Freitag, 15. Januar 2010

Haitis Hauptstadt - Gutteil einer Generation erschlagen?


Es ist die Qual der verschütteten und erdrückten Menschen die keinen raschen Tod gefunden haben, welche kaum zu verdrängen ist. In jedem Astrologen träumt die kleine Heldenseele davon, ein Erdbeben rechtzeitig vorhersagen zu können und auch vom Heil das dem Überbringer zuteil würde.
Aber, bevor eine astrologische Zivilisation mit einem dichten Netz von ortsbezogenen Prognosen experimentieren kann, sind erst einmal über eine unbekannte Zeit  hinweg saubere Aufzeichnungen des ereignismäßig Gegebenen geboten. Die Lächerlichkeit schnell mal „abschließender“ Schlussfolgerungen ist geeignet, die astrologischen Athleten auch weiterhin von den olympischen Wettbewerben der Wissenschaftler auszuschließen und – recht so!
Das 7,0 – Erdbeben vom Dienstagnachmittag nahe der Hauptstadt von Haiti hat in typischer  Saturn-Manier gerüttelt und zum Einsturz gebracht, was nicht standfest und naturgerecht war, naturgerecht in einem Gebiet mit hoher seismischer Aktivität. Saturn hat gerüttelt und zum Einsturz gebracht, was aus Pfusch, krimineller Materialverschlechterung Ignoranz und Erbärmlichkeit errichtet wurde. Freigelegt hat Saturn auch die historisch tiefere Schicht der Armut der Haitianer und ihre Ursachen seit der Unabhängigkeit 1804, nämlich den  Tribut, welchen Frankreich den armen Bauern der Insel auferlegte, womit diese sich frei kaufen mussten, von dem sie sich nie erholt haben an dem sie bis 1947 gezahlt haben, grausame Erpressung und unbeglichene Schuld Frankreichs.


Die Natur ist keine Freundin des Menschen – aber auch keine Feindin. Es erscheint als innerster Sinn des Menschseins, die Bedingungen des Seins auf der Erde verstehen zu lernen und, individuell vorangehend,  ihnen schließlich im kollektiven Handeln gerecht zu werden. Eine Selbstverständlichkeit im Meinen. Dennoch redet sich der mainstream der Wissenschaftler bezüglich möglicher astrologischer Risiko-Hinweise genauso heraus, wie die „Herren des Universums“ an der Wallstreet, indem sie den Fast-Zusammenbruch des Ökonomie mit Hurricans und Erdbeben vergleichen: „Wer hätte das voraussehen können?“

Das natürliche Geschehen,  zäh fließende Erdkrustenriesen, die, unter Kontinente gezwängt, abtauchen,  und dabei Alpen, Himalaya und Anden zuckend vor Wut aufschieben, auch das Bergland von Haiti …in unaufhörlichen Ketten lokaler Kataklysmen.
Die natürlichen und symbolischen Orte dieser Akteure und Kräfte im Tierkreis müssen ausfindig gemacht werden können, wenn C.G.Jungs Annahme seit 1951 gilt, dass Archetypen, lebende "psychoide" sind, sowohl Psyche, wie Physis, sowohl Symbole wie stoffliche Träger. Im Steinbock heißen die "psychoide": Namen, die immer mit Zwillinge, „ihren“ Orten,  verbunden sind auf der Erde und im Universum, sowie im Kreis die helle, obere Hälfte,  Sinn und Namen, sich immer vereint



mit der unteren Hälfte -  Schatten und Schwere -
im Geburtsmoment wo das Horoskop  ungeteilt entspringt.

Geist und Schwere
Tag und Nacht
Mann und Frau
Immer in Eins





12.1.2010, UTC 21:56, 16:56 am Ort, nahe Port au Prince


In dieser Geburt ist Uranus, die aufstrebende Kraft des Leichten, Ort der Gase, im Quadrat verbunden in (orangener) Resonanz mit Mond, Herrscherin des Geburtsmoments, in welchem  es – Krebs -  um die Geborgenheit im Fließenden geht.
Mond selber ist in höchstmöglicher Resonanz mit dem  Moment höchster Feuerkraft im Tierkreis, mit Sonne/Venus der Königskonjunktion von 1603 im Feuerelement
 



und Mond läuft durch den Moment höchstmöglicher Resonanz mit dem  „schwarzen Loch“ dem Zentrum der  Schwere unserer Galaxis, das bei 26° 59‘ im Schützen liegt ...





 „Zerrt“ in diesem Moment das Leichte am Schweren? Und das Fließende gibt nach? „Zerrt“ Uranus an der  Schwere hinter dem Mond? (Eine Woche nach der ich aus gegebenem Anlass von der „Galaktischen Astrologie“ schreiben musste?)
Die Verbindung des Leichten (Uranus, orange) mit dem Fließenden, mit Mond  und also den Herbergen der Menschen.
Und im Ereignismoment ist Mond in der Schwere der dunklen Hälfte des Tageskreises, ist unter dem Horizont, im sechsten Himmelshaus wo die Dinge am Ende der Handelswege landen und umgeschlagen werden. Astrologisch kurz: Mond ist im sechsten Haus in Haushalt und  Märkten … im Schützen des Tierkreises, in welchem das Schicksal eintritt im Zeichen eines Namens, der auf diesen Tag gewartet hat seit Anbeginn der Tage.
Doch bei aller zufälligen Komplexität dieses Moments – er kommt doch in ähnlicher Gestalt zwei Mal, wenn nämlich Mond, an 27 Schütze die Resonanz des langsam wandernden Uranus um 27° Fische durchreist. In dieser Zeit, nämlich im vergangenen Dezember und in diesem Januar herrscht im Schützen beim Durchwandert werden durch Mond folgendes Regiment: umfassende (Jupiter) Lösung (Neptun); im Dezember vor der Lösung,  im Januar nach der Lösung.

