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Montag, 14. Mai 2012

Muttertag in NRW

Das ist jetzt im Folgenden das, was einem deutschen Mitbewohner der Nordhalbkugel zur Landtagswahl in Nord-Rhein-Westfalen einfällt:

Es ist Muttertag, und ... es  ist der einzige Tag in 12 Jahren, an dem Sonne und Jupiter in Konjunktion ... und es ist ... usw . also was zeigt sich der astrologischen Arroganz?

Als die Wahllokale schlossen, die Wahl also "gar" war, da purzelte folgendes Kind ans Tageslicht:



13.5.2012, MESZ 18:00, Düsseldorf


Die Gerechtigkeit begegnet dem Schmerz, um es in Kurzform zu sagen. Der Schmerz? Es ist der Schmerz des Neu-Anfangen-Müssens. Wieso? Mars-Opposition Neptun/Mond. Das Brennende des Mars und das Auflösen+Neu-Anfangen im Zeichen von Mutter und Kind.

Nun gibt es in Deutschland, unübersehbar jetzt,  zwei große Mütter. Im Namen der beiden ist das -"an" der Hannelore und der Angela; bedeutet das etwas?Vielleicht Nähe?

Wenn es darum geht, kollektiv und bewusst nicht nur den Wiederanschluss an verlorene Zuversichten zu finden, sondern  überhaupt  "weibliche", mit anderen Worten lebbare Positionen zu beziehen, auf diesem Planeten, und damit, neben anderen nordischen Nationen Kulturen, voranzugehen, dann hat die Muttertagswahl in Nord-Rhein-Westfalen, Germany, ein weiteres Fenster aufgetan. Es wird sich des weiteren zeigen, ob die Gnade, das Versprechen von 2010 -  "Neu Anfangen" - einzulösen zu können, der alten, neuen Landesmutti gegeben ist. Hier müsste vielleicht jetzt von Karma und sonst was die Rede sein, damit ein Teil unserer Mitbürger begreift, wovon hier die Rede ist, aber soviel ist vielleicht auch so uns Christenbüffeln einsehbar: ein Aszendent der im Zeichen der Waage Gerechtigkeit anzeigt und in den Graden der Waage den Saturn zeigt, da kann es um nichts anderes gehen, als um die Gerechtigkeit bei der Einschränkung.

Einschränkung? Haben wir nicht einen Wahltag, an dem im Zeichen der Sonne das Herz mit dem Jupiter im geizigen Stier den Verschwendungs- und  Förderungs-  Reggae tanzt? Welch ein viel versprechendes Paradox.

Und eine Begegnung der Menschen des Landes NRW mit der marsischen Idee, einen neuen Haushalts (=Jungfrauen) - (Frühlings-) Anfang zu machen mit der Pflege von Müttern und Kindern ( Mond und Neptun) der menschlichen Spezies; das jedenfalls konstelliert, als  Moment im Zeichen des MC/DC, Karma hin oder her, das Horoskop der Schließung der Wahllokale am 13. 5.2012 um MESZ 18:00 Uhr.

Gepostet 14.5.UTC (13.5.) 22:46.






Freitag, 27. Januar 2012

Mars, Venus - ein Ungeheuer … und eine Medizin


Neubearbeitung:  Vor 75 Jahren "Deutsche Revolution", Teil 2.

Königskonjunktion im Erdelement von 1802
21. Septar vom 17.7.1822, gültig für 1942 - 1949



Bis 1942 waren die Mächte der nationalen Abschließung in der strategischen militärischen Offensive. Nach 1942 nie mehr.
Die Stellung von Mars in der Waage ist ein Hinweis, dass ab Sommer 1942 – 1949 das offensive Potential der Welt (Nordhalbugel) in den Dienst des Offenseins und der Begegnungsbereitschaft getreten ist.
Dieses Offensein und diese Bereitschaft zur Begegnung mit dem ergänzenden Anderen sind nun paradoxerweise das unbewusste Naturell des deutschen Erlösers von 1933.


20.4.1889, Braunau, 18:30 LMT, der Undenkbare:


Aber da liegt schon gleich der ganze Hund begraben: Der Aszendent ist immer unbewusst ist Impuls, Trieb, Instinkt, kurz Habitus, der vom Bewusstsein nicht bemerkt wird.
Ein Aszendent Waage, so entwaffnend er auch persönlich begegnen mag, er hat immer ein Widder - aggressives Vorstellungsleben, er „sucht“ die Generäle.




Menschenquaternio im Stil C.G.JUNGs , in Entsprechung zur Ordnung der Zeichen des Tierkreises und der Häuser des Horoskops.

In Waage ASC haben wir die bewusstseinsferne, die unbewusste Waage, und die Venus ist dann die dem Bewusstsein fehlende Waage-Venus, sie ist dann die gierige,  bauwütige Stiervenus mit dem Instinkt des Ästheten und dem Bewusstsein des hungrigen Treibers Mars im manischen Hunger nach Beute – ein Treiber, dem das Ebenmaß der Waage- Venus fehlt - die er zerhaut bei der Zerstörung von Städten auf seinen neo-nomadischen Wegen … die groteskerweise hochindustriell organisiert sind, denn Hitlers nomadischer Mars und seine industrie-reiche, panzerreiche Venus sind im selben 17. Grad Stier vereint: eine hochgefährliche Verbindung. Ernst Jünger nannte ihn in seinen Aufzeichnungen treffend den „Pulverkopf“.


In dem zwei Jahre jüngeren Schriftsteller und Aquarellisten Henry Miller 26.12.1891, Yorkville, NY haben wir exemplarisch die bewusste Waage,  auf hoher Warte im 10. Haus.





Seine unbewusste frühlingsfrische Aggression im Stil des Aszendenten geht aus und mündet dort wo Mars steht: Begegnung (7. Haus) und Eindringen in das was da ist: der Schoß der Mondin - in der Vorstellung.
Nur vom Aszendenten Widder kommt die Medizin: Waagebewusstsein, Venusweg.
 Henry Millers Venus väterlich gnostisch im zehnten Haus („Am Anfang war das Wort…") mit großer Auslieferung: symbolische Resonanzmedizin im siebten Haus des Widders: körperliche Freiheiten, juckende Schleimhäute, introvertierter Mars und Anima Luna, all die ungelebte wilde Liebe auf dem Planeten.

Henry Miller, Dezember 1934 im Brief an Anaïs Nin:

