Montag, 14. Dezember 2009

Das Europa-Suchspiel, Teil 3 und 4., Saturn in der Waage



14. - 21. 12.  2009

unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305

(Anklicken vergrößert)


Diese Woche  ist geeignet, in die Geschichtsbücher einzugehen. Nicht, deshalb, weil wir den Zeitungen entnehmen können, dass in Kopenhagen die Welt-Klima-Konferenz stattfindet, sondern weil am Himmel Sonne und Venus auf ihr zweites Quadrat zu Uranus zulaufen, das erste hatten sie im Juni (Sonne) und Juli (Venus) und im September kam die Opposition (Sonne), im Oktober die der Venus. Die Vereinigung, besser gesagt, engere Nachbarschaft,  von Sonne und Venus in diesem Quadrat benachbart die Aufhebung (Uranus) von Eigentum (Venus), Vermögen (Sonne)und Partnerschaft (Venus). Da fällt einem doch gleich die Aufhebung der privaten Existenz der Kärntner Bank Hypo-Alpe-Adria, die heute morgen eine halbe Stunde vor Schalter-Eröffnung vom östereichischen Staat übernommen wurde, sonst hätte es erneut einen, wenn auch kleineren wegen "Domino-Effekten" aber hochgefährlichen Fall "Lehmann" gegeben.




1.12.2009 MEZ 0:00, Brüssel




Europa
Suchspiel vergangener und  werdender Generationen
Ausgangs- und Anhaltspunkt  für eine nicht nur gedachte
 sondern praktizierte Betrachtung unserer selbst.

Denn dieser Moment, ab dem unsere Europäische Verfassung gültig wurde, gehört uns allen. Gehört uns zusammen mit unseren Familien in all den Generationen in denen gehungert worden ist, gestorben, geirrt und geliebt und verdankt sich unserer aus Schmerzen, Entsetzen und Todesgestank endlich geborenen Mäßigung.
Mehr noch, nicht nur unser väterliches europäisches Abendland, sondern die ganze Menschheit hat sich mit dieser Frucht ihrer europäischen Jahrhunderte, ein Geschenk gemacht, das sie, die Menschheit Europas, für die gesamte und einzige Menschheit zu dieser Stunde auf die Waagschale legt.
Es ist eine  Glücksstunde der Menschheit auf 3 - 4° Waage, die uns in Europa schon bekannt ist, als Geburtsstunde der Demokratie in Portugal. „Grândola,_Vila_Morena“ sang Jose Alphonso auf der Schallplatte, die in der Nacht zum 24. April 1974 auf dem katholischen Sender Rádio Renascença, zu deutsch: Radio Wiedergeburt, gespielt wurde.

 Wiki schreibt: Das Lied war während der salazaristischen Diktatur verboten. In der Nacht der Nelkenrevolution vom 24. auf den 25. April 1974 wurde es vom portugiesischen Rundfunk gesendet und diente als verschlüsselte Botschaft für den Beginn des Aufstands. Um 0:30 Uhr wurde im katholischen Rundfunksender Rádio Renascença die erste Strophe des Liedes verlesen. Anschließend wurde das Lied zweimal in voller Länge abgespielt.
Im mundanen Tagebuch 2008 in drei Teilen dargestellt, nämlich hier, hier und hier.


