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Sonntag, 29. August 2010

"Summer Rerun" im Mundanen Tagebuch

Es wird ab und zu vorkommen, dass ich einen "rerun" von solchen Artikeln veranstalte, die ich für bekömmlich halte. Bekömmlich, vorausgesetzt,  Leser oder Leserin haben Muße und Lust, sich kurz, lehrreich und unterhaltsam mitnehmen zu lassen auf einen kleinen Rundgang unter Zeichen und Zeiten.

Seit bald einem Vierteljahrhundert hat Mundanomaniac an seinem Heimatort seine durch Gefühl und Intuition erweiterten Rundgänge veranstaltet. Diese lehrreichen und unterhaltsamen Rundgänge haben ihren Teilnehmern wöchentlich, quasi eine AUSZEIT,  einen außerhalb des Gewohnten liegenden Blick auf die Welt und ihre unsichtbaren Zusammenhänge, ermöglicht - eine Erholung für den regelmäßig nur-rational überanstrengten Verstand.

Eine Ein - Übung ins Begreifen von Wundern und Katastrophen, das ist es, was der Mensch von der Astrologie füglich erwarten darf. Auf den einen oder anderen seit dem 19. 4. 2007  gegangenen Weg - um der Ein-Übung willen - seien Leserinnen und Leser eingeladen, im Zeichen der derzeitigen weltwichtigen Resonanzen,  unter dem bei Ives Smith geklauten Motto:

"Summer Rerun" 

Aufs Auge ... das Wunder von  Mazar i Sharif (30.4.2007)

„Was man mit Hilfe der Astrologie feststellen kann, ist die Analogie der [irdischen] Ereignisse [und der Gestirnskonstellationen], aber nicht die Ursache oder Wirkung der einen Ereignisserie in Bezug auf die andere (die gleiche Konstellation bedeutet z.B. bei derselben Person einmal eine Katastrophe und ein andermal einen Schnupfen…).“(Hervorhebung von mir).
(C.G.JUNG, Brief an André Barbault, Briefe II, S. 401.)
Das ist es, was die Antwort an alle Nur-Zweifler auf die Frage: „Kann man ein Ereignis voraussehen?“ nahezu aussichtslos macht. Nur die Erfahrung in eigener astrologischer Recherche, nur das selbst erlebte Staunen über die Präzision gewisser Zufälle, mit welcher der Auch-Zweifler in der eigenen Brust (Hirn?)des Recherchierenden verblüfft wird, nährt die Unverdrossenheit der Astromanie.
So ist eine Katastrophe von Jahresformat im Bereich des Geflügelten (s. Blog vom 24.4.) bis zur Stunde ausgeblieben. Ein dort ebenfalls in Aussicht gesehenes ‚Glück im Unglück’ hat sich nun am Samstagmorgen ereignet – Ereignis im Schnupfen-Format vergleichsweise: einem Aufklärer – Tornado der Bundeswehr brach bei der Landung in Mazar i Sharif das Bug-Rad weg und die sich nach vorn neigende Maschine wurde von der, wie es heißt, torpedoförmigen, Kameravorrichtung aufgefangen.


In der Projektion der Ereignis-Konstellation auf das Äquinoctium zeigt sich die Analogie klar. Die Reuter-Meldung von 9:11 Uhr gab als Ereignis-Zeit „am Morgen“ an. Um 9:37 Ortszeit (5:07 UTC) liegt der Himmelsmittelpunkt = MC über Mazar i Sharif genau auf der Äquinoctiums-Sonne von 0° Widder, ergo = ein Neuanfang tritt in die Zeit. Der Aszendent liegt auf 16,1° Krebs. Herr des Moments ist mithin Mond. Mond ist in Resonanz mit Jupiter = Glück gehabt Mond.






Äquinoctium
21.3.2007, 0:07 UTC
auf Mazar i Sharif
36°24’N, 67°12’ E.
Transit 28.4.2007 Stand 9:30 Ortszeit

Das Äquinoctium zeigt den „Jahresplan“ der Archetypen. Die rot eingetragenen Transite zeigen die Arbeit des Tages darin; genauso die Arbeit des Jahres im Tag.

"Tag" meint Transit an diesem Tag: Mond = Familie + Venus = Bestände und Beziehungen + Jupiter = Versöhnung.

 "Tag" meint auch,  und sogar vor allem:  Wassermann-Aszendent  mit Uranus im ersten Haus , das heißt Uranus physisch real= ein Energiezustand, bewegte Materie, am Himmel.  Das Wort Himmel, beschreibt real das Luftreich dann, wenn  Uranus (gr. Himmel") im 1., 2., oder 3. Haus (=1. Quadrant) steht. Dann ist Himmel, kein Gefühl (2. Quadrant), kein Bild (3. Quadrant) und keine lebendige Gottheit (4. Quadrant). Und Transit an diesem Tag, 28.4. : Uranus der Vogel hat Besuch von Mars, dem blinden Impuls.

Die ganze Ereignisserie, die in diesem Moment ihr glückliches Ende fand, und deren himmlische Parallele den Besuch des dreifachen  Transits beim „Glücksplaneten“ zeigt,  sie ist  als Erscheinung von Hitze durch Reibung , welch ein Bild für Mars,  ungesteuert (= 1. Haus) man sagt in solchen Fällen: „wie im Traum“, abgelaufen, also im Unbewussten =Fischewelt,  in  welcher baut, was da ist: Gottes lichte und Gottes dunkle Seite
zwischen welchen beiden Seiten die Flüsse der Schöpfung sich hin und her-wälzen.

Als als Schema der ganzen Welt,  des Bewussten und des Unbewussten zugleich - ist ein Horoskop nun das, was man im Altertum ein Symbol nannte: das war eine in zwei Hälften zerbrochene Münze, deren Hälften von Personen als Erkennungszeichen für Zusammengehörigkeit benutzt wurde. 

Die untere  dunkle Hälfte des Symbols „Horoskop“ zeigt also, das sei für Laien der astrologischen Betrachtung  unterstrichen,  die physische Erscheinung und ihre Vermögen. Die obere Hälfte zeigt, metaphysisch gesprochen, die Heimat der Götter,  psychologisch gesagt: die Heimat des immateriellen Sinns. Diese Zweiteilung teilt vor jeder Besonderung den Tierkreis in die oberen Zeichen/Planeten und die unteren. Und sie lässt vorstellbar werden, dass der Leib ebenso im "Exil" sein kann, nämlich oben im Geist, wie die Götter unten in der Materie. 


Eine der großen psychischen Wahrheiten, welche die Gnostiker im 2. Jahrhundert n. Chr. gelehrt haben, ist ihr Mythos von der  in die Dunkelheit der Materie hinabgestiegenen Gottheit, und ihr Versunkensein und ihr Glimmen in der Dunkelheit des Unbewussten und ihre Sehnsucht nach Wiederaufstieg.

Logischerweise sind analog, dem "Tag"   entsprechend,  Tier- oder Urkreis  geteilt durch den  natürlichen und zugleich symbolischen "Horizont".
Die Trennungslinie in der Mitte - der Horizont des Horoskops - ist als Spiegelachse der sechs Archetypen aufzufassen:
„Das Charakteristische, das den Archetypen eigentümlich ist, besteht darin, daß es sich nicht nur psychisch-subjektiv sondern auch physisch-objektiv manifestiert; mit anderen Worten, es kann in beiden, in psychischen inneren und ebenso in äußeren physischen Vorgängen nachgewiesen werden. Ich betrachte dieses Phänomen als einen Hinweis auf die Tatsache, daß die physische und die psychische Matrix identisch sind.“ (C.G.JUNG am 24.10.1953 an Wolfgang Pauli, (Atom and Archetype, Princeton, 2001, S. 126)
Was erzählt uns das kleine Wunder von Mazar i Scharif , was sagt dem Symbolisten Mensch –– was sagt dem Astrologen die in die obere Hälfte und die untere Hälfte gespaltene Ganzheit des runden Äquinoctiums 2007 an einem Ort in Asien ?

