Montag, 8. März 2010

Von Zöllnern und Recovery-Illusionen

8. 3. - 15. 3. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
( anklicken vergrößert) 


Ob nun Peking, Unterammergau oder New York, wir alle auf der Nordhalbkugel teilen miteinander den Weltaszendenten des „Jahreswechsels“ vom 1. Januar um 0:00 pro jeweilige Zeitzone.
 Immer steigt um 0:00/Zeitzone zu Neujahrsbeginn die Waage als Tierkreiszeichen (bzw. die Jungfrau als Sternbild) am östlichen Horizont auf.
Dabei befindet sich die Sonne hier noch im 3. und dort im 4. Haus. Wenige Hauptstädte, die am westlichen Rande ihrer Zeitzonen liegen, haben den Jungfrauenaszendenten: Brüssel, Paris, Madrid).
Dass auf der Südhalbkugel alle Orte zu Neujahr einen Widderaszendenten (Fische …) haben, sei am Rande vermerkt.
Im Gegensatz zum Horoskop der Tag-und Nachtgleichen (Sonne im „Frühlingspunkt“ = 0° Widder) am 21. März, haben wir:
·       Im Neujahrs-Horoskop ein Welthoroskop als Setzung aus dem Bewusstsein;
·       Im Frühlingshoroskop ein Erdhoroskop des an jedem Ort verschieden gegebenen Aszendenten des neuen Tierkreis-Jahres.
Welthoroskop. Was bedeutet „Welt“ im Unterschied zu „Erde“?
Meine Antwort erkennt in der „Erde“ das natürlich Gegebene, in „Welt“ aber ein Produkt des erkennenden Menschenichs.
Mir sagt zur Frage: was bedeutet „Welt“? diese Betrachtung am meisten:                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 
„Alle Urwelten vor dem Menschen waren physisch vorhanden. Sie waren ein namenloses Geschehen, aber kein bestimmtes Sein, denn es gab jene minimale Konzentration des ebenfalls vorhandenen Psychischen noch nicht, welche das Wort aussprach, das die ganze Schöpfung aufwog: "Das ist die Welt und das bin ich" Das war der erste Tag der Welt, der erste Sonnenaufgang nach dem Urdunkel, als jener bewusstseinsfähige Komplex, der Sohn der Dunkelheit, das Ich, erkennend Subjekt und Objekt schied und damit der Welt und sich selber zum bestimmten Sein verhalf, denn er gab ihr und sich selber Stimme und Namen. Der lichstrahlende Sonnenkörper ist das Ich und sein Bewusstseinsfeld- "sol et eius umbra" - außen Licht und innen Dunkelheit. In der Quelle des Lichtes ist Dunkles genug, um daraus Projektionen zu bilden, denn die Basis des Ichs ist die Dunkelheit der Psyche.“ C.G.JUNG, Mysterium Coniunctionis, XIV/135 

Das Menschen - Ich  sagt und fragt, es setzt und hebt auf. Den Beginn des Jahres hat das altrömische Menschen-Ich auf den ersten Januar festgelegt. In diesem künstlich gesetzten Kalender drehen sich heute die Uhren der ganzen Welt. Der ganzen? Nicht ganz. Die politischen und die Wirtschaftsuhren auf alle Fälle, die religiösen Uhren aber nicht.
So können wir sagen: die Weltuhren haben Neujahr am 1. Januar, die Seelenuhren am 20/21. März (Südhalbkugel 23. September.)
Wir natürlichen Geschöpfe in der künstlichen (Außen-) Welt „Geschäftsjahr“ werden nun derzeit Zeugen eines Geschehens, einer Jahrhundertkrise in der Geschäftswelt, über welcher die politische Macht der „Geschichtswelt“ stets den Schirm der Gesetze ausbreitet.
 Die regulativen Gesetze, welche die amerikanische Wirtschaft und das Volk der USA aus den Klauen der nicht zum ersten Mal räuberisch mutierten  Banken befreiten, wurden 1933, im vierten Jahr nach Ausbruch der Katastrophe 1929,  erlassen.
 Im ersten Jahr nach dem Oktober – Crash von 1929 gab es diesen Tenor:

"President Hoover predicted today that the worst effect of the crash upon unemployment will have been passed during the next sixty days."
-- Washington Dispatch, March 8, 1930


"The spring of 1930 marks the end of a period of grave concern... American business is steadily coming back to a normal level of prosperity."
-- Julius Barnes, head of Hoover's National Business Survey Conference, Mar 16, 1930


"While the crash only took place six months ago, I am convinced we have now passed the worst and with continued unity of effort we shall rapidly recover. There is one certainty of the future of a people of the resources, intelligence and character of the people of the United States - that is, prosperity."
-- President Hoover, May 1, 1930


Some current stock prices as percentage of their 1929 highs: Krueger 17%, Chrysler 18%, Montgomery Ward 21%, IT&T 27%, GM 42%, Woolworth 49%, US Steel 58%.

(Text zur Anzeige gekürzt. Gesamtes Posting:),   Quelle:



Alles fast wieder gesund, in Kürze geht es wie gewohnt weiter … aber, es war nur die recovery-Illusion …


… denn bei einem s o l c h e n Neujahrs-/Welthoroskop das Ende des Schlamassels zu verkünden, das

1.1.1930, New York

erlaubt die Ahnungslosigkeit der Vor-Astrologischen-Zivilisation mit Händen zu greifen: sechs Herrscher von acht Zeichen! = alle mundanen Herrscher der realen Welt! -  im Steinbock, dem Einschränkenden! dazu Konjunktion Saturn! dazu Quadrat Uranus – dem Herrscher der namenlosen Überraschung! - - - wie lächerlich erscheint die Autorität der menschlichen Autoritäten angesichts ihrer Ignoranz gegenüber der Autorität der „Zeichen und Zeiten“, mit welcher der Schöpfer im Alten Testaments den Himmel seiner Welt am 4. Schöpfungstag ausgestattet hat.

Dieses ist nun wahrlich kein weltlicher Seufzer, sondern er kommt aus der Seele die, von Natur aus religiös, den Wahnsinn der geschäftigen Gottfremden kopfschüttelnd betrachtet. Es lasst die Seele ja nicht kalt, wenn in den Katastrophen das Fleisch dieser Welt gepeinigt wird, ist doch so viel Kunst und Sorgfalt vom Schöpfer darauf verwandt worden, es schön und lieblich und weise zu machen auf dass es seinen Schöpfer lobe.
Nach 4 Jahren quälender Depression kam endlich, wie erwähnt,  der "Glass - Steagall - Act", der regulatorische Beißkorb für die Banken und damit neues Vertrauen in Industrie Handel und Gewerbe.

Wir sehen Saturn im Wassermann = die Idee der Einschränkung, welche sich gemäß Uranus auf dem Quadrat-Resonanzgrad des Merkurs der Königskonjunktion im Erdelement niederlässt. 
Saturn selber im Wassermann besetzt den Luftgrad des Neptun: die Idee der Auflösung und des Neuanfangs.
Bis hierher die historische Rückschau, als  Einleitung zur heutigen kleinen Analyse.

Also, Neujahrshoroskop als Fahrplan der Weltangelegenheiten in der Menschenwelt.