Saturn wanderte nun also wieder in die Waage in unseren Tagen. Hin  und wieder habe ich in den vergangenen Wochen in mich hinein gehört,  was uns das wohl bringen könnte. Und, fiel mir etwas ein? Nein, nichts sprach in mir. Fast dreißig Jahre Astrologie und man steht wie der Ochs vorm Berg.
Aber das ist ja wohl die Botschaft. Politische Wunder entstehen nur aus den Menschen, den oft nur allzumenschlichen, wie sie nun mal sind, mit ihren blinden Stunden des Lichts und den erhellenden des nächtlichen Himmels.   Ochsen vorm Berg, denen manchmal das Herz aufgeht.
Und das waren die Botschafter der Portugiesen: ihre Söhne, die in den  Kolonialarmeen bei der Unterdrückung von Völkern und Stämmen ferner tropischer Zonen ihren Zorn, ihren Ekel und ihre Verzweiflung  gefunden hatten und die nun Menschenwürde empfingen in der Verschwörung gegen die herrschenden toten Seelen.
Und da Saturn diese so aufbruchsfreudigen Grade der frühen Waage besucht,  besorgt er dieses in diesen Tagen nicht nur auf dem Marktplatz von Brüssel, wie vor zwei Wochen, sondern auch, heute Nacht in Wien, in der Gestalt des Europäischen Währungshüters, gestern in Mailand und in der zweiten Woche jetzt in Kopenhagen.
Selbst im von der Wallstreet regierten Washington hat eine Mehrheit im Kongress sich das gesetzliche Recht zugesprochen, die FED öffentlich zu verhören. Auch dieses ein kleines Wunder, und wie alle seinesgleichen ausschließlich basierend auf Initiative individueller Menschenehre und - intelligenz in einer zugleich unbeschreiblich korrupten Welt.
Wird Europa einmal Leuchtturm für Nord-Amerika sein, wie es das Nord-Amerika für Europa war in tragischen Zeiten?  In der Essenz ist es das wohl schon. Möge diese Essenz, ein anderes Wort für Geist, möge sie dem amerikanischen Patienten zu seinem Mut zur Hoffnung die Demut und Klugheit des ehrlichen Nachbarn hinzu mischen.
Das  walte Saturn, der väterliche Wanderer auf …

1603 und 1802
 3° und 4° Waage:
Uranus der Erde und Mars des Feuers
der Aufstand der Krieger

Und hier wieder der Griff ins Hand- und Zufallsarchiv mit einigen Transiten zunächst nur auf den roten Mars, noch ohne den Uranus der Erde, der 1802 hinzukam.



23.5.1618, Prager Fenstersturz
 (mit Feuerresonanzen)



4.7.1776, Philadelphia
 Geburt der USA





2.9.1792 Paris, Beginn der Septembermorde


 
24.6.1717, London, Gründung der ersten Großloge der Freimaurer




Und ab 1802 roter Mars und Uranus der Erde vereint:




8.1.1918, US-Präsident Wilsons
14 Punkte (mit Königsresonanzen)


24.4.1974, UTC 21: 50 Lissabon

11.3.1985, Wahl Gorbatschows zum Generalsekretär der KPdSU

9.11.1989, Öffnung der Mauer



Bemerkenswert: es ist kein Transit aus dem Widder dabei. Die Widder-Transite auf die Grândola -Konstellation der Elemente sind noch zu entdecken, und zu bedenken,  wofür die Menschheit ja noch hoffentlich viel Zeit hat. Keinesfalls sehe ich die Tatsache, dass ich mit keiner systematischen Transit- Dokumentation aufwarten kann als einen Mangel in meiner Arbeit.
Als Türöffner, als welchen ich mich verstehe, (Herrscher von 1 in eins),  öffne ich eben nur die Tür. Und wenn ein Türöffner Moses heißt, oder Kafka, dann darf er es nicht einmal betreten, das gelobte Land, denn „Moses“ ist der ewige väterliche Wanderer und als Herr des Steinbocks „nur“ Maß , aber ohne Anteil an einer Zeit sondern nur an allen Zeiten.
Saturn in der Waage aber, noch einmal, was heißt das, jenseits von Wundern und Königskonjunktionen? Saturn, ganz einfach in den Graden der  Waage?
In alten Zeiten, in der „Theogonie“ des Hesiod (spätes achtes Jhdt. v. Chr.) zum Beispiel, vernahm man einen Gott Kronos, Vater von Zeus, Poseidon, Hades und ihrer olympischen Schwestern, der  gezeichnet wurde als einer, der seine Kinder (bis auf Zeus) alle fraß, der jede Regung von Neuem verschlang. In seiner Darstellung
„mit einem Gewand, das über den Hinterkopf gezogen ist, und mit der Sichel in der Hand […] ist […] etwas Zeitliches ausgesprochen. Die Sense oder Sichel erscheint später als ein Attribut der dem antiken Denken fremden Gestalt des Todes, der durch sie in ein Verhältnis zur Zeit gesetzt wird. Saturnus, der mit dem Chronos verwechselt wird, ist von einem dunklen Zeitenstrom umweht …“
Friedrich Georg Jünger, Griechische Mythen, Frankfurt /M. 1997, S. 25.


