-Achse – die ist eine Priesterschaft der heiligen Geschlechtsliebe. Wieso? Jungfrau ist das eine Zeichen, das das Tor zur Waage öffnet, das andere Zeichen ist Skorpion. Skorpion öffnet die Tür von oben, vom Geist her – Jungfrau von unten vom Fleisch her, das seit Krebs und Löwe beseeltes Fleisch ist.

Waage aber ist im heiligen ägyptischen Mythos die Totenwaage, auf der das Herz der oder des Toten gegen die Feder der Allgöttin Nut aufgewogen wird. Gegenüber der Geburt das Totengericht, gegenüber Widder die Waage. Allein das leichte Herz, das liebende, ist der Unsterblichkeit wert vor diesem Gericht und damit sich’s der Mensch gut merkt, wacht die Gottheit der Treue, der göttliche Hund Anubis an diesem Ort.



Der Vollständigkeit halber hier noch weitere aktuelle Resonanzen:

In einer Art könnte man sagen, Sonne - und Merkur sowieso - hätten bei ihrem Transiten verglichen mit Saturn nur ein dreißigstel Gewicht, denn sie kommen jedes Jahr an welchem Ort (= Resonanzen) auch immer vorbei, Saturn dagegen nur einmal in (knapp) dreißig Jahren. Gegen Pluto hätte ein Sonnentransit gar nur ein zweihundertachtundvierzigstel Gewicht. Aber Sonne andererseits ist nicht nur ein Planet sondern der Zentralstern und Merkur dessen nächster Begleiter …

Jedenfalls ist Sonne im Durchgang durch den mit Resonanzen voll gestopften Skorpion. Grüner Uranus, blauer Mond, grüner Neptun – welch eine Woche – Schöpfung, Empfängnis, Kindwerdung zwischen sieben und elf Grad Skorpion für Seele und Geist.



Merkur aber wird „stationär“, wie die Astrologen sagen, der Himmelsschreiber beim blauen Pluto, der ihm die Treue und Satzung des Geistes erklärt, aus dem wir wiedergeboren werden müssen (Joh. 3,5-8).

Schließlich geht der langwährende Aufenthalt von Pluto bei der roten Venus seinem Ende entgegen – die neuen Satzungen der Liebe und – natürlich auch – die Opfer von dem, was die Weiden und Äcker dieser Welt erlaubt haben zu kultivieren, wird er zum Jahresende mitnehmen in den Steinbock und dort bis in die dreißiger Jahre des 21. Jahrhunderts zu Verfassungsinhalten werden lassen.

Gespeichert UTC 21:52, gepostet:22:26.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

"Teufelshauch"



Äquinoctium, 21.3.2007,0:07 UTC, San Diego.
(Los Angeles ASC 6° Jungfrau, Haus 8 = 1,4° Widder)

Laut Nachrichten tobte in der Nacht auf Sonntag, den 21. Oktober in einem Tal östlich von Los Angeles ein Sturm, der einen Hochspannungsmast umwarf, worauf sich aus den Funken des Kurzschlusses ein Buschfeuer entzündete, das in wenigen Stunden auf die Millionärssiedlung Malibu zuraste. Es war die Nacht, in welcher die „Zeiger“ der Äquinoctiums-„Uhr“, der rechtsdrehende nach unten ins fünfte Haus und der linksdrehende nach oben ins achte Haus wanderten.

Damit wurden die "Baustellen" Widder und Wassermann eröffnet und Mars und Uranus zu den aktuellen Herren des Geschehens.

Inzwischen, vier Tage später, sind eine halbe Millionen Menschen auf der Flucht und über zwanzig Brände wüten bis hinunter zur Mexikanischen Grenze.

„Angefacht worden waren die Brände immer wieder von den tückischen Böen des örtlichen Windphänomens "Santa Ana", einem trockenheißen, föhnartigen Fallwind, der aus den Wüstengebieten des Hochplateaus von Nevada durch die Schluchten der Sierra Nevada zur kalifornischen Küste weht. Seinen Namen verdankt dieser saisonale Wind dem Santa Ana Canyon östlich von Los Angeles, den der auch als "Teufelshauch" bezeichnete Wind auf seinem Weg zur Küste mit hoher Geschwindigkeit durchströmt. Inzwischen hat sich der "Santa Ana" abgeschwächt, so dass die Hoffnung steigt, die Brände in den kommenden Tagen unter Kontrolle bringen zu können.“ (Wetteronline 25.10.07)

Gespeichert: UTC 10:54, gepostet: 10:59.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Auf dem Marktplatz Europas - der "Stein" von Lissabon




22. – 29. 10. 2007 in der Matrix der Königskonjunktionen der vier Elemente
Weiterhin Saturn in bedeutender Position, nämlich noch in sehr enger, abnehmender Resonanz (0,5 - 1,1°) zu Saturn/Jupiter der Königskonjunktion von 1802.
Desgleichen Saturn in zunehmender Resonanz (1,2 – 0,6°) zum Neptun der Königskonjunktion Feuer von 1603.
Desgleichen Saturn in zunehmender Resonanz (1,2 – 0,6°) zu Pluto (Opposition) der Königskonjunktion Erde von 1802.
In dieser Position war Saturn im September 1978, Dezember 1948/August 1949, und im September/Oktober 1919 und Mai/Juni 1920.