1.1.2010, 0:00 EST, New York
Einen ersten Blick warfen wir am ersten Tag des Jahres darauf: "2010 kein allzu lustiges Jahr". Hier nun eine Vergegenwärtigung: Was ist Los? Kommt die Erholung?
Zum Beginn dieses Jahres erinnern die Lichter und Planeten im Zeichen Steinbock nicht wenig an 1930. Mond ist zwar nicht im Steinbock aber über Opposition mit eingebunden in die Saturn-Resonanz. 
Dazu das grimmige Quadrat Saturn Pluto … die Bescheidung auf die Notwendigkeiten der Ahnen und der Ungeborenen. Und die sind,  Beherzigung der Lehren vergangener Katastrophen und Pflege der unser Generationen anvertrauten Lebensreserven.
Mars ist zwar im Löwen frei von direkter, Beschneidung (aber nicht von hintergründiger, denn Sonne ist im Steinbock) und sogar, in Jupiter-Resonanz, ein großer Räuber, aber „leider“ in für‘s  Beute-Halten unangenehmer Resonanz zu Auflöser und Neubeginner Neptun.
Jetzt im März durchfahren wir auf der Nordhalbkugel grade jenen dritten Spiegel von Himmel und Hölle, der rhythmisch von Jupiter/Schütze und Sonne/Löwe regiert wird.
Die Löwen-Sonne weilt, wie immer zu Neujahr, im Steinbock, weist also eher eine ernste Stimmung unter den Vermögenden hin. Aber der Schütze -Jupiter in Resonanz mit Mars (+Neptun), das sind zwei expansive Feuerplaneten, geeignet,  Impuls und Anschauung in eine expansive Illusion treiben, wann immer, wie jetzt, Schütze oder Widder (durch Mars-Opposition) rhythmisch ausgelöst sind.
Mond, der Nestgeber,  von der Zeitwelle im dritten Märzdrittel oben im zehnten Haus erreicht, ist  angetroffen als mundaner Anzeiger für's Daheimsein, also auch für die Lage des Wohnungsmarkts.  Diese Lage, gültig für das ganze Jahr, erhält, so der Fahrplan, in zwei Wochen einen aktuellen Akzent aus der Saturn/Pluto Depressions-Resonanz  aus Steinbock.
Und ab April  herrscht nord-Welt-weit die Schrumpfung, Kargheit (und Klarheit) des Saturn.
Der Mai zeigt sich dann wieder als (illusionärer) Überraschungsmonat im Zeichen der Mars/Jupiter-Ausdehnung nach oben.
Der Börsen-Junkie würde eventuell sagen: „ den April shorten und später nachkaufen, im Mai, wenn die Herde long geht, verkaufen“.
Aber, Börse hin, zocken her – was ist mit den Staaten, die die Verluste  der Katatrophe  übernommen haben? Was ist mit den Staatsanleihen, die sich in den Markt drängen und verdrängen müssen, was ist mit Griechenland, England,  Japan, usw. wo kommt das Geld her für die Banken, die Kommunen, die Sozial-Etats und – den immer bedrohlicheren – ins Monströse anwachsenden Schuldendienst? Kommt es zu den befürchteten Staatspleiten?
Dieses Frühjahr begann im Zeichen Griechenlands und seiner Probleme mit dem Staatsdefizit und dem Euro. Jetzt haben die Großzocker der Wall Street die Karte „Portugal“ nachgelegt, um die bestürzende Schulden-Lage im Vereingten Königreich herrscht dagegen klammes Schweigen.
Das Neujahrshoroskop für Mitteleuropa zeigt denn auch, wo sich in diesem Jahr ein Zentrum der Einschränkungen – aber auch der Stabilität - befindet, aber auch Peking, Hong Kong u.a. haben des ASC  weniger als 1° vom Saturn entfernt.
1.1.2010, 0:00 MEZ, Süd-Bayern
Wenn wir nun absehen von der Darstellung des Neujahrshoroskop der Griechen auf Athen dann aus diesem einzigen Grund: es ist, aufgrund der anderen Zeitzone, das Gleiche wie das vom (westlichen) Oberbayern.  Lindau hat den Aszendenten von Athen. Die Rosskur, die den Griechen verordnet ist, steht in Übereinstimmung mit ihrem,  unserem, Horoskop. Je mehr gegen die überpersönliche Notwendigkeit eines väterlich korrekten Staates korruptiv gesündigt worden ist, desto weher tut die Korrektur durch Saturn. Aber seine bittere Medizin werden nicht nur die Griechen schlucken müssen, anders gesagt: es wird sich noch zeigen, wo auf der Welt, in den USA, in China, auf den Britischen Inseln, die größten "Griechen" zu finden sind.


Nun zum Frühling, dem natürlichen Jahresanfang zur Aussaatzeit:
In den Frühlingshoroskopen – den Äquinoctien, wie ich sie nenne - hat jeder Ort sein eigenes Schicksal im Zeichen seines Aszendenten. Zum Beispiel Athen:
Äquinoctium, 20.3.2009, Athen UTC 11:45
Gültig bis zum 20.3.2010

 Die Griechen erleben dieses natürliche Jahr als Löwen, zusammen mit den Osteuropäern, Türken, Iranern – während wir westlichen und MittelEuropäer vom Mond begleitet die innere und NachtWelt des Krebs empfangen.
Als „Löwen“ bedeutet: in diesen östlichen Nachbaren wollte seit dem vergangenen Frühling unser aller gemeinsames Menschenherz wiedergeboren werden und es erlitt Lust und Schmerz des Lebens für uns alle diesem sich dem Ende zuneigenden "trophischen" Jahr.
Ja, das Herz ist ein Verschwender. Gleich dem Herzen ist ein Stern Sammler des Leichten, Physiker nennen es Wasserstoff - das Herz ist der wärmende Stern in der Planetenfamilie des Lebenden.
Das Herz ist König und Zentrum darum der Planetenfamilie „Mensch“.
Was, wenn die Verschwenderin des Leichten sich nicht verschwenden würde? Wie es Buchhalter im Norden ausgerechnet haben.
Die Sonne aufhören würde zu scheinen, die Griechen aufhören würden, zu singen und zu tanzen, wie dem Menschen ums Herz ist.
Das Herz ist ein Problem in den Kontoren von Frankfurt, Rotterdam und Brüssel, denn „die Griechen“ haben gespielt und verschwendert …
Und in den Verlagshäusern  Europas wurde dazu schöngelogen, wie jeden Tag und auf allen Kontinenten, damals wie heute …
Wer aber die Wahrheit sucht, ausgerechnet wo wird er nach endlosem Flug über Konfessionen, Schulen, Lehrstühle, schließlich fündig?
Wo wird der Erlöser fündig? Damals wie heute?
Unter den Zockern, früher sprach man von „Zöllnern“…den Sündern. Bei ihnen die Wahrheit?
Und alles Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht und ließen sich taufen mit der Taufe des Johannes.
Lukas 7.29

Von so einem „Zöllner“ der Wahrheit ist das folgende Zitat. Es ist etwas länger, aber von heiterer Klarheit angesichts des Wandels der Zeiten:
(normalerweise würde ich es als Link zur Bärenhöhle anbieten aber die schreiben ständig und ihn darunter  zu finden --- hoffnungslos.)
 Anti Lemming: Böse Vermutung zu den CDS-Wetten auf die Griechen  (7.3. 2010, 13:05)
"What “complex debt securities”, exactly, can banks issue more easily if CDS reduce the risk to purchasers "

Kohl hat den Euro eingeführt, damit die deutsche Industrie hemmunglos gen Süden expandieren kann. Der Euro beseitigte störende Währungs-Barrieren und versprach, unter den Argusaugen Brüssels hart zu werden wie einst die DM.


Die Südstaatler willigten begeistert ein. Eine Hartwährung hatten sie sich schon immer gewünscht.


Leider jedoch gaben ihre schwächlichen, ineffizienten Wirtschaftsstrukturen eine Eins-zu-Eins-Anbindung an den Euro im Grunde nicht her. Das schien aber kein Problem, denn es gibt ja Kredite. Wenn die Südstaaten auf Kredit expandieren, könnte/sollte/würde sich solides Wachstum und Stabilität schon von allein einstellen, irgendwie. Denn mit den Krediten werden ja größtenteils Investitionen getätigt, die Anschub bringen.