Der regierende, am östlichen Horizont des Äquinoctiums aufsteigende Himmelsabschnitt/Archetypus des Jahres 2007 ist in Mazar i Sharif (und Umgebung) Wassermann, was nun auch erklärt, warum für den Bundeswehrabschnitt des Jahres 2007/08 in Afganistan die Fliegerei so konstelliert ist, denn des Wassermanns „untere“ reale Verkörperung ist Vogel, Ballon, Flugzeug usw., ist Geflügeltes mit seinem Überblick aus der Distanz , von oben. Wassermann -Symbol für  "Uranus"="Himmel"  ist ein Pfeil nach oben, der sich vom Kreis  entfernt. 
Der Verkörperer des Uranus im obigen Moment im ersten Haus ist also als Oberer im Jahr 2007 unten, das heißt unten bei "uns" in Ost-Afganistan.
Wassermanns obere Bedeutung ist die mythische Gestalt des „Sehenden“ - Engel, Adler des Zeus, als menschliche Gestalt der Prophet Elia –
„… Elia in Gestalt des Adlers stellt das Auge Jahwes dar, das alles sieht “ (JUNG) „Das sind die sieben Augen des Herrn, die über die ganze Erde schweifen“ (Sach. 4,10)

Wassermann, das möchte ich in Erinnerung rufen,  ist in der Astrologie die Gestalt des Wasserausgießers. Wasser aber hat die Bedeutung = "unbewusst (gewordener) Geist"(C.G.JUNG).
Unbewusster Geist aber,  „am Himmel ausgegossen“, bedeutet = Unbewusstes ans Licht aufgestiegen. Licht = Bewußtsein. Wassermann = Aufstieg vom meerestiefen Unbewußten an Licht und helle Taghälfte oder: als Idee aufgegangen am inneren  Himmel des Bewußtseins. Also Wassermann/Uranus: das Bild des Schöpfers (und Ausgiessers) von (heilem =heiligen) Geist.
Das Wasser-Schöpfrad ist Symbol, Elia aber ist Gestalt des Sehens, des an- den –Tag- kommend erblickt- Werdens von etwas.
Die Verbindung von Mensch und Gottesauge, ging in der Gestalt des Elias in vielen Zügen Christus vorweg,  hat sie bei den Muslimen in der Gestalt des Ilyas, der von Gott die Verfügung über den Regen erhalten hat, und eine große Dürre veranlasst und er steigt zum Himmel auf einem Feuerross empor.
Diese Gestalt also ist es, die in Afganistan in diesem Jahr im 1., dem  „Haus der Geburt“ zur Tür hereinkommt und durch unsere virtuelle Anwesenheit dort kommen auch wir unters Gottesauge.
Im 10. zehnten Haus (des Richters) herrscht in diesem Jahr über Mazar i Sharif, der Jupiter (Anwalt). Dort "plädiert" Jupiter an diesem 28. April für ein Werk der Versöhnung. 

Versöhnung? Im Sohn erblicke ich  denjenigen  Gott in uns, der uns versöhnen kann. Versöhnen mit was oder wem?  Ich sehe nur eins, das uns frommen kann: die Versöhnung mit dem Vater, mit dem Maß des Vaters der uns zum Gericht ruft alle Tage auf dass wir gerecht werden mögen in den  Wundern seines Sohnes, die die Wunder seiner Tochter spiegeln.

Mit Jupiter ist die Zahl DREI konstelliert, -„aller guten Dinge sind DREI" heißt es" dreidritte Weg= Versöhnung, Sohn= der Dritte  und die Dreiheit = Körper, Seele, Geist, oder Dunkelheit, Schatten, und Licht. Religionen, der
So waren nicht nur Piloten, Angehörige und Kameraden versöhnt an diesem Tag – auch Taliban waren versönlich konstelliert:
„Taliban lassen französische Geisel frei.
Die radikalislamischen Taliban haben nach eigenen Angaben am Samstag eine in ihrer Gewalt befindliche Französin freigelassen. Sie war vor drei Wochen gemeinsam mit einem weiteren Franzosen und drei Afghanen entführt worden. Bei einem Zusammenstoß wurden unterdessen 13 Taliban getötet.
Die Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Terre d'enfance sei am Samstag gegen neun Uhr deutscher Zeit im Distrikt Maiwand in der südlichen Provinz Kandahar auf freien Fuß gekommen, sagte der Talibansprecher Jussuf Ahmadi. Die Französin befand sich zusammen mit einem weiteren Mitarbeiter der französischen Hilfsorganisation und drei afghanischen Helfern seit drei Wochen in der Hand der Taliban. Ihre Freilassung erfolgte etwa zeitgleich mit dem Ablauf eines von den Taliban gesetzten Ultimatums.
Die Taliban hatten die eigentlich bis Freitag gesetzte Frist noch einmal verlängert und damit gedroht, ihre Geiseln zu töten, sollte Frankreich seine Truppen nicht aus Afghanistan abziehen. Am Samstag sagte ein anderer Taliban-Sprecher, für Verhandlungen zur Freilassung der übrigen vier Geiseln habe die Regierung in Paris eine weitere Woche Zeit.
Außenminister Philippe Douste-Blazy hatte am Freitag einen Abzug der französischen Soldaten aus Afghanistan angedeutet. Die Soldaten sollten Afghanistan nicht "langfristig besetzen", sagte er im Radiosender Europe 1.
Am Donnerstagabend hatte bereits der konservative Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy die fortgesetzte Anwesenheit der Truppen in Frage gestellt. Ihre Entsendung im Rahmen des Anti-Terror-Kampfes nach dem 11. September 2001 sei "sicher nützlich" gewesen. Die "langfristige Präsenz" französischer Soldaten in Afghanistan scheine ihm jedoch "nicht entscheidend" zu sein.
Unterdessen haben einheimische Sicherheitskräfte und ausländische Truppen mindestens 13 Taliban-Kämpfer getötet. Amtlichen Angaben zufolge stürmten die Aufständischen das Hauptquartier im Distrikt Alishar in der Provinz Chost an der Grenze zu Pakistan. Inmitten heftiger Kämpfe habe die afghanische Polizei Luftunterstützung der Nato angefordert. Ein Sprecher der Provinzpolizei sagte, Nato-Hubschrauber hätten den Aufständischen die größten Verluste zugefügt.
Bei Anschlägen der Taliban und Gefechten starben allein in diesem Jahr mehrere hundert Menschen. Die radikalislamischen Kämpfer waren in Afghanistan von 1996 bis 2001 an der Macht, bis sie durch den US-geführten Truppeneinmarsch gestürzt wurden. Ihre stärksten Stellungen haben sie im Süden des Landes.
cis/AFP
14:26/gepostet 15:32 , wiedergepostet a. 29.8.2010,UTC 13:30

Montag, 28. Juni 2010

Von Wundern und Zeichen

28.6. - 5.7. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

( Anklicken vergrößert)



itto, Dank für den neuen Editor ...

Das vergangene Wochenende sah nun nicht nur den von "unbegreiflichen Eingriffen"

schicksalsprallen Fußball-Klassiker Deutschland- England. Es hatten sich auch die Sonne und vier Planeten konstelliert "wie nie".

Wenn man in der Vergangenheit nach Vergleichbarem sucht, dann erscheint das bittere Jahr 1931 auf der Bildfläche.
Am 1. Juni sah es am Himmel so aus:
1.6.1931, die laufenden Planeten

Das Jahr 1931 sah, wie allgemein bekannt, den Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise mit dem Zusammenbruch der Österreichischen Credit-Anstalt am 11. Mai und der Darmstädter und Nationalbank am 13. Juli.
 
13.Juli 1931, UTC 0:00 Uhr

Die internationalen Zahlungsströme waren versiegt, ungeheueres Elend hatte sich über Arbeiter und Angestellte und den Mittelstand ausgebreitet, am schlimmsten in Deutschland und den USA.
Es gibt in Deutschland 70.000 Konkurse und 6.000.000 Arbneitslose.
Am 1. Oktober wird die Höchstdauer der Arbeitslosenunterstützung von 26 auf 20 Wochen verkürzt.
Adolf Hitler trifft sich im September mit Spitzen - Industriellen und erläutert ihnen sein Programm,    gründet am 11. Oktober die "Harzburger Front" der nationalistischen und nationalsozialistischen Kräfte und lässt eine Woche später  am 17./18. Oktober in Braunschweig eine Massendemonstration mit 100.000 Teilnehmern aufmarschieren.
18.10.1931, 0:00 Uhr UTC

Die blaue Resonanz hier zeigt den Tatbestand der Verbindung von Mars und dem Luft - Merkur der Königskonjunktion von 1186. Die Ergriffenheit durch diese Archetypen beschreibt C.G.JUNG 1936 in dem klassischen Aufsatz "Wotan":

"Daß aber in einem eigentlichen Kulturlande, das schon geraume Zeit jenseits des Mittelalters gewähnt wurde, ein alter Sturm- und Rauschgott, nämlich der längst im historischen Ruhezustand befindliche Wotan wieder, wie ein erloschener Vulkan, zu neuer Tätigkeit erwachen könnte, das ist mehr als kurios; es ist geradezu pikant. Er ist, wie man weiß, in der Jugendbewegung lebendig geworden und wurde gleich zu Beginn seiner Wiedererstehrung mit einigen blutigen Schafopfern gefeiert. Es waren jene blonden Jünglinge (bisweilen auch Jungfrauen), die man als rastlose Wanderer sah auf allen Landstraßen, vom Nordkap bis nach Sizilien, mit Rucksack und Laute bewehrt, treue Diener des schweifenden Wandergottes. Später, gegen Ende der Weimarer Republik, übernahmen das Wandern die abertausende von  Arbeitslosen, die man überall auf zielloser Wanderschaft traf. 1933 wanderte man nicht mehr, sondern man marschierte zu Hunderttausenden, vom fünfjährigen Knirps bis zum Veteranen. Die HITLER-Bewegung brachte wörtlich ganz Deutschland auf die Beine und produzierte das Schauspiel einer Völkerwanderung am Ort. Wotan der Wanderer war erwacht  ...
Der rastlose Wanderer Wotan, der Unruhestifter, der bald hier, bald dort Streit erregt oder zauberische Wirkung übt ... er ist ein Sturm- und Brausegott, ein Entfeßler der Leidenschaften und der Kampfbegier, und zudem ein übermächtiger Zauberer und Illusionskünstler, der in alle Geheimnisse okkulter Natur verwoben ist."
Die Horoskop - Beispiele, von  damals und  von diesem Wochenende nun, zeigen, wie in gutem, so im bösen, die irdische Realität genauso  vielgesichtig miteinander verknüpft,  als ihr natürliches Abbild am Himmel es zeigt:

Damals, 1931, die streng konservative einschränkende Resonanz zwischen Saturn in seinem, dem Steinbock-Zeichen und  Pluto im Krebs und seiner gefühlvollen aber unbewussten, rein "bauchmäßigen" Hingabe an die natio, an die  Nachgeborenen (und die Toten). Diese zwei alten Gesichter lassen  Uranus in Widders jugendlichen Gesicht kaum Spielraum für Frühling. Das gilt umso mehr, umso kollektiver, als  dem Steinbock die Dienste des überpersönlich  Bestimmenden - vom Standesamt bis zum Kriegsministerium -  zur Verfügung stehen.