Saturn,  seine römische Verehrung als Acker- und  Saatgott und seine Verwechslung mit dem griechischen Kronos, bezeugen, abgesehen von den Festen zu seinen Ehren im Winter, dass er ein Gott des Befruchtens durch Beschneiden ist, des Zurückschneidens auf das was ewig ist, auf die Wurzelstöcke gleichsam, aller Lebenskreise.
Dieser also, Saturn der bei Hesiod als Kinderfresser das ewig im Kreise sich erneuernde Werden gegen jede Vollendung absperrt, dieser der nach dem verlorenen Titanenkampf von seinen obsiegenden olympischen Kindern auf Geheiß des Zeus in den dämmrig finsteren Tartaros verbannt wird, auf dass er am Ende doch von ihnen befreit, als Herrscher die Inseln der Seligen beherrschend ewig geehrt sei,  dieser Saturn wird bis zum Sommer 2012 in der  Waage für die Menschheit der Nordhalbkugel zur Begegnung. Begegnung mit dem Saturn bedeutet so immer, dass ein begegnendes Nicht-Ich in den Belangen von Person und Ich begrenzend und beschneidend tätig wird, wie für den Obstbaum oder Weinstock der Gärtner im Herbst, auf dass in einem kommenden Frühling den frischen Trieben genügend Saft zufließe.
 Gespeichert: 14.12.2009, UTC 15:33 und 17:36, gepostet: 17:56.




Kommentare:

  1. Hallo Mundanomaniac

    du hast mich beunruhigt
    dieses Drama spielt sich auf meinem Sued- MK ab
    mir wachsen jetzt schon wieder graue Haare ,was mich nun diese Woche wieder an Schockmeldungen erwartet .

    LG
    Helga

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  2. Hallo Helga Sternenstaub,

    Ultra posse nemo obligatur -
    Über sein 'Vermögen' hinaus
    ist niemand verpflichtet...

    Zu dem anderen Vermögen
    laß Dich beruhigen:

    Geld ist doch niemals weg,
    es ist doch höchstens nur
    woanders...



    Beste Grüße
    Mythopoet

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  3. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    <<...und man steht wie der Ochs vorm Berg.>>

    NIX DA, lieber Mundanomaniac,

    hat doch, um Roß und Reiter zu nennen,
    Dein "Astrologischer Esel" hier uns
    immer wieder Geistes-Gold-Dukaten geschenkt!

    Und war das Meer mal gefroren,
    hast Du nicht auf´s Eis geführt,
    sondern mit Esels-Geduld
    uns Esels-Brücken hingebaut.

    Einen Merk-Knick
    -früher genannt: ein Esels-Ohr,
    heutzutage nur noch: Link-Klick-
    auf diese Tagebuch-Seiten
    sollte Jeder sich setzen,
    um der zunächst geruhsam-wöchentlichen,
    doch dann rasanten Geistes-Stern-Fahrt
    in Mundanomaniacs eSeL-Klasse
    sich hinzu zu gESELlen!

    Mit der nachfolgenden Esels-Geschichte
    (Verfasser unbekannt)
    nennt sich herzlich grüßend
    heute der Esel zuletzt:
    Mythopoet


    "Die Familie und ihr Esel"

    Es war einmal ein Ehepaar, das einen 12jährigen Sohn und einen Esel hatte.
    Sie beschlossen zu verreisen, zu arbeiten und die Welt kennenzulernen. Zusammen mit ihrem Esel zogen sie los.

    Im ersten Dorf hörten sie, wie die Leute redeten: “Seht Euch den Bengel an, wie schlecht er erzogen ist… er sitzt auf dem Esel und seine armen Eltern müssen laufen.” Also sagte die Frau zu ihrem Mann: “Wir werden nicht zulassen, daß die Leute schlecht über unseren Sohn reden.” Der Mann holte den Jungen vom Esel und setzte sich selbst darauf.

    Im zweiten Dorf hörten sie die Leute folgendes sagen: “Seht Euch diesen unverschämten Mann an… er läßt Frau und Kind laufen, während er sich vom Esel tragen läßt.” Also ließen sie die Mutter auf das Lastentier steigen und Vater und Sohn führten den Esel.

    Im dritten Dorf hörten sie die Leute sagen: “Armer Mann! Obwohl er den ganzen Tag hart gearbeitet hat, läßt er seine Frau auf dem Esel reiten. Und das arme Kind hat mit so einer Rabenmutter sicher auch nichts zu lachen!” Also setzten sie ihre Reise zu dritt auf dem Lastentier fort.