... und nun  zugleich ein Generationen-Ereignis:

Pluto der Freund der Ungeborenen und Feind der  gegenwärtigen Generation




Merkur Herr/Herrin der  Wege, Märkte und Haushalte



in Resonanz (90°) mit
Saturn dem Herrn der Kreuze


 

auf dass eine Welt ende und
eine neue Welt sich füge über den Trümmern der alten
welche sich dieser Stunde verdankt
und Heil bringt für die Nachgeborenen

So und nicht anders ist es an diesem Tag bestellt, wo Sonne und Venus, das Leben und die Stadt, gemeinsam diesem Saturn unterworfen sind in dieser Schicksalsstunde auf der Bühne der Welt. Und wenn es wahr ist, dass die Kinder draußen sind am Nachmittag und die Erwachsenen im Haus, dann gibt es jetzt viele Waisen in Port au Prince.

So und nicht anders sehen die Hinweise aus, die das Ereignishoroskop bereit stellt, für die oberste “Schicht“ des Tages und der Stunde.
Eine weitere Betrachtung ist geboten, die „großen Wellen“ des Schicksals betreffend, die als „jede siebte Welle“, jeder siebte Monat, jedes siebte Jahr, Schlüsselgewalt zu haben scheinen zum Betreten neuer Zeiten und Räume.
Diese Betrachtung einer tieferen Schicht soll sich zum Wochenende anschließen.

Gespeichert: 15.1.2010, UTC 13:24, gepostet:UTC 14:29.













Montag, 11. Januar 2010

Humane Astrologie oder galaktische Astrologie?


11. - 18. 1. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
(Anklicken vergrößert)


Zur Nord-Süd – Frage aus der Verbannung.

In Oberlandlers heimischen Stall kaut mundanomaniac seine  braungrünen Rüben und spricht zu Oberlandler rauf,
wer ihm einige Zeit schon  durchs Herz zieht …
die, endlich doch geschätzten, Bestreiter dessen, dass Widder den Frühling bringt… und keiner sonst.
„Doch“, sagen sie, „gegenüber im Süden  bringt die Waage den Frühling“.
Und begreifen nicht, können (konnten?) offenbar nicht begreifen, dass sie das gar nicht dürfen. Einen Archetypus umkehren im Sinn – das lächerlichste Unterfangen das denkbar ist.
Als ob wir gefragt wären.
Aber gut – am Äquator wird Widder zu Waage. Fragt sich nur wann?
Dass ihnen eine Umkehr im Archetypen - Sinn - als Erdenbewohner - nicht zusteht, das müssen meine Bestreiter,  „übersehen“, solange sie die Paradoxie nicht bewältigen können im Denken. Paradoxie am Äquator ist keine Sinn-Umkehrung, sondern der Übergang in den  komplementären Kalender.
Niemand außer Gott, der unbekannte himmlische Urmacher hat es gefügt, dass der Frühling die Lämmer bringt, den Reichtum der Menschensippen, so, sagt Mundanomaniac, würden die Tiere sprechen, wenn sie Menschen wären.
Und dass dem Frühling der Sommer folgt, diesem aber der Herbst und nicht der Winter …
Oder, - ohne „Gott“ : das haben Sonne und Erde so unter sich ausgemacht, da sind wir Erdlinge gar nicht gefragt – mit Verlaub.
Tierkreis bleibt Tierkreis, Zeichen bleibt Zeichen in komplementärer
Voll Ständig Keit
Niemals  kann Sinn sich ändern
Wandeln kann der Strom kreisend – von Sinn zu Sinn

Folglich muss unser Denken mit einer Spaltung der Astrologie fertig werden.
Man kann diese Spaltung vor sich herschieben, wie die Zentralbank die Schulden eines Landes,  aber irgendwann muss und wird sie geschehen müssen, die Spaltung: und mit dieser Spaltung zwischen passend und nicht-passend,  ist es, wie mit der Liebe: wer sie im Leben nicht zustande gebracht hat, dem wird sie auch im Tode nicht geschenkt, sondern fehlen im Jenseits.
Es ist der Kalenderbetrug am Äquator der Kalenderbetrug der Nordwestlichen Welt am Süden , und es ist die Charakterlosigkeit des Südens, leider, der seinen eigenen Kalender nicht reklamiert.
Folge: die lückenlose Lüge mit der Sprache.  George Orwell, „New  Speak“: Schlecht ist gut, Frühling ist Herbst, Sommer ist Winter, das Südhalbkugel-Jahr beginnt am 1. Januar.
Behalten die heiligen Tierkreis-Zeichen  ihren Sinn unbeschadet, so beginnt der 20./21. März auf der Südhalbkugel am 22./23. September.
des Nordkalenders. Das hat Gott geschaffen: jeder Hälfte ihren Kalender. Das kann auch eine Astrologenkonferenz in Kapstadt nicht ändern. Sie kann sich nur zum Narren machen, der die Weisheit des Königs herausfordert –.
Nur auf diese Weise,  nur abwechselnd, kann der Widder den Frühling auf der ganzen Erdkugel regieren.
Nun gab es zuerst nur die  von der menschlichen Seele gefundenen Stern-Bilder des Himmelsjahres unter den strahlen klaren Nächten des nichttropischen Südens …
In diesen Bildern „erkannte“ der Mensch der subtropischen nördlichen Breiten mit ihren strahlend klaren Wüstennächten. Er „erkannte“ ohne zu wissen, er registrierte und notierte am Himmel das Spiegelbild der Welt …

„Die Wissenschaft fing bekanntlich bei den Sternen an, in welchen die Menschheit ihre Dominanten des Unbewussten, die sogenannten „Götter“, entdeckte; ebenso die seltsamen psychologischen Qualitäten des Zodiakus: eine ganze projizierte Charakterlehre. Astrologie ist ein ähnliches Urerlebnis wie Alchemie. Solche Projektionen wiederholen sich überall dort, wo der Mensch ein leeres Dunkel zu erforschen versucht und unwillkürlich mit lebendiger Gestalt erfüllt.“
C.G.JUNG, Psychologie und Alchemie, GW XII, S. 286



Es ist nun ein Irrtum, zu glauben, daß die Alten am Himmel tatsächlich Bären und Schlangen erblickt hätten; das ist Mythologie, die uns allen innewohnt und die darum ein jeder von uns wieder an den Himmel projizieren kann. So hat auch unsere Wissenschaft bei den Sternen angefangen. Dort entstand unser Weltbewusstsein und von dort haben wir die Wissenschaft geholt. In den Sternen liegt zugleich das Allertiefste unseres Inneren verborgen.
C.G.JUNG, Kinderträume, S. 379.