So kann denn die  für die  Generation 1931  verlogene,  erst für die nachfolgend kommende Generation Früchte tragende Spiegelmagie zwischen  Wahnsinn und  Herz, (Fünfter Tierkreisspiegel), Ergriffenheit und Lebensgefühl, Pluto und Sonne in der ungeheuer ansprechenden, alle Resonanzen miteinander verrührende Idee der "Nationalen Revolution" sich ausbreiten, so unerbittlich und  unermesslich in den Folgen, wie die französische Revolution und die russische Revolution - der Ausbruch gelingt - als Katastrophe.

Zurück zur Gegenwart.

An diesem Wochenende also  war  eine kosmische Paradoxie unterwegs, die - als Chance oder Verhängnis, das liegt an uns -  so nur einmal in der Menschheitsgeschichte ihr Fahrzeug anbietet:

Sonne und Merkur im großen Resonanzkreuz des Frühsommers 2010.
 
27.6.2010, UTC 0:00

Dreimal hat der Himmel als Schoß des Zufalls planetenweit "gewürfelt":
  1. Am Samstag das Herz von Afrika und die Vereinigten Staaten.
  2. Am Sonntag Deutschland und England, das maritime Herz von Europa und das      kontinentale Herz.
  3.  An beiden Tagen: die "die Königin und die Könige" des Planeten in Canada versammelt.

Also ein Wochenende der Herzen und Hirne,  die - im Zeichen von Sonne und Merkur - vor dem Gericht des Pluto - dem Schuldgericht - standen.

 Nur: das zu wissen hieße, dass das Unbewusste nicht das Unbewusste wäre. Allein die "Begriffe" der Zeit aber erlauben ins Unbewusste zu greifen und ein Stück Heil bewusst zu erkennen als lebenden Mythos in der Sprache des Herzens.

Schuld, irdische Schuld, ist  immer diejenige gegenüber der Zukunft - und gegenüber den Gestorbenen.  Skorpion bedeutet mir seit Wolfgang Döbereiner: du bist der Gattung, passender,  der Art Mensch, etwas schuldig. Du bist ihr schuldig, ans immer gewesene Leben anzuknüpfen und  es seiner Zukunft ein Stück entgegen zu führen; schuldig,  die Menschheit fortzusetzen, sei es durch menschlich erzogene Kinder, sei des durch den menschlichen "Geist in dem man lebt", das heißt durch Werke des Herzens, die dem Menschen, diesem himmlischen Affen,  zur Ehre gereichen.

Und der himmlische Affe, er kann gar nicht anders, er lobt die unbegreiflichen Werke Gottes.

Das Gottesurteil Plutos - Gericht  also -  sei dieses Wochenende gewesen?  Nun,  Plutos "Thron" steht  im Steinbock-Winter-Zeichen. Winter, ist nicht er der  Richter des Lebens? Und es sei  erinnert an dieses: es fanden die Herzen im Zeichen der Sonne im heimatlichen Krebs  diese vor:

1. die Schulden des Planeten
2. das "Bäume Pflanzen"
3. das Erkennen
4. und das Versöhnen

denn auf unserer unbewussten Bühne, sowie - sichtbar am Himmel -  in der unbegreiflichen Synchronizität von Ordnung und Erscheinung, traten und treten sie in dieser selben Reihenfolge auf:

1. Pluto
2. Saturn
3. Uranus
4. Jupiter


Und die alle. die es nicht "apperzipieren" können,
die also nicht wissen können, dass Gott immer da ist
in seinen zwölf Gesichtern,
alle, die es nicht mitkriegen ... wie sollten diese persönlich zu Maß und Schönheit kommen
und damit zur Erlösung?
Traurige monströse Gestalten erkannte  die erkenntnisreiche Seele des altgriechischen Erkennens ... in den maßlosen Geschöpfe zwischen Erde und Himmel.
Der griechische Mythos bedachte im Mythos des Hesiod die Maßlosen, die mit der Schuld des Kronos die Urschuld des Urvaters Uranos am Leben fortsetzten und nannte sie Giganten.  Es waren in Hesiods Sicht die Wesen, die nach der heimtückischen Kastration des himmlischen Vaters der nicht Vater sein wollte durch Sohn Kronos, der ebenfalls nicht Vater sein wollte, aus  den Blutstropfen erwuchsen, die auf die Erde fielen.

Es ist für alle Zeiten ein heilender Geist im altgriechischen Erzählen, das für so viele klare Gedanken die mythischen logoi findet.

Zurück zum Treffen der Götter und Archetypen an der Schnittstelle zwischen Himmel und Erde, sowie den Treffen der unbewusst von ihnen Bewegten in der Woche  auf den  26/27. Juni 2010:

Die Tatsache , dass es parallel und aktuell und weltweit zwischen Himmel und Erde um Opfer und Entschuldung geht  und die Erscheinung, dass, die Ersten (im letzten Jahrhundert) mit einem Mal die letzten sind ... die sie begreifen ...  die Wahrheit,  dass vor dem Gericht Plutos über das Wirtschaften (Saturn in Jungfrau) nur Umkehr frommt.

***

Und im Bereich der Foren und Kneipen ereignet sich vielerorts, wie es scheint,  in der Zeit dieser Konstellation,  dass verborgene "Ideosynkrasien" (JUNG), also Überempfindlichkeiten  an die Oberfläche kommen, dass es Wutausbrüche gibt auf "Regelverletzer" und "Vogelfreie" beiderlei Geschlechts, so bizarr und fremdenfeindlich in vielerlei Art,  dass man sich nur an den Kopf fasst, wer war noch der Fremde? Richtig,  Uranus, der Mensch. Der von Menschengeist inspirierte Mensch,   der ein Ethos hat und deshalb keine Regeln braucht.
Und wer hat die Wut auf die Vogelfreien? Antwort: Skorpion/Pluto "natürlicherweise", was soviel heißt wie: schimpansenmäßig.  Zu "pathologischer Wut" neigt  der nur natürliche, "schimpansische" Pluto, insofern er  ohne Menschenbewusstsein, und, was daraus folgt, ohne religiöse Begriffe vom Erleichternden und Erlösenden lebendig anwesender Gottheit abgeschnitten ist. 
Für diese bedeutet die Rede von  lebender Gottheit nur leere Worte. Das ist ein elender Komfort, der sich dann einstellt. Es wütet  plutonischer Frust über die "verantwortungslose"  Freiheit der "Geflügelten",  (Wassermann/Uranus als Menschen - Gesicht Gottes), sich über alles hinwegzusetzen, über alles außer das Neue. Es ist Pluto-Wut, welcher  "Freiheit" überall dort verhasst ist,  wo, vermeintlich,  allein das Opfern von Freiheit das Leben bewahrt.

Wer also sich traut, den Uranus zu leben, den Narren und Kinderfreund, auf den  wird der wütende Bully losgelassen, zum "Glück" heutzutage "nur" psychisch.
Wer sich den derzeit konstellierten, unbewussten Inhalten,  nicht in einem Gipfelereignis (Rausch) verbunden,  in  freier Vielfalt hingeben kann, sondern eingebaut in die neurotischen Zwänge des Zeitgeistes um des Überlebens Willen ein ungeliebtes Dasein führt, bei dem fließt

"aus unbewusste(n) Inhalte(n) ...  deren oft beträchtliche Energie auf normalerweise wenig betonte, bewusste Inhalte ab und erhöht deren Intensität zu pathologischen Graden." C.G.JUNG, (s. letzter Blog)

Es ist ja jede Position zu einer anderen das Gegenstück, und in jeder Wut steckt auch ein Stück legitimer Grenzverletzung. Sie ist aber immer schrecklich.

Wo aber in diesen Tagen "die Konstellation",  unerwartet zur Begegnung wird, für die das spontane Herz "Begriffe" findet, wo die Konstellation, das Zusammengebracht-Sein, begrüßt, und spontan gefeiert wird, als unerwarteten, glücklichen Anbruch und Neubeginn von Freiheit,  als Beginn eines "Bäume"- Pflanzens in einem gemeinsamen seelischen Garten, einem zum - Ganzen -  gefügten - Sein unter Verzicht auf Illegitimität: wo für dieses die Seele offen ist, da geschehen gerade Wunder.