    Im nächsten Dorf hörten sie die Leute sagen: “das sind ja Bestien im Vergleich zu dem Tier, auf dem sie reiten. Sie werden dem armen Esel den Rücken brechen!” Also beschlossen sie, alle drei neben dem Esel herzugehen.

    Im nächsten Dorf trauten sie ihren Ohren nicht, als sie die Leute sagen hörten: “Schaut euch die drei Idioten mal an. Sie laufen, obwohl sie einen Esel haben, der sie tragen könnte!”

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  4. Hallo Mythopoet
    manchmal waere ich aber mal gerne das "woanders " :-)

    Habe eben einen Bericht ueber Krisenvorsorge gelesen ,und mir stehen die Haare zu Berge .

    De facto ist ,das immer mehr Menschen zahlungsunfaehig werden bzw. verschuldet sind .Da kommt mir doch die berechtigte Frage " was wird aus denen - uns ?"

    so einfach ist das alles nicht .
    So nach Milchmaedchenrechung ausgekluegelt.
    Wir reden hier immerhin von Millionen Menschen und nicht von ein paar hundert .
    Und mit jeden neuen Tag wo nichts unternommen wird ( ok ,berechtigte Frage :Was kann man noch tun ?)wird es schlimmer.

    In den Strudel werden immer mehr Menschen riengezogen werden .

    Und was tut es einem noch ,ob er die Handyrechnung nicht bezahlt hat ? die reden da von Hyperinflation und das mit unbezahlten Handyrechnungen man richtg Probleme bekommen wird .
    Da sehe ich ehrlich gesagt nicht den Sinn hinter ( es sei dem ,er ist ein Handyverkaeufer der Verfasser ,der um seinen Job fuerchtet)

    Leider habe ich noch keinen Bericht gefunden ,wo real geschildert wird,was tatsaechlich passiert ,wenn man einen 6000 € Kredit hat ,und der crash kommt ,oder wegen mir auch Handyschulden.
    Alles redet von Crash ,aber nicht davon ,was normalen Menschen ,mit etwaigen offenen Rechnungen passieren koennte.
    Bezahlt man die Hypothek fuer das Haus nicht mehr ,ist das Haus weg ,bezahlt man das Auto nicht mehr ,ist das Auto weg .

    Aber fuer alltaegliche Dinge gibt es so gut wie keine Antworten.

    Meiner Meinung nach ,ist bei einem solchen Super Crash eine Rechnung oder ein Handy nicht mehr das Problem ,das laeuft dann unter "dumm gelaufen" .

    Oder was weisst Du darueber ?

    LG
    Helga

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  5. Hallo Helga Sternenstaub,

    wenn uns die Krise kalt erwischt,
    dann wärmt uns doch:
    >Fern im Süd das schöne Spanien...<

    => Heimvorteil für Dich!

    Mundanomaniac
    hieße dann eben
    Mundanospaniac...

    Ansonsten bleibt´s wie
    in obiger Geschichte
    der Familie mit dem Esel:

    Wie man auch handelt
    -bleibt man im Logos-
    ist´s falsch oder richtig.

    Zum Wahren
    -zum Mythos-
    gelangt man nur
    im Gewährenlassen.

    "Nicht dagegen sich stellen,
    sondern Fruchtendes entgegen setzen."
    (Rudolf Steiner)



    Herzlich kriset Dich
    Mythopoet

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  6. Hallo Mythopoet

    in Spanien waermt nichts mehr ,hoechstens noch mein Kamin .
    Das Land ist hinueber und driftet ab wohin auch immer.
    Mich traegt nur noch die Hoffnung ,das ich es schaffe noch zu verkaufen und wegzukommen.
    Ansonsten habe ich ein Problem groesserer Qualitaet am laufen.
    Fruchtendes entgegensetzen : puh ,die Frage nur "WAS???"
    aus der persoenlichen Krise in die kollektiv Krise reinlaeufend war nicht gerade intelligent gehalten vom meinem sonst so schlauen Schicksal.

    Jegliche Versuche vorher ,wegzuziehen ,scheiterten immer und nun scheitere ich im Vertraut haben.

    lG
    Helga sternenstaub

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