Die Astrologie hat nämlich in Wirklichkeit mit den Sternen nichts zu tun, sondern ist die 5000 Jahre alte Psychologie des Altertums und des Mittelalters…
Sie haben ganz recht mit ihrer Auffassung, dass die Menschen, die sich einer dieser Richtungen mit Haut und Haar verschreiben, die eigentliche Erfahrung ausschließen zugunsten geglaubter Annahmen, von denen sie aber nicht wissen, dass es bloße Annahmen sind, sondern von denen sie glauben, dass es Erkenntnisse seien.
Aber auf allen diesen fragwürdigen Gebieten gibt es wenigstens Etwas, das wissenswert ist, und das unser heutiger Rationalismus etwas zu rasch verworfen hat. Dieses Etwas ist projizierte Psychologie.“
C.G.JUNG, Briefe I, S. 81f.




Die Astrologie hat nur insofern mit den Sternen zu tun, als an den Sternen der Geschehensablauf gemessen wird ...
C.G.JUNG
... hat sie aber gemessen, so muss sie Psychologie sein, denn sie sortiert nach den allgemeinen, kollektiven, universellen uns innewohnenden Bildern.
Mundanomaniac



Orientalisches Messen vereinte sich mit griechischem Geist …
Gesehene Sternbilder wurden zu gedachten Zeichen wurden zum Tierkreis des menschlichen Denkens,
 der beständig, ein kreiselndes göttliches Urwerk, durch die Jahrtausende rückwärts durch den Kreis der Sternbilder wandert – in 26 000 …  Jahren einmal im Kreis.

Der Tierkreis ist die vom Menschen gedanklich übernommene Zeitschlange,   
  eine gedachte Schlange im Rund der gleichnamigen Sternbilder langsam rückwärts
kreisend mit ihrer gespaltener Zunge züngelnd aus
 0° Widder:  
den zuckenden Flammen des Widders.

Erstaunlich, einen Esel so reden zu hören:

Vergesst was war – im Herzen - nicht im Hirn.
Es ist alles neu – wo Gott ein Menschenherz (wieder) findet.
Es wird alles Heil - Jahrweise.

Und noch etwas, brummt es aus dem Stall,
es waren unzählige Male das Maul der Sternbilder und das Maul des Tierkreises, an derselben Stelle, alle 26 000 Jahre wieder ... Frühling des Erd Halb Jahres mit Sonne im Tierkreiszeichen Widder  und im Sternbild des Widders
Bemerkenswert: diese Zeit wird „Zeitenwende“ genannt.
Der „Frühling“  der „siderischen“, (ich nenne sie die abergläubischen) Astrologen, kommt, wie  sie sagen, auf der Erde mal im Widder und mal in der Waage.
Aber ihr Frühling beginnt in Wahrheit mit der Sonne anfangs des Sternbilds des Wassermanns, des  Hochwinters (andere Siderische sagen: 6° Fische, beginnender Spätwinter). Wenn wir neuntausend Jahre warten, ist bei „den Siderischen“ in der Tat Frühling, wenn die Sonne ins Herbstbild am Himmel, ins Sternbild der Waage eintritt.   
Das nennt  sich also siderische Astrologie, muss alle zweitausend (...) Jahre umgestellt werden und die Inder sollen brillant darin sein …
Nochmal zurück von den sidera, den Sternen,  zum irdischen Himmel: Frühling ist, wenn die Sonne zur Tag- und-Nachgleichen in die Himmelshälfte über der Nord(Süd)halbkugel wechselt,  das heißt, sie ist dann auf
0° im Zeichen Widder im gedachten Tierkreis …
oder
anfangs des erblickten  Sternbilds Wassermann

Die Siderischen dürfen sich daher im Denken und Deuten nicht auf die irdische Natur beziehen, sonst stimmen alle zweitausend Jahre ihre Bedeutungen nicht mehr. Daher produziert das menschliche Denken zur Abwehr an dieser Stelle den pro-siderischen-Einwand gegen die Tierkreis-Astrologie: „Jahreszeitendogma“. Soll sagen: die Jahreszeiten haben mit dem Himmel nichts zu tun.
Wenn sie die natürliche Wirklichkeit wie sie die Erde hat, aus der Astrologie ausklammern  - im Container der Vorstellung eine leichte Übung  – brauchen die Siderischen sich um die Übereinstimmung der Astrologie mit irdischen Maßen nicht mehr zu kümmern. Nur, sie verlassen dann  das uralte „wie oben so unten“, dafür sind sie dann galaktisch.
Galaktisch, wahrlich in der Größenordnung,  sind die Zeiträume der indischen Mythologie wo Zeitreisen in  Zeitkreisen  zwischen 1.200 und 360.000 Menschenjahre dauern. Und … es gibt noch Götterjahre.
Es gibt vielleicht keinen Grund, dass diese stehengebliebene Denktradition nicht irgendwo reif und fruchtreich sein könnte, im Zusammenhang mit Träumen und Gesichten usw. und – in Indien.
Es gibt aber allen Grund bei der Vermischung beider  Astrologien,  der Zeichenastrologie und der Bilderastrologie  kräftig zu schnauben und zu prusten. Denn sie  ist unbekömmlich.
Man sollte sich entscheiden und man sollte sich unterscheiden. Sonst kann einen Gott vielleicht nicht finden.
Zu alldem kommt, im  tropischen Indien, wie in allen tropischen Ländern, gibt es keinen Frühling, sondern Regen und Trockenzeiten. Die können nun eher auf den Tierkreis der gemäßigten und subtropischen Breiten verzichten. Aber:
Allein an der Kalenderlüge entzünden sich alle Sinnlügen
Stets gilt: der Kalender der Eroberer ist die Wurzel aller Entartungen.
Immer ist die Rettung der einsame Weg, denn allein auf ihm kann das verirrte Schaf Mensch von Gott wiedergefunden werden: auf dem  einsamen Weg des kindlichen Herzens – so, wie Gott es gemacht hat – das schuldlose Herz des einsamen Menschenkindes im Menschen.