Der göttliche Moment ...
"Dem Menschen, insofern er nicht bloß Subjekt des Erkennens und Handelns ist, sondern lebendige Wesenheit, offenbart sich nicht bloß das Wirkliche als Wirklichkeit überhaupt, sondern noch etwas, das darüber ist, eine höhere Wirklichkeit. Die erhabenen Augenblicke solcher Offenbarung sind es, die Hölderlins ganzes Nachdenken fordern. Das Erstaunen über das, was er erlebt hat, macht ihn zum Philosophen. Das Zentrum, um das all sein Denken kreist, ist der " göttliche Moment", ein Sonnenaufgang des Daseins, eine heilige Stille des Menschen und der Welt in der alles Seiende erhöht, geheiligt, von Seligkeit durchleuchtet dasteht. Und was er durch seine begrifflichen Erörterungen klären will, ist nichts anderes als die Erfahrung von einem natürlichen Einklang zwischen Mensch und Welt, der den "göttlichen Moment" mit Notwendigkeit herbeiführen muss."

Walter F. Otto, Der Ursprung von Mythos und Kultus in: "Die Gestalt und das Sein",   Darmstadt 1955,  S. 236.


Gespeichert: 28.6.2010, UTC, 14:23 und 16:58 , gepostet: UTC 17:56

Freitag, 19. März 2010

Saturn zur Herbststunde am Frühlingstor

Äquinoctium
Tierkreis Nordhalbkugel, 20.3.2010, UTC 17:33


Es sind unsere Götter, die im Zeichen ihres Lichts am Himmel unsichtbar unter uns treten. Mit ihnen begegnen wir morgen unserem Jahresschicksal . Zweitausend und acht war ich schockiert von ihrem harten Gericht.  Zweitausend und neun erkannte ich die in ihrem Ausmaß außergewöhnlich  unerkannte Anwesenheit von Zukunft in der Welt.

Jetzt vor dem Bild von  2010/11 - wie beginnen?

Beginnen wir mit dem Ende?

Schon länger hat Mundanomaniac den sich im letzten Jahr  annähernden, nun in der Waage anwesenden Saturn begrübelt und bedacht. Saturn richtet also jetzt in der Waage. „Saturn“, was heißt das in der Waage? Das Gericht der Liebe? Die Liebe vor Gericht? Liebe am Ende?

Nein, die Liebe, wenn sie denn, ausgedrückt im Symbol der "Waage", (rauf und runter) Geschlechterliebe ist –  so ist sie es, die  durch Saturn, das väterliche Gericht walten lässt.

Denn Saturn regiert die väterlichen Dinge im Universum. Und Saturn ist von den Alten so überliefert:


Er ist
~

Weg


und er ist

+
Ziel








Fangen wir von hinten an: Saturn in der Waage, im Feld der Liebesgöttin. Eindeutig die Geschlechtsliebe hat die Psyche aus dem Universum der Möglichkeiten heraus gewählt, um dem Brand des Hungers, oder Widder, ein ebenbürtiges Komplement gegenüber zu stellen. Hunger und Geschlechtsbegierde zeigt das Arrangement der Psyche als Antwort auf die Frage: Was treibt die Archetypen der Person zur Paarung?

Der Horizont der Person beginnt am Morgen, steigt auf zum Mittag und ab zum Abend. Dann Nachthälfte, Dunkel.
Die helle Hälfte. Die Dunkle.
Und der Himmel wandert, und mit ihm das Licht, um den Tag.

Und dort oben als Lichter wandern die Richter und Götter und die Dichter und Könige. Und auf Erden sucht ein Menschengeschlecht die „goldenen“ Orte, an denen sich Spiegelscherben der Götter – jetzt und nahe - verkörpern. Lionel Feininger und seine Mitstreiter waren sich dieser seltsamen Scherbenartigkeit des Lichts bewusst oder ahnten ihre Bedeutung, welche, überall im Universum wiederkehrend,  im Kristallartigen von Schuppen,  in Federn und Insektenpanzern gesehen werden kann.

Oh wolle doch noch so mancher, in seiner Weise,  die heiligen Scherben erkennen, wenn auch mit   Demut angesichts der großen Gefahr, in allzu großer Nähe des Himmels – über zu schnappen – in allzu großer Entfernung von ihm aber stecken zu bleiben –
Tragisch beides. Tragisch, weil Bilderlos. Zu hell und zu dunkel, um die Details der weisen Mischung zu erkennen. Was aber, wenn nicht belebte Skizzen,  reisende Bilder, sind die Götter, deren Wärme, Klarheit, Dichte und Schönheit uns aufatmen lassen.
Jedes Jahr wieder.

Das Väterliche, Saturn, also 2010/11 in der Musterung der Welten der Geschlechterliebe. Daher empfiehlt sich etwa Platon's „Gelage“, der  geistvolle Kommentar eines Steinmetz zur Waagewelt des Schönen in und außerhalb von uns.
Waage ist die Landschaft Schönheit welche die besondere Liebe und Freude des plastischen Gottes am Menschen stets im Körper der Venus sichtbar macht. Vor ihrem Gericht erscheinen die Paare.
Von allen Liebenden in diesem neuen Jahr mustert Saturn in Sonderheit die Priester. Das sind jene in uns, und außer uns, die da handeln im Zeichen des Pluto:  das sind die, die im Verzicht sind   auf mehr als einen Ring um die Mitte . Die so verzichten, die schmieden den Ring, der den Kindern der Ewigkeit, den Toten und den Ungeborenen Einlass gewährt in unseren zeitlichen Tag.

Ziel und Gericht sind erreicht, wenn sie  i m L e b e n erreicht sind und nicht mit dem Tode. Womit wir beim gelebten Saturn wären. Saturn der Musterer in Arbeitsgemeinschaft mit Pluto dem Priester, das ist 2010/11. Priestergott Pluto von Skorpion ist der Sammler der Zeit und die Zeit ist eine unendliche Kette, von Tagen, von Jahren, von Generationen.
Sammler der Schwere ist Venus, Sammler der Zeit ist Pluto – Genuss und Verzicht halten einander die Mitte.
In uns führen der Kettenschmied Pluto und das Kettenglied Skorpion seit undenklichen Zeiten. Gemeinsam und in gleichem Recht wie die anderen elf Archetypen.  Und weil das so tief und unbewusst in uns geschieht, bleibt dem Bewusstsein nur die Dummheit des Halbwissens, das immer vermeint, das ganze Spiel zu kennen. So werden aus dem einem Teil notwendig falsche Schlüsse aufs Ganze gezogen. Daran arbeiten der Last-Esel der Weisheit und die Ameise der Wissenschaft. Und wenn ein  NILS BOHR kommt und ein HEISENBERG, dann wird der Ameise eselsmäßig wohl , denn  sie weiß, dass sie an der Paradoxie Gottes, des Geistes arbeitet, der auch Natur ist, wie Eva –  auch Mensch - ist.
Und wen soll das Opfer nähren? Kettenschmieder und Kettenschmiederinnen, die mit Verzicht nähren.

Ihre Kinder sind leiblich, seelisch und geistig: die Dichten, die Frommen, die Unermüdlichen, kurz die Liebenden, sie allein flechten die Ketten der Generationen.

Also, 2010/11 in Arbeitstakt, in Quadratresonanz mit Pluto:
Saturn in uns, das Väterliche, und Pluto der Herr der Ringe. Der eine ist am Mustern – ob wir gute Väter sind – der andere schaut nach der Krone der Liebe.
Ein peinliches Gericht für faule Väter.
.
Und Saturn am Himmel, das sei hier dazwischen geschoben, kommt – wenn die Erde ihn überholt– noch einmal zu einer letzten Musterung (für 29 Jahr) zurück an die Märkte der Welt. Noch einmal, parallel zu Sonne von  Widder bis Krebs: eine letzte Musterung des Zentralsymbols der Jungfrau, Merkurs, der Überparteilichkeit. Saturn spricht ein letztes Urteil über die Richter der Märkte.
Ein letztes Urteil in dieser Große Weltmusterung von 2007 – 2010 auf dem Feld der Ökonomie.
Ab Löwe im Hochsommer sind dann wieder die Väter und Priester der Geschlechterliebe dran, vom göttlichen Vater der Väter gemustert zu werden.

Schluss nun mit Saturn, dem väterlichen, kommen wir zu Jupiter, dem sohnhaften Gott, in uns und außer uns.

Seit Mitte Januar ist Jupiter, der Sohnhafte in die Fische eingewandert, also ins zwölfte (und erste) Haus des Tierkreises. Seitdem fällt das Jupiterlicht, das helle Licht der Anschaulichkeit das alle Konturen sichtbar werden lässt, weltweit auf alle unangenehmen Wahrheiten, die im Unsichtbaren, des zwölften Hauses/Zeichens, ein anderes Wort dafür: „Geheimnis“, versteckt sind. Versteckt vom Bewusstsein, das gelernt hat, die kleinen schmutzigen Geheimnisse, die ins Maßlose wachsen können, nicht wahrzunehmen.
Das gilt an allen Märkten auch am Liebesmarkt.

Ives Smith, die Autorin des blogs naked capitalism
zitiert nichts lieber als Upton Sinclair:
It is difficult to get a man to understand something when his salary depends upon his not understanding it.