Heute Abend lief ich dem Mann in die Arme, der zu Halasz [Brassai] gesagt hatte, mein Buch (Wendekreis des Krebs) sei <Pornographie>- erinnern Sie sich? Jetzt war er der entgegengesetzten Ansicht und meinte, ich sei bis zum innersten Kern der Wahrheit vorgestoßen; sagte, er empfehle das Buch seinen Freunden in England und war der Meinung, es müsse sich dort gut verkaufen lassen. Sie können sich vorstellen, dass ich nicht wenig erfreut war. Nicht zuletzt, weil ich einmal mehr sehe, dass es Menschen gibt, die sich ohne Druck von außen zum richtigen Denken bekennen. Ich habe keinen Kampf auszufechten. (Miller, Briefe an Anais Nin, 1981, S. 186. 4.12.1934).
Und in der Zeit, wo der Waage-Aszendent mit der Staatspeitsche von Blut und Boden phantasiert, schreibt Widder-Aszendent und Gegenmedizin Henry Miller 1934 über die Herrenrasse:
Meine Leute waren alle nordischer Abkunft, mit anderen Worten: Idioten. Allen Blödsinn, der je verkündet wurde, machten sie sich zu Eigen. Darunter die Lehre von der Sauberkeit, von der Rechtschaffenheit ganz zu schweigen. Sie waren peinlich sauber. Aber innen stanken sie. Kein einziges Mal fiel es ihnen ein, blindlings einen Sprung ins Dunkle zu tun. Nach Tisch wurden die Teller prompt abgespült, und in den Geschirrschrank gestellt; war die Zeitung gelesen, wurde sie sauber gefaltet und auf ein Regal gelegt; war die Wäsche gewaschen, wurde sie gebügelt, gefaltet und in die Schubladen verstaut. Immer dachte man an morgen, aber das Morgen kam nie. Die Gegenwart war nur eine Brücke, und auf dieser Brücke stöhnen sie noch, so wie die ganze Welt stöhnt, und keiner dieser Dummköpfe kommt darauf, die Brücke in die Luft zu sprengen…
Ich bin ganz aus dem Stoff der stolzen ruhmredigen nordischen Rasse, die nie den geringsten Abenteurergeist besessen, aber dennoch die ganze Erde durchwühlt, sie auf den Kopf gestellt und überall ihre Spuren und Ruinen hinterlassen hat. Ruhelose Geister, aber keine Abenteurer. Gequälte Geister, unfähig, in der Gegenwart zu leben. Elende Feiglinge alle, mich nicht ausgenommen. Denn es gibt nur ein großes Abenteuer, das innere Abenteuer der Suche nach unserem Selbst, und dabei spielen weder Zeit noch Raum, ja nicht einmal Taten eine Rolle.
Alle paar Jahre war ich dieser Entdeckung ganz nahe, aber – und das war für mich bezeichnend – es gelang mir immer, der Entscheidung auszuweichen. Wenn ich nach einer guten Entschuldigung suche, fällt mir nur meine Umgebung ein, die Straßen, die ich kannte, und die Menschen, die in ihnen wohnten. Ich wüsste in Amerika weder eine Straße noch in ihr wohnende Menschen, die einen zu dieser Entdeckung des Selbst hinführen könnten. Ich bin über die Straßen vieler Länder gewandert, aber nirgendwo habe ich mich so gedemütigt und erniedrigt gefühlt wie in Amerika. Ich denke an all die Straßen Amerikas, die zusammen eine riesige Senkgrube bilden, eine Senkgrube des Geistes, von der alles verschlungen und weg geschwemmt wird zur ewigen Scheiße. Über dieser Senkgrube schwingt der Geist der Arbeit seinen Zauberstab: Paläste und Fabriken schießen nebeneinander in die Höhe und Munitionsfabriken und chemische Werke und Stahlwerke und Sanatorien und Gefängnisse und Irrenhäuser. Der ganze Kontinent ist ein einziger Albtraum, der das größte Elend für die größte Zahl produziert. Ich war auch eine Zahl, eine Nummer mitten im größten Rummel von Reichtum und Glück (statistischem Reichtum, statistischem Glück), doch nie begegnete ich einem Menschen, der wirklich reich oder wirklich glücklich gewesen wäre.“ (Wendekreis des Steinbocks, 1964, S. 11f.)
Jeder, der durch zu große Liebe, die doch widernatürlich ist, an seinem Unglück stirbt, wird wieder geboren, um weder Liebe zu kennen noch Hass, sondern um zu genießen. Und diese Lebensfreude ist, da sie auf unnatürliche Art erworben wurde, ein Gift, das schließlich die ganze Welt verdirbt. Alles, was jenseits der normalen Grenzen menschlichen Leidens geschaffen wird, wirkt als Bumerang und bringt Zerstörung mit sich. Nachts spiegeln die Straßen von New York die Kreuzigung und den Tod Christi wieder. Wenn Schnee liegt und äußerste Stille herrscht, dringt aus den scheußlichen Bauten New Yorks eine Musik von so dumpfer Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, dass man eine Gänsehaut kriegen kann. Kein Stein wurde mit Liebe oder Achtung auf den anderen gelegt; keine dieser Straßen für Tanz oder Freude gebaut. Eines wurde ans andere gefügt in einem wilden Drang, sich den Bauch voll zuschlagen, und die Straßen riechen nach leeren Bäuchen und halb vollen Bäuchen. Die Straßen riechen nach einem Hunger, der nichts mit Liebe zu tun hat; sie riechen nach einem Bauch, der unersättlich ist, und nach den Schöpfungen des leeren Bauches, die null und nichtig sind. (S. 63f.)

Henry Miller zieht, wie jeder individuierte Träumer - auch in Amerika - für eine entscheidende Zeit seiner Heimat die Fremde vor, um sich seiner eignen Menschenkontur versichern zu lernen. Mir ist er mit seinem den - Uranus –in- sich – schöpfen lassen, und zugleich ihn, „den Fremden“, in der Welt aufsuchen, wo ihm fremde Landschaften zu Seelenlandschaften werden - Henry Miller im Paris der dreißiger Jahre, Henry Miller 1939 in Griechenland … mir ist er einer meiner Troststerne, ein wirklicher Vater der der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts voran ging:

Der Tag begann in tiefstem Frieden. Es war mein erster wirklicher Blick auf den Peloponnes. Es war aber nicht ein Blick, sondern eine Aussicht auf eine stille Welt, eine Welt, wie sie dem Menschen eines Tages beschieden wird, wenn er aufhört, Mord und Diebstahl zu frönen… die Landschaft weist nicht zurück, sie nistet sich ein in die offenen Kammern des Herzens, sie erfüllt sie, wächst, verdrängt alles andere. Man schreitet nicht länger durch etwas – nenne es Natur, wenn du willst -, sondern nimmt teil an einer Niederlage, an der Niederlage der Mächte wie Gier, Bosheit, Neid, Selbstsucht, Hass, Unduldsamkeit, Stolz, Anmaßung, Gerissenheit, Zweideutigkeit und so weiter.
Es ist früher Morgen, am ersten Tag des großen Friedens, des Friedens des Herzens, der durch Entsagung entsteht. Ehe ich nach Epidauros kam, wusste ich nicht, was Friede ist. Wie jeder Mensch hatte ich mein ganzes Leben lang dieses Wort gebraucht, ohne je zu erkennen, dass ich eine Fälschung beging. Friede ist ebenso wenig das Gegenteil von Krieg, wie Tod das Gegenteil von Leben ist. Die Armut der Sprache, das heißt die Armut der menschlichen Vorstellungskraft oder die Armut unseres Innenlebens hat eine Doppelsinnigkeit geschaffen, die absolut unwahr ist. Ich spreche natürlich von dem Frieden, der höher ist denn alle Vernunft. Es gibt keinen anderen. Der Friede, den die meisten von uns kennen, ist nichts als eine Einstellung der Feindseligkeiten, ein Waffenstillstand, ein Interregnum, eine Windstille, eine Atempause; all das ist negativ. Der Friede des Herzens ist positiv und unbesiegbar, er stellt keine Bedingungen, er benötigt keinen Schutz. Er ist. Wenn das ein Sieg ist, ist es ein eigenartiger Sieg, denn er beruht völlig auf einem freiwilligen Verzicht. Ich sehe nichts Geheimnisvolles in der Art der Kuren, die in diesem großen therapeutischen Zentrum der antiken Welt vollbracht wurden. Hier wurde der Arzt selbst geheilt, es war der erste und wichtigste Schritt in der Entwicklung der Kunst. die nicht medizinisch, sondern religiös ist. Und der Patient wurde geheilt, bevor er überhaupt eine Kur durchmachte. Große Ärzte haben stets die Natur als den besten Arzt bezeichnet. Das ist aber nur zum Teil wahr. Allein kann die Natur nichts tun. Die Natur vermag nur zu heilen, wenn der Mensch seinen Platz in der Welt erkennt, der nicht in der Natur ist wie beim Tier, sondern im Bereich des Menschen, dem Bindeglied zwischen der Natur und der Gottheit.
Den Untermenschen unseres glorreichen wissenschaftlichen Zeitalters wird die Verbindung des Rituellen und des Religiösen mit der Heilkunst, wie sie in Epidauros ausgeübt wurde, als reiner Humbug vorkommen. In unserer Zeit führt der Blinde den Blinden, und der Kranke geht zum Kranken, um sich heilen zu lassen. Wir machen ständig Fortschritte, doch sind es Fortschritte, die zum Operationstisch führen, zum Armenhaus, in die Irrenanstalt, in den Schützengraben. Wir haben keine Ärzte – wir haben nur Metzger, deren Wissen von Anatomie sie zu einem Diplom berechtigt, das sie wiederum dazu berechtigt, unsere Gebrechen herauszuschneiden oder abzuschneiden, so dass wir uns als eine Art Krüppel bewegen, bis wir für das Schlachthaus reif sind. Wir verkünden die Entdeckung dieser oder jener Kur, erwähnen aber nicht die neuen Krankheiten die wir dabei geschaffen haben. Die Ärzte arbeiten ähnlich wie die Kriegsministerien – ihre Siegesberichte sind Betäubungsmittel, um Tod und Katastrophen zu verschleiern. Mediziner sind hilflos wie Feldherren, sie führen von Anfang an einen hoffnungslosen Kampf.
Was der Mensch will, ist Frieden, um leben zu können. Unsern Nachbarn zu besiegen, verleiht ebenso wenig Frieden wie die Behandlung des Krebses Heilung bring. Der Mensch beginnt nicht zu leben, indem er über seinen Feind triumphiert, ebenso wenig erlangt er mit endlosen Kuren Gesundheit. Lebensfreude entsteht durch Frieden, der nicht statisch, sondern dynamisch ist. Kein Mensch kann, ehe er den Frieden erlebt hat, behaupten, er wisse wirklich, was Freude ist. Und ohne Freude gibt es kein Leben, selbst wenn man ein Dutzend Automobile, sechs Butler, ein Schloss, eine Privatkapelle und einen bombensicheren Unterstand besitzt. Wir kranken an unseren Bindungen, seien es Gewohnheiten, Ideologien, Ideale, Prinzipien, Besitztümer, Manien, Götter, Kulte, Religionen und so weiter. Hohe Löhne können ebenso schädlich sein wie niedere Löhne; Muße kann ebenso schlimm sein wie Arbeit. alles, woran wir uns klammern, selbst Hoffnung oder Glaube, kann die Krankheit sein, die uns zur Strecke bringt. Verzicht, Selbsthingabe ist etwas Absolutes: wenn man sich nur an den winzigen Krümel klammert, nährt man den Keim, der einen verschlingt. Und was das sich an Gott anklammern betrifft, so hat uns Gott schon lange verlassen, damit wir erkennen mögen, welche Freude es bedeutet, die Gottheit durch die eigenen Bemühungen zu erlangen. Was soll alles dies Winseln im Dunkeln, dieses ständige, klägliche Flehen um Frieden, das mit dem zunehmenden Jammer und Elend immer stärker wird? Friede – glauben die Menschen wirklich, dass Friede etwas sei, das man aufzustapeln vermag wie Mais und Weizen? Etwas, auf das man sich stürzt und das man verschlingen kann, wie Wölfe es tun, die sich um einen Kadaver balgen? Wenn Leute über den Frieden sprechen, erlebe ich häufig, dass sich ihre Gesichter vor Wut und Hass oder Verachtung und Geringschätzung oder Stolz und Arroganz verzerren. Andere Menschen wollen kämpfen, um den Frieden zu erringen – verblendete Geschöpfe. Es wird keinen Frieden geben, ehe nicht aus Herz und Gemüt jeder Gedanke an Mord ausgemerzt ist. Mord ist die Spitze der breiten Pyramide, deren Basis der Egoismus ist. Das was steht, muss fallen. Alles das, wofür der Mensch gekämpft hat, muss aufgegeben werden, ehe er beginnen kann, als wahrer Mensch zu leben. Bis jetzt ist er ein krankes Tier gewesen, und selbst seine Göttlichkeit stinkt. Er ist nicht der Herr vieler Welten, und in seiner eigenen ist er ein Sklave. Die Welt wird vom Herzen, nicht vom Hirn regiert. Es gibt keinen Bereich, dem unsere Eroberungen nicht den Tod bringen. Wir haben dem Reich der Freiheit den Rücken gekehrt. In Epidauros, in der Stille, in dem tiefen Frieden, der über mich kam, hörte ich das Herz der Welt schlagen. Ich weiß, wo das Heil liegt: entsagen muss man, verzichten muss man, sich aufopfern, auf dass unsere kleinen Herzen im Gleichklang mit dem großen Herzen der Welt schlagen…
Allenthalben führt der Psychoanalytiker einen hoffnungslosen Kampf. Für jeden Menschen, den er dem Leben geheilt wieder zuführt, „anpasst“, wie sie es nennen, gibt es ein Dutzend Ungeheilter. Es wird nie genügend Psychoanalytiker geben, Ganz gleich, wie rasch wir sie produzieren. Ein kurzer Krieg genügt, um das Werk von Jahrhunderten zu vernichten. Die Chirurgie wird natürlich weitere Fortschritte machen, aber es fällt schwer, zu erkennen, wozu das gut sein soll. Wir müssen unsere ganze Lebensart ändern. Wir brauchen keine besseren chirurgischen Instrumente, wir brauchen ein besseres Leben. Wenn alle Chirurgen, alle Psychoanalytiker, alle Ärzte von ihrer Tätigkeit weggeholt werden könnten und sich für eine Weile im Amphitheater in Epidauros versammelten, wenn sie in Ruhe und Frieden die dringenden Bedürfnisse der Menschheit eingehend erörtern könnten, würde die Antwort sehr rasch erfolgen, sie würde einstimmig lauten: REVOLUTION – eine Weltrevolution von oben bis unten, in allen Ländern, allen Klassen, in jeder Schicht des Bewusstseins. Der Kampf gilt nicht der Krankheit, Krankheit ist ein Nebenprodukt. Der Feind des Menschen sind nicht die Bazillen, sondern der Mensch selbst, seine Eitelkeit, seine Vorurteile, seine Dummheit, seine Arroganz. Keine Klasse ist immun, kein System bietet ein Allheilmittel. Jeder Einzelne müsste sich gegen eine Lebensart auflehnen, die nicht die seine ist. Diese Revolution müsste ununterbrochen und unnachgiebig geführt werden, um wirksam zu sein. Es genügt nicht, Regierungen, Herrscher, Tyrannen zu stürzen, man muß seine eigenen voreingenommenen Ideen von Recht und Unrecht, gut und böse, gerecht und ungerecht über Bord werfen. Wir müssen die hart umkämpften Schützengräben, in die wir uns eingegraben haben, verlassen und hinaus ins Freie stürmen, unsere Waffen übergeben, unsere Besitztümer, unsere Rechte als Individuen, als Klasse, als Nation, als Volk. Eine Milliarde Menschen, die Frieden anstreben, können nicht versklavt werden. Wir haben uns selbst versklavt durch unsere kleinliche, beschränkte Lebensanschauung. Es ist zwar rühmlich, sein Leben für ein Ideal hinzugeben, aber tote Menschen vermögen nichts zu vollbringen. Das Leben heischt, dass man ihm mehr darbietet – Geist, Seele, Intelligenz, guten Willen. Die Natur ist stets bereit, die durch Tod geschaffenen Lücken zu füllen, aber die Natur vermag nicht die Intelligenz, den Willen, die Phantasie zu liefern, um die Macht des Todes zu besiegen. Die Natur ersetzt und erneuert, das ist alles. Es ist die Aufgabe des Menschen, den Mordinstinkt auszurotten, der in seinen Verflechtungen und Äußerungen grenzenlos ist. Es ist nutzlos, Gott anzurufen, so wie es zwecklos ist, Gewalt mit Gewalt zu beantworten. Jede Schlacht ist ein in Blut und Qual ersonnener Bund, jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes. Der Krieg ist nichts als eine große Manifestation im dramatischen Stil der betrügerischen lächerlichen Streitigkeiten, die sich täglich und überall abspielen, sogar in den so genannten Friedenszeiten. Jeder Mensch trägt sein Teilchen dazu bei, die Metzelei im Gange zu halten, selbst jene Menschen, die abseits zu stehen scheinen. Wir alle sind hinein verwickelt, wir alle nehmen daran teil, nolens volens. Die Erde ist unsere Schöpfung, und wir müssen die Früchte unserer Schöpfung hinnehmen. Solange wir uns weigern, in Ausdrücken wie Weltgüte und Weltgüter, Weltordnung und Weltfriede zu denken, werden wir einander verraten und morden. Das kann weitergehen bis zum jüngsten Gericht, wenn wir es so wollen. Nur unser eigener Wunsch kann uns eine neuere und bessere Welt bescheren. Der Mensch tötet aus Furcht, und die Furcht ist eine Hydra. Fangen wir erst an zu morden, gibt es kein ende, eine Ewigkeit würde nicht genügen, die Dämonen zu besiegen, die uns quälen. Wer war es, der die Dämonen einführte? das ist eine Frage, die sich jeder selbst stellen muss. Jeder von uns erforsche sein Gewissen. Weder Gott noch der Teufel sind dafür verantwortlich, und bestimmt nicht so kümmerliche Ungeheuer wie Hitler, Mussolini, Stalin und Kumpane, und auch bestimmt nicht solche Schreckgespenster wie Katholizismus, Kapitalismus, Kommunismus. Wer hat die Dämonen in unser Herz versenkt um uns zu quälen? Eine treffende Frage, und wenn der einzige Weg, die Antwort zu finden, der ist, nach Epidauros zu gehen, dann fordere ich euch alle, einen wie den anderen, dringend auf, alles hinzuwerfen und dorthin zu gehen – sofort! …
Das Bild Griechenlands, so verblasst es auch sein mag, besteht noch immer als Archetypus des vom menschlichen Geist bewirkten Wunders. Ein ganzes Volk stieg, wie es die Spuren seiner Leistungen bezeugen, zu einem Gipfelpunkt empor, der weder vorher noch seither je wieder erreicht wurde. Es war ein Wunder, es ist es noch immer. Die Aufgabe des Genies (und der Mensch ist nichts, wenn er kein Genie ist) besteht darin, das Wunder lebendig zu halten, stets in dem Wunder zu leben, das Wunder immer wunderbarer zu gestalten, nichts und niemandem Treue zu geloben, sondern nur wundervoll zu leben, wundervoll zu denken, wundervoll zu sterben. es macht wenig aus, wie viel der Vernichtung anheim fällt, wenn nur der Keim des Wunderbaren bewahrt und genährt wird. In Epidauros steht man den unfassbaren Zeugnissen des wunderbaren Aufschwungs menschlichen Geistes gegenüber und wird von ihnen durchdrungen. Man wird davon benetzt, wie von den Spritzern einer mächtigen Woge, die sich schließlich am fernen Ufer bricht. Heutzutage konzentriert sich unsere Aufmerksamkeit auf die unerschöpflichen Reichtümer des physischen Weltalls; wir müssen alle unsere Gedanken auf diese unerschütterliche Tatsache richten, denn nie zuvor hat der Mensch in einem solchen Maße wie heute geplündert und verwüstet. Deshalb neigen wir dazu, zu vergessen, dass es im Reiche des Geistes ebenfalls eine Unerschöpflichkeit gibt, dass in jenem Reich niemals ein Gewinnst verloren geht. In Epidauros wird diese Tatsache zur Gewissheit. Die Welt mag sich biegen und brechen vor Bosheit und Hass, doch hier, ganz gleich, was für einen Orkan wir mit unseren bösen Leidenschaften entfesseln, hier erstreckt sich ein Gebiet des Friedens und der Ruhe, die reine, geläuterte Erbschaft einer Vergangenheit, die nicht völlig verloren ist.
(Miller, Koloss von Maroussi, S, 76 – 84)