Gespeichert: 11.1.2010, UTC 16:02, gepostet:UTC 16:35.




Mittwoch, 6. Januar 2010

Welttag der Drei

Mythus der drei Könige und Sternenkundigen
Weihrauch, Myrre und Gold schenkend
Dem Stern folgend

Unverlierbares Märchen und unsterbliche Wurzel
Auf dem Grund der Welt
Die Drei huldigend
Dem Einen

Der große Niels Bohr
Denkmeister aus Dänemark
Soll gern zitiert haben:
„Contraria non contradictoria sed complementa sunt“ 1)

Wir Astrologen finden vor:
Vier Elemente
drei Etagen

Und die täglichen Schöpfungen von
Licht, Schwerkraft und Gnade
In den Kreisen der Jahre

_________________________
[1] „Gegensätze sind keine Widersprüche, sondern Ergänzungen.“
Zit. In Jaffé, der Mythus vom Sinn im Werk von C.G.JUNG, Zürich, 1983, S.149.



































Gnostisches zur Drei


"HIPPOLYTUS berichtet über BASILIDES: Er sage: „Jesus ist nun das Erstlingsopfer der Unterscheidung in Gattungen (phylokrínesis) geworden, und die Passion hat zu keinem anderen Zwecke stattgefunden als zur Unterscheidung der zusammengemischten Dinge in Gattungen. Auf diese Weise, sagte er, habe die ganze Sohnschaft, die in der Formlosigkeit (amorphía) zurückgelassen worden war … der Unterscheidung in Gattungen bedurft (dein phylokrínethenai), in der selben Weise, wie auch Jesus einer Unterscheidung unterworfen worden sei (pephylokrinethai).“ Nach der etwas komplizierten Basilidanischen Lehre hat der „nichtseiende“ Gott eine dreifache Sohnschaft (hyiotes) erzeugt: Der erste „Sohn“ bleibt, als von feinster Beschaffenheit oben beim Vater, der zweite steigt, wegen seiner gröberen (pachymeréstera) Natur, etwas tiefer hinunter, erhält aber „Flügel, wie Platon sie der Seele im Phädrus gegeben habe“. Der dritte Sohn aber fällt, da seine Natur der Reinigung (apokathársis) bedarf, zutiefst in die „Formlosigkeit“. Diese „Sohnschaft“ ist also offenbar wegen ihrer Unreinheit die gröbste und schwerste. In diesen drei Emanationen oder Offenbarungen des nichtseienden Gottes erkennt man unschwer die Trichotomie Geist-Seele-Körper, nämlich das pneumatikón-psychikón-sarkokón." C.G. JUNG, Psychologie und Alchemie, G.W. IX/2, S. 74.






Gespeichert: 6.1.2010, UTC : 14:03, Gepostet: UTC 14:23.

Montag, 4. Januar 2010

Passwort ins Freie


4. 1. - 11.1. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

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„Willkommen daheim, Oberlandler!“ meinte durch die offene Stalltür mein astrologischer Esel mundanomaniac, als ich zu Beginn des neuen Jahres wieder in den heimischen Blog einzog.
Ein Jahr und einen Monat war ich zu Gast gewesen bei den Ansammlungen diskutierender Astromanen auf  dem Forum bei „Astrologix“. Als ich nach Weihnachten einen kleinen Beitrag schreiben wollte, erschien die Meldung „Falsches Passwort“. Auf den Versuch, das Passwort zu erneuern kam folgende Antwort mit dem Hinweis; dass es Oberlandler nicht gibt:
 Es gibt keinen User mit diesem Useraccount oder dieser Email Adresse!
Bitte prüfen Sie Ihre Eingaben oder wenden Sie sich an den Administator.


Letzterer gab auf zweimaligen Versuch keine Antwort.
Die Zugbrücke ist hochgezogen, der Burgherr ist nicht zu sprechen.
Wie konnte es dazu kommen?
Antwort: Majestätsbeleidigung und ein unflätiges Schimpfwort.
Und das kam so: Anfang August letzten Jahren entbrannte die umfangreichste (?) Debatte des Jahres unter dem Motto: „südliche Halbkugel“.
Ihr vorausgegangen war schon im Juni nach dem Absturz eines Air France Airbusses auf dem Flug von São Paulo nach Paris eine Debatte um das gleiche Thema.
In der Konsequenz ging es immer um die Frage, ob „die Sterne“ uns mit irgendwelchen Energien die sich in 12 märchenhaften 30° Segmenten um den Erdball legen, steuern, was allerdings keine Auswirkungen auf die Natur (Wetter, Jahreszeiten) haben soll, oder ob die (physikalisch unbekannten) Ursachen der astrologisch beobachtbaren Synchronizitäten von Lichter/Planetenstellung mit psychischen und physischem Geschehen auf der Erde mit ihren zwei polaren Kugelhälften polar in Einklang sind.
Nachdem die Debatte 4 Monate geruht hatte, entfachte eine Teilnehmerin Mitte Dezember mühelos die alte Glut unter der Asche. Und nach ein paar Tagen erschien dann dieser Beitrag:
Das ist doch mal ein klares Statement aus einer sachlich verlässlichen Quelle; Alois Treindl, Leiter und Programmierer vom Astrodienst Zürich, antwortet in seinem Forum in einem Thread über Horoskope auf der Südhalbkugel folgendes - ein Auszug daraus:
„Es tauchen in Deutschland immer wieder solche Theorien auf, dass auf der Südhalbkugel irgendetwas an den Horoskopen oder im Tierkreis gespiegelt werden müsse.
Ich halte das für kompletten Unsinn, und zwar aus folgendem einfachen Grund:
Astrologie ist eine Erfahrungswissenschaft (oder Erfahrungskunst).
In den Ländern der südlichen Hemisphäre, d.h. z.B. Australien, Neuseeland, Südafrika, Chile, Argentinien, Brasilien, ist die abendländische Astrologie stark verwurzelt und es gibt zahlreiche praktizierende Astrologinnen und Astrologen sowie astrologische Organisationen.