Es ist schwierig einen Menschen zur Einsicht von etwas zu bringen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht einsieht.

Durch das Äquinoctium ist dieser Jupiter in den Fischen quasi urkundlich: ein Jahr der Wahrheit, ein Jahr, wo die Wahrheit anschaulich wird. Kein Jahr, das den Dämonen der Hinterzimmer-Diplomatie in den großen und kleinen Dingen allzu gut gefallen wird.

Und, nochmal kurz zu Saturn/Pluto: alles, was Pluto ist, alles, was opfert, dem deshalb etwas von uns anvertraut wird, Leben, Rinder, Kinder: alles was Priester ist in welchem Auftrag auch immer, sollte nicht warten, die geheimen Konten im „Ausland“, seien sie pekuniär oder sexuell, um des ewigen Lebens Willen zu bekennen, auf dass ausgemistet werden kann.

"Wahrheit" heißt der Kulturboden.

Soviel nochmal zu Saturn, Jupiter, Pluto 2010/11.

Kommen wir zum Mars:
Mars ist der Kopf des Feldes, wo immer auch das Tour-Ritual auch begangen wird. Mars 2010/11 „steht“ sehr markant: zum einen beherrscht er die Bedingungen, unter denen Sonne, Venus und Merkur die Triebe schießen lassen und ihre Zeichen regieren. Zum anderen ist Mars Treiber – und – Verzehrer. Und, das ist das Markante: er „steht“ ganz am Anfang des Löwen. Das ist ein ganz neues, kräftiges Frühlings - Spiel des privaten Vermögens auf unserer Nordhalbkugel. Kein sorgloses Vergnügen für die venusischen Herden der Grasfresser, es erscheinen hungrige neue Spieler an den  Wasserlöchern …

Und nun ist zu sprechen von der großen, komplexen Baustelle, von der Brücken – Baustelle, in den Vorräumen der Zeit die dieses Jahr kennzeichnet, wo Saturn und Uranus wieder einmal zusammen regieren. Beide sind psychische Mächte, als lebendige Gottheit = Gestalt, und physische Natur als bestimmte Verfassungen in der Natur.

Saturn – Uranus, Väter haben Töchter, Narren haben Söhne, darin wurzeln alle Märchen. Und allein der einfältige Sohn des Narren findet den Weg zurück zur Unschuld der Liebe.
Dasselbe in anderer Betrachtung:
Im Geburtshoroskop dieses natürlichen Jahres (auf der Nordhalbkugel), in diesem Jahr also sind fünf Götter miteinander verbunden in: Fische, Widder, Waage und Steinbock, (somit zufällig in allen vier Elementen: Wasser, Feuer, Luft und Erde) … die vier Elemente in Resonanz, in einer Alchemie, die nicht jedes Jahr wächst.
Um von den „Göttern“ zu sprechen: es sind nämlich, gekennzeichnet orange: Uranus, blau: Saturn und türkis: Pluto sowie Sonne und Merkur, zum „Wunder“ einer Resonanz miteinander verbunden, einem Wunder, das archetypisch geeignet ist, zu lehren, wie man „über Wasser gehen“, wie man durch Wasser getrennten Ufer überbrücken kann.


Das Jahr als Jahr ist stets eine neue, noch unbekannte, erfahrungsgemäß so heilkräftige, wie schädliche, „Pflanze“. Und die Alchemie dieser Pflanze namens 2010 zu studieren, das, glaube ich, ist das Gottgefälligste, was mit diesem gegebenen Erdjahr der Mensch in seiner Mittellage zwischen Himmel und Hölle anfangen kann.
Noch eine Konstellation darf nicht vergessen werden: Mond in Quadrat zu Neptun. Das Wohnen „underwater“.
Die Wohnungsmarktkatastrophen in den USA und Spanien fallen in diesem Zusammenhang ein, auch fällt ein: das vermeintliche Wohnen dort, wo Neptuns zeitweise Besuche Auflösung, Bereinigung, Neuanfang versprechen. Und Neptun rückt natürlich in diesem Jahr mit seinen göttlichen Gastfreunden an: Jupiter und Uranus.
Und da haben wir dann Jupiter-Licht und die ganze „Brückenbau“- Anlage des Uranus/Saturn wie sie Mond im Stier, in der gesättigten Ruhe des Wohnens in der (Burg) Stadt aufstören in der überraschenden höheren Einsicht.
Soviel zum Gewächs Jahrgang 2010/11, wie es Mundanomaniac vorliegt.

Zu den Ereigniszeiten:

Wären wir eine Astrologische Zivilisation, so würde jeder sich auf seinen Ort das Jahreshoroskop, das Äquinoctium, errechnen oder ausdrucken und hätte damit ein ausreichendes Werkzeug, die göttlichen Resonanzen, zwischen Himmel und Hölle, wie sie um den Erdball wandern, wie sie eintreffen, verweilen, sich verabschieden – und, all die Früchte, mit welchen die menschliche Kultur, im Kollektiv und als Individuum darauf antwortet, oder zu antworten versäumt, all das hätte einen Platz im der Musterung beiwohnenden menschlichen Bewusstsein, das in nie vorher erlebter Weise, im Vertrauen auf unbewusst gegebene neue Ansätze, schöpferisch dem zuschauen würde, was sich fügt.
So, wie Mundanomaniac und sein Esel hier im Bayerischen Oberland/Mitteleuropa zum Beispiel, hier beginnt der Frühling gleich mit dem Herbst: Aszendent Waage.


20.3.2010, UTC 17:32 Bayerisches Oberland

Hier ist das extrem Zufällige zu bemerken, dass der Jahresanfang am 1.1.2010 die gleiche Saturnstellung aufweist, wie der am 20. 3 2010.
Das gibt es nur in Europa in diesem Jahr. Anders gesagt: da das Zeichen Waage den Universal- Aszendenten der Neujahrs-Zeit-Welle von der Datumsgrenze bis zur Datumsgrenze beherbergt, darum bildet der Weltteil (auf der jeweiligen Halbkugel), dem im Frühligs-Jahresbeginn zur Tagundnachtgleiche das Zeichen Waage zufällt, gewissermaßen einen Focus des Weltjahres.
So also ruhen die Augen der Welt im besonderen auf Deutschland, als der Mitte dieses Weltteils gerichtet. Meine Heimat, das bayerische Oberland hat zu beiden Jahresbeginnen den Saturn auf dem Aszendenten. Unglaublich fast.
War es deshalb, dass das Kloster Ettal zur Weltnachricht wurde?
Da drängt sich im oben beschriebenen Sinne plötzlich das ganz oben im Tal verborgene Ettal auf, dieses Klosterinternat der aller feinsten Reputation. Griechisch wird dort gelehrt, abendländische Tradition in Essenz, eine Pflanzstätte.
Der Zufall will es - Turnus alle zehn Jahre - dass dieses Jahr wieder ein Passionsjahr in Oberammergau ist. Oberammergau, Nachbarort von Ettal. Sollte, so fragt sich, die Resonanz Christi und seiner Mutter in diesem Passionsort das allzu menschliche menschlicher hat bleiben lassen als die verschämt versteckte Menschlichkeit der Männerveranstaltung weiter oben im Tal in klösterlicher Zucht in der Resonanz des heiligen Benedikt? Wird Oberammergau dieses Jahr frei von Missbräuchen über die Runde kommen. Ich glaube daran, als Matrose am Gebürg.
Meine deutschen Landsleute jedoch werden insgesamt sich dieses Jahr über wundern, dass sie in der Welt - Diskussion der Weltkrise plötzlich hin- und her gelobt und getadelt werden, mit ihrer unfairen Tüchtigkeit und ihrer unglaublichen Harmlosigkeit, gegenüber den Adlern und Geiern über der Wall Street.

Zusatz:
 20.3.2010, UTC 17:33, London
20.3.2010, UTC 17:33 New York


20.3.2010, UTC 17:33, Peking


20.3.2010, UTC 17:33, Tokyo




Gespeichert: 19.3.2010, UTC 14:o6, gepostet: 15:19, und 16:44.

Mittwoch, 3. März 2010

Eine Woche der Selbstgestaltung?









Was mag diese sehr seltene Woche mit 4 Planeten und der Sonne in den Fischen bedeuten, wie da ihr Herrscher, der Erderschütterer Neptun/ Poseidon so von 26, …° am Himmel des Wassermans herniederschaut.

Ist jemanden klar, dass in dieser Woche für die Wanderer aus

Stier
Zwillinge
Löwe
Jungfrau
Waage
Schütze
Wassermann
der Nullpunkt überschritten wird?

Die Bedeutung der Fische (gespiegelt auch des Widders) ist immer die (Auf-)lösung der Erscheinung und in umgekehrter Richtung der Beginn eines neuen Sinns. Insofern enthält der Neptun (so wie Mars) immer den Null-Punkt.

Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Parzellen und Reviere,
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Empfänger und Sender
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Wagnisse und Erfolge
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Wege und Märkte
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Verlockungen und Bilanzen
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der glücklichen Verbindungen
Auflösung und neuen Sinn für die hohe Narrenwelt des Menschengottes

Alles das vollzieht sich im Moment in der Tiefe des Unbewußten in unseren Seelen – es ist   d i e Reinigungswoche des Jahres – aber, habt ihr ein Symbol?