In jeder Hinsicht zeigte sich mir Griechenland als der wahre Mittelpunkt des Weltalls, als der ideale Treffpunkt von Mensch zu Mensch in Gegenwart Gottes…Griechenland hatte aus mir einen freien, einen ganzen Menschen gemacht. Ich war bereit, dem Drachen zu begegnen und ihn zu töten, denn in meinem Herzen hatte ich ihn schon getötet. Ich ging umher wie auf Samt, huldigte und dankte schweigend der kleinen Gruppe von Freunden, die ich in Griechenland gewonnen hatte. Ich liebe diese Menschen, alle und jeden, weil sie mir die wahren Dimensionen des Menschen enthüllt haben. Ich liebe den Boden, auf dem sie wuchsen, den Baum, dem sie entsproßten, das Licht, in welchem sie blühten, die Güte, die Redlichkeit, die Hilfsbereitschaft, die sie ausströmten. Sie brachten mich von Angesicht zu Angesicht mit mir selbst, sie reinigten mich von Hass und Eifersucht und Neid. Und nicht das Unwichtigste: sie zeigten mir durch ihr Beispiel, dass das Leben in jedem Maßstab, in jedem Klima, unter jeder Bedingung großartig gelebt werden kann. Allen, die glauben, das heutige Griechenland habe keine Bedeutung, möchte ich sagen, dass es keinen größeren Irrtum gibt. Heute wie ehedem ist Griechenland von größter Bedeutung für jeden Menschen, der sich selbst zu finden sucht, Meine Erfahrung ist nicht einzigartig, und ich möchte noch hinzufügen, dass kein Volk der Erde das, was Griechenland zu bieten hat, so dringend benötigt wie das amerikanische Volk. Griechenland ist nicht nur die Antithese Amerikas, sondern viel mehr, es ist die Erlösung von all den Übeln, die uns plagen. Wirtschaftlich mag es unbedeutend sein, aber geistig ist Griechenland noch immer die Mutter aller Völker, die Quelle der Weisheit und der Erleuchtung. Koloss, S. 198
Der stärkste Eindruck, den mir Griechenland hinterließ, ist wohl der, dass es eine Welt von menschlichem Format ist. Frankreich vermittelt ebenfalls diesen Eindruck, aber das ist etwas anderes; etwas tiefgehend anderes. Griechenland ist die Heimat der Götter; sie mögen gestorben sein, aber ihre Anwesenheit macht sich immer noch bemerkbar. Die Götter hatten menschliche Formen, wurden aus dem menschlichen Geist geschaffen. In Frankreich ist, wie überall im Abendland, dieses Band zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen gerissen. Die Skepsis und die Lähmung, die durch diese Spaltung in der Natur des Menschen entstand, erklären die unabwendbare Vernichtung unserer gegenwärtigen Kultur. Wenn die Menschen aufhören zu glauben, dass sie eines Tages Götter werden, bleiben sie für immer Würmer. Es ist viel über eine neue Lebensordnung geredet worden, die auf dem amerikanischen Kontinent entstehen soll. Man muss sich aber darüber im klaren sein, dass vorerst noch nicht einmal ein Anfang davon zu sehen ist. Die gegenwärtige Lebensweise Amerikas ist ebenso zum Untergang verdammt, wie die Europas. Kein Volk auf Erden vermag eine neue Lebensordnung zu schaffen, wenn diese nicht vom Gesichtspunkt des Universums aus entsteht. Wir haben durch bittere Irrtümer gelernt, dass alle Völker der Erde lebenswichtig miteinander verbunden sind, aber wir haben von dieser Erkenntnis keinen vernünftigen Gebrauch gemacht. Wir haben zwei Weltkriege erlebt, und wir werden zweifellos einen dritten und einen vierten, wahrscheinlich noch mehrere erleben. Es kann kann keine Hoffnung auf Frieden geben, wenn nicht die alte Ordnung vernichtet wird. Die Welt muss wieder klein werden, wie die alte griechische Welt – so klein, dass sie Jedermann umfasst. Wenn nicht alle Menschen bis zum letzten dazu gehören, wird es keine richtige menschliche Gesellschaft geben. Mein Verstand sagt mir, dass es lange dauern wird, bis dieser Zustand erreicht wird, aber mein Verstand sagt mir auch, dass nichts anderes den Menschen je zufrieden stellen kann. Solange der Mensch nicht voll und ganz Mensch geworden ist, solange er nicht lernt, sich wie ein Erdwesen zu benehmen, wird er weiterhin Götter schaffen, die ihn vernichten. (Miller, Koloss, S. 222)
Gespeichert: UTC 18:10, gepostet: 19:57, 4.2. UTC 19:09
Neubearbeitung 27.1.2012, gepostet: UTC 18:55

Dienstag, 2. November 2010

Halbzeit zwischen Washington und Sacramento

Vor 29 Jahren in der Agnes-Bernauer-Straße in München
lernte ich kennen, wie man das Horoskop, diese vielgesichtige Sphinx,
gewissermaßen bei den Hörnern packen kann, indem man sich zunächst 
auf die Grobstruktur beschränkt:
Aszendent, Aszendenten-Herrscher,  Sonne, (und MC).

Meine Leser bekommen in der Regel, um der Fassbarkeit willen,  diese Grobstruktur dargelegt. 


Alle zwei Jahre am ersten  Dienstag im November, also heute, wählt Amerika in den Grenzen der 50 Staaten der USA.
Heute sind es die Zwischenwahlen zu denen die US-Bürger aufgerufen (sind), ihre neuen Repräsentanten des 111. Kongresses zu wählen
dazu ein  gutes Drittel der Senatoren, sowie etliche Gouverneure, darunter den Nachfolger Arnold Schwarzeneggers, welchen Geschlechts auch immer und – ebenfalls in Kalifornien – steht das „Proposal 19“ zur Abstimmung in welchem die Bürger u.a. zu Recht beschließen können, zur Erholung Hanf (Cannabis)  zu rauchen, es in kleinen Mengen zu besitzen und anzubauen.

Bekommt das Proposal 19 eine Mehrheit? Gibt es im astrologischen Modell die Möglichkeit, eine Antwort auf diese einfache Ja-Nein-Frage zu finden?
Wenn nicht, warum dann Astrologie?

Hier die Sphinx, das Horoskop von Sacramento (wörtlich: Ort des Heiligtums), Hauptstadt Kaliforniens um 18:00 PDT, Zeit der Schließung der Wahllokale.