Noch von keinem dort praktizierenden Astrologen habe ich je etwas anderes gehört als dass der ganz normale Tierkreis genommen wird und alle Horoskope ganz normal (wie auf www.astro.com ) berechnet und gedeutet werden.

Es ist ziemlich müssig, sich in Deutschland den Kopf über die richtige Technik für die Südhalbkugel zu zerbrechen, wenn die dortigen Astrologen das längst entschieden haben. (...)“

Treindl, Alois, Forenbeitrag Nr. 8 im Thread „Horoskope für die südliche Erdhalbkugel“ im Diskussionsforum des Astrodienstes astro.com. Gepostet am 14. 12. 2009, Hervorhebungen wie im Original belassen. http://forum.astro.com/cgi/forum.cgi?lang=g&num=1260700752/0
Liebe Grüsse
Widderwaage

Besonders das
„Es tauchen in Deutschland immer wieder solche Theorien auf, dass …“
erinnerte mich gleich an ein Statement vom alten Wolfgang Döbereiner, der Anfang der Neunziger mit denselben Worten auf „sogenannte Greenhorns“ hinwies, die das Gerücht verbreiteten, seine Königskonjunktion (Große Konjunktion von 1842) würde nicht stimmen …
Nun also der große Mathematiker Treindl.
Als Oberlandler antwortete ich:
Roma locuta, causa finita.
Auf Deutsch: Rom hat gesprochen, der Fall ist erledigt.
So reden nur Instanzen, für die es keine offenen Fragen gibt, mit anderen Worten: Theologen und Mathematiker.
Empiristen wie ich können dazu nur sagen: na dann frohe Weihnachten,
Oberlandler

Und in 10 Tagen wurden darauf noch einmal, mehr oder weniger hitzig, 100 Beiträge ausgetauscht.
Und dann war da plötzlich diese seltsame Nichtstellungnahme zu diesem leidenschaftlich erörterten „netten Zeitvertreib mit dem Thema“:
„es ist schon irre, was hier gestritten wird, wegen dieser Frage, die ich da einst gestellt hab.
Eine klare Antwort gab es nicht, muss man so sagen.
Für mich persönlich hängt ja nun nicht mein Leben ab, davon, wie das nun wirklich ist, ich war halt neugierig.
Gut, finde ich das, was ich wissen will halt anders raus. Ich bin da nicht so fixiert auf Astrologie. Und je mehr ich hier lese, umso mehr rücke ich auch wieder ab davon.
und wenn ich mir diese Diskussionen so durchlese, muss ich auch ehrlich sagen, mir ist das unangenehm hier.
Es liegt eine aggressive, besserwisserische Kampfatmosphäre in der Luft, wo man als normaler Mensch, der sich also nicht zu den spezialisierten Profis hier zählt, sich eh bloß verloren vorkommt.
Da möchte man sich auch gar nicht weiter hineinbegeben.
Ich wünsche Euch weiterhin viel netten Zeitvertreib mit dem Thema, und wünsche Euch eine schöne Wintersonnwend.“

Und siehe, dieses Stimmungsbild blieb nicht ohne Resonanz:
„ich empfand das Auftreten Einiger in dieser Diskussion hier ebenfalls als arrogant, besserwisserisch und rechthaberisch.
Warum muss man andere Menschen immer so arrogant abwerten?
Warum muss sogenanntes "hohes Wissen" benutzt werden um zu zeigen, wie toll man doch eigentlich ist und wie unwissend die anderen?
Anscheinend geht es nur darum.
Aber so ist es wohl unter einigen, glücklicherweise wenigen " hochgebildeten Astrologen..."

Nun war Oberlandler im früheren Leben aus Empörung 10 Jahre lang  ein organisierter roter Rebell. Aus dieser Zeit weiß er noch gut und verabscheut,  was eine Intrige  ist: eine Stimmungsmache, um Mehrheiten zu gewinnen, die man mit Argumenten nicht zusammen bekommt.
Nun ist es außerdem so, dass Jupiter grade, zusammen mit Neptun, (im Quadrat) Oberlandlers Mars aufregen, und als nun jemand das Absurdeste äußert,  was Oberlandler in 28 Jahren Astrologie bis dahin gehört hat, dass nämlich die Erscheinungen der Natur (Jahreszeiten usw.) mit den Konstellationen am Himmel nicht synchron sind, sondern von Oberlandler und seinesgleichen als – jetzt festhalten - „Jahreszeitendogma“ behauptet würden, da war es soweit. Oberlandler platzte mal kurz der Kragen:
P.,
toll!:
"Jahreszeitendogma"

da fragt mich mein astrologischer Esel, wie muss einer eigentlich drauf sein um so einen Gehirnfurz auf den Tisch zu legen?
Wenn die Lichter und Planeten der Sonnenfamilie n i c h t die Kreisläufe der Natur und der Psyche anzeigen, was denn dann?
Und die Natur zeigt: auf der Nordkugel kreist rechts rum, was auf der Südkugel links rum kreist.
Punkt, Ende der Durchsage. Wer denken kann, dem reicht das.
Oberlandler,
(wegen dem ego)


Nun war Feuer unterm Dach. In Hinterzimmergesprächen („in box“) versuchte Oberlandlers Kontrahent in aller Unschuld den "Erwachsenen mit gutem Benehmen" zu retten, aber grade das brachte Oberlandlers Mars endgültig aus dem Häuschen.
Es war Zeit für deutliche Worte. Kurz vor Mitternacht, am Aszendent stieg Oberlandlers Neptun auf, war diese Stellungnahme im Netz:

Ich habe P. beleidigt, und ihm dazu in der in box gar noch meine Freude über diese Beleidigung ausgedrückt.
Ich fühle mich, habe ich geschrieben, von ihm angepisst mit seinem geschleimten
"ich empfand das Auftreten Einiger in dieser Diskussion hier ebenfalls als arrogant, besserwisserisch und rechthaberisch."
Die "Einigen" erwiesen sich dann als drei,
"ich meinte eigentlich 3 Herren, die, wie mir vorkam, jeweils einer meiner Meinung nach völlig irrigen Anschauung anhingen und diese hier als das einzig gültige Dogma den Leuten aufzwingen wollten"

deren Namen dann auch von W. heraus gekitzelt wurde, also ich als einer der Kandidaten.

Wurscht, P. ist für mich ein Arschloch, ich werde weiter mit ihm und seinen Schleimereien den Planeten und die Foren dieser Welt teilen. Die Mehrheit, da bin ich mir sicher, wird ihn in Schutz nehmen.
Nochmal P.:


"ich empfand das Auftreten Einiger in dieser Diskussion hier ebenfalls als arrogant, besserwisserisch und rechthaberisch."

Und es stellte sich dann heraus, dass die drei (eigentlich zwei) Arroganten die sind, die die dezidierte Gegenauffassung vertreten.

P., wer unsauber denkt, der handelt auch unsauber. Diese Stimmungsmache, wo man argumentativ in Atemnot ist, das kennen wir schon aus dem alten Rom. Wir paar "wahnsinnig" Gebildeten, ..., das sichert Euch immer den Beifall der Mehrheit.
Wurscht! Ich wende mich an die Umstehenden: wer von Euch wissen will, wie ich den Unterschied zwischen der abergläubischen Astrologie und der empirischen Astrologie sehe, der hat dazu hier Gelegenheit:
Allen mein Weihnachtsgruß,
Oberlandler

PS.: einen Tag später: P.  als Person ist natürlich kein Arschloch, sondern ein Irrender, wie ich und alle.

Sechs Tage später, der Weihnachtsmann hatte sich wieder getrollt, erschien ein sehr angenehmer und in meinen Augen sehr achtbarer Beitrag vom „bösen P.“ den ich den Lesern nicht vorenthalten möchte:
Hallo,
danke für die Sympathiebeiträge an mich, wobei die natürlich auch kein Argument für meine Meinung sein können.
Meine sehr bequeme Pauschalkritik („Nr. 193“, ich hatte überhaupt keine Lust die weiter zu detaillieren, was sicher ein Fehler war) sollte nur den Text einzelner Beiträge kritisieren nicht euch 3 – Andrè, Oberlandler, Ouranos – als Personen angreifen. Wie gesagt, wenn ich einem von Euch dreien zu nahe getreten bin, will ich mich gern an dieser Stelle entschuldigen, wenn es da noch individuellen Anfeindungsbedarf mir gegenüber gibt, ist mein Vorschlag dazu die Inbox zu nutzen, um das Forum für die Themen, die alle betreffen, frei zu halten.
Es fing alles mit dem Beitrag von Mercuria an, bei dem ich ihr durch meine Kritik zur Seite stehen wollte, weil ich die Stimmung ähnlich empfunden hatte und mir Mercuria leid tat:
Mercuria: (Nr. 192)
Es liegt eine aggressive, besserwisserische Kampfatmosphäre in der
Luft, wo man als normaler Mensch, der sich also nicht zu den
spezialisierten Profis hier zählt, sich eh bloß verloren vorkommt.

Ich hatte den Eindruck, das sich hier ein „Dreigestirn“ der Südhalbkugelmanier von Oberlandler, Andrè und Ouranos gebildet hatte. Bisher konnte ich nur diese soften Beiträge finden, aus der ich meine „Kritik“ entwickelte:
Oberlandler:
"Es ist ziemlich müßig, sich in Deutschland den Kopf über die richtige
Technik für die Südhalbkugel zu zerbrechen, wenn die dortigen
Astrologen das längst entschieden haben. (...)“ (Treindl)
Roma locuta,causa finita.
Auf deutsch: Rom hat gesprochen, der Fall ist erledigt.
So reden nur Instanzen, für die es keine offenen Fragen gibt, mit
anderen Worten: Theologen und Mathematiker.
Empiristen wie ich können dazu nur sagen: na dann frohe
Oberlandler


Und eigentlich ja gar nicht „so schlimm“. (Sooo gesehen ganz verständlich seine Gegenreaktion).
Was ich dann schon eher als „arrogant“ empfand, was aber wohl nicht so gemeint war:

Andrè:
Hallo Jonas,
nehme es mir nicht übel, aber ich werde zu dem Thema nichts mehr
schreiben - Deine Gedanken wurde in diesem Thread und in dem
verlinkten Thread von astrologie.de ausführlich diskutiert und
behandelt.
Viel Spaß beim Grübeln... "



Dann schon eher der Beitrag vom genervten Ouranos:
Ich habe aber eingesehen, dass es sinnlos ist, diesen Gegenstand in
Foren zu diskutieren, da mehr als die Hälfte meistens nicht weiß, von
was sie redet, weil die astronomischen Grundkenntnisse oft fehlen.
Und wenn's verstanden wird, dann kommt das
Totschlagargument: "Aber die Astrologen da unten machen das schon
immer so und es funktioniert".