C. G. JUNG
„Symbol“ ist für mich der sinnlich wahrnehmbare Ausdruck für ein innerliches Erlebnis“ Briefe I., S. 85.

„Das Symbol entsteht nie im Unbewussten (Pleroma) sondern […] „in der Selbstgestaltung“. Es entsteht aus unbewusstem Rohstoff und wird bewusst gestaltet und ausgedrückt.
Das Symbol braucht den Menschen zu seinem Werden. Es überwächst ihn aber, daher „Gott“ genannt, weil es einen seelischen Tatbestand oder Faktor ausdrückt, der stärker ist, als das Ich. (Ich nenne ihn das Selbst). Dieser Faktor ist präexistent im kollektiven Unbewussten, jedoch machtlos, bis ihn das Ich bewusst erlebt, dann reißt er die Führung an sich. Er ersetzt das Ich in wesentlichen Hinsichten. Daher Erlösung vom Gefühl des Unvermögens etc. („Dein Wille geschehe“).
Dieser Faktor, so kann hier hinzugefügt werden, ist ein dynamischer, denn seine Träger wandern in den Kreisen der Zeit.
„Gott ist eine offenkundige psychische und nichtphysische Tatsache, das heißt, sie ist nur psychisch, nicht aber physisch feststellbar.“
Und
„Das Selbst ist der  Teleios anthropos,  der vollständige Mensch, dessen Symbolik das göttliche Kind oder dessen Synonyme sind.“
(JUNG, Antwort auf Hiob, G.W. 11, S. 469).


Venus, Merkur, Sonne, Jupiter und Uranus sind in den Fischen beim göttlichen Ende/Anfang = Greis/Kind in dieser Woche. Es ist aller Flüsse Gang ins Meer, das münden in sich selber, in den Zustand der Auflösung um aus dem Inneren immer wieder mit neuem Sinn hervorzugehen.
Wenn auch Uranus für dieses Münden sieben Sonnenjahre Zeit zur Verfügung stehen, dem Jupiter ein Jahr und der Sonne dreißíg Tage jedes Jahr, so bringt es Merkur in zwei Wochen hinter sich und Venus ist in der letzten von drei Wochen.


Wohl uns Menschen, wenn wir den „Göttern“ auf ihrem Weg durch ihre und unsere Bilder folgen können, zum Lebensoptimum des symbolischen Lebens hin.

Merke:
Habentibus symbolum facilis est transitus.

(Für die, die das Symbol haben, ist der Übergang leicht)
Alchemistischer Meisterspruch

So ließe sich  Neptun  im Wassermann in dieser Woche deuten: die Reinigung der Welt der Begierden und Leidenschaften, des Glücks und der Ideen möchte selbst als Idee erkannt werden, als Idee der ewigen Notwendigkeit der Götter und Menschen,wieder und wieder Kind zu werden im Herzen.

Gespeichert 3.3.2010, UTC 16:46. Gepostet: UTC 17:11.


Ps:

Freitag, 5.3.2010, Eschenlohe Obb., Alter Wirt, 21:00

Montag, 15. Februar 2010

Prognose oder Epignose?

15. 2. - 22.2.  2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
( anklicken vergrößert)


 Mundanomaniac war stets ein armer Wanderer, der sich mit Geldverdienen wenig aufgehalten hat. Demzufolge bleibt ihm auch zum Lebensabend hin zumeist nur das, was von der Hand zum Mund geht, denn an einem Astrologen, der lieber nachdenklich die Rätsel der Welt betrachtet, anstatt einer zahlungskräftigen Klientel die Vorurteile zu bestätigen, bleibt nicht allzu viel Goldstaub hängen.
Dann hat ihm also die Astrologie kein Glück gebracht … möchte ein leerer Gedanke gleich losquaken.
Was ist das, Glück, fragt Mundanomaniac zurück? Ist es mehr zu haben, als man braucht? Dann finden sich auf den zwei Schalen der Wahl in der einen das Geld und in der anderen die Zeit. Beides zu haben, im Übermaß, Geld und Zeit, ist uns aber nicht vergönnt.
Das größte Glück, das Mundomaniac zuteil wurde, ereignete sich an irgendeinem Herbstnachmittag der frühen 80er Jahre in der Häuserschlucht einer Großstadt, völlig unerwartet, und es hält bis heute an. Ein Gott hatte ihn gefunden und angefasst … und, ihm ein neues, gottgeliebtes, unbekanntes Herz, ein erneuertes ihm unbekanntes Schlag- und Zählwerk eingesetzt.
Dieser Tag war der Tag 1 einer  Neugeburt. Von da an war alles klar, … sollte man meinen, aber von wegen, nichts war klar, alles war noch verhüllt, was vor ihm lag, allein die Klarheit dem erneuerten Herzen zu folgen, Tag für Tag, die war da und blieb. Und vom Tag 1 an, das war es was da blieb, staunte Mundanomaniac über  die kindliche Regungen im neuen Herzen, die Regung, Menschen „in den Arm“ zu nehmen   mit einem Lächeln beim Vorbeigehen, einer Höflichkeit in der Warteschlange, freundlicher Ansprache beim Einkaufen, in Ämtern,  auf der Straße, in der Küche … eine Sanftheit, eine Geduld und die Zuversicht, dass alles sich finden werde zu seiner Zeit.
Und die neue Welt, die sich erschloss, fand Mundanomaniac einmal im dritten Jahrzehnt nach „0“ bestätigt in einer Betrachtung eines unsichtbaren Begleiters:
„Die Aussage des Herzens bezieht sich – im Gegensatz zu der Aussage des diskriminierenden Verstandes – immer aufs Ganze. Die Saiten des Herzens erklingen wie die Äolsharfe nur unter dem leisen Hauche der ahnungsvollen Stimmung, die nicht übertönt, sondern lauscht. Was das Herz hört, das sind die großen lebensumspannenden Dinge, die Erlebnisse, die wir nicht arrangieren, sondern erleiden. Alles Feuerwerk, das der Verstand abbrennen möchte, verblasst, und die Sprache kehrt zurück zum naiven, kindhaften Ausdruck. Die Anspruchslosigkeit des Stils rechtfertigt sich nur durch den bedeutenden Inhalt. Und der Inhalt empfängt seine Bedeutung nur von der Offenbarung des Erlebnisses.“
C.G. JUNG, Vorwort zu SCHMITZ , "Märchen vom Fischotter", GW. 18/2, S.822.

Das alles war nach jener Stunde Null,  die zum Ausgangspunkt wurde für die unvergleichlich  aufregende innere Erfahrung, die dem Menschen zugänglich ist: die Erforschung der Weisheiten der „höchsten Lebenskunst“ mitten im Alltag des normalen Lebens:  der Weisheiten des Einzugs in die unbekannte eigene Gestalt.
„Gestalt besitzt […] auch der Einzelne, und das Erhabene und unverlierbare Lebensrecht, das er mit Steinen, Pflanzen, Tieren und Sternen teilt, ist sein Recht auf Gestalt […] So trägt er den Maßstab in sich, und die höchste Lebenskunst, insofern er als Einzelner lebt, besteht darin, dass er sich selbst zum Maßstab nimmt“
Ernst Jünger, Der Arbeiter, Stuttgart 1982, S. 37.

Der Weg der schrittweisen Enthüllung der Geheimnisse der Gestalt in Tagesportionen entfernte sich ein für allemal von den öden, verantwortungsschweren und  anmaßenden Gedankenwänden der materialistischen Philosophie. Stattdessen blühte Mundanomaniac eine  bislang nie gesehene immaterielle Gefühls- und Gedankenpflanze auf, die, einmal wahrgenommen, plötzlich überall der Erkenntnis zu winken schien: das Symbol und seine Farben  als ein das Sein (an)ordnendes Nicht-Sein.
In der Kette der täglich hinzu wachsenden neuen Erkenntnisse harrte ihrer Entdeckung als zentrales Schmuckstück die Astrologie, von der Mundanomaniac sich aber noch nichts träumen ließ (oder doch?), als er „Das wilde Denken“ fand in den Arbeiten des französischen Strukturalisten Claude Lévi-Strauss. Hier begegnete ihm der „Mythos“.
Lévi-Strauss,  ein französischer Intellektueller der scharfsinnigsten Art und damit nicht gerade einladend für einen Neugeborenen auf seinem Weg des Herzens, erklärte 1977 in der Einleitung zu seinen Massey-Vorträgen:
„Sie werden sich vielleicht daran erinnern, dass ich schrieb, die Mythen werden im Menschen gedacht, ohne dass er etwas davon weiß. Dieser Satz wurde von meinen englischsprachigen Kollegen häufig erörtert und kritisiert, weil er empirisch gesehen, nach ihrer Auffassung, völlig sinnlos ist. Für mich aber beschreibt er eine wirkliche Erfahrung, da er genau ausdrückt, wie ich die Beziehung zu meiner Arbeit begreife. Das heißt, meine Arbeit wird in mir gedacht, ohne dass ich davon weiß.
Ich habe nie ein Gefühl meiner persönlichen Identität gehabt, habe es auch jetzt nicht. Ich komme mir vor, wie ein Ort, an dem etwas geschieht, an dem aber kein Ich vorhanden ist. Jeder von uns ist eine Art Straßenkreuzung, auf der sich verschiedenes ereignet. Die Straßenkreuzung selber ist völlig passiv; etwas ereignet sich darauf. Etwas anderes, genauso Gültiges, ereignet sich anderswo. Es gibt keine Wahl, es ist einfach eine Sache des Zufalls.
Ich maße mir keinesfalls an, dass ich deshalb, weil ich so denke, zu dem Schluss berechtigt bin, die ganze Menschheit müsse so denken. Ich glaube jedoch, dass die besondere Art und Weise, wie ein Wissenschaftler denkt und schreibt, einem jeden von ihnen einen neuen Blick auf die Menschheit eröffnet.“
Lévy-Strauss, Mythos und Bedeutung, Frankfurt 1980, S. 16 f.