10.12.1948, New York, Erklärung der Menschenrechte durch die UNO
Unter selbigerSaturn-Konstellation haben Frankreich und die USA 1949 den NATO-Vertrag angenommen und fand die erste Sitzung des Europa-Rates statt, alles Ereignisse von Verfassungs- oder Gründungsrang.
1919 im September unterzeichnete Österreich unter dieser Konstellation den Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye und beugte sich damit der Abtrennung von Ungarn, Siebenbürgen, Tschechien, der Slowakei, Süd-Tirol, Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Österreich hat damit die volle Härte dessen erfahren, was Saturn gegenüber wuchernder Eigenmacht an Einschränkung auferlegt, Einschränkungen auf das, wofür man bestimmt und zuständig ist.
Saturn war am Tag der Unterzeichnung 1,5° vor dem Resonanzmaximum von 5,1° Jungfrau.
Soweit der Rückblick, in die Ferne. Jetzt der Blick in die letzte Woche zurück zum vergangenen Freitag:

2,3°




19.10.2007, 0:00 UTC Lissabon
Nach sechsjährigem Anlauf und weitgehender Stagnation in den vergangenen zwei Jahren wurde in Lissabon am Freitagfrüh um 1:00 Ortszeit überraschend (Uranus/Jupiter) der reformierte EU-Vertrag beschlossen, Nachfolger der EU-Verfassung, die 2005 in Volksabstimmungen in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt worden war.


19.10.2007 0:00 UTC in der Königsmatrix
Rot = Feuer, Oliv = Erde, Blau = Luft, Grün = Wasser
Ich schaue mir das Himmelsprotokoll an:
1. Moment: Königsmatrix des Wassers.
Der Aszendent auf 2,3° Löwe hat starke und eindeutige Resonanzen: zum grünen Mond der Wasserkonjunktion auf 2,6° Stier (=0,3°) und zur grünen Saturn/Jupiter-Konjunktion auf 0,8° Skorpion (=1,5°). Damit erscheint zum Moment der Einigung das Bild des Daheimseins (Mond) im sicheren Revier (Stier) und das Bild der Versöhnung mit dem Übergeordneten (Saturn/Jupiter) im Zeichen des Verzichts (Skorpion). Der Löwe als Herrscher der Einigung begründet diesen EU-Vertrag von Lissabon wirklich als eine Erscheinung von Souveränität.
Die grünen Resonanzen, also die auf die Königskonjunktion im Wasserelement (von 1305) bedeuten mir, dass sie einen inneren Vorgang bewegen. „Wasser“, sagt C.G.JUNG,
„heißt […] psychlogisch: Geist, der unbewußt geworden ist“.[1]

Es ist ein schönes Bild, dass in einem Löwen-Moment der Souveränität die im Unbewussten schlummernden Geborgenheiten, Maßstäbe und Fügungen der Europäischen Seele (=Wasser) aus der Introversion herausgehoben wurden, wo allein sie zu finden sind und Verfassung für die Zukunft wurden.
2. Tag: Sonne Königsmatrix der Erde auf Königsmatrix Luft
Der Sonnenstand auf 25,2° Waage liegt genau in der Quadrat- Resonanz zur Königssonne der Erdkonjunktion, jener Sonne der Introversion auf 24,6° Krebs in der Königskonjunktion Erdelement von 1802, die so bezeichnend übereinstimmt mit der Geburtssonne der „liebevollen“ deutschen Kanzlerin. Ich hab’s schon an anderer Stelle gesagt: die Angelegenheiten des Erdelements (Stier, Jungfrau, Steinbock) werden bis zur nächsten Königskonjunktion Erde 2577 n. Chr. von einer Krebssonne verwirklicht, also: „nach Innen geht der Weg“, zur Wahrnehmung des eigenen inneren Reichtums.
Weiter zu Protokoll: es ist also die Verfassung Europas, jetzt „Vertrag von Lissabon“ genannt möglich geworden, als die Verfassungskonstellation ohnegleichen am Himmel „stand“.
3. Woche: Königsmatrix der Erde
Verfassung, Gesetz der Gesetze, bleibender Rahmen und gründendes Wort, kurz Saturn aus dem Steinbock-Clan, in dieser Woche im Transit über seinen Festplatz für 775 Jahre oder, gerundet, Saturn für dreißig Jahre auf Saturn für 800 Jahre. Generation auf Äon. Und das alles ohne groß- oder kleinmäulige astrologische Beratung, sondern rein unbewusst aus den paradoxen Flüssen von Wille und Bewusstsein heraus.
Möge die Menschheit sich freuen, sie lernt es, zu leiden und ihre Kompromissbedürftigkeit hinzunehmen.
Vieles ist noch zu entdecken in der Konstellation vom vergangenen Freitag – aber an der Tür hat es geklingelt.
Gespeichert: UTC 18:41, gepostet: 19:00

[1] Ges. Werke, Bd. 8, S. 40.