Es hat,  durch die verschiedenen Zeitzonen,  Sacramento quasi den gleichen Aszendenten, wie die Washington. Also der
All-American New Congress
2.11.2010, 18:00 PDT
Sacramento



„The sun is sinkin‘ in the west …

Versammelt:
Stier, wir, die Herde,  Gemeinschafts-Instinkt und ...unser Bewusstsein.
Das ist eins der definitiven Mysterien der Astrologie:  Venus regiert 2 Gesichter des Tierkreises, sie dirigiert  den Taktstock über dem  Fressinstinkt im Bild der machtvoll grasenden Pflanzenfresser " STIER"  und die gleiche Venus regiert dieses: Bewusstsein,   "WAAGE".  Dazu C.G.JUNG:
Das Abweichen vom und das sich-in-Gegensatz-Setzen zum Instinkt schafft Bewusstsein“. (C.G.JUNG, Die Lebenswende, Zürich 1931,  S. 249)

„Instinkt ist Natur und will Natur. Bewusstsein hingegen kann nur Kultur oder deren Negation wollen …( ebd. S. 250)

Wir können aus dem Instinkt ja nur ausbrechen, weil es, anders als den Tieren,  uns gegeben ist – erfasst und ausgedrückt im astrologischen Bild, das unsere ägyptischen Vorfahren in den Tierkreis einfügten: die Toten -WAAGE, mit der unser Herz, das Organ der Liebe, gewogen werden wird am Rande der Ewigkeit. Daher ist Venus – nach dem consensus omnium – Göttin der Herden und Göttin der Liebe – diejenige die  - gleichstark, wie die Fressgier - diese juckende Lust im Herzen auslöst: das Essen mit jemand zu teilen … „darf ich Sie zum Essen einladen?“

Amerika vollendet heute um 18:00 je Zeitzone, wenn die Wahllokale schließen, seinen (zunächst) virtuellen „Kongress“, das heißt seine „Zusammenkunft“.
Präsident und die Mehrheit seines Senates allerdings haben die Amerikaner  vor zwei Jahren, da allerdings im Zeichen der ZWILLINGE versammelt, wundert es da, wenn seine Regierung im Kern nichts anderes macht, außer PR, für wen?? Gegenfrage: Wer kann PR bezahlen?  Allso „PR für „the powers that be" – und von wem wurde Merkur am 4.11.2008 dirigiert? Antwort:  von einer Venus in heller Dispersion auf 21° Schütze ...

4.11.2008, 18:00 EST Washington




Zurück zur Repräsentantin des ASC von 2010, Venus. Venus ist unteilbar und damit paradox – Erde und Luft , Tier und Gott,  so nur im Menschen anzutreffen (wie auch Merkur ihr göttlicher Bruder - Luft und Erde).
 Den Tieren fehlt die Bewusstseins-„Luft“ / „Himmel“/Denken zur Vollständigkeit und Gott fehlt  die Endlichkeit, so ist unsere Menschen-Lage paradox  und beides, Gott und Tier sind uns, nicht selten qualvoll,  auferlegt.
Ihren  Standort findet Venus, dieses Paradox von Instinkt + Bewußtsein am Himmel stets  nicht weiter weg, als 40° entfernt von der Sonne und damit im sechsten, siebten, achten Haus,  zu Sonnenuntergang der Skorpionsonne also um den Deszendenten herum.

Am Deszendenten im Spiegel von sechstem und siebtem Haus – wo sich Bewusstsein und Bewusstheit ineinander spiegeln als Sinn in Sorge und umgekehrt, dort steht die Venus dieses Kongresses im sechsten Haus, in der Sorge, in Bewusstheit der Bedingungen der individuellen Freiheit.
 Das also ergibt die Anschauung des Horoskops, anders gesagt: das ist das Mandala des neuen US-Kongresses:
Taktgeberin:
Venus 6. Haus im Skorpion
Jungfrau- Dominat (Waage-Subdominat).
Merkur 7. Haus im Skorpion
Skorpion-Dominat
in Quadratresonanz mit Neptun.

 Mit Letzterem, dem Neptun-Merkur-Resonanz-Quadrat ist die allgemeine Lage, in der dieser Kongress gewählt wird, grob umrissen: Neptun-Resonanz dirigiert Auflösung der gegebenen Bahnungen und Austausche, Straßen und Märkte, Medien und Netze und ihre Neuwerdung in anonymen Ergriffenheiten in Stadt und Land.

Mit Ersterem hingegen - Venus als Dirigentin eines SKORPION-Orchesters – ist die „Menschheitliche“ Dimension dieser Versammlung der Volks-Repräsentanten bezeichnet.

Nur kurz zur Sonne, sie ist, als Element des Feuers, das ZENTRALE AKTIVE ELEMENT im Horoskop. Sie ist die, die beim Abschluß der heutigen Wahl just um 18:00 PDT im Pazifik versinkt. In allen regulären Wahlen der USA herrscht die Skorpion-Sonne. Damit hat  die USA aus dem kollektiven Instinkt heraus, der die Wahlen in die erste November-Woche geordnet hat, als eine opferbereite und opferbewusste  Nation gezeichnet.

Im Zeichen SKORPIONS, regelmäßige Leser wissen es, lehnt sich Mundanomaniac bei der Deutung,  samt seinem Esel,  soweit aus dem Fenster, wie bei keinem anderen Zeichen. Sie werden es nie beweisen können, aber das ist ihre Hypothese:

„Skorpion“ zeigt auf den archetypisch in uns „eingebauten“ Anteil,
 den die Toten und die noch-nicht-Geborenen
 an unserer Gegenwart
 unverlierbar
in uns
innehaben
Anders gesagt, die Seelen, die ja unsterblich sein sollen, also körperlos, ohne Erscheinung, die unsterblicher Seelen der Toten und noch Ungeborenen, "leben" sie auf unbekannte Weise eventuell unter uns? Aus der Richtung empfängt Mundanomaniac die Skorpion/Pluto-Resonanz.

Ein Kongress also, der auf die Fragen: woher entstammen wir? was erwartet unsere Enkel? worauf muss verzichtet werden? der darauf wie intonieren wird? Er wird intonieren nach der Partitur des Dichters des SKORPION-Dominats, Pluto, der vor zwei Jahren im STEINBOCK die lange Winterreise angetreten hat … oder wie Jon Steward am Samstag sagte: „Hard times, but not end-times“.

Und Kalifornien? Das Proposal 19? Kommt die Legalisierung der Selbstmedikametierung durch Rauchen, Besitz und Anbau von Hanf? Bricht der kriminelle Hanfmarkt zusammen?
Die Kalifornier bestimmen heute, ob sie den Schaden, den das Hanf-nicht-Rauchen verursacht , für größer oder für kleiner halten als den des Hanf-Gebrauchs.

Wie war das Zitat von JUNG?

„Instinkt ist Natur und will Natur. Bewusstsein hingegen kann nur Kultur oder deren Negation wollen …"

Hanf, Cannabis, Marihuana … in welcher Beziehung steht diese Droge zu Kultur und  zum Tierkreis?  Zunächst einmal: von unseren tierischen und steinzeitlichen Vorfahren her haben wir eine ur-lange Tradition des freien Probierens und Konsumierens aller Früchte, Pflanzen und ihrer Drogen. Wieweit hier die Kultur welche Regulierung für bekömmlich findet, ist offen. Zur Zeit herrscht offenbar Überregulierung der Drogen und Nicht-Regulierung der Banken. Beides Quellen unendlicher Bereicherungen weniger.

Aber noch einmal die Frage, deutsch gesprochen: „Kiffen“, welchem Tierkreis, welchem Planeten zugehörig?

Mich dünkt, da brauchen wir nicht lange zu raten, der Sprachinstinkt hat schon geurteilt. Was macht Alkohol? Antwort Sprachinstinkt: „Breit“, also Flüssigkeit, also Dionysos. Was macht Hanf? Antwort: „High“, also „Luft“, „Rauch“,  Himmel“ also: Uranos (griech.: Himmel), der „schöpfende“ Gott (aus dem Meer) des Menschengeistes.
Und hat Uranus (gemeinsam mit dem Ausbreiter Jupiter) eine Resonanzverbindung am heutigen Tag? Dieses, lieber Leser, erkennst Du in obigem Modell an der orangenen Einfärbung von Planeten-Standorten, die Uranus-Resonanz empfangen.
Es ist Mond, unser Gefühl für Wert und Wesen. Gefühl und Geist in hochzeitlicher Opposition …
Für mich ist das die Antwort, ob sie es für die Kalifornier ist,  wird daran liegen, wie weit sie das Bestimmende dieser Stunde, den närrischen Wassermann,   anzunehmen heran gereift sind, bewusst und für uns alle.
Wieweit dieses „weit“ ist, das weiß kein Astrologe, das weiß vielleicht nicht einmal der Allwissende, das hieße dann, er hätte uns gerade dafür gemacht damit er’s heraus bekommen kann.