Der Strukturalist erklärte,
„… dass Bilder eingesetzt werden können, die der Erfahrung entlehnt sind. Das gerade macht die Originalität des mythischen Denkens aus; - dass es nämlich die Rolle des begrifflichen Denkens zu übernehmen vermag …“ (Ebd. S. 35, Hervorhebungen von mir).

Hier ist nicht der Ort, tiefer und systematischer in die Erkenntnisse des französischen Strukturalisten einzudringen. Für den nüchternen Langstreckenlauf der wissenschaftlichen Abhandlung geht Mundanomaniac als konstitutionellem Sprinter der Atem ab, deshalb hier ein kurzer Schluss(spurt), nämlich den‚ dass:
… die Symbole nach meiner Ansicht niemals eine innere Bedeutung haben.
Ihr Sinn kann nur in ihrer Stellung liegen, er ist uns daher nicht in den Mythen selbst zugänglich, …
(Ebd. S. 77).

Und damit war Mundanomaniac vor den Toren der Astrologie angekommen.
„Im Tierkreis ist jedes Zeichen die notwendige Folge des vorangegangenen. Ganz ähnlich, wie auch in der Natur die Reihenfolge einzelner Entwicklungsstadien festgelegt ist, folgt auch in der Tierkreisordnung ein Zeichen dem andere, löst es ab, bis der vollständige Kreis in seiner Geschlossenheit eine analoge Harmonie des Lebenskreises darstellt.
So versinnbildlicht jedes Zeichen ein Stadium der Entwicklung und gibt es in verwandelter Bedeutung an das nachfolgende weiter. Es ist ein Aneinanderfügen einzelner Wesensbestandteile, von denen zwar jedes alle vorhergehenden beherbergt, sie jedoch selber nicht mehr ausdrückt.“
Wolfgang Döbereiner, Tierkreisbücher, Waage, 1974, S. 17.

Aus alledem folgt für Mundanomaniacs Astrologie notwendig,  zum einen,  dass sie spät kam -  im 39. Jahr  - und, zum anderen,  dass alles Gute ihm schon vorher, allerdings kurz vorher, gekommen war. Sie war daher nie „die Lösung“, sondern das Aufräumen nach der Lösung.
 Nun hat Mundanomaniac in den vielen vergangenen Jahren kaum einen von denen, die um Rat fragten, gehabt, der nicht nach dem Glück gefragt hätte, nach Rückenwind, und wann denn  endlich … einmal dem Kreuzen genüge geschehen wäre?
Und Mundanomaniac hat sich immer gefragt, was denn ein Horoskop soll, wenn der Gott, der nach einem sucht - aber in seiner Ewigkeit weder von Telefon noch Hausnummer noch gar von Bankkonten  etwas weiß – wenn dieser Gott am ewigen Treffpunkt nach einem sucht, man aber wiederum als Kind der Zeit von ewigen Treffpunkten nichts weiß. Den ‚Treffpunkt‘ aber, dass weiß jedes Kind, findet allein der Däumling, findet nur der kleine Mann im Herzen, findet  nur  die "Arbeit  [die ]in mir gedacht [wird], ohne dass ich davon weiß".

Und so reicht es nicht, ein, zweimal in der Einfalt zu wandeln, weil man gehört hat, dort gebe es das ersehnte … sondern, als ‚Dummling‘ mit den Tieren zu ‚frieren‘ (und den Menschen),  immer, das gibt Gestalt, und Gestalt erkennt der Gott.
Wer aber von keinem Gott erkannt worden ist, was braucht der sein Horoskop zu kennen, was kann denn der aufräumen im Denken und in der Welt?
Er kann sich ja nicht einmal im Schlaf vorstellen, dass schon alles gelöst ist, dass nur wieder Ordnung zu schaffen, nur wieder aufzuräumen ist am Himmel der Gedanken mit den Bildern der „analogen Harmonie des Lebenskreises“, da ein Sturm „vom Paradies her“ die Tafeln des begrifflichen Denkens durcheinandergewirbelt hat, und dass sie aufgeklaubt worden sind von einem törichten Denken und an die Bäume im Wald der eitlen Selbstbespiegelungen geheftet worden sind ohne Sinn und Verstand …
Und wo nun Jupiter heute über die Sonne von Mundanomaniac wandert,  in seinem Besuch einmal in zwölf Jahren, da hätte er  vom „großen Glück“ der Erweiterung der Anschauung gerne ein Stück in der Waagschale des Goldes angeschaut ,denn der Winter ist lang und Brennholz und Lebensvorräte gehen auf die Neige. 
So ist jedenfalls die Prognose stets geneigt,  zu ersehnen, zu erfragen, sich ein Bild zu machen und enttäuscht abzuwenden.
Die Epignose aber begnügt sich damit, im Nachhinein Sinn und Trost zu erkennen,  deine Sonne, Mundanomaniac, sagt sie, die steht doch im zehnten Haus, sie gehört doch gar nicht Dir, sondern den Menschen und Tieren und Pflanzen und Steinen und Sternen ... sie ist doch zum Verschenken. Hast Du vielleicht heute etwas Besonderes zu verschenken?
Und, also,   statt an der Prognose zu verzweifeln,  der Hoffnung,  gefunden zu werden,   vertrauend, denn die ist aus dem unsterblichen Stoff der Seele gemacht, grüßt Mundanomaniac alle seine geschätzten Leser und wünscht ihnen in der rechten Glücksschale ein Stück Zeit.
Gespeichert: 18.2.2010, UTC 16:38,
Gepostet: UTC  17:17.







Donnerstag, 24. Dezember 2009

Total am Ende


 Meine Kollegin Nicola hat in ihrer „Astro Teestunde“ eine statistische Auswertung abgebildet, die so zustande kommt: man fragt bei Google, indem man eine bestimmt Aussage eingibt, etwa:
„Ich möchte jetzt am liebsten gleich …“,  und  Google wirft aus, wie oft im deutschsprachigen Netz dieser Wunsch formuliert worden ist.
Ich probier’s mal:
Als erstes melden Unmengen von Seiten Reiseangebote,  aha, der Markt. Aber dann, wenn man auf die Zahl sieht … und dann auf die nächste Zahl:

ich möchte jetzt am liebsten gleich losfliegen                                        120.000
ich möchte jetzt am liebsten gleich ficken                                         10.600.000
ich möchte jetzt am liebsten gleich tot sein                                         8.280.000
ich möchte jetzt am liebsten gleich jemand abstechen                             16.700
ich möchte am liebsten jetzt gleich jemand abstechen                               6.280
ich möchte am liebsten jetzt gleich um mich ballern                                73.800
Ich möchte am liebsten jetzt gleich dich in den Arm nehmen                846.000
Ich möchte am liebsten jetzt gleich dich in die Arme nehmen                347.000
Ich möchte am liebsten jetzt gleich jemand in die Arme nehmen           572.000


Ich möchte am liebsten jetzt einen durchziehen                                    3.330.000                                                                                                                 

Jeder weiss, in uns sprechen verschiedene Stimmen. Heute Nachmittag habe ich doch noch zwei Tannenzweige mit ein paar Kugeln , Zwergen und Stohsternen geschmückt und meinen Frieden dabei gefunden. Eine andere Stimme aber hat dieses gesagt:


... heute feiern wir das kosmische Fest der Heuchelei. Alle lieben das Kind und alle verraten den Sohn, sehr viele … denk ich an meine Schulklasse … sehe ich: wie es da war, so ist es auf der Welt.
Mehr oder weniger. Mit dem 30 jährigen Jesus kann keiner was anfangen, oder fast keiner, damals nicht und heute nicht … der ist in der offiziellen Welt ein Witz.
In dieser Welt, die vor Wallstreet kniet. Vor Kannibalen.
Goldmann tut das Werk des Herren – behauptet Lloyd Blankfein, der Chef – der gleichnamigen amerikanischen Kult-Bank.
Der Jude, die Juden … hieß es früher, seit Hannah Arend wissen wir: Jemand, der sich anmaßt die Entscheidung zu treffen, wer auf diesem Planeten leben darf und wer nicht, mit dem kann die Menschheit nicht zusammen leben. Die fälligen Urteile über die deutschen Kannibalen sprachen und vollstreckten die Alliierten des 2. Weltkrieges und Schöpfer der UNO damals in Nürnberg.
Heute müssen wir hinzusetzen: niemand hat das Recht, zu entscheiden, wer hungern muss!
Was für ein Zyniker...