Um das Südstaatler-Geschäft in die Gänge zu bringen, liehen die reichen Nordstaatler den PIIGS-Habenichtsen folglich Geld. Das geschah auf sehr geschickte Weise, denn die Kredithilfen wurden als Kauf getarnt. Die Nordstaatler kauften nämlich die fleißig von den Südstaatlern emittierten Staatsanleihen. Ein Währungsrisiko gab es ja nicht mehr, und die 3-%-Neuverschuldungs-Grenze und sonstige strenge Maastricht-Kriterien hielten die Südstaatler an der kurzen Leine.


Der
 Trick mit der 3-%-Grenze ist, dass sie sich auf das BIP bezieht. Das BIP der Südstaatler ist aber eine Variable. Es wuchs stark, weil auch Maschinen und Fertigungsanlagen auf Kredit gekauft wurden und einen Industrie- oder Bau-Boom (Spanien) auslösten. Je höher das BIP, desto mehr kann man auch mit der 3 %-Neuverschuldung "losmachen".  

Die deutsche Industrie freute sich über den damit losgetretenen Export-Boom. Er half, die inländische Nachfrageschwäche im Gefolge der 2000-2003-Krise (begleitet von Reallohn-Abbau) überzukompensieren.

Der Haken an der Sache: Die Südstaatler-Kredit-Arie ist ein verkapptes Schneeball-System. Denn ob die blühenden Wirtschaftsräume wirklich entstehen würden und in punkto Effizienz (Lohnstückkosten usw.) mit der deutschen Wirtschaft mithalten könnten, stand in den Sternen.


Die Hauptkäufer der Südstaaten-Staatsanleihen waren die deutschen Banken. Sie "schufen" damit das Geld, mit denen die Südstaatler bei der deutschen Industrie einkaufen konnten. Banken sind jedoch (idealerweise) risikobewusst. Manch einer mag geahnt haben, dass etwa die griechische Schafskäse, Ouzo-, Oliven- und Korruptionswirtschaft wahrscheinlich niemals die Effizienz der deutschen erreichen wird. Zuvor hatte das bei den Griechen ja auch nie geklappt.


Daher war abzusehen, dass die Griechen irgendwann ein Problem mit dem Euro bekommen würden. Folglich begannen die deutschen Banken, ihre griechischen und sonstigen PIIGS-Staatsanleihen gegen Ausfall der Schuldner abzusichern. [Dies war im Grunde ein Eingeständnis, dass der Euro ein Fehlkonstruktion ist...]  Sie kauften dazu bei den einschlägigen Emittenten (GS und Co.) Credit default swaps (CDS) auf einen Ausfall der PIIGS-Staaten. Solange keine Probleme gemeldet wurden, waren diese Versicherungen auch noch recht billig.


Doch je mehr dunkle Gerüchte aus der Akropolis sickerten und sich wie ein Schleimteppich über Athen legten, desto größer wurden die Absicherungsinteressen. Mehr und mehr deutsche Banken kauften CDS - und die Spreads stiegen.
Jetzt erst sind vermutlich Hedgefonds und Zocker auf den Trend aufgesprungen. Sie haben ja die Eigenschaften, Trends nicht zu erzeugen, sondern bestehende Trends bis zum Exzess weiterzureiten. Das ist viel einfacher und effektiver, als das Rad bzw. den Trend neu zu erfinden.

Für die deutschen Banken und Frau Merkel sind die Hedgefonds nun ein wohlfeiler Sündenbock. Die Geschäfte mit den Griechen, wollen sie nun weismachen, waren "eigentlich in Ordnung" und solide, aber dann kamen die bösen GS-Buhmänner und haben die Böden aus den Retsina-Fässern rausgetreten.


Die Problemlösung  soll nun darin bestehen, die zockenden Hedgefonds "besser zu regulieren". Dies verkennt, dass Hedgefonds überhaupt erst dann einen Ansatzpunkt zum (Schad-)Zocken bekommen, wenn sich reale strukturelle Schieflagen offenbaren. Die HF setzen dann nur noch eins drauf und verstärken die ohnehin vorhandenen Tendenzen.


Dies nährt den Verdacht: War nicht vielleicht die gesamte Nord-/Süd-Konstruktion samt Euro-Einführung in besseren Bauernstaaten von Vornherein ein anfälliges Fehlkonzept - geschaffen von der expansiven Nord-Industrie und ihren politischen Lakaien? Entpuppt sich eine Währungsunion ohne wirksame politische Union nun als das, was es ist, nämlich als riskantes Wagnis, das in Krisenzeiten schnell ins Debakel führen kann? Und dies sogar ganz ohne Hedgefonds?


Solche ketzerischen Gedanken möchten Merkel und Co. sicherlich lieber nicht aufkommen sehen. Denn Kohls Euro-Konstruktion gilt ja als Jahrhundertwerk. Der Euro ermöglichte den lukrativen Süd-Kreditboom - in ganz ähnlicher Weise, wie in USA die Kreditverbriefungen den globalen Kreditboom auslösten. Und die Risiken konnte man ja - hüben wie drüben - mit Derivaten "wegversichern". Jedenfalls bis zur Sollbruchstelle....


Beides brachte eine vordergründig großartige Kredit-Sause, um aus dem Loch nach dem Platzen der Dot.com/Tech-Bubble herauszukommen.


Wachstum auf Kredit stößt jedoch irgendwann an seine Grenzen, wenn wirkliches organisches Wachstum ausbleibt. Geld löst nicht alle Probleme. Außerdem schuf der Kreditboom weltweiter Überkapazitäten, vor allem im Automobilbau.


Die  deutschen Lösungen für Griechenland - (verkappte) Kredite und/oder Kredit-Garantien, Anleihenkäufe der KfW usw. - sind von der Struktur her ähnlich fragwürdig wie die neue Staatskredit-Sause in Amerika. Alte Substanz-Probleme werden mit neuem Geld "zugeschissen".


Wozu Opel oder GM mit viel Staatsgeld retten, wenn die Firma auch ebensogut von der Bildfläche verschwinden könnte, weil es eh zu viele KFZ-Hersteller gibt? Wozu hüben wie drüben eine Abwrackprämie, um auf Kosten kommender Generationen unnötige Überkapazitäten künstlich am Laufen zu halten?


Die wirkliche Lösung kann nur darin bestehen, Luft abzulassen, kürzer zu treten und den kreditgetriebenen Überschwang der letzten 20 Jahre - die Billigzins-Sause - als historischen Fehler anzuerkennen. Nun gilt es, den Mut zu haben, Deflation zuzulassen. Das Mantra "ewigen Wachstums" war an seine Grenzen gestoßen und ließ sich auch "auf Kredit" und mit Billigzins-Gepumpe nicht künstlich über die Runden retten.


Das Schulden-Experiment ist gescheitert. Wird Zeit, dass realistische Politiker weltweit dies einzugestehen wagen.

Anti Lemming: Spinnt man diesen Gedanken fort

14:24

- den, dass CDS "gemeingefährlich" und tendenziell wirkungslos sind -  kann man aber auch zu dem Schluss kommen, dass die indirekte Kreditvergabe an die Eurozonen-Südstaaten durch massive Käufe von deren Staatsanleihen ein unvertretbar hohes Risiko darstellte. Die Banken glaubten irrtümlich, dieses Risiko durch CDS im Griff zu haben.

Ohne CDS hätte es schadenbegrenzende Risikoaversion gegeben. Die Griechen hätten dann gar nicht erst so viele Staatsanleihen an deutsche Banken verkaufen können. Durch das hohe Emissions-Volumen sind Griechen nun "too big to fail" - d.h. die CDS haben die Griechen "systemrelevant" gemacht. Man hätte sich sonst seelenruhig zur Drachme zurückkehren lassen können.


Hätten die Banken das Südstaaten-Schuldenrad nicht so weit drehen können, hätte man auch den Euro gar nicht erst einführen müssen. Für die Südstaaten war er von Vornherein eine Nummer zu groß.