Und hier noch eine Zugabe:

Jeder Tag, so auch die heutige Wahl findet statt unter einer Art besonderer Resonanzen, die uns unbewusst, aber wirksam zu sein scheinen: den Konstellationen der Königskonjunktionen die vier Elemente, die im Tierkreismandala einen archetypischen Hintergrund anordnen, der über sieben-achthundert Jahre sehr beständig ist und in den unser „Wir“, viele Generationen umfassend,  gemeinsam eingefügt ist.
In diesen Rahmen habe ich die Lichter bzw. Planeten eingefügt, die heute Resonanz empfangen, die entweder „angefunkt“ werden (nicht markiert) oder Ausgangsort und Funkstation eines Elements sind (markiert)

2.11.2010, Sacramento, 18:00 PDT

Aktiv heute die Resonanz von: Mars, Sonne, und Neptun entsprechend den Königskonjunktionen im Wasserelement von 1305  und dem Feuerelement von 1603.
Mars und Neptun sind Hinweise auf End/und/Anfangszustände, mit Mars beginnt, was ich neutral: „Ladung“ nenne, der Energie-Zustand. Und mit Neptun beginnt „Sinn“, der, äußerst bezeichnend, im Tierkreis durch zwei Fische gezeichnet ist, die, durch die Nabelschnur verbunden, noch vor dem Ursprung = der Trennung= Wassermann sind,  ein Hinweis auf die Gegensätze in der Natur, die im Zustand des Unbewussten noch ungetrennt miteinander verbunden sind.
Und was sagen die „Königsfunker“, die erhabenen Lichter und Planeten der vier Königskonjunktionen der vier Elemente?
Mich deucht, die Sonne = unser bewusstes Erleben, auf dem grünen Wasser-Neptun,  empfängt das Ende  alten und den Beginn neuen (noch unbenannten) Sinns. (Sinn-Weg von Fische zu Widder).

Mars = unser Impuls,  öffnet auf dem roten Feuer-Merkur die Tür in eine neue mythische Vorstellungswelt (Schütze) deren Wege diejenigen, welche sie begehen mit bisher unbekannter Energie („Feuer“) erfüllen. („Ladungs“weg von Widder zu den Fischen).

Und Neptun =  unsere Ahnungen,  auf dem grünen Wasser-Pluto,  beendet eine alte Werterfahrung und beginnt zugleich eine neue, in der die Hilfe der „dankbaren Toten“ in einer neuen Art des freien kanonischen Denkens zugänglich werden mag.

Es ist am Pazifik jetzt 8:14 und an der Ostküste 11:14, und dieser Bericht endet hier.

2.11.2010, UTC 15:15, gepostet: UTC 16:14.

Mittwoch, 22. September 2010

Welt im Extrem (3), Proletarier vereinigt Euch (1848)

20. - 27.  9.  2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

( Anklicken vergrößert)


Im Folgenden ein Versuch, den Komplex, den "Welt im Extrem ... (Teil 2)"
fortgesetzt hat, lesbarer und und fundierter weiter zu führen. Angesichts der
  Aufgabe, die sich diese kleine Serie vorgenommen hat, ist ein gewisses (hoffentlich)
ehrenvolles Scheitern sowieso unvermeidlich. Aber die Chance, die innere 
Logik dieser Königskonjunktion  zu verstehen, erschließt sich nur, wenn
der zugegebenermaßen vermessene Überblick über fast 800 Jahre nicht 
gescheut wird. 
Das Mundane Tagebuch ist und bleibt ein Experiment.



Im neunzehnten Jahrhundert vertiefte sich die geistige Ablösung vom Christentum. Mir scheint, man kann sagen, es war ein Jahrhundert, das in Europa keinen eigenen Stil mehr hervorgebracht.
Ich bin in Hamburg aufgewachsen. In den 1943  weniger zerstörten Stadtteilen kann man ihn noch  heute sehen: den  „Historismus“: alle möglichen Stil-Elemente wurden äußerlich kopiert: Gotik, Barock, Klassizismus.

Der große Jakob Burckhardt sprach von der Begabung des neunzehnten Jahrhunderts für die Historie.
Selbst das Kommunistische Manifest, das, verfasst von Karl Marx und Friedrich Engels, 1848 veröffentlicht wurde, leitet typischerweise  seine Betrachtung in einem weiten historischen Bogen her.Sicherlich lohnt es, daraufhin die Septare (7-Jahres-Abschnitte) der Königskonjunktion im Luftelement zu betrachten,  ... auf der astrologischen Universaluniversität warten viele spannende Arbeiten.



Königskonjunktion im Luftelement von 1186
Transit 21.2.1848 Manifest der Kommunistischen Partei erscheint in London

Hier die Quadrat-Resonanz zwischen Pluto und Saturn/Jupiter, welche, so die Hypothese der Königskonjunktionen,  dem Denken unter dem ganzen Luft-Äon zugrunde lag.
Was geschieht hier? Ein Mythos wird, so spricht der laufende numinose Jupiter, gerade gefügt. Ein „innergöttliches Leben“ in Menschen  wird sichtbar. Es fügen die Götter: Pluto, Jupiter, Saturn, und sie verbinden die Welt der Waage mit der Welt des Krebses.

Beide übrigens, Marx und Engels waren nach Bildung, Eigentum, Schwiegervater, Angehörige der privilegierten Familien.
Die Familie im Sinne des Krebs ist nicht die Seele, sie ist der Schoß des Belebten mit dessen Seele als Innenraum.
Weltinnenraum – ein rilkesches Bild.

Die Astrologie kennt es auch. Sie erzählt vom Luftviertel des Universums.
Luft, Gas - schon immer Metapher des Vorhandenen, aber Unsichtbaren – daher Geist.
Dreierlei Geist sei möglich sagt der Tierkreis, und mit ihm, die ihn geträumt haben,  die fernen Verwandten.
Und wie mit dem Geist so sei es mit der Flamme und dem Stein und so auch mit dem Wasser.
Sie erscheinen in drei Etagen oder Schichten.
So die astrologische Hypothese.

Luft-Pluto im Krebs,  Geist des Ringes (der Generationen) in den Familien – Quadrat Königskonjunktion des Äons Saturn/Jupiter in der Waage wie schon die vorige, und die vorvorige Königskonjunktion.
Also Königskonjunktion „Geist“ nun schon bald dreitausend Jahre in der Waage, dort, so der altägyptische Mythos,  wo das Herz gewogen wird den Paaren,  dort verharren Gottvater und Gottsohn, Saturn und Jupiter, und sie scheinen in dieser Fügung des Jupiter  nicht nach  roten Revolutionen zu schauen, sondern nach der Freundschaft und Liebe von Karl Marx, Jenny von Westfahlen und Friedrich Engels.


  5.5.1818, Trier , Karl Max



Das Paar als Maß der Dinge - wer hätte das gedacht -  als Geist auf dem Grund des Kommunistischen Manifests. Warum? Weil die Waage das Fest der Seele feiert, die  „himmlische Hochzeit“ und, täglich, den Ertrag anzeigt?
… den im 6. Spiegel, die Jungfrau abliest.

Was nun aber zu bedenken ist: die Arbeiterbewegung war keine Männersache, sie war Sache der Familien, der proletarischen.  Das Kommunistische Manifest, ja wo ist es denn gelesen worden? Etwa nicht hauptsächlich in Arbeiterküchen? Und wessen Sache war (und ist) das Lesen vornehmlich? Doch wohl der Frauen, oder? Es wird Männer, die es ihren Frauen und Frauen, die es ihren Männern vorgelesen haben, doch ich glaube, letztere waren in der Mehrzahl.



Dort also im proletarischen "Krebs", der Arbeiterküche, wehte das damals neue proletarische Denken, dass man kein Dreck sei, sondern, als Klasse,  Erschaffer allen Reichtums. Auf den Demonstrationen, wo das neue Denken aus den Küchen auf die Straße getragen wurde, erschienen Frauen und Männer.