 Und:
Hallo Sarah
Was macht Dich sicher, daß Du die Tierkreiszeichen richtig verstanden
hast, aber die Menschen auf der Südhalbkugel nicht? Du kannst
genauso einem Bären aufsitzen wie vermeintlicher Weise die da
unten.
Wenn man etwas von Astronomie versteht und konsequent in
Analogien denkt, dann sollte theoretisch klar sein, wer hier einem
Bären aufsitzt.
Ich kann mich nur wiederholen, es hat niemand behauptet, dass man
Schrauben nicht auch mit Zangen festschrauben kann... Wer damit froh
wird.
LG Ouranos


Andre schloss sich dem an:
Es hat wirklich keinen Sinn - ich sehe auch mittlerweile ein, daß die
meisten intellektuell komplett überfordert sind..
Beste Grüße
André

By the way: Mir kam Andrè in dieser Diskussion als sehr am Thema orientiert vor und nicht, wie in anderen Diskussionen vielleicht, „persönlich werdend“ (...am Thema bleibend vorsichtig genug formuliert ?). Und denk jetzt nicht, Andrè, bei jeder aufkommenden Kritik, „ich wars natürlich“.
Eigentlich alles nicht so schlimm, wie ich es aus meiner Stimmung heraus Mercuria nachsprechend kritisiert hatte und es als „arrogant, besserwisserisch und rechthaberisch“ empfunden hatte.
Danach kamen dann leider noch einige persönliche Angriffe in der „aufgeheizten“ Atmosphäre, die das ganze auch nicht wesentlich verbesserten.
Jetzt meine hoffentlich konstruktive Kritik auf den Punkt gebracht: Mir kam es so vor das die Anhänger der „Südhalbkugelmanier“ eine Gruppe gebildet haben, die ein Wissen vertraten, was die andere Seite nicht verstehen würde mangels astronomischen Fachwissens – was ja auch ein schönes „Totschlagsargument“ ist, um diese Seite ohne inhaltliche Argumente auszuhebeln.
Weiter kam mir das Vertreten dieser Meinung schon „dogmatisch“ („rechthaberisch ?“) vor. Ich denke wenn das wirklich die „richtige Meinung“ ist, könnte sie geduldig locker und souverän vorgetragen werden, da ja nur sie die Wahrheit ist und eigentlich keine Erklärungsnot haben dürfte.
Und die „aggressive, besserwisserische Kampfatmosphäre in der Luft,“ die Mercuria ausgemacht hatte, fand ich war schon da. Vielleicht guckt jeder einmal, wo sein Beitrag dazu war. Meiner sicherlich auch vehement mit diskutiert zu haben und so Mercuria aus ihrem eigenen Thread mit herausgedrängt zu haben.

Zu dir, Oberlandler: Du warst für mich nach deiner Verbalattacke schon erst mal „gestorben“. Da kann für mich jemand ein noch so brillantes Fachwissen haben, wenn er mich „menschlich“ so anschießt, ist er erst mal untendurch - und sein Fachwissen ebenfalls.
Mittlerweile lebst Du aber in meiner Welt wieder. Mir hat auch sehr geholfen, das ich erst mal einkaufen gefahren bin und mich auf den Boden zurückgeholt hatte. So konnte ich danach zumindest mit gebremster Ironie antworten und mußte nicht mit Benzinkanister und Streichholz durch deine Wohnung laufen und deine Existenz auslöschen.

Für dich zum Verständnis: Ich wußte erst gar nicht was los war. Erst als wir via Inbox schrieben, verstand ich überhaupt, warum Du so aufgebracht warst. So würde ich mir bei ähnlichen Anlässen eine detailliertere Kritik und „Anmache“ wünschen, damit wir die Sache auch viel schneller ohne Theaterdonner aus der Welt schaffen können.
Vermutlich ist es wohl für alle schwierig eine konstruktiv gemeinte Kritik nicht gleich als persönlichen Angriff zu werten.
Mein Vorschlag: Wäre es den Diskussionen hier nicht zuträglicher, wenn wir es schaffen würden mehr das Thema zu diskutieren und Diskussionen nicht als Kampf der Persönlichkeiten („Egos...“) gegeneinander ausarten zu lassen ? Damit schließe ich mich natürlich mit ein.
Und nicht vergessen: Die Hoffnung ist unsterblich.

Mein Kontrahent und ich wären also einig, man kann einander wieder zuhören und in die Augen schauen.
Was bleibt, das ist die Tantifizierung des Forums durch den Administrator. Das „gute Benehmen“ im Netz, schließt offenbar solche „schlimmen Worte“, wie sie die Seele gebraucht um sich Luft zu machen, aus, nimmt aber keinen Anstoß an der Intrige. Na, da haben wir es doch, das deutsche Wohnzimmer.
Und eine allseits anerkannte Autorität, wie den großen Rechner Treindl,  schmäht man auch nicht ungestraft.
Mir aber ist es endlich wieder deutlich geworden, das Passwort ins Freie: es heißt „Arschloch“.

Gespeichert 4.1.2010, UTC: 19:04, gepostet: UTC 19:35



Freitag, 1. Januar 2010

2010 kein allzu lustiges Jahr



1.1.2010, 0:00 MEZ
Garmisch – Partenkirchen

Nicht in allen Längen und Breiten trifft der Aszendent zur Jahreswende den Saturn genau oder, so wie oben, fast genau.
Hier eine Auswahl von Aszendenten auf der Nordhalbkugel:

Madrid 23,5° Jungfrau
Paris 28,4° Jungfrau
Moskau 2° Waage
Frankfurt/Main 3° Waage
Athen 3,4° Waage
München 5,2° Waage
Peking 5,3° Waage
Berlin 6,2° Waage
London 7,3° Waage
Tokyo 12,4° Waage

Die Konstellation, ich erläuterte es im vorvergangenen Jahr, betrifft nach meinem Dafürhalten alle Vorgänge, die nach dem Bürgerlichen Kalender ablaufen, also vor allem das Geschäftsjahr.
Damit verspricht das Jahr wenig von dem, was sich die Geschäftswelt erhofft. Das zeigen diese Konstellationen:

1. Das Quadrat Saturn/Pluto/Venus/Sonne, Opposition Mond
2. Pluto, Venus, Sonne und Merkur im Steinbock
3. Jupiter Konjunktion Neptun im Wassermann
Die Punkte 1. und 2. erinnern an das Äquinoctium 2008, als im folgenden Jahr die

Äquinoctium, 20.3.2008, UTC 5:48, Detroit


Nordhalbkugel extrem die Einschränkung durch Saturn verkraften musste. Auch da waren es Merkur, Venus und Mond, die direkt in Saturn-Resonanz standen. Erschwerend kam allerdings hinzu, dass Jupiter nach dem Jahr des Überschwangs (Jupiter in Schütze) nun Steinbock, seinem Gegenprinzip, ausgesetzt war.