Argentinien ist 2002 auch daran zerbrochen, dass der Peso eins zu eins an den US-Dollar gebunden war. 1987 löste die feste Anbindung der Tigerstaaten-Währungen (Thailand usw.) an den US-Dollar die Asienkrise aus.


Experimente mit Währungen können gewaltig nach hinten losgehen. Versicherungen dagegen sind "heiße Luft".


Soweit die Ansprache des Anti Lemming an seine Mitbären vom 7. Februar.
Meine umfassende Ansprache zum gleichen Thema war schon:  Brüssel 11. Februar 2010 - ein Schritt im Werden des europäischen Menschen?

Ein Aufschluß zur Frage des Staatsbankrotts  ist aber nicht in unserem Fokus aufgetaucht bislang.  Aber wir haben ja auch noch nicht 2012 untersucht ... hm.
Gespeichert: 10.3.2010, UTC 14:27,  gepostet:UTC 15:36, überarbeitet: 11.3. UTC 13:54.




Mittwoch, 3. März 2010

Eine Woche der Selbstgestaltung?









Was mag diese sehr seltene Woche mit 4 Planeten und der Sonne in den Fischen bedeuten, wie da ihr Herrscher, der Erderschütterer Neptun/ Poseidon so von 26, …° am Himmel des Wassermans herniederschaut.

Ist jemanden klar, dass in dieser Woche für die Wanderer aus

Stier
Zwillinge
Löwe
Jungfrau
Waage
Schütze
Wassermann
der Nullpunkt überschritten wird?

Die Bedeutung der Fische (gespiegelt auch des Widders) ist immer die (Auf-)lösung der Erscheinung und in umgekehrter Richtung der Beginn eines neuen Sinns. Insofern enthält der Neptun (so wie Mars) immer den Null-Punkt.

Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Parzellen und Reviere,
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Empfänger und Sender
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Wagnisse und Erfolge
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Wege und Märkte
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der Verlockungen und Bilanzen
Auflösung und neuen Sinn für die Welt der glücklichen Verbindungen
Auflösung und neuen Sinn für die hohe Narrenwelt des Menschengottes

Alles das vollzieht sich im Moment in der Tiefe des Unbewußten in unseren Seelen – es ist   d i e Reinigungswoche des Jahres – aber, habt ihr ein Symbol?

C. G. JUNG
„Symbol“ ist für mich der sinnlich wahrnehmbare Ausdruck für ein innerliches Erlebnis“ Briefe I., S. 85.

„Das Symbol entsteht nie im Unbewussten (Pleroma) sondern […] „in der Selbstgestaltung“. Es entsteht aus unbewusstem Rohstoff und wird bewusst gestaltet und ausgedrückt.
Das Symbol braucht den Menschen zu seinem Werden. Es überwächst ihn aber, daher „Gott“ genannt, weil es einen seelischen Tatbestand oder Faktor ausdrückt, der stärker ist, als das Ich. (Ich nenne ihn das Selbst). Dieser Faktor ist präexistent im kollektiven Unbewussten, jedoch machtlos, bis ihn das Ich bewusst erlebt, dann reißt er die Führung an sich. Er ersetzt das Ich in wesentlichen Hinsichten. Daher Erlösung vom Gefühl des Unvermögens etc. („Dein Wille geschehe“).
Dieser Faktor, so kann hier hinzugefügt werden, ist ein dynamischer, denn seine Träger wandern in den Kreisen der Zeit.
„Gott ist eine offenkundige psychische und nichtphysische Tatsache, das heißt, sie ist nur psychisch, nicht aber physisch feststellbar.“
Und
„Das Selbst ist der  Teleios anthropos,  der vollständige Mensch, dessen Symbolik das göttliche Kind oder dessen Synonyme sind.“
(JUNG, Antwort auf Hiob, G.W. 11, S. 469).


Venus, Merkur, Sonne, Jupiter und Uranus sind in den Fischen beim göttlichen Ende/Anfang = Greis/Kind in dieser Woche. Es ist aller Flüsse Gang ins Meer, das münden in sich selber, in den Zustand der Auflösung um aus dem Inneren immer wieder mit neuem Sinn hervorzugehen.
Wenn auch Uranus für dieses Münden sieben Sonnenjahre Zeit zur Verfügung stehen, dem Jupiter ein Jahr und der Sonne dreißíg Tage jedes Jahr, so bringt es Merkur in zwei Wochen hinter sich und Venus ist in der letzten von drei Wochen.


Wohl uns Menschen, wenn wir den „Göttern“ auf ihrem Weg durch ihre und unsere Bilder folgen können, zum Lebensoptimum des symbolischen Lebens hin.

Merke:
Habentibus symbolum facilis est transitus.

(Für die, die das Symbol haben, ist der Übergang leicht)
Alchemistischer Meisterspruch

So ließe sich  Neptun  im Wassermann in dieser Woche deuten: die Reinigung der Welt der Begierden und Leidenschaften, des Glücks und der Ideen möchte selbst als Idee erkannt werden, als Idee der ewigen Notwendigkeit der Götter und Menschen,wieder und wieder Kind zu werden im Herzen.

Gespeichert 3.3.2010, UTC 16:46. Gepostet: UTC 17:11.


Ps:

Freitag, 5.3.2010, Eschenlohe Obb., Alter Wirt, 21:00

Montag, 1. März 2010

Gott in der Stadt und Gruß nach unten an die Stifter

1.3. - 8.3. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
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Es ist schon etwas einseitig, Elemente einer astrologischen Chronik zu schreiben.  Die großen Katastrophen nehmen einen überproportionalen Teil ein.
Die hoffnungsvollen Ereignisse aber fehlen fast ganz, wenn man von den optimistischen Deutungsansätzen absieht, die hier gegenüber dem versucht werden, was sich auf den hohen Ebenen tut.
Die wirklich guten Ereignisse aber erscheinen nicht auf der kollektiven Bühne,  wenn, - "Woodstock" - dann unbeabsichtigt ... eher  dann auf der 'lokalen Bühne', auf dem Lande und  zwischen einzelnen Menschen, Tieren, Pflanzen und - Steinen, wo Gott sich noch niederlassen kann ohne verdrängt zu werden.
A propos Steinen, Erdelement, wieder haben wir die Chronik der großen Beben weiterzuführen, der „Häutungen der Erde“, wie Ernst Jünger sagt.
Das jüngste Groß-Beben in Chile geht uns,  diesem sprechenden Esel und mich  besonders an, denn wir sind ein Beobachtungsposten, eine Himmelsboje am Himmel der nördlichen Breiten, von dem der Blick auf die ganze Kugel möglich ist.
Beide Halbkugeln haben alternierende natürliche Kalender.
Unter der Küste von  Chile, in einer Spätsommernacht, brüllt die Natzca-Platte auf ,vielleicht in einem kristallinen Orgasmus, und schiebt sich zurecht in eine entspanntere Unterwerfung …
Südhalbkugel – die Sonne ( und mit ihr der Tierkreis) geht rechts auf und wandert über den Himmel gen Abend, der im Süden "links" liegt in der Sprache des Nordens.
Kein Problem für einen Aborigine des Südens. Die Sonne ging immer über der rechten Hand auf.
Hier nun der Himmel über Maule  - Pluto geht auf – im zwölften Haus …

27.2.2010, 3:34 Ortszeit, 6:34 UTC, vor  Maule Chile

Pluto der Hüter der Toten und Ungeborenen, der aus dem zwölften Haus heraus ins Bewusstsein will und, in seiner Resonanz: Saturn,  am Tor in die Zeit, die Pässe fordernd  … wieder ein Moment der Wahrheit für,  die chilenische, wie man liest, die reichste Gesellschaft in Lateinamerika …
Am Strand, im dritten Haus in den Netzen der Jungfrau , Spiel, Wohlstand und Schönheit der Erde im Zeichen ihrer himmlischen Herrscher Sonne, Jupiter, Venus – und, hoch darüber – an der himmlischen Boje -  Uranus, der das Ganze überschaut …
Und wie diese ganze Gesellschaft samt ihrer Herrscherin -  Merkur –
von der mächtigen Brandung des Erderschütterers Poseidon,
von Neptun am Himmel und auf Erden durchbrandet wird ...