“Agricultural commodities will be a great investment in the next three to five years,” said Oliver Kratz, who manages $10 billion as head of Global Thematic Strategy investments at Deutsche Bank AG’s DB Advisors in New York, including $3 billion in agriculture. For those who can’t afford to pay more for food, there’s the “painful” risk of hunger, he said.

 Mir fehlen die Worte. Die Finanz-Haie gehen buchstäblich über Leichen, und zwar über die der Ärmsten.

Aber was „den“ Juden betrifft: wieso soll „er“ uns vormachen, wie man ein barmherziger Christ ist?
Dabei mag es unter den Juden eine unauslöschliche Schar durch die Generationen geben, die ihr Leben lang nichts anderes getan haben, als dem erwachsenen Jesus unauffällig ähnlich zu sein.
Zurück zu meiner Kollegin in Berlin: hier der Link zu ihrer Seite mit den berührenden Ergebnissen.
Das Grauen, die Qualen derer, die man nicht trifft, weil sie nicht aus dem Haus gehen, Kinder, die den Fluch der Lieblosigkeit erleiden und als Hölle an ihre Kinder weitergeben, Vergrämte, Vernichtete, Hoffnungslose, das beständige Rad der Qualen … hier wird es sichtbar: Millionen an ihrer elektronischen Klagemauer.

Das erwachsene Christkind hat gesagt:
 „Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den anderen lieben oder er wird zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. (Matth. 6,24)

Und wehe über die, die es versuchen ...

„Ich bin total am Ende“ ist ein entsetzlicher Zustand und zugleich der einzig hoffnungsvolle.
Wieso? Und sind jetzt so viele am Ende? Oder immer?
Bevor Gott seinen Sohn geschickt hat, lange vorher,  hat er gesprochen (in uns):

„Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre.“
1 Mose, 14 (Luther).
Schauen wir also nach den Zeichen und Zeiten:
Am Himmel haben wir diesen Dezember zwei Götter - wir sagen: Planeten - laufen, die schon mal vom Mai bis August und jetzt nochmal bis Mitte Januar, zusammen eine Sinn-Macht bilden: Jupiter und Neptun, die Herren von Schütze und Fische. Da Fische Ende von Sein und Anfang von Sinn, bedeuten und Schütze: glückliche Fügung, so ergibt die Konotation der beiden Planeten die Aussage:
Ende des Glücks soweit man es als ein Sein verfolgt hat.



Für alle die, die nicht auf ein äußeres Glück gesetzt, gewettet, usw. haben, sondern aufs Hervorbringen von eigenem Wert und Nützlichkeit, für die kann diese Konstellation nichts zu Ende bringen, für die kann diese Konstellation höchstens den Beginn erweiterter sinnerfüllter Fügung bedeuten, denn aller Sinn, aus den Fischen kommend, aus den drei Zeichen der  Ewigkeit (Fische/Wassermann/Steinbock) gelangt über die Fügung des Schützen in die Zeit. Wo unser Glück in der Fügung in die Fügung zu finden ist.
Noch einmal Goldman und die Zauberlehrlinge der Wallstreet:
Der jüngste Beitrag im Bärenthread lautet kurz und bündig:

Den einzigen Denkfehler, den ich sehe, ist, dass Du die Dollars als Spielgeld siehst. Alle bis auf die Amerikaner haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es sich vielleicht doch um echtes Geld handeln könnte.
Der schmerzhafte Ausstieg aus dem Dollar wird solange verschoben, bis die letzte Hoffnung schwindet und der Dollar sein wahres Gesicht zeigt. Andere Währungen haben allerdings am Dollar Gefallen gefunden und fangen schon fest an, ihn nachzuahmen.
Vielleicht ist also gar kein Ausstieg aus dem Dollar nötig, da es keine wirklichen Alternativen geben wird.


Einen Menschen, der so schreibt, hat man im alten Griechenland als Zyniker bezeichnet, als „Hunds“-Philosoph, dessen Auszeichnung darin besteht, dass er sich nichts vormacht.
Nun habe ich die Brücke zum zynischen Evangelium des Walter Benjamin, das mein philosophisch/theologisches Weihnachtgeschenk für dieses Jahr sein soll, ungeachtet dessen, dass ich es vor 14 Monaten schon einmal vorgelegt habe, aber gute Sachen kann man auch dreimal … schenken. Also:
Der Meistergrübler der zwanziger Jahre, Walter Benjamin schrieb Anfang der zwanziger  Jahre ein „Theologisch-Politisches Fragment“ in dem er feststellte:
„Im Kapitalismus ist eine Religion zu erblicken, d.h. der Kapitalismus dient essentiell der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen, Unruhen auf die ehemals die sogenannten Religionen Antwort gaben.


Anstelle eines Nachweises der religiösen Struktur des Kapitalismus schrieb er:
Wir können das Netz in dem wir stehen nicht zuziehen. Später wird dies jedoch überblickt werden.

Und er fuhr fort:
Drei Züge jedoch sind schon in der Gegenwart an dieser religiösen Struktur des Kapitalismus erkennbar. Erstens ist der Kapitalismus eine reine Kultreligion, vielleicht die extremste, die es je gegeben hat. Es hat in ihm alles nur unmittelbar mit Beziehung auf den Kultus Bedeutung, er kennt keine spezielle Dogmatik, keine Theologie. Der Utilitarismus („alles fürs Glück der Meisten“) gewinnt unter diesem Gesichtspunkt seine religiöse Färbung.
Mit dieser Konkretion des Kultus hängt ein zweiter Zug des Kapitalismus zusammen: die permanente Dauer des Kultus. […] Es gibt da keinen Wochentag“, keinen Tag der nicht Festtag in dem fürchterlichen Sinne der Entfaltung allen sakralen Pomps, der äußersten Anspannung des Verehrenden wäre.
Dieser Kultus ist zum dritten verschuldend. Der Kapitalismus ist vermutlich der erste Fall eines nicht entsühnenden, sondern verschuldenden Kultus. Hierin steht dieses Religionssystem im Sturz einer ungeheuren Bewegung.
Ein ungeheures Schuldbewusstsein, das sich nicht zu entsühnen weiß, greift zum Kultus, um in ihm diese Schuld nicht zu sühnen, sondern universal zu machen, dem Bewusstsein sie einzuhämmern und endlich und vor allem Gott selbst in diese Schuld einzubegreifen, um endlich ihn selbst an der Entsühnung zu interessieren.
[…]
Es liegt im Wesen dieser religiösen Bewegung, welche der Kapitalismus ist, das Aushalten bis ans Ende, bis an die endliche völlige Verschuldung Gottes, den erreichten Weltzustand der Verzweiflung, auf die gerade noch gehofft wird.
Darin liegt das historisch Unerhörte des Kapitalismus, dass Religion nicht mehr Reform des Seins sondern dessen Zertrümmerung ist. Die Ausweitung der Verzweiflung zum religiösen Weltzustand aus dem die Heilung zu erwarten sei. Gottes Transzendenz (Außerweltlichkeit) ist gefallen. Aber er ist nicht tot, er ist ins Menschenschicksal einbezogen.
Dieser Durchgang des Planeten Mensch durch das Haus der Verzweiflung in der absoluten Einsamkeit seiner Bahn ist das Ethos das Nietzsche bestimmt. Dieser Mensch ist der Übermensch, der erste der die kapitalistische Religion erkennend zu erfüllen beginnt.
Ihr vierter Zug ist, dass ihr Gott verheimlicht werden muss, erst im Zenit seiner Verschuldung ausgesprochen werden darf. Der Kultus wird vor einer ungereiften Gottheit zelebriert, jede Vorstellung, jeder Gedanke an sie verletzt das Geheimnis ihrer Reife. […]
Der Gedanke des Übermenschen verlegt den apokalyptischen „Sprung“ nicht in die Umkehr, Sühne, Reinigung, Buße, sondern in die scheinbar stetige, in der letzten Spanne aber sprengende, diskontinuierliche Steigerung. […] Der Übermensch ist der ohne Umkehr angelangte, der durch den Himmel durchgewachsene, historische Mensch. Diese Sprengung des Himmels durch gesteigerte Menschhaftigkeit, die religiös […] Verschuldung ist und bleibt …
Der Kapitalismus ist eine Religion aus bloßem Kult, ohne Dogma. Der Kapitalismus hat sich […] auf dem Christentum parasitär im Abendland entwickelt, dergestalt, dass zuletzt im Wesentlichen seine Geschichte die seines Parasiten, des Kapitalismus ist." (Ges. Schriften, II/3, S. 203, Frankfurt/M. 1980)

Die Bühne der Religion ist die Seele des Einzelnen. Der Kapitalismus kennt keine Seele, mithin keinen Einzelnen, sondern nur Angebot und Nachfrage. Das macht, dass er prall ist von ungelebter, unbewusster Seele, seine Segel sind unermesslich gebläht von den Winden unbewusster Religion. Unbewusstheit aber ist die größte Sünde, oder sollte man sagen Tragödie,  des Menschen. Hätten sonst unsere Ahnen  die Geburt des Erlösers gefeiert indem sie Lichterbäume angezündet haben in der Dunkelheit?
Gespeichert 24.12.2009, UTC 22:26, gepostet: UTC 22:44.