Nun also 2010 Venus, Mond und diesmal auch Sonne in Resonanz von Pluto/ Saturn und auch Merkur in den Graden des Steinbocks.

Die Wirtschaftsprognosen zum Jahreswechsel kündigen die Kreditklemme für die Industrie schon an.
Kicky: Eurozone credit contraction accelerates

Bank loans and the M3 money supply in the eurozone contracted at an accelerating pace in November, raising the risk that a lending squeeze will choke the region's fragile recovery next year.
By Ambrose Evans-Pritchard
... Hans-Peter Keitel, head of Germany's industry federation (BDI), said there was a danger of a credit crunch next year as banks take fright at the ugly state of corporate balance sheets. He accused lenders of returning to their gambling habits – in some cases with state money – while refusing to roll over loans for companies with a good track record that have run into short-term problems.

The Bundesbank is bracing for a second wave of the credit crisis as corporate downgrades by rating agencies forces lenders to set aside more money. Big companies in the eurozone have been able to tap the bond and equity markets, raising €130bn of fresh money in the first 10 months of the year. However, smaller Mittelstand firms that form the backbone of Germany's export industry are often shut out of the credit system.

Banks have chosen to restrict lending as they struggle to meet tougher capital rules rather than dilute shares by raising fresh equity or accepting the onerous terms of state support schemes. This has prompted harsh criticism from finance ministers, but Professor Tim Congdon from International Monetary Research said the authorities themselves are to blame. "This is becoming ridiculous. How can banks raise capital asset ratios and lend more at the same time? These people are barmy," he said, comparing the new rules with policy mistakes in the early 1930s …”
und mein Lieblingsanalytiker:

Anti Lemming:

Welche Folgen hätte eine Euro-Krise?

Glaubt man den drei von Kicky reingestellten Artikeln (55143,-44,-45) aus dem Wall Street Journal und dem Telegraph, steht Euro-Land in 2010 eine veritable Staatsschulden-Krise bzw. Zerreißprobe ins Haus, die in Griechenland anfängt und in Spanien, Irland, Portugal noch längst nicht aufhört (GB ist auch bedroht).

Gesetzt den Fall, die Vermutungen träfen zu - was wären die möglichen Folgen?


Ich würde dies erwarten:

- weiteres Schwächeln von EUR/USD, womöglich bis 1,20 und tiefer (Anleger flüchten wieder in den liquiden Dollar)

- massive Rückabwicklungen im Dollar-Carrytrade (Motor sind nicht Fed-Zinserhöhungen, sondern Stärke im Dollar-Index [Währungs-Kursstärke], die Margin-Druck aufkommen lässt)

- dementsprechend Platzen der Rohstoff-Echoblase, die mit "Billig-Dollars" gespeist wurde

- Zunahme der Risikoaversion in fast allen Assetklassen

- Kursrückgänge bei Staatsanleihen mit längerer Laufzeit, speziell in der EU (und dort insbesondere im Club Med) - auch wegen weiterer Rating-Downgrades und wachsender Angst vor Staatspleiten

- Probleme bei Emissionen neuer Staatsanleihen (stockende Auktionen, "der Markt" verlangt höhere Renditen)

- dementsprechend steigende Zinsen am langen Ende und Kreditverteuerung, die sich nachteilig für Firmen und Immobilienkäufer auswirkt

- Kursrückgänge bei Aktien, u. a. weil Rohstoff-/Energie-/Öl-/Dünger-Aktienmit den Rohstoffen fallen; außerdem erhöhen Zinsanstiege am langen Ende die Sorge vor Leitzinserhöhungen

- deutlicher Kursverfall bei Unternehmensanleihen mit niedriger Bonität (zurzeit im Blasen-Modus, siehe HYG)

- steigende Zahl von Pleiten bei kleineren Firmen, die den Bondsmarkt nicht (mehr) anzapfen können. Betroffen sind insbesondere Firmen, die von PE-Firmen ausgesaugt und mit Schulden überladen wurden

- weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit in der EU (und, etwas weniger stark, in USA)


Die Konstellation dieser Neujahrnacht erscheint mir nun auch deshalb besonders ernst, weil sie mit dem Quadrat Saturn/Pluto das Einschränkende des Saturns verbindet mit dem „Einfrieren“ des Plutos. Dieses Einfrieren ist, wir werden es ab diesem Wochenende erleben, durchaus auch meteorologisch zu verstehen. Ich bin zwar nicht sonderlich kompetent für Wetterastrologie, aber man macht sich so seine Gedanken, und im Alpenraum zwischen Genf und Wien erscheint entweder Saturn oder Pluto im ersten Häuserquadranten, realisiert sich also in der physischen Natur.
Das „Einfrieren“ im übertragenden Sinne aber kommt bei Pluto daher (ich erwähnte es oft), dass dieser Planet ein Freund der Nachgeborenen, keineswegs aber der Gegenwärtigen ist. Es ist das Lernen durch die Katastrophe, das in seiner Resonanz angezeigt ist, wenn das Bewusstsein der Zeitgenossen kein bewusstes und gewolltes Umsteuern zugunsten der kommenden Generationen zulässt.
Und die Verbindung Neptun/Jupiter im Wassermann lässt befürchten, dass die außer Rand und Band geratene Ausweitung (=Jupiter) der Staatsverschuldung ungebremst wie 2009 weitergeht.
Insgesamt keine lustige Skizze. Allein das „winterfest“ machen der Existenz scheint unter dieser Konstellation ratsam.

Gespeichert 1.1.2010, UTC: 19:15, gepostet: UTC 19:25.