Und wie schon in Haiti – ein Mondnachmittag  Quadrat Uranus –
so in Chile – eine Mondnacht im Wassermann –
eine Nacht folglich ohne Statik
der Vogelgott in der Stadt und im Hafen – der Mensch erlebt den lebendigen Gott – den Vergessenen.


Diese Nachricht von der Himmelsboje heute möchte ich verbinden
mit meinem Glückwunsch an MYTHOPOET, der meinem Dasein an der Himmels - Boje etwas hinzugefügt hat - etwas über die Partnerin  hinaus.  Allein  unter vielen erkennt MYSthopoet das allgegenwärtige seltene - allein durch Sprache  Stimmende und bekennt im Kommentar das Gemeinsame ... die nicht  mit mir zu verwechselnde traute Gemeinschaft mit Frau und Esel. Ich höre nur zu … und schreibe,
... und erschauere immer wieder unter den Ungewissheiten der sicheren Armut, die ich wie alle geflügelten Wesen unter dem Himmel – an der Himmelsboje zu teilen habe mit meiner vergleichsweise hoffnungslos unterentwickelten Verwurzelung in diese Erde: Vogelbeine der Venus und des Merkurs im Wassermann, nicht vorgesehen zur Verwurzelung  sondern grad nur  für Start und Landung.
Und von den wirklichen Tälern und Höhen dieser Ungewissweiten her kann Mundanomaniac gottseidank melden: die Sorge ums Brennholz ist endlich gelöst bis zum Herbst.
Heil den Stiftern

Heil den Stiftern
Und daher stifterisch  aufspielen diese Woche
 Freitag : bayerisches Oberland
Eschenlohe,  Alter Wirt,  lebendige Musikanten
Gr00vers C0mbo

Wie gewohnt mit bluesign Engeln im Gebälk
und gutem Bier


Gespeichert: 2.3.2010 UTC 12:08, gepostet UTC 12:32

und mein Finanzlink des Jahres: 


Anti Lemmning: Deutschland einig Zombieland!

Donnerstag, 25. Februar 2010

Der letzte Flug des Joe Stark


22.2. - 1.3. 2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
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Die offiziellen Verlautbarungen in den  Medien vermieden es geflissentlich, vom  „Terroristen“ zu sprechen, obwohl der letzte Flug von Joe Stark ein gewollter Flug in den Tod war, bei dem der Pilot seine ‚Piper‘ in das Finanzamt von Austin/Texas lenkte. Ein Angestellter der Behörde fand den Tod, viele wurden verletzt.
Joe Stark wurde offiziell  als „homicide“, als Mörder bezeichnet. Jede Assoziation an „suicide-bomber“, immer Muslime, die wortwörtlich und grauenhaft vor Wut „platzen“, wurde bei diesem „white american male“ vermieden. Zu groß ist das Potential, seelisch kochender Amerikaner derzeit.
In Yves Smith’s ‚naked capitalism’ vom 18.Februar erschien dazu eine Betrachtung zum „violent backlash“, der „gewaltsamen Reaktion“, die, inzwischen angereichert durch 203 Kommentare, eine aktuelle Debatte mit tiefen Einsichten in die seelischen Verfassung der Amerikaner bietet, wie sie sich, angesichts des seit zweieinhalb Jahren zusammengebrochenen ‚American Dream‘, zu fassen sucht.
Es ist nicht die Aufgabe eines mundanen Tagebuchs, hier in die wirtschaftlichen Einzelheiten zu gehen.  
Aber, wenn ein Kommentator eines Finanzblogs schreibt: ...

... Joe Stark (and it’s a great archetypal name) I hope sparks something deeper in our souls—when we all came together to struggle against arrogant, ruthless and seemingly all-powerful oligarchies.
 (Ich hoffe, Joe Stark (und das ist ein großer archetypischer Name) entzündet etwas,   tiefer in unseren Seelen – wenn wir alle zusammenkommen, um uns gegen arrogante, skrupellose und anscheinend allmächtige Oligarchien zu wehren.“)

… dann ist es vielleicht Zeit, das ‚Thermometer‘ in einige Horoskope zu stecken.
Die Person des Attentäters, der 54 Jahre alt wurde, bleibt astrologisch im Dunkeln, sein Geburtsdatum ist unbekannt. Er entstammt dem Jahr 1956.
Zunächst das Ereignishoroskop:

18.2.2010, Austin /Texas, 11:00 CST, UTC 17:00

Der Aszendent Stier verweist auf Venus als Herrscherin des Moments. Im elften Haus stehend signalisiert sie: Aufhebung, Ursprung. Aufgehoben ist diese von so vielen  ersehnte Konstellation: Venus/Jupiter = Vereinnahmung+Begegnung plus Ausdehnung …, die, wie in den beiden USA-Horoskopen erkennbar werden wird, d i e amerikanische Konstellation schlechthin zu sein scheint - oder war.
Das achte Haus zeigt, was in diesem obigen Moment zum Inhalt eines Leitbildes wird: Pluto, die Opferung.
Am allerdeutlichsten zeigt Mond, was grade die Seele bewegt: es ist Mond im Widder, die zornige Seele, die nur so kann, wie Mars es grade zulässt: Mars im Eingang zu Haus vier, dem  Schoß, dem Ort des Fühlens, zum Gemüt - ein Gemüt, rasend vor Zorn - …
Um 10:20 hatte der Pilot sein Manifest ins Netz gestellt:
Der Horizont des Ereignisses (wie es heißt um 11:00 Ortszeit) erstreckt sich von 19° Stier im Osten bis zu 19° Skorpion im Westen. Diese Achse ist hochbedeutsam, nur 6 Minuten früher, um 10:54 steigt im Osten 16,8° Stier auf. Dort steht Mars, der Zornplanet der Königskonjunktion von 1802 im Erdelement. Um 11:00 aber passiert Neptun derselben Königskonjunktion auf 18,9° Skorpion den Deszendenten, damit wird Mars/Neptun, die Auflösung im Zorn, zur Begegnung.
Nun haben in diesem Moment, der jeden Tag im Laufe von 24 Stunden um den Erdball wandert, in diesen sechs Minuten, die Menschen und Dinge die verschiedenartigsten Möglichkeiten dem Mars und dem Neptun der Erdkonjunktion Genüge zu tun. 
Was Joe Stark getan hat weiß man.
Die Betrachtung der Resonanzen der Königskonjunktionen der vier Elemente auf das Ereignis zeigt, dass am 18. Februar schon ein gewaltiger Zorn zusammengekommen war:
Diese Überfülle an Resonanzen. Diese Menge an Mars-Resonanzen, darüber hinaus an Feuerresonanzen. Das lassen wir einfach mal so stehen - oft reicht etwas einfach anzuschauen, wieder und wieder anzuschauen, damit sich   bestimmte Ahnungen, als Vorformen der Idee, bilden können. Das soll meinen Lesern nicht zu - erklärt sein.
18.2.2010, 11:00 LMT Austin,
Resonanzen der Königskonjunktionen der vier Elemente

Bis hierhin hat die Betrachtung keinen spezifischen Ort. Jetzt sollen die USA eingeführt und daraufhin betrachtet werden, was denn, jenseits von Texas, der ‚All-American‘ - Aspekt von Joe Starks Tat gewesen ist.