Nichtsdestoweniger, das Manifest der Kommunistischen Partei, begleitete die Arbeiterpaare auf  dem Weg in  Gewerkschaften und Parteien, in Zellen und Komitees ... wo überall - im schädlichen wie im Nutzen - Männer mit Männern es versuchten,  "am Schlaf der Welt" zu rühren.
Erst in der neuen Linken nach '68, entstand als Element der "neuen Linken" die "Identitätspolitik" als Enkelin der "Klassenpolitik".  Und  in ihr erst ist es nicht mehr der Arbeiterführer der die Frau würdigt, sondern sie selbst spricht sich aus, über "das Andere Geschlecht", in der Nachbarschaft von Männern, die sich über Männer als "das andere Geschlecht" äußern und Türken, Farbige und Nomaden, die als Menschen an die Tür der Europäers klopfen.

 Zum Schluß  noch einmal zurückgeschaut auf die Arbeiterbewegung ... wer und was in uns bringt die Irrtümer des Lebens am Ende der Reise zur Lösung: die Fische.
Und so endete mit Michail Gorbatschow und Raissa Gorbatschowa die politisch organisierte Arbeiterbewegung in Europa, die mit Karl Marx Friedrich Engels und Jenny v. Westphalen begann.

Gespeichert 22.9.2010, UTC 14:00, gepostet: UTC 14:02

Freitag, 19. März 2010

Saturn zur Herbststunde am Frühlingstor

Äquinoctium
Tierkreis Nordhalbkugel, 20.3.2010, UTC 17:33


Es sind unsere Götter, die im Zeichen ihres Lichts am Himmel unsichtbar unter uns treten. Mit ihnen begegnen wir morgen unserem Jahresschicksal . Zweitausend und acht war ich schockiert von ihrem harten Gericht.  Zweitausend und neun erkannte ich die in ihrem Ausmaß außergewöhnlich  unerkannte Anwesenheit von Zukunft in der Welt.

Jetzt vor dem Bild von  2010/11 - wie beginnen?

Beginnen wir mit dem Ende?

Schon länger hat Mundanomaniac den sich im letzten Jahr  annähernden, nun in der Waage anwesenden Saturn begrübelt und bedacht. Saturn richtet also jetzt in der Waage. „Saturn“, was heißt das in der Waage? Das Gericht der Liebe? Die Liebe vor Gericht? Liebe am Ende?

Nein, die Liebe, wenn sie denn, ausgedrückt im Symbol der "Waage", (rauf und runter) Geschlechterliebe ist –  so ist sie es, die  durch Saturn, das väterliche Gericht walten lässt.

Denn Saturn regiert die väterlichen Dinge im Universum. Und Saturn ist von den Alten so überliefert:


Er ist
~

Weg


und er ist

+
Ziel








Fangen wir von hinten an: Saturn in der Waage, im Feld der Liebesgöttin. Eindeutig die Geschlechtsliebe hat die Psyche aus dem Universum der Möglichkeiten heraus gewählt, um dem Brand des Hungers, oder Widder, ein ebenbürtiges Komplement gegenüber zu stellen. Hunger und Geschlechtsbegierde zeigt das Arrangement der Psyche als Antwort auf die Frage: Was treibt die Archetypen der Person zur Paarung?

Der Horizont der Person beginnt am Morgen, steigt auf zum Mittag und ab zum Abend. Dann Nachthälfte, Dunkel.
Die helle Hälfte. Die Dunkle.
Und der Himmel wandert, und mit ihm das Licht, um den Tag.

Und dort oben als Lichter wandern die Richter und Götter und die Dichter und Könige. Und auf Erden sucht ein Menschengeschlecht die „goldenen“ Orte, an denen sich Spiegelscherben der Götter – jetzt und nahe - verkörpern. Lionel Feininger und seine Mitstreiter waren sich dieser seltsamen Scherbenartigkeit des Lichts bewusst oder ahnten ihre Bedeutung, welche, überall im Universum wiederkehrend,  im Kristallartigen von Schuppen,  in Federn und Insektenpanzern gesehen werden kann.

Oh wolle doch noch so mancher, in seiner Weise,  die heiligen Scherben erkennen, wenn auch mit   Demut angesichts der großen Gefahr, in allzu großer Nähe des Himmels – über zu schnappen – in allzu großer Entfernung von ihm aber stecken zu bleiben –
Tragisch beides. Tragisch, weil Bilderlos. Zu hell und zu dunkel, um die Details der weisen Mischung zu erkennen. Was aber, wenn nicht belebte Skizzen,  reisende Bilder, sind die Götter, deren Wärme, Klarheit, Dichte und Schönheit uns aufatmen lassen.
Jedes Jahr wieder.

Das Väterliche, Saturn, also 2010/11 in der Musterung der Welten der Geschlechterliebe. Daher empfiehlt sich etwa Platon's „Gelage“, der  geistvolle Kommentar eines Steinmetz zur Waagewelt des Schönen in und außerhalb von uns.
Waage ist die Landschaft Schönheit welche die besondere Liebe und Freude des plastischen Gottes am Menschen stets im Körper der Venus sichtbar macht. Vor ihrem Gericht erscheinen die Paare.
Von allen Liebenden in diesem neuen Jahr mustert Saturn in Sonderheit die Priester. Das sind jene in uns, und außer uns, die da handeln im Zeichen des Pluto:  das sind die, die im Verzicht sind   auf mehr als einen Ring um die Mitte . Die so verzichten, die schmieden den Ring, der den Kindern der Ewigkeit, den Toten und den Ungeborenen Einlass gewährt in unseren zeitlichen Tag.

Ziel und Gericht sind erreicht, wenn sie  i m L e b e n erreicht sind und nicht mit dem Tode. Womit wir beim gelebten Saturn wären. Saturn der Musterer in Arbeitsgemeinschaft mit Pluto dem Priester, das ist 2010/11. Priestergott Pluto von Skorpion ist der Sammler der Zeit und die Zeit ist eine unendliche Kette, von Tagen, von Jahren, von Generationen.
Sammler der Schwere ist Venus, Sammler der Zeit ist Pluto – Genuss und Verzicht halten einander die Mitte.
In uns führen der Kettenschmied Pluto und das Kettenglied Skorpion seit undenklichen Zeiten. Gemeinsam und in gleichem Recht wie die anderen elf Archetypen.  Und weil das so tief und unbewusst in uns geschieht, bleibt dem Bewusstsein nur die Dummheit des Halbwissens, das immer vermeint, das ganze Spiel zu kennen. So werden aus dem einem Teil notwendig falsche Schlüsse aufs Ganze gezogen. Daran arbeiten der Last-Esel der Weisheit und die Ameise der Wissenschaft. Und wenn ein  NILS BOHR kommt und ein HEISENBERG, dann wird der Ameise eselsmäßig wohl , denn  sie weiß, dass sie an der Paradoxie Gottes, des Geistes arbeitet, der auch Natur ist, wie Eva –  auch Mensch - ist.
Und wen soll das Opfer nähren? Kettenschmieder und Kettenschmiederinnen, die mit Verzicht nähren.

Ihre Kinder sind leiblich, seelisch und geistig: die Dichten, die Frommen, die Unermüdlichen, kurz die Liebenden, sie allein flechten die Ketten der Generationen.

Also, 2010/11 in Arbeitstakt, in Quadratresonanz mit Pluto:
Saturn in uns, das Väterliche, und Pluto der Herr der Ringe. Der eine ist am Mustern – ob wir gute Väter sind – der andere schaut nach der Krone der Liebe.
Ein peinliches Gericht für faule Väter.
.
Und Saturn am Himmel, das sei hier dazwischen geschoben, kommt – wenn die Erde ihn überholt– noch einmal zu einer letzten Musterung (für 29 Jahr) zurück an die Märkte der Welt. Noch einmal, parallel zu Sonne von  Widder bis Krebs: eine letzte Musterung des Zentralsymbols der Jungfrau, Merkurs, der Überparteilichkeit. Saturn spricht ein letztes Urteil über die Richter der Märkte.
Ein letztes Urteil in dieser Große Weltmusterung von 2007 – 2010 auf dem Feld der Ökonomie.
Ab Löwe im Hochsommer sind dann wieder die Väter und Priester der Geschlechterliebe dran, vom göttlichen Vater der Väter gemustert zu werden.

Schluss nun mit Saturn, dem väterlichen, kommen wir zu Jupiter, dem sohnhaften Gott, in uns und außer uns.

Seit Mitte Januar ist Jupiter, der Sohnhafte in die Fische eingewandert, also ins zwölfte (und erste) Haus des Tierkreises. Seitdem fällt das Jupiterlicht, das helle Licht der Anschaulichkeit das alle Konturen sichtbar werden lässt, weltweit auf alle unangenehmen Wahrheiten, die im Unsichtbaren, des zwölften Hauses/Zeichens, ein anderes Wort dafür: „Geheimnis“, versteckt sind. Versteckt vom Bewusstsein, das gelernt hat, die kleinen schmutzigen Geheimnisse, die ins Maßlose wachsen können, nicht wahrzunehmen.
Das gilt an allen Märkten auch am Liebesmarkt.