4.7.1776, Philadephia,  Unabhängigkeit der USA
Transite 18.2.2010, 11:00 LMT, Austin



Da drängt sich zu vorderst der rote Transit-Neptun ins Bild. Der Neptun der Jahre 2009 bis 2011 weilt exakt beim amerikanischen Mond. Muss man noch erklären, dass Mond den Traum anzeigt? Dieser Mond zeigt auf den amerikanischen Traum:  Mond in Wassermann, der Traum von der Geborgenheit in Freiheit, im dritten Haus, das heißt u n t e r w e g s.
 Und nun ist die Zeit erfüllt, einmal in einhundertvierundsechzig Jahren geschieht es, dass Neptun diesen Traum, wie es seine Art ist,  auflöst, um ihn, von allem Wesensfremden bereinigt, in der ursprünglichen Art zu erneuern.
"Wie am Himmel, so auf der Erde", die reale Lage dort ist die, dass ein Großteil der Hypotheken in den USA, vor allem die des Baubooms seit 2003 wortwörtlich „underwater“ sind.  Damit ist gesagt, dass  die Restschuld höher ist, als der Wert des Hauses. Ein Albtraum für Abermillionen  Amerikaner in diesen Tagen, die sich in den Zeiten des billigen Gelds zu Mondpreisen Häuser gekauft haben, deren Wert inzwischen um 40% gesunken ist, während die Hypothek gleichblieb und die Betriebe entlassen als gäbe es kein morgen mehr.
Neptuns (scheinbar) grausames Programm :  Platz zu schaffen für einen neuen Traum, für eine neue Geborgenheit unter den Sternen. Dafür schafft der Neptun am amerikanischen Mond die Nullpunkt-Situation: für den Ur-Traum der Geborgenheit in "Gods own country".
Ein zweites wird am Transit der Heimkehr von Joe Stark deutlich: Saturnbesuch (Quadrat-Resonanz) beim Herrscher des amerikanischen MCs.  Das Versprechen des Aszendenten im Zeichen des Schützen, eines Wohlstandes durch glückliche Geburt, kommt über das Zeichen Waage und ihre Herrscherin Venus in die Zeit. Es ist dann sogar so, dass diese MC-Venus in Konjunktion mit ASC - Herrscher Jupiter den fortwährenden, den „angeborenen“ Wohlstand anzeigt.
Nun ist seit Ende letzten Jahres  über dieser Glückspackung, wieder einmal, wie alle siebeneinhalb Jahre,  Saturn-Resonanz, der Winter, eingekehrt,  die Steinbock-Zeit der Einschränkung. Das Leiden der amerikanischen Bevölkerung begann zwar schon mit dem Sinken der absurden Häuserpreise seit 2006/07 und den Entlassungen seit 2008, aber zu all dem kommt nun noch der Saturn mit seinem depressiven Resonanz-Quadrat aus der Waage. 
Schließlich die Venus-Resonanz auf den US-Uranus., Venus, das Schwere, die Sammlerin, in Resonanz zum Leichten, Uranus dem Aufheber des Himmels. Venus/Uranus ist das Bild für alle Geflügelten, seien es Wesen oder Apparate.
Und jetzt kann gefragt werden: die Venus kommt aus dem dritten Haus der Amerikaner (9° Fische), was hat sie da gesammelt?
Warum stürzt sie sich im sechsten Haus der Amerikaner, auf einen Uranus, der, wie es seine Art ist,  distanziert über den Bedingungen schwebt, die derzeit in Amerika herrschen: diese Venus des 18. Februars bringt eben nicht diese wunderbare Stiergeschichte á la Venus/Jupiter im 7. Haus auf die Bühne der Welt, (Mythos  „Hollywood“), sondern: diese Venus kommt aus dem dritten Haus von woher  sie mit dem Elend des Mondes beladen ist.
Noch bevor Joe Stark seinen letzten Blog abgesetzt hat, sein „Manifest“, wie es heißt,  hat er sein Haus (seiner Familie?) angezündet.
„Mein Vater ist ein Held“ – bekennt seine Tochter fern in Norwegen, „auch wenn ich nicht billige, dass  er …“ – ein Held, zweifellos der Mittelklasse. Joe Stark der einst freie Ingenieur, psychisch zur Strecke gebracht von Banken- Gesetzgebungs- und  Staatsmafia, physisch hatte  er - Mittelklasse - noch ein Haus und ein kleines Flugzeug.
Es ist die Venus der Amerikaner, es ist die träumende amerikanische Mittelklasse mit ihren welteinmaligen, nun mehr oder weniger verlorenen, Reserven, die psychisch von  Joe Stark Besitz ergreifend die Piper gesteuert hat, um das Fanal zu setzen:

„Nehmt mein Pfund Fleisch  und schlaft gut!“

Sie ist voller Verzweiflung, voller Sarkasmus, voller Reue, die apsyche der amerikanische Mittelklasse, wie sie sich täglich  im Blog von Ives Smith und anderen Finanz-/Geschichts-/Kulturbloggern ausspricht.

·  jbmoore61 says:
Is there comfort in being vindicated or acknowledged that you are right about an outcome when the outcome means that you and almost everyone else you know will suffer to a greater or lesser extent relative to rest of the populace? How does one not despair when there is such a disconnect between the perceptions of our elected politicians and the perceptions of the electorate? At some point, the people will revolt if they have suffered enough. Louis XV caused a financial crisis that resulted in the demise of Louis XVI and the French monarchy and government. Are we seeing the demise of the United States of America unfolding before our eyes? An impotent Executive Branch, a corrupt Legislative Branch, and a broken Judicial Branch pretty much mean that American society may have to start over with a new form of government just like the Founders built a republic from the ashes of the Confederation. Our current government is based on the second Constitution of the United States. Will we need to craft a third constitution?”

Ist das ein Trost, wenn man bestätigt wird oder Anerkennung findet, mit dem, dass man Recht behalten hat in Bezug auf ein Ergebnis, wenn dieses Ergebnis bedeutet, dass man und nahezu jeder den man sonst kennt, leiden werden wird, der eine  in größerem der andere in geringerem Ausmaß als der Durchschnitt? Wie soll man nicht verzweifeln, wenn es solch einen Abgrund gibt, zwischen der Wahrnehmung der gewählten Politiker und der Wahrnehmung der  Wähler? Es gibt einen Punkt da rebellieren Leute, wenn sie genug gelitten haben. Ludwig der XV verursachte eine Finanzkrise die mit dem Sturz der Regierung,  der Monarchie und Ludwigs des XVI endete.
Sind wir die Zuschauer dessen, wie sich der Sturz der Vereinigten Staaten von Amerika vor unseren Augen vollzieht?
Eine kraftloser Arm, der Staat, ein korrupter Arm, die Gesetzgebung  und ein gebrochener Arm, die Rechtsprechung, das dürfte bedeuten, die amerikanische Gesellschaft mag neu beginnen müssen mit einer neuen Art der Regierung, genau wie unsere Gründer eine Republik gebaut auf der Asche der Konföderation. Unsere gegenwärtige Regierung beruht auf der zweiten Verfassung der Vereinigten Staaten. Werden wir eine dritte Verfassung schaffen müssen?


Kann uns der Transit des 18. Februar, bezogen auf die Verfassung der USA etwas sagen, das Antwort auf obige Frage ist?
Ehrlicherweise muss Mundanomaniac bekennen, dass ihm dazu nicht viel Vertretbares einfällt. Außer eines:
Die letzten drei Jahre über hat Neptun den Saturn der amerikanischen Verfassung, der auf 23,4° Wassermann steht,  ausgerechnet den Verfassungsplaneten schlechthin, hat Neptun überspült und „ertränkt“. Ein ertränkter Saturn kann nicht mehr das erfüllen, was seines Amtes ist: Wache am Tor durch welches die zeitlosen Wahrheiten der Archetypen in die Zeit wandern und umgekehrt das Überzeitliche des Einmaligen  eingeht in den Himmel der Unsterblichkeit.
Ohne einen wachenden Saturn hat aber jeder Lump und jeder Blender Zugang zu den hohen und höchsten Ämtern. Über Washington aber hat sich, glaubt man  Kritikern, ein wahrer Tsunami von Lobbyisten ergossen. Das mag ins Drastische übertrieben sein,  aber es ist das Washington eines Präsidenten Obama, dessen Programm die erbarmungslose Beschneidung des Lobbyismus war.
17.9.1787, Verfassung der USA,
Transit 2010 2 18, 11:00 LMT, Attentat Joe Stark

Der Uranus trifft in seiner Resonanz - Brücke aus dem 2. Haus auf seinen „guten Freund“, den Jupiter. Uranus ist seiner Natur nach ein geistiger Inhalt, eine Idee, ihr Einbruch aus dem bislang Unbewussten, Jupiter ihr Eintritt in die Zeit. Das heißt, das dieser Einbruch aus dem Unbewußten sich in den Fischen als Auflösung und Neubeginn ungesteuert, weil vom Bewusstsein unbemerkt, vollzieht. Es wird  die uranische Resonanz, im „schöpferischen Moment“ umrisshaft bewusst als Idee.
Und nun wird die Korruption des Verfassungszustands im Zeichen des ebenerwähnten Neptun – Transits auf den US-Verfassungs-Saturn  in der sozialen Gemeinschaft des 2. Hauses, dort wo Uranus auf 25,1° steht,  bewusst als Idee. Das genau geschieht im Moment des oben übersetzten Kommentars des naked capitalism - Lesers, der für viele seiner Art steht. Und diese soziale Idee greift den asozialen Jupiter an, wie er das Privileg der reichen Familien anzeigt, sich die förderlichen Gesetze inklusive Präsident  kaufen zu können, welches über Quadrat-Resonanz verbunden ist mit dem Privileg, auf der öffentlichen Bühne des 7. Hauses das Sonnengold der Reichen und Einflussreichen zu präsentieren.
Wenn es also richtig ist, dass die USA in der Tat ihrem Niedergang beiwohnen, dann trägt die wirtschaftliche Grundlage  diese Voraussetzung im Zeichen Sonne/Jupiters nicht länger, auf welcher die Verfassung von 1787  beruht. Dann geht Amerika notwendig seiner dritten Revolution im Zeichen von Sonne Uranus, Jupiter Uranus entgegen.
Im Mai 2011 ist Uranus auf 3,1° Widder zum ersten im Mal im Resonanz-Quadrat vereint mit Mars auf 3,1° Krebs!  Dann haben die Amerikaner Mars/Uranus, die Entladung im Gewitter.
Mars im Krebs, Zorn im Volk.  Womit wir wieder am Ausgangspunkt wären: 18. Februar. 2010:  Mond im Widder, Mars im 4. Haus, Pluto im 8. Haus und  Joe Stark fliegt für Amerika.

Gespeichert: 24.2.2010, UTC 13:20. Gepostet: 25.2.2010, UTC 13:42.

Montag, 15. Februar 2010

Prognose oder Epignose?

15. 2. - 22.2.  2010
unter dem Nördlichen Tierkreis
und unter den Nördlichen Königskonjunktionen
der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser
aus den Jahren 1603, 1802, 1980 und 1305
( anklicken vergrößert)


 Mundanomaniac war stets ein armer Wanderer, der sich mit Geldverdienen wenig aufgehalten hat. Demzufolge bleibt ihm auch zum Lebensabend hin zumeist nur das, was von der Hand zum Mund geht, denn an einem Astrologen, der lieber nachdenklich die Rätsel der Welt betrachtet, anstatt einer zahlungskräftigen Klientel die Vorurteile zu bestätigen, bleibt nicht allzu viel Goldstaub hängen.
Dann hat ihm also die Astrologie kein Glück gebracht … möchte ein leerer Gedanke gleich losquaken.
Was ist das, Glück, fragt Mundanomaniac zurück? Ist es mehr zu haben, als man braucht? Dann finden sich auf den zwei Schalen der Wahl in der einen das Geld und in der anderen die Zeit. Beides zu haben, im Übermaß, Geld und Zeit, ist uns aber nicht vergönnt.
Das größte Glück, das Mundomaniac zuteil wurde, ereignete sich an irgendeinem Herbstnachmittag der frühen 80er Jahre in der Häuserschlucht einer Großstadt, völlig unerwartet, und es hält bis heute an. Ein Gott hatte ihn gefunden und angefasst … und, ihm ein neues, gottgeliebtes, unbekanntes Herz, ein erneuertes ihm unbekanntes Schlag- und Zählwerk eingesetzt.
Dieser Tag war der Tag 1 einer  Neugeburt. Von da an war alles klar, … sollte man meinen, aber von wegen, nichts war klar, alles war noch verhüllt, was vor ihm lag, allein die Klarheit dem erneuerten Herzen zu folgen, Tag für Tag, die war da und blieb. Und vom Tag 1 an, das war es was da blieb, staunte Mundanomaniac über  die kindliche Regungen im neuen Herzen, die Regung, Menschen „in den Arm“ zu nehmen   mit einem Lächeln beim Vorbeigehen, einer Höflichkeit in der Warteschlange, freundlicher Ansprache beim Einkaufen, in Ämtern,  auf der Straße, in der Küche … eine Sanftheit, eine Geduld und die Zuversicht, dass alles sich finden werde zu seiner Zeit.
Und die neue Welt, die sich erschloss, fand Mundanomaniac einmal im dritten Jahrzehnt nach „0“ bestätigt in einer Betrachtung eines unsichtbaren Begleiters:
„Die Aussage des Herzens bezieht sich – im Gegensatz zu der Aussage des diskriminierenden Verstandes – immer aufs Ganze. Die Saiten des Herzens erklingen wie die Äolsharfe nur unter dem leisen Hauche der ahnungsvollen Stimmung, die nicht übertönt, sondern lauscht. Was das Herz hört, das sind die großen lebensumspannenden Dinge, die Erlebnisse, die wir nicht arrangieren, sondern erleiden. Alles Feuerwerk, das der Verstand abbrennen möchte, verblasst, und die Sprache kehrt zurück zum naiven, kindhaften Ausdruck. Die Anspruchslosigkeit des Stils rechtfertigt sich nur durch den bedeutenden Inhalt. Und der Inhalt empfängt seine Bedeutung nur von der Offenbarung des Erlebnisses.“
C.G. JUNG, Vorwort zu SCHMITZ , "Märchen vom Fischotter", GW. 18/2, S.822.

Das alles war nach jener Stunde Null,  die zum Ausgangspunkt wurde für die unvergleichlich  aufregende innere Erfahrung, die dem Menschen zugänglich ist: die Erforschung der Weisheiten der „höchsten Lebenskunst“ mitten im Alltag des normalen Lebens:  der Weisheiten des Einzugs in die unbekannte eigene Gestalt.
„Gestalt besitzt […] auch der Einzelne, und das Erhabene und unverlierbare Lebensrecht, das er mit Steinen, Pflanzen, Tieren und Sternen teilt, ist sein Recht auf Gestalt […] So trägt er den Maßstab in sich, und die höchste Lebenskunst, insofern er als Einzelner lebt, besteht darin, dass er sich selbst zum Maßstab nimmt“
Ernst Jünger, Der Arbeiter, Stuttgart 1982, S. 37.