Ives Smith, die Autorin des blogs naked capitalism
zitiert nichts lieber als Upton Sinclair:
It is difficult to get a man to understand something when his salary depends upon his not understanding it.

Es ist schwierig einen Menschen zur Einsicht von etwas zu bringen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht einsieht.

Durch das Äquinoctium ist dieser Jupiter in den Fischen quasi urkundlich: ein Jahr der Wahrheit, ein Jahr, wo die Wahrheit anschaulich wird. Kein Jahr, das den Dämonen der Hinterzimmer-Diplomatie in den großen und kleinen Dingen allzu gut gefallen wird.

Und, nochmal kurz zu Saturn/Pluto: alles, was Pluto ist, alles, was opfert, dem deshalb etwas von uns anvertraut wird, Leben, Rinder, Kinder: alles was Priester ist in welchem Auftrag auch immer, sollte nicht warten, die geheimen Konten im „Ausland“, seien sie pekuniär oder sexuell, um des ewigen Lebens Willen zu bekennen, auf dass ausgemistet werden kann.

"Wahrheit" heißt der Kulturboden.

Soviel nochmal zu Saturn, Jupiter, Pluto 2010/11.

Kommen wir zum Mars:
Mars ist der Kopf des Feldes, wo immer auch das Tour-Ritual auch begangen wird. Mars 2010/11 „steht“ sehr markant: zum einen beherrscht er die Bedingungen, unter denen Sonne, Venus und Merkur die Triebe schießen lassen und ihre Zeichen regieren. Zum anderen ist Mars Treiber – und – Verzehrer. Und, das ist das Markante: er „steht“ ganz am Anfang des Löwen. Das ist ein ganz neues, kräftiges Frühlings - Spiel des privaten Vermögens auf unserer Nordhalbkugel. Kein sorgloses Vergnügen für die venusischen Herden der Grasfresser, es erscheinen hungrige neue Spieler an den  Wasserlöchern …

Und nun ist zu sprechen von der großen, komplexen Baustelle, von der Brücken – Baustelle, in den Vorräumen der Zeit die dieses Jahr kennzeichnet, wo Saturn und Uranus wieder einmal zusammen regieren. Beide sind psychische Mächte, als lebendige Gottheit = Gestalt, und physische Natur als bestimmte Verfassungen in der Natur.

Saturn – Uranus, Väter haben Töchter, Narren haben Söhne, darin wurzeln alle Märchen. Und allein der einfältige Sohn des Narren findet den Weg zurück zur Unschuld der Liebe.
Dasselbe in anderer Betrachtung:
Im Geburtshoroskop dieses natürlichen Jahres (auf der Nordhalbkugel), in diesem Jahr also sind fünf Götter miteinander verbunden in: Fische, Widder, Waage und Steinbock, (somit zufällig in allen vier Elementen: Wasser, Feuer, Luft und Erde) … die vier Elemente in Resonanz, in einer Alchemie, die nicht jedes Jahr wächst.
Um von den „Göttern“ zu sprechen: es sind nämlich, gekennzeichnet orange: Uranus, blau: Saturn und türkis: Pluto sowie Sonne und Merkur, zum „Wunder“ einer Resonanz miteinander verbunden, einem Wunder, das archetypisch geeignet ist, zu lehren, wie man „über Wasser gehen“, wie man durch Wasser getrennten Ufer überbrücken kann.


Das Jahr als Jahr ist stets eine neue, noch unbekannte, erfahrungsgemäß so heilkräftige, wie schädliche, „Pflanze“. Und die Alchemie dieser Pflanze namens 2010 zu studieren, das, glaube ich, ist das Gottgefälligste, was mit diesem gegebenen Erdjahr der Mensch in seiner Mittellage zwischen Himmel und Hölle anfangen kann.
Noch eine Konstellation darf nicht vergessen werden: Mond in Quadrat zu Neptun. Das Wohnen „underwater“.
Die Wohnungsmarktkatastrophen in den USA und Spanien fallen in diesem Zusammenhang ein, auch fällt ein: das vermeintliche Wohnen dort, wo Neptuns zeitweise Besuche Auflösung, Bereinigung, Neuanfang versprechen. Und Neptun rückt natürlich in diesem Jahr mit seinen göttlichen Gastfreunden an: Jupiter und Uranus.
Und da haben wir dann Jupiter-Licht und die ganze „Brückenbau“- Anlage des Uranus/Saturn wie sie Mond im Stier, in der gesättigten Ruhe des Wohnens in der (Burg) Stadt aufstören in der überraschenden höheren Einsicht.
Soviel zum Gewächs Jahrgang 2010/11, wie es Mundanomaniac vorliegt.

Zu den Ereigniszeiten:

Wären wir eine Astrologische Zivilisation, so würde jeder sich auf seinen Ort das Jahreshoroskop, das Äquinoctium, errechnen oder ausdrucken und hätte damit ein ausreichendes Werkzeug, die göttlichen Resonanzen, zwischen Himmel und Hölle, wie sie um den Erdball wandern, wie sie eintreffen, verweilen, sich verabschieden – und, all die Früchte, mit welchen die menschliche Kultur, im Kollektiv und als Individuum darauf antwortet, oder zu antworten versäumt, all das hätte einen Platz im der Musterung beiwohnenden menschlichen Bewusstsein, das in nie vorher erlebter Weise, im Vertrauen auf unbewusst gegebene neue Ansätze, schöpferisch dem zuschauen würde, was sich fügt.
So, wie Mundanomaniac und sein Esel hier im Bayerischen Oberland/Mitteleuropa zum Beispiel, hier beginnt der Frühling gleich mit dem Herbst: Aszendent Waage.


20.3.2010, UTC 17:32 Bayerisches Oberland

Hier ist das extrem Zufällige zu bemerken, dass der Jahresanfang am 1.1.2010 die gleiche Saturnstellung aufweist, wie der am 20. 3 2010.
Das gibt es nur in Europa in diesem Jahr. Anders gesagt: da das Zeichen Waage den Universal- Aszendenten der Neujahrs-Zeit-Welle von der Datumsgrenze bis zur Datumsgrenze beherbergt, darum bildet der Weltteil (auf der jeweiligen Halbkugel), dem im Frühligs-Jahresbeginn zur Tagundnachtgleiche das Zeichen Waage zufällt, gewissermaßen einen Focus des Weltjahres.
So also ruhen die Augen der Welt im besonderen auf Deutschland, als der Mitte dieses Weltteils gerichtet. Meine Heimat, das bayerische Oberland hat zu beiden Jahresbeginnen den Saturn auf dem Aszendenten. Unglaublich fast.
War es deshalb, dass das Kloster Ettal zur Weltnachricht wurde?
Da drängt sich im oben beschriebenen Sinne plötzlich das ganz oben im Tal verborgene Ettal auf, dieses Klosterinternat der aller feinsten Reputation. Griechisch wird dort gelehrt, abendländische Tradition in Essenz, eine Pflanzstätte.
Der Zufall will es - Turnus alle zehn Jahre - dass dieses Jahr wieder ein Passionsjahr in Oberammergau ist. Oberammergau, Nachbarort von Ettal. Sollte, so fragt sich, die Resonanz Christi und seiner Mutter in diesem Passionsort das allzu menschliche menschlicher hat bleiben lassen als die verschämt versteckte Menschlichkeit der Männerveranstaltung weiter oben im Tal in klösterlicher Zucht in der Resonanz des heiligen Benedikt? Wird Oberammergau dieses Jahr frei von Missbräuchen über die Runde kommen. Ich glaube daran, als Matrose am Gebürg.
Meine deutschen Landsleute jedoch werden insgesamt sich dieses Jahr über wundern, dass sie in der Welt - Diskussion der Weltkrise plötzlich hin- und her gelobt und getadelt werden, mit ihrer unfairen Tüchtigkeit und ihrer unglaublichen Harmlosigkeit, gegenüber den Adlern und Geiern über der Wall Street.

Zusatz:
 20.3.2010, UTC 17:33, London
20.3.2010, UTC 17:33 New York


20.3.2010, UTC 17:33, Peking


20.3.2010, UTC 17:33, Tokyo




Gespeichert: 19.3.2010, UTC 14:o6, gepostet: 15:19, und 16:44.