Der Weg der schrittweisen Enthüllung der Geheimnisse der Gestalt in Tagesportionen entfernte sich ein für allemal von den öden, verantwortungsschweren und  anmaßenden Gedankenwänden der materialistischen Philosophie. Stattdessen blühte Mundanomaniac eine  bislang nie gesehene immaterielle Gefühls- und Gedankenpflanze auf, die, einmal wahrgenommen, plötzlich überall der Erkenntnis zu winken schien: das Symbol und seine Farben  als ein das Sein (an)ordnendes Nicht-Sein.
In der Kette der täglich hinzu wachsenden neuen Erkenntnisse harrte ihrer Entdeckung als zentrales Schmuckstück die Astrologie, von der Mundanomaniac sich aber noch nichts träumen ließ (oder doch?), als er „Das wilde Denken“ fand in den Arbeiten des französischen Strukturalisten Claude Lévi-Strauss. Hier begegnete ihm der „Mythos“.
Lévi-Strauss,  ein französischer Intellektueller der scharfsinnigsten Art und damit nicht gerade einladend für einen Neugeborenen auf seinem Weg des Herzens, erklärte 1977 in der Einleitung zu seinen Massey-Vorträgen:
„Sie werden sich vielleicht daran erinnern, dass ich schrieb, die Mythen werden im Menschen gedacht, ohne dass er etwas davon weiß. Dieser Satz wurde von meinen englischsprachigen Kollegen häufig erörtert und kritisiert, weil er empirisch gesehen, nach ihrer Auffassung, völlig sinnlos ist. Für mich aber beschreibt er eine wirkliche Erfahrung, da er genau ausdrückt, wie ich die Beziehung zu meiner Arbeit begreife. Das heißt, meine Arbeit wird in mir gedacht, ohne dass ich davon weiß.
Ich habe nie ein Gefühl meiner persönlichen Identität gehabt, habe es auch jetzt nicht. Ich komme mir vor, wie ein Ort, an dem etwas geschieht, an dem aber kein Ich vorhanden ist. Jeder von uns ist eine Art Straßenkreuzung, auf der sich verschiedenes ereignet. Die Straßenkreuzung selber ist völlig passiv; etwas ereignet sich darauf. Etwas anderes, genauso Gültiges, ereignet sich anderswo. Es gibt keine Wahl, es ist einfach eine Sache des Zufalls.
Ich maße mir keinesfalls an, dass ich deshalb, weil ich so denke, zu dem Schluss berechtigt bin, die ganze Menschheit müsse so denken. Ich glaube jedoch, dass die besondere Art und Weise, wie ein Wissenschaftler denkt und schreibt, einem jeden von ihnen einen neuen Blick auf die Menschheit eröffnet.“
Lévy-Strauss, Mythos und Bedeutung, Frankfurt 1980, S. 16 f.

Der Strukturalist erklärte,
„… dass Bilder eingesetzt werden können, die der Erfahrung entlehnt sind. Das gerade macht die Originalität des mythischen Denkens aus; - dass es nämlich die Rolle des begrifflichen Denkens zu übernehmen vermag …“ (Ebd. S. 35, Hervorhebungen von mir).

Hier ist nicht der Ort, tiefer und systematischer in die Erkenntnisse des französischen Strukturalisten einzudringen. Für den nüchternen Langstreckenlauf der wissenschaftlichen Abhandlung geht Mundanomaniac als konstitutionellem Sprinter der Atem ab, deshalb hier ein kurzer Schluss(spurt), nämlich den‚ dass:
… die Symbole nach meiner Ansicht niemals eine innere Bedeutung haben.
Ihr Sinn kann nur in ihrer Stellung liegen, er ist uns daher nicht in den Mythen selbst zugänglich, …
(Ebd. S. 77).

Und damit war Mundanomaniac vor den Toren der Astrologie angekommen.
„Im Tierkreis ist jedes Zeichen die notwendige Folge des vorangegangenen. Ganz ähnlich, wie auch in der Natur die Reihenfolge einzelner Entwicklungsstadien festgelegt ist, folgt auch in der Tierkreisordnung ein Zeichen dem andere, löst es ab, bis der vollständige Kreis in seiner Geschlossenheit eine analoge Harmonie des Lebenskreises darstellt.
So versinnbildlicht jedes Zeichen ein Stadium der Entwicklung und gibt es in verwandelter Bedeutung an das nachfolgende weiter. Es ist ein Aneinanderfügen einzelner Wesensbestandteile, von denen zwar jedes alle vorhergehenden beherbergt, sie jedoch selber nicht mehr ausdrückt.“
Wolfgang Döbereiner, Tierkreisbücher, Waage, 1974, S. 17.

Aus alledem folgt für Mundanomaniacs Astrologie notwendig,  zum einen,  dass sie spät kam -  im 39. Jahr  - und, zum anderen,  dass alles Gute ihm schon vorher, allerdings kurz vorher, gekommen war. Sie war daher nie „die Lösung“, sondern das Aufräumen nach der Lösung.
 Nun hat Mundanomaniac in den vielen vergangenen Jahren kaum einen von denen, die um Rat fragten, gehabt, der nicht nach dem Glück gefragt hätte, nach Rückenwind, und wann denn  endlich … einmal dem Kreuzen genüge geschehen wäre?
Und Mundanomaniac hat sich immer gefragt, was denn ein Horoskop soll, wenn der Gott, der nach einem sucht - aber in seiner Ewigkeit weder von Telefon noch Hausnummer noch gar von Bankkonten  etwas weiß – wenn dieser Gott am ewigen Treffpunkt nach einem sucht, man aber wiederum als Kind der Zeit von ewigen Treffpunkten nichts weiß. Den ‚Treffpunkt‘ aber, dass weiß jedes Kind, findet allein der Däumling, findet nur der kleine Mann im Herzen, findet  nur  die "Arbeit  [die ]in mir gedacht [wird], ohne dass ich davon weiß".

Und so reicht es nicht, ein, zweimal in der Einfalt zu wandeln, weil man gehört hat, dort gebe es das ersehnte … sondern, als ‚Dummling‘ mit den Tieren zu ‚frieren‘ (und den Menschen),  immer, das gibt Gestalt, und Gestalt erkennt der Gott.
Wer aber von keinem Gott erkannt worden ist, was braucht der sein Horoskop zu kennen, was kann denn der aufräumen im Denken und in der Welt?
Er kann sich ja nicht einmal im Schlaf vorstellen, dass schon alles gelöst ist, dass nur wieder Ordnung zu schaffen, nur wieder aufzuräumen ist am Himmel der Gedanken mit den Bildern der „analogen Harmonie des Lebenskreises“, da ein Sturm „vom Paradies her“ die Tafeln des begrifflichen Denkens durcheinandergewirbelt hat, und dass sie aufgeklaubt worden sind von einem törichten Denken und an die Bäume im Wald der eitlen Selbstbespiegelungen geheftet worden sind ohne Sinn und Verstand …
Und wo nun Jupiter heute über die Sonne von Mundanomaniac wandert,  in seinem Besuch einmal in zwölf Jahren, da hätte er  vom „großen Glück“ der Erweiterung der Anschauung gerne ein Stück in der Waagschale des Goldes angeschaut ,denn der Winter ist lang und Brennholz und Lebensvorräte gehen auf die Neige. 
So ist jedenfalls die Prognose stets geneigt,  zu ersehnen, zu erfragen, sich ein Bild zu machen und enttäuscht abzuwenden.
Die Epignose aber begnügt sich damit, im Nachhinein Sinn und Trost zu erkennen,  deine Sonne, Mundanomaniac, sagt sie, die steht doch im zehnten Haus, sie gehört doch gar nicht Dir, sondern den Menschen und Tieren und Pflanzen und Steinen und Sternen ... sie ist doch zum Verschenken. Hast Du vielleicht heute etwas Besonderes zu verschenken?
Und, also,   statt an der Prognose zu verzweifeln,  der Hoffnung,  gefunden zu werden,   vertrauend, denn die ist aus dem unsterblichen Stoff der Seele gemacht, grüßt Mundanomaniac alle seine geschätzten Leser und wünscht ihnen in der rechten Glücksschale ein Stück Zeit.
Gespeichert: 18.2.2010, UTC 16:38,
Gepostet: UTC